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Inside
13. September 2016

“Limbo” war audiovisuell etwas ganz besonderes und überzeugte ganz nebenbei trotz des Try and Error Prinzips mit einer tollen Spielbarkeit. Man hüpfte als Kleinkind im düsteren s/w Look durch mystische Wälder und dunkle Höhlen auf der Suche nach Antworten, welche aber rar gesäht waren. Zudem musste man allerhand Gefahren mittels gut getimten Aktionen überwinden.

Gejagt 

Nun beim geistigen Nachfolger erinnert man sich gleich nach dem Startbildschirm an “Limbo” und startet mit einem großen Déjà-vu. So ist nicht nur der s/w Stil geblieben (nur die eigene Spielfigur ist teils farbig), denn auch bei “Inside” wird man als Kind einfach in einen düsteren Wald geworfen und bekommt keinerlei Infos gesteckt. So läuft man im 2,5D Look durch die Botanik, bis man auf einen Trupp Männer trifft. Schnell merkt man aber, dass diese einem feindlich gesinnt sind und so lernt man im Trial and Error Prinzip diese und andere Gefahren zu umgehen. Wie bei “Limbo“ bestehen hier die meisten Rätsel aus gut getimten Aktionen, welche anfangs vielleicht etwas frustrierend sein können. Hat man jedoch ein Gespür für das Timing bekommen, spielt sich “Inside” ziemlich flüssig. Hinzukommen mehr als faire Rücksetzpunkte, welche einigen aber wohl zu großzügig sein dürften.

Eingebrochen

Die Geschicklichkeitspassagen bestehen dabei aus einfachen Szenen wie: Halte dich von Scheinwerfern fern bis hin zu führe die Gegner hinters Licht und reichen bis hin zu großen Maschinen mit beweglichen Bauteilen und punktgenauen Sprüngen. Abgerundet wird alles durch einige Schalter- und Kombinationsrätsel. Mit wirklichen Kopfnüssen bekommt man es aber nicht zu tun. Für etwas mehr Knobelei sorgen die 13 verstecken Orbs, welche überall im Spiel verstreut sind. Jeder Orb steht dabei für eine Trophäe und ist teils knifflig zu ergattern (wenn man sie überhaupt erst mal findet). So vergehen die reichlich vier Stunden wie im Flug, da keinerlei Langeweile oder Langatmigkeit aufkommt.

Gerettet?

Vom Artstyle gibt sich “Inside” dabei keine Blöße. Es schaut sehr schick aus und läuft komplett flüssig und smooth. Der 2,5D Look erzeugt im Spiel zudem einen tollen Tiefeneffekt (hier wäre ein 3D Mode wie bei "Trine" perfekt gewesen), was eine teils hin und her schwenkende Kameraführung noch unterstreicht. Ansonsten darf man vom Detailgrad und speziellen Effekten nicht allzu viel verlangen und die PS4 wird nicht einmal warm. Hervorragend ist auch der atmosphärische Soundtrack, der enorm viel zur Stimmung beiträgt und in einigen Abschnitten für eine zerreißende Spannung sorgt (besonders im Dunkeln und mit Kopfhörern).

FAZIT:

Ein paar Worte zur Story habe ich mir für mein Fazit aufgespart, wobei Story übertrieben ist. In den letzten 15 Minuten kann man zwar einen Hauch von Intention des Kindes erahnen, doch ist dies zu wenig. Da hilft auch der kurze “WTF”-Effekt nichts, der zudem noch mehr Fragen aufwirft, als beantwortet. Das ist auch der Hauptkritikpunkt, den ich habe. Über alles andere wie das Trial and Error Prinzip kann ich aufgrund des Drumherum locker hinwegsehen. Wer schon mit “Limbo” oder Klassikern wie “Another World” seinen Spaß hatte, muss sich auch “Inside” besorgen! 

[ Review verfasst von Shagy ]

Die zweite Meinung:

Ich finde, nicht jedes Spiel muss über eine ausgeklügelte Geschichte verfügen. Manchmal reichen auch nur Andeutungen, die Spielraum für Interpretationen lassen. „Inside“ ist so ein Titel! Das Finale, das wirklich krass ausfällt, kann man vielfältig deuten. Und das macht „Inside“ auch zu einer markanten Spielerfahrung. Klar, die absolut gelungene Grafik mit einem felsenfesten Stil und superben Animationen und der sparsam eingesetzte Sound helfen dabei eine dichte Atmosphäre aufzubauen, aber letztendlich ist es doch das Ende, was den Trip so unvergesslich macht. Das Gameplay ist dabei, wie Kollege Shagy schreibt, nicht wirklich schwer und als Hybrid zwischen Plattformer und Puzzlespiel zu verstehen. Man braucht bei manchen Sachen auch etwas Geduld, da Timing gefordert ist und man oft mal aus Versehen ablebt, doch die Rücksetzpunkte machen daraus kein wirkliches Ärgernis. Unterm Strich ist „Inside“ sogar recht einfach. Doch wie gesagt, das Gesamtpaket entscheidet und da punktet der Titel eben mit mehr als dem Gameplay. Muss man in meinen Augