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Plants vs. Zombies: Garden Warfare 2
10. April 2016

Plants vsZombiesGarden Warfare war ein kleiner Übererraschungshit. Niemand hätte es PopCap zugetraut aus dem recht simplen Handyspiel einen Shooter zu entwickeln. Jedoch fand das Spiel bei Kritikern und Spielern regen Zuspruch und ist immer noch äußerst beliebt. Zu verdanken hatte das Spiel das wohl dem einfachen Design und dem simplen, aber unterhaltsamen Multiplayer-Schlachten. Kann Teil 2 nun in diese großen Fußstapfen treten?

Zeitkriege

Eine Handlung für einen puren Multiplayer-Shooter zu kreieren, ist schwer und teilweise ein sinnloses Unterfangen. Trotzdem haben sich die Entwickler den Wunsch der Spieler zu Herzen genommen und präsentieren den "Hinterhof-Kampfplatz". Ein riesiges Areal, welches als zentraler Hub dient und mit Quests vollgestopft ist. Neben kleineren kurzen Quests bieten sowohl Pflanzen, als auch Zombies eine eigene Questreihe. Aufträge erhält man hier von den neuen Klassen, welche spezifisch auf ihre Fähigkeiten zugeschnitten sind. Die Präsentation ist hier sehr einfach gehalten. Die Pflanzen und Zombies sprechen gibberisch und die Texte sind sehr kindlich. Dafür gibt es Szenarien, die man nicht im Multiplayer findet. Diese Missionen sollen vor allem Abwechslung bringen, wenn man dem Multiplayer entfliehen will, denn das ist das wahre Herz des Spiels!

Wir sehen uns auf dem Schlachtfeld!

Bis zu 24 Spieler treffen auf dem Schlachtfeld aufeinander und versuchen die Vorherrschaft für ihre Seite zu erlangen. Gekämpft wird in Schauplätzen rund um den Globus und durch die Zeit. Einmal in einem Zeitreise Vergnügungspark, dann in dem hohen Norden und auch in der Zombie-Vorstadt. Neben dem klassischen Team Deathmatch, "Garten und Friedhöfe" und Gartenzwergbombe (Capture the Flag Variante), gesellen sich auch die Spielmodie Krautangriff und Suburbination. In Krautangriff sind dieses Mal die Zombies am Zug ihren Grabstein zu verteidigen und bei Suburbination müssen für eine gewisse Zeit Punkte gehalten und verteidigt werden. Die Karten und Spielmodi wurden deutlich aufgewertet und interaktiver gestaltet als noch beim Vorgänger. Jede Karte weist nun ein kleines Gimmick auf, das zum jeweiligen Charakter passt. Bei den Spielmodi "Garten und Friedhöfe" und Krautangriff gibt es nun ein deutlich aufgewertetes Abschlussspiel. So dürfen die Pflanzen in der Zombievorstadt die Akademie mit Klopapier schmücken, während die Zombies im Zeitreisepark die Pflanzen-Burg erobern. Ein kleines Schmankerl sind zudem die Mondlevel. Hier hat man mit der niedrigen Schwerkraft zu kämpfen und springt nun deutlich weiter aber langsamer durch die Levels.

Willkommen im Team!

Insgesamt stehen sieben Kämpfer-Klassen jeder Partei zur Verfügung, wobei jede ihre eigene Aufgabe hat. Aus dem Vorgänger kennt man auf Seite der Pflanzen die schnelle Erbse, den zielgenauen Kaktus, die heilende Sonnenblume und den allesfressenden Schnapper. Neu hingegen sind Major Mais, Rosie und Zitron.

  • Major Mais

Da im Gegensatz zu Teil 1 auch die Pflanzen in die Offensive gehen müssen, dient nun Major Mais als die treibende Kraft. Von allen Pflanzen verfügt er über die stärksten Angriffe und besitzt eine gute Mischung aus Lebensenergie und Geschwindigkeit. Will man die gegnerischen Reihen durchbrechen, ist er der Richtige dafür. Zudem eignet sich seine Butterschwall-Fähigkeit bestens um flächendeckende Angriffe durchzuführen.

