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Stories: The Path of Destinies
11. April 2016

Ich mag Plattformer und Action-Adventures. Dagegen hasse ich Multiplayer Shooter, MOBAs und Free 2 Play Zeugs. Dummerweise gibt es von letzterem mehr als genug, währenddessen gute Vertreter der erstgenannten Spielegattungen mit der Lupe zu suchen sind. Einigen Indie-Entwicklern muss es jedoch genauso ergehen, sonst würden Spiele wie eben das hier behandelte „Stories: The Path of Destinies“ erst gar nicht erscheinen. Na, neugierig geworden?

Gestatten: Reynardo

Ein böser Imperator, eine magische Waffe, ein verbannter Gott, dunkle Rituale, eine Rebellion und mittendrin unser Held Reynardo der Fuchs. Die Geschichte hört sich jetzt nicht sonderlich spannend an, hat es aber trotzdem in sich, schließlich gibt es mehr als 20 (!) verschiedene Enden.

Nach dem „Was wäre Wenn“ Prinzip lernt Reynardo mit der Zeit vier verschiedene Wahrheiten kennen, diese wiederum unterteilen sich in unterschiedliche Handlungsstränge. Um ein Schicksal freizuspielen, muss man nach den Levels Entscheidungen treffen. Das wiederum wirkt sich auf die Geschichte und die jeweilige Wahrheit aus. Zum Schluss warten noch „finale“ Enden (wie ich sie mal nennen will) darauf, vom Spieler entdeckt zu werden. Der Clou dabei ist jedoch, dass sich Reynardo an vergangene Momente in neueren Spieldurchläufen erinnern kann (wie auch der Erzähler) und man somit neue Dialoge zu hören bekommt bzw. sich Reynardo und dem Spieler neue Perspektiven erschließen. Zentrale Figuren in der Geschichte sind neben dem Fuchs noch Zenobia, Lupino und ein paar andere Gestalten, die allesamt Einfluss auf den Verlauf nehmen. Mehr will ich dazu jedoch nicht verraten, da wie gesagt, die Hintergrundgeschichte ein wichtiger Bestandteil des Spiels ist.

Noch ein Versuch

Eine „Story“ besteht übrigens aus fünf Kapiteln und somit auch fünf Levels. Diese fallen groß aus und sind anfangs mit zahlreichen Toren versperrt. Erst später kann man mit Hilfe der aufgerüsteten Schwerter alle Wege nutzen. Insgesamt gibt es aber zu wenig Levels, sodass man sich schnell an den Umgebungen satt gesehen hat. Das Kampfsystem orientiert sich an den „Batman“ Spielen und ist zugleich simpel, aber effektiv und vor allem spaßig. Kombos mit 50 und mehr Verkettungen sind kein Problem und dank der verschiedenen Schwerter und ihrer Eigenschaften, kann man die bösen Raben schnell und abwechslungsreich verdreschen. Was mir jedoch fehlt sind Bosskämpfe, oder auch ein paar Zwischengegner. Die wenigen Puzzles im Spiel erfordern kaum Hirnschmalz und die Geschicklichkeitseinlagen dienen eher der Abwechslung vom pausenlosen Kämpfen. Die Mischung ist zwar immer noch gut und es macht auch Spaß, aber auf Dauer fehlt es eben ein wenig an Tiefe.

Bastion? Kenn ich doch auch!

