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Minecraft: Story Mode - Episode 1: The Order of the Stone
10. November 2015

Minecraft ist nicht gerade bekannt dafür, dass es eine epische Handlung bietet. Will es auch nicht, da die Kreativität des Spielers im Vordergrund steht und jeder seine eigene Geschichten erzählen soll. Dies hindert aber Telltale Games nicht daran ihre Geschichte in dieser Welt zu erzählen.

Es war einmal im fernen...

...Minecraft Land, wo sich 4 Helden einfanden und zusammen den "Order des Steines" bildeten. Gemeinsam zogen sie aus um einen mächtigen Schwarzen Drachen zu erledigen und stiegen durch diesen Sieg zu den größten Helden des Landes auf. Viele wollten ihre Taten folgen, auch Jesse der in Gabriel der Krieger seinen größten Helden sieht. Zusammen mit seinen Freunden will er beweisen, dass er kein Verlierer ist und nimmt an einen Bauwettbewerb teil um sich für die Enderscon zu qualifizieren. Dort erwartet ihn sein Idol, welcher ihm hoffentlich gute Ratschläge gibt, wie man ein Held wird. Doch der Weg dorthin ist seiteinig und das geplante Bauwerk geht in Flammen auf. Doch hat Jesse Glück im Unglück, bietet sich doch die Möglichkeit mit der bekannten Abenteuerin Petra etwas zu erleben.

Unschwer ist zu erkennen, dass im Gegensatz zu den anderen TellTale Spielen die Handlung und Charakterisierung weit zurück geschraubt wurde. Alle Charaktere sind Stereotypen und dadurch leicht zuordenbar. Jesse, der Jungspund der sich beweisen will, Axel, sein treuer aber grober Freund und Petra, die Traumfrau die alles kann. Auch alle anderen Figuren fallen in ein bekanntes Schema und lassen sich leicht lesen. Die Handlung passt sich den Charakteren an und strotzt nur von den Üblichen Abenterklischees. Nichts überrascht und die Dialoge sind dementsprechend einfach gestrickt. Doch warum diese Einfachheit? Telltale Games versucht erstmals ein anderes Publikum anzusprechen. Weg von den Comic Fans der "The Walking Dead" Reihe oder Fans von Erwachsenen Inhalte wie der "Game of Thrones" Serie. Das Spiel wurde speziell auf eine jüngere Zielgruppe zugeschnitten. Wenn man bedenkt, dass das die Minecraft Zielgruppe vor allem Kinder und Jugendliche sind, ist es ein verständlicher Schritt. Man darf gespannt sein ob letztendlich dieses Konzept aufgeht. Der große Knackpunkt wird nicht die Handlung sein sondern das Gameplay.

Klotz für Klotz

Wie gewohnt versucht man Kernelemente der Vorlage zu übernehmen und man findet Crafting, Abenteuer und Bau. Natürlich ist keines dieser Gameplay Elemente auch nur vergleichbar mit dem Original. Crafting verkommt zu einem simplen Puzzle, wo man die Grundsteine nur richtig hinlegen muss. Der Abenteuer Teil beschränkt sich auf einfache Zombiejagd, wo man auswählen darf welchen man zuerst mit dem Schwert einen überzieht. Doch am härtesten trifft es das Bauen. Der eigentliche Reiz der Minecraft ist die Kreativität zu fördern und seine eigene Konstrukte herzustellen. Zwar darf man noch aus zwei Objekten wählen, aber danach folgt ein lahmes QTE. Der Rest ist gewohnte Telltale Kost. Für Dialoge gibt es mehrere Auswahlmöglichkeiten und Charaktere merken sich die Antwort. Für etwas Abwechslung sorgen QTE und ein kurzer Ausweichlevel. Überraschenderweise hat es dieses Mal auch ein richtiges Rätsel in das Spiel geschafft. Es ist zwar keine Hirnschmalzforderne Aufgabe, aber doch eine kleine Verbesserung gegen über ihren letzten Teilen. Eine weitere kleine Sensation ist, dass man beim Hauptcharakter zwischen einer weiblichen und männlichen Variante wählen darf.

Durch eine enge Zusammenarbeit mit Mojang, den Entwicklern von Minecraft, wurde die Hauseigene Engine an Minecraft angepasst. Das Ergebnis ist eine Welt, die wirklich in Minecraft generiert werden kann. Einzig bei Charakteren wurde nachgeholfen. Um ihnen mehr Ausdruck zu bieten verfügen diese über mehr Details und Bewegungen. Akustisch gibt es einen entspannenden Soundtrack der gut in diese Welt passt. Auch die Charaktere wurden mit guten englischen Sprechern vertont. So wird der männliche Hauptcharakter von Patton Oswald, bekannt aus King of Queens, vertont. Aber auch Paul Reubens, Pee-wee Herman, findet man unter den Sprechern. Eine deutsche Synchro gibt es leider nicht, dafür wurden alle Texte auf Deutsch übersetzt.

FAZIT:

Nach der hervorragend erzählten "Tales from the Borderlands" Reihe fehlt hier irgendetwas. Ein Großteil der Kritik kann man wohl auf die geänderte Zielgruppe zurückführen. Es wurden bewusst Charaktere/Rollen gewählt, welche auch immer von Minecraft Spielern angestrebt werden. Dazu kommt noch, dass man die Welt nicht erklären will. Es soll eine einfache Geschichte mit Freunden sein, mit denen man gemeinsam die Welt rettet. Nicht gerade die optimalste Grundlage für eine spannende Geschichte, aber die Handlung ist nur ein Teil von Vielen. Leider versagen auch die anderen Elemente. Episode 1 schickt die Charaktere von einem Minecraft Set zum nächsten, dazu noch klischeehafte Dialoge und Handlungen. Teilweise will man schon Gespräche überspringen, da einem bewusst wird wohin dieser Weg führt. Gameplaymässig muss ich mich nicht mehr groß äußern. Es ist die Telltale Standard Kost mit einer Prise Vorlage. Auch grafisch wird das Spiel nie mit der Konkurrenz mitziehen können, hat Minecraft auch nicht nötig. Vielleich wird die Handlung mit Episode 2 spannender, aber im Moment sieht es nicht so aus.

[ Review verfasst von Andy ]




Infos zum Spiel
NameMinecraft: Story Mode - Episode 1: The Order of the Stone
SystemPlayStation 4
HerstellerTelltale Games
EntwicklerTelltale Games
GenreAdventure
USKab 6 Jahren
PEGI12+
Preis29,99 €
PlatinumNein
Release
 13.10.2015
 13.10.2015
Spielerzahl1
SpracheEnglisch
TexteDeutsch
Englisch
Speicherbedarf786 MB
720pJa
1080pJa
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