  • Rosie

Rosie ist der Support Charakter der Pflanzen. Seit dem großen Patch wurden ihre Offensiv-Fähigkeiten deutlich reduziert und mehr in ihre Rolle gedrängt. Nur sie kann beim Krautangriff die notwendigen Teleporter errichten, um die eigenen Truppen schnell nach vorne zu bringen. Mit ihren Zaubersprüchen kann sie zudem kurzeitig Gegner verlangsamen oder in Ziegen verwandeln. Mächtige Angriffe um den Gegner für einige Sekunden zu verwirren, um dadurch die Vorherrschaft zu erlangen, gibt es auch.

  • Zitron

Zitron, der Panzer unter den Pflanzen! Er ist langsam, verfügt dafür aber über jede Menge Lebenspunkte, ein Schild und einen vernichtenden Laserstrahl. Wenn es gewollt ist, kann er auf Angriff verzichten und rollt sich zu einem Ball zusammen um Schnell von A nach B zu kommen. Grundlegend dient diese Klasse, um den neuen Wicht mit Z-Mech zu stoppen. Dank seinem EMP kann er diesen kurzzeitig lähmen und macht ihn verwundbar.

Auch bei den Zombies hat sich einiges getan. Feuerkraftmäßig scheinen sie den Pflanzen etwas unterlegen, doch gleichen sie das durch Spezialisierung aus. Ingenieur, All-Star und Soldat spielen sich wie im Vorgänger, nur der Wissenschaftler wurde mit einem besseren Heilstrahl ausgestattet. Neu in ihren Reihen sind Super Brainz, Käpt'n Totbart und der Wicht.

  • Super Brainz

Den Zombies fehlte ein Mann für den Nahkampf, jemand der mit Leichtigkeit Punkte einnehmen und halten kann. Diese Aufgabe kommt nun Super Brainz zu. Mit seinen heroischen Fäusten schaltet er schnell und sicher Pflanzen aus. Für Fernangrfiffe gibt es den Heldenstrahl, sehr schwach, dient aber um die Gegner zu verwirren bzw. zu schwächen. Dank seiner überlegenen Sprungkraft kann er mühelos große Entfernungen zurücklegen und mit Leichtigkeit in die gegnerischen Reihen vordringen.

  • Käpt'n Totbart

Der Scharfschütze unter den Zombies. Zielsicher schaltet er aus der Entfernung die Gegner aus. Kommt jemand zu nahe, verwandelt sich das Scharfschützengewehr zu einer schwachen Schrottflinte. Ob kurze oder weite Distanz, er ist ein gefährlicher Gegner. Unglücklicherweise ist er sehr langsam, was ihn zu einem leichten Ziel macht. Dafür erbt er die Drohnen-Fähigkeit des Ingenieurs. Mit seinem treuen Robo-Papagei kann er so aus der Deckung heraus Gegner aus der Luft ausschalten.

  • Der Wicht und sein Z-Mech

Diese Klasse sorgte seit ihrer Ankündigung für einiges an Aufregung. Wie soll man diesen mächtigen Gegner besiegen? Wahrlich, der Z-Mech ist eine Urgewalt. Mit seinen Raketen und Lasern kann er den Pflanzen ordentlich zusetzen. Dafür ist er langsam und ein großes Ziel, dass von jedem leicht getroffen werden kann. Einmal ausgeschaltet, kann der Wicht ihn für längere Zeit nicht rufen. Der Wicht selber hat wenig Angriffskraft und Lebenspunkte. Doch man sollte seine Beweglichkeit und sein Wicht-Karate nicht unterschätzen.

Dies sind nur die Hauptklassen des Spieles, denn jede Klasse unterteilt sich in Spezialisierungen. Wie gewohnt tauschen manche Feuerkraft gegen kontinuierliches Feuer- oder Gift-Schaden aus. Andere hingegen setzen auf kritische Treffer oder können ihren Schuss aufladen. Dadurch steigt die Anzahl auf 100 verschiedene Charaktere. Hier sollte definitiv jeder seine Klasse finden!

