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Battleborn
20. Juni 2016

Der vielfach von Gearbox auf diversen Events hochgehypte Shooter "Battleborn" ist endlich erschienen und wir haben uns für euch in den Kampf gegen die fiesen Bösewichte gestürtzt und auch menschliche Spieler haben was vor den Latz bekommen - wenn auch ich eher öfter der Leidtragende war...

Schon wieder ein MOBA Shooter?

Das wird langsam ein bisschen viel oder? So gut wie jeder Publisher versucht sich ins MOBA Geschäft einzubringen. Jeder möchte was vom Kuchen ab haben, aber gibt es überhaupt noch was das man sich holen kann? Gearbox hat auf der letztjährigen E3 großspurig angekündigt, das sie mit Battleborn einen neuen Shooter veröffentlichen möchte, der aus der bekannten Küche von Gearbox entspricht, heißt im Klartext: abgedrehte Charaktere, der eigene Humor und natürlich die farbenfrohe Optik. Hört sich doch im ersten Moment an wie Borderlands oder? Ja, kommt dem zumindest sehr nahe. Ist aber auch nicht verwunderlich, da es eben die selben Entwickler sind und sie sich klar auch ans eigene Flagschiff orientiert haben.

Eine Geschichte als Tutorial getarnt?

Die Kampagne ist nicht gerade das Herzstück von Battleborn. Das wird dem Spieler auch relativ schnell klar, in dem nur 8 Missionen verfügbar sind. Diese kann man allein oder wahlweise auch mit bis zu 4 Spielern spielen. Eine Mission kann daher fast bis zu einer Stunde dauern, je nachdem wie man sich bzw. die Mitspieler anstellen. In den Missionen selbst muss man keine ausgefallenen Dinge tun, es geht lediglich darum Gegnerwellen nieder zu schnetzeln. Die wenigsten werden sich das Spiel zulegen wegen der Kampagne das ist schon klar, allerdings hätte ich mir von Gearbox ein bisschen mehr erwartet. Das sie eine ordentliche Singleplayer Kampagne hinbekommen, haben sie bei der Borderlands Reihe mehrmals bewiesen. Schade ist auch das man mit seinen Freunden nicht direkt eine bestimme Mission aussuchen darf, sondern über 3 zufällige Missionen dann seine Stimme abgeben darf. Auf Mitspieler ist man in gewisser Weise auch hingewiesen, es ist ganz klar auf mehrere Spieler ausgelegt. Am Ende war es für mich mehr ein sehr langer Tutorial Mode, wo ich mich besser ins Spiel eingefunden habe und so zumindest nicht ganz ahnungslos in den Multiplayer Mode geschickt wurde.

Abgefahrene Helden sind hier vorhanden!

Mehr als 25 von den abgefahrenen Helden sind in Battleborn unterwegs. Hört sich nach viel an und ist es auch tatsächlich. Jeder ist auf seine eigene Art und Weise, sei es das Aussehen (Isic) oder die Fähigkeiten besonders. Diese können auch in den Matches dann Erfahrungspunkte sammeln, so das sie eine Stufe aufsteigen und damit nach und nach ihre Fähigkeiten freischalten zu können. Da unterscheidet sich Battleborn nicht von anderen Genre Vertretern. Bis auf eine Sache vielleicht (ich kenne jetzt auch nicht alle MOBAS am Markt von A - Z) das während man fleißig EP sammelt und Stufen aufsteigt, sich auch auf einen Skill spezialisieren kann. Das kann zum Beispiel eine großflächige Damage Attacke sein oder ein besonderer Schutz den der Heiler jeweils für die anderen Mitspieler raushauen kann. Daher ist es unheimlich wichtig, seinen Hero zu kennen. Ganz genau zu wissen, was er kann und was nicht, um so optimal für den Kampf vorbereitet zu sein. Glaubt mir, eure Mitspieler in PvP Matches werden euch dankbar sein, wenn ihr wisst wie ihr mit dem Hero zu spielen habt. Einfach mal auf den Gegner draufhalten oder eben als Heiler seine Mitspieler nicht zu heilen, fördert gerade nicht das Teamplay und geht enorm auf den Spielspaß. Letztendlich ist man sehr damit beschäftigt, die Heroes nach und nach zu spielen und für sich selbst rauszufinden, mit welchen man ordentlich umgehen kann. Das sollten in der Regel immer mehrere sein, da eure Lieblingsheroes selbstverständlich nicht immer zu Verfügung stehen, da andere Spieler vielleicht schneller bei der Heroesauswahl sind.