Spielt man „Stories“ eine Weile, machen sich Parallelen zu einem anderen Titel namens „Bastion“ bemerkbar. Beide Spiele bauen auf einen starken Erzähler, der auch die Aktionen des Spielers kommentiert, ein Waffensystem mit Upgrades und eine Geschichte, die mitunter heiter mitunter düstere Töne anschlägt. Allerdings kommt „Stories“ in Sachen Grafik und Gameplay nicht an das Vorbild heran. Dazu fallen das Gameplay zu simpel und die Steuerung zu träge aus. Auch der Schwierigkeitsgrad zieht kaum an und man muss nach ein paar Durchgängen kaum noch Zittern. Die Schwerter sind zudem viel zu schnell freigeschalten und die Juwelen zu fix gefunden. Lediglich das Ausbauen der Eigenschaften von Reynardo brauchen Zeit und wirklich viele, viele Kämpfe. Hätte man hier etwas mehr Mühe investiert und das Spielgeschehen auch abseits der Geschichte für spätere Durchgänge noch frisch gehalten, wäre auch nicht ganz so schnell die Luft raus. Denn nachdem man das Abenteuer fünf bis sechsmal durchgespielt hat, existiert kaum noch ein Grund, ein weiteres Mal durch die tristen Levels zu rennen.

Technisches Mittelmaß

Eigentlich sollte die isometrische Perspektive von „Stories“ die PS4 vor keine allzu großen Probleme stellen. Das Spiel sieht zwar ganz brauchbar aus, aber nicht umwerfend oder gar beeindruckend. Auch die Figuren wirken hölzern animiert und man bekommt diese nur selten aus der Nähe zu sehen. Grafische Finesse gibt’s also bestenfalls in den Charakterportraits und gezeichneten Buchseiten zu bewundern. Umso unverständlicher ist es, dass die Framerate meistens nur mit 30 Bildern pro Sekunde vor sich hin tuckert und später, bei größeren Gefechten, sogar noch kräftig in die Knie geht. Dazu gesellen sich noch zahlreiche Glitches, bei denen man im Untergrund festhängt, ein Objekt sich nicht mehr bewegt oder das Teilstück des Levels schlichtweg nicht geladen wird. Ich erwarte schon ein wenig mehr Feintuning von einem Konsolenspiel – schließlich bin ich kein Beta-Tester! Besser hört sich da schon die dynamische Musik an, sowie der hervorragende englische Sprecher, der die Geschichte(n) mit vollem Einsatz vorträgt und später mit tollen Kommentaren aufwartet. Positiv sind ebenfalls die deutschen Untertitel, mit denen man problemlos den Schicksalen auch lesend folgen kann.

FAZIT:

„Stories: The Path of Destinies” ist ein kurzweiliges Action-Adventure. Das Konzept mit den verschiedenen möglichen Story-Ausgängen macht Laune und lädt zum wiederholten Spielen ein. Auf Dauer wird’s dann trotzdem ein wenig eintönig, da man alle Levels verinnerlicht hat und die Schwerter / Edelsteine aufgewertet wurden. Die Kämpfe stellen auch kein Problem mehr dar und es fehlt schlichtweg an Herausforderung. Trotzdem sollten „Bastion“ Fans einen Blick riskieren, das Eintrittsgeld ist nicht zu hoch und man wird immer noch vernünftig unterhalten.

[ Review verfasst von .ram ]

Pluspunkte:

  • Interessante Geschichte mit zahlreichen Wendungen
  • Wiederspielwert vorhanden
  • Kurzweiliges Gameplay mit simplen, aber gutem Kampfsystem

Minuspunkte:

  • Framerate könnte besser sein
  • Glitches & Glitches & Glitches
  • Zu wenig verschiedene Levels



Infos zum Spiel
NameStories: The Path of Destinies
SystemPlayStation 4
HerstellerSpearhead Games
EntwicklerSpearhead Games
GenreAction-Adventure
USKab 12 Jahren
PEGI12+
Preis10,99
PlatinumNein
Release
 12.04.2016
 12.04.2016
Spielerzahl1
SpracheEnglisch
TexteDeutsch
MehrspielermodusNein
Online spielbarNein
Online FunktionenNein
Speicherbedarf2,1GB
HeadsetNein
720pJa
1080pJa
Sixaxis Tilt SupportNein
PlayStation MoveNein
PlayStation VRNein
Videos
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Screenshot Galerie
Stories: The Path of Destinies
Gameplay
7.5
Atmosphäre
7.5
Grafik
6.5
Sound
8.0
Spielspass
7.0
 

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