Des Zombies neue Kleider

In Plants Vs. Zombies Garden Warefare 2 wird jede Aktion mit Erfahrungspunkten belohnt. Dadurch steigt der Charakter im Level auf und schaltet neue Verbesserungen frei. Diese reichen von schnellerer Regeneration bis hin zur mehr Munition oder mehr Schaden im Kampf. Hier kann man sich weiter spezialisieren, indem man drei dieser Attribute festlegt. Daneben gibt es beim Beenden jeder Runde und für jeden Charakter-Aufstieg Münzen. Diese Münzen kann man in Spiel-Packungen investieren, welche neben neuen Charakteren, Fähigkeiten auch Kleidungsstücke freischalten (Vergleichbar mit den Paketen aus FIFA Ultimate Team). Mit diesen kann man seinen Charakter optisch verbessern und hervorheben. Im Gegensatz zum Vorgänger wurden diese Gestaltungsmöglichkeiten etwas zurück geschraubt, dafür wurden aber epische Items hinzugefügt. Wer besondere Aktionen durchführt, wird mit teilweisen witzigen Toneffekten und Animationen belohnt.

Ein pflanztastisches Abenteuer

Generell wird Abwechslung in diesem Spiel großgeschrieben. Bei Spielstart wird man in den Hinterhof-Kampfplatz katapultiert. Dies ist nicht nur eine riesige Karte, sondern auch der zentrale Hub. Hier wählt man seine Figur, kauft neue Packungen oder schaut sich Statistiken an, doch gibt es weit aus mehr hier zu entdecken! Neben den eingangs erwähnten Quest-Reihen kann man hier auch das Garten bzw. Friedhofskommando starten. Hier kämpft man als Pflanze oder Zombie mit drei weiteren Mitspielern gegen Gegner-Horden. Insgesamt zehn Runden muss man überleben, wobei in Runde fünf und zehn ein besonders starker Gegner auf einen wartet. Auch der Hinterhof-Kampfplatz lädt zum Entdecken ein. In der Mitte gibt es eine Fahne zu hissen, die einen nie enden wollenden Angriff auslöst. Daneben gibt es noch einen geheimen Schießstand, Gnome und Schneekugeln zu finden und ein Geheimnis zu lösen. Als wäre das nicht genug, kann man auf der Schautafel noch Missionen erfüllen bei denen man mit Sternen belohnt wird. Mit diesen Sternen öffnet man Schatzkisten, die neben Münzen auch Gestalltungsoptionen für die Hinterhof freischalten. Wer will besucht einen Freund in diesem Hinterhof, oder man spielt ein privates Spiel mit zahlreichen Modifikationen. Denn nur hier findet man auch die klassischen Spielmodi aus Teil 1. Als wäre das alles nicht genug, kann man das komplette Spiel mit Bots und im Splittscreen spielen! Wer hätte sowas im Jahre 2016 noch erwartet?!

Der Frostige Biss

Als Grafikgrundgerüst dient wie beim Vorgänger die Frostbite Engine 3.0, diese wurde aber ordentlich überarbeitet. Die Charaktere sehen nun wesentlich besser aus und Effekte kommen deutlicher zu Geltung. Die Flammen auf der Feuerblume oder die Lackierung des Hot Rod Schnappers haben noch nie besser ausgesehen. Auch die Welten sind nun mit mehr Effekten und Objekten geschmückt. Zudem läuft das Spiel in 1080p mit beinahe konstanten 60fps. Nur in hektischen Situation, wo sämtliche Spezialangriffe ausgeführt werden bricht das Spiel ein. Auch akustisch gibt es nichts zu bemängeln. Der Ton und die Effekte sind gelungen und fühlen sich "richtig" an. Zudem gibt es immer eine schöne akustische Bestätigung, wenn man einen Gegner erledigt hat. Was will man mehr.

Ein kleiner Schatten

Trotz all dieser positiven Punkte sollte man nicht die negativen Verheimlichen. Noch hat das Spiel nämlich kleine Balancing-Probleme. Auf manchen Karten scheinen die Pflanzen im Nachteil zu sein, wenn man nicht koordiniert vorgeht. Ein Problem was wohl durch die neuen Charakter Klassen entstanden ist. Auch die neuen Levels sind nun mehr verspielter, was die Orientierung etwas erschwert. Auch der gut gemeinte Hub scheint nicht jedermanns Zustimmung zu treffen. Bei Teil 1 hatte man klassische Menüs, hier muss man kurz muss man mit einer Figur zu den jeweiligen Menüs gehen. Das größte Problem scheint aber das Auftragsbrett und die Beförderung zu sein. Nach jeder Runde verlassen zig Spieler das Spiel, um neue Aufträge anzunehmen und den Charakter zu befördern. Das stört erheblich den Spielfuss. Ob es sich hier nur um ein frühes Phänomen handelt, wird die Zeit zeigen.