Herzstück - Spieler gegen Spieler

Hier dürfen wir uns mit den Heroes endlich mal so richtig austoben. Nachdem man sich durch die Kampagne sich so gerade eben durchgequält hat, wartet hier auf uns pure Freude....manchmal auch der pure Hass. Das liegt nicht am Multiplayer selbst, sondern viel mehr an den Mitspielern, die nicht wissen wie sie mit ihren Heroes umgehen müssen, bestimmte Gebiete wieder einnehmen und so weiter. Es liegt wohl bei den meisten daran, das sie sich sofort in den Multiplayer stürzen. Was natürlich fatal ist, wenn man nicht weiß was die Heroes so können. Nun gut, weg von den Mitspielern und hin zu den verschiedenen Modis die es im PvP gibt. Viele sind es nicht, aber das braucht es auch nicht um Spaß zu haben. Capture dürfte man aus vielen anderen Shootern kennen, heißt das man auf der Map drei Ziele hat die erobert werden müssen und danach am besten so lange wie es nur geht halten, bis man schlussendlich gewonnen hat. Dazwischen darf man selbstverständlich andere Spieler davon abhalten, die Gebiete auf der Map zu erobern. Neben Capture gibt es da noch Überfall und Schmelze, in dem wir unsere Minions die automatisch ihren Weg ablaufen zum Ziel führen bzw. währenddessen beschützen. In Überfall geht es darum, das wir in die gegnerische Basis einmarschieren und auf dem Weg dahin die Helden besiegen, die sich uns in den Weg stellen, verschiedene KI Gegner aufs Korn nehmen und so uns vorkämpfen, bis wir dann gewonnen haben.

Performance so schlecht wie beim großen Bruder?

Mit großer Bruder ist an der Stelle natürlich Borderlands mit gemeint. Das war ja schon nicht so beliebt unter den Fans, was die Performance an ging. Sobald ein Mitspieler dem eigenen Spiel gejoint ist und mit geballert hat, ist die Framerate in den Keller gegangen. Mit eines der größten Probleme der Engine. Daher ist die Frage auch berechtigt, haben es die Jungs und Mädels von Gearbox diesmal das Problem in den Griff bekommen? Jein. Es läuft zwar besser als Borderlands und hat bei weitem nicht so oft Framedrops, allerdings gibt es sie nach wie vor. Für ein Multiplayer Spiel nicht unbedingt geeignet, da es hier nochmal wichtiger ist das die Framerate stabil bleibt. Aber insgesamt gesehen, ist es schon ein merklicher Fortschritt zu Borderlands. Da das Spiel weiterhin supportet wird, kann man zumindest darauf hoffen, das weiter dran gearbeitet wird.

FAZIT:

Ich hatte Spaß mit Battleborn. Obwohl die Beta mich überhaupt nicht gepackt hat und ich nicht wirklich wusste, was ich da machen sollte. In der Vollversion dann komplett gedreht und das hat viel mit den abwechselungsreichen Charaktere, dem typischen Gearbox Humor und der coolen Optik zu tun. Das Gameplay ist spaßig, wenn man sich die Zeit dafür nimmt und sich damit auch mal auseinander setzt. Gerade das macht im Story Modus leider nicht so viel Spaß. Es wirkt einfach hingeklatscht. Sehr schade, wo man doch weiß das sie es auch anders können, siehe Borderlands. Wenn es gegen menschliche Spieler geht, haben sie vieles richtig gemacht. Jede Menge Heroes die man freischalten kann, diverse Herausforderungen die abgeschlossen werden können, viel Sammelkram mit Skins und ähnlichem. Es wird sich mit der Zeit zeigen, ob Battleborn sich im MOBA Markt behaupten kann. Potenzial ist definitiv vorhanden.

[ Review verfasst von Kazuma ] 

Pluspunkte:

  • Abgefahrene Helden mit witzigen Sprüchen
  • Coole Optik
  • Teamplay

Minuspunkte:

  • Kampagne ist sehr schwach
  • Performance nicht immer optimal
  • Matchmaking ist nicht fair



Infos zum Spiel
NameBattleborn
SystemPlayStation 4
Hersteller2K Games
EntwicklerGearbox Software
GenreEgo-Shooter
USKab 12 Jahren
PEGI16+
Preis59,99 €
Release
 03.05.2016
 03.05.2016
Spielerzahl1-10
SpracheDeutsch
TexteDeutsch
MehrspielermodusJa
Online spielbarJa
Online FunktionenJa
Speicherbedarf16GB
HeadsetJa
720pJa
1080pJa
Mehr...

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Screenshot Galerie
Battleborn
Gameplay
7.5
Atmosphäre
7.0
Grafik
7.5
Sound
7.5
Spielspass
7.5
 

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