FAZIT:

Ich hab mittlerweile 40 Stunden im Spiel verbracht und dabei jeden Spielmodus getestet, doch bin ich noch immer weit entfernt alle Geheimnisse freizuschalten. Noch fehlen unzählige Charaktere und Anpassungsmöglichkeiten. Mit der Gnome Suche habe ich noch nicht mal begonnen und noch zig Sternen Kisten warten darauf geöffnet zu werden. Es scheint als würde ich nicht so schnell davon wegkommen, dass liegt vor allem an dem einfachen Design. Wähle deine Klasse, erledige ein paar Mitspieler und schau das du dabei ein paar Teampunkte machst. Wird man erledigt, einfach den Vorgang wiederholen. Die längste Spielsitzungen ist Revier-Übernahme, die können schon mal 25 Minuten dauern. Wohl genau die richtige Zeitspanne um sich kurz damit zu beschäftigen und nach getaner Arbeit den Kontroller zur Seite zu legen. Dennoch hat das Spiel viel von seinem simplen Design des Vorgängers verloren. Hier war alles noch zielorientierter und die Rollen waren klar verteilt. Nun müssen einige mitdenken und die richtige Klasse wählen, um das Team nach vorne zu bringen. Es muss sich nur jemand für diese Rolle finden, ansonsten wird man schnell gefrustet weil man kein Land gegen den Gegner sieht. Viel ging leider auch bei der Level-Gestaltung verloren. Visuell sind diese ein Traum, aber spielerisch hängen sie etwas nach. Trotz kleiner Schwächen ist das Spiel gelungen. Wer einen Shooter mit einer netten Community und fernab Killstreak und K/D Ratios sucht, ist hier richtig! Spaß ist das oberste Gebot und dieser endet hier nicht so schnell.

[ Review verfasst von Andy ]

Kommentar von crack-king:

Im ersten Moment wird man vom Umfang des Spiels überrumpelt. Die Einführung ist auch etwas grobschlächtig, aber langsam aber sicher kommt man hinein und dann entfaltet sich der Reiz des extrem simplen, aber durchaus guten Shooters. Die Spielmodi sind interessant und spannend umgesetzt und selbst die Singleplayer-Missionen sind durchaus ansprechend. Ich persönlich bin aber kein großer Fan des zentralen Hubs, weil hier meist nicht so viel los ist. Da machen die Kämpfe im Multiplayer-Modus deutlich mehr Spaß, wobei die Balancing-Probleme nicht unter den Tisch gekehrt werden können. Es ist zwar nicht unspielbar, aber man merkt recht schnell, wo die Grenzen des Systems zu finden sind. Vor allem Neulingen dürfte der Einstieg mit den vielen Klassen schwer fallen, weil die Rollen nicht unbedingt klar sind. Dadurch stirbt man häufiger als nötig, was natürlich frustrierend sein kann. Wer sich aber da durchkämpft, bekommt ein spaßiges Spiel geboten mit einem reinen Effektfeuerwerk in grafischer Hinsicht und viel Witz. 

Pluspunkte:

  • 1080p und 60 fps
  • Simples aber unterhaltsames Gameplay
  • Sehr viel zu entdecken und hoher Motivationsgrad
Minuspunkte:
  • Leichte Balancing Probleme
  • Nur Online spielbar
  • Zu leichte Quests



Infos zum Spiel
NamePlants vs. Zombies: Garden Warfare 2
SystemPlayStation 4
HerstellerElectronic Arts
EntwicklerPopCap Games
GenreShooter
USKab 12 Jahren
PEGI7+
Preis59,99 €
PlatinumNein
Release
 25.02.2016
 23.02.2016
Spielerzahl1-24
SpracheDeutsch
TexteDeutsch
MehrspielermodusJa
Online spielbarJa
Online FunktionenJa
Speicherbedarf17GB
HeadsetJa
720pJa
1080pJa
Videos
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Screenshot Galerie
Plants vs. Zombies: Garden Warfare 2
Gameplay
8.5
Atmosphäre
9.0
Grafik
9.0
Sound
8.5
Spielspass
8.5
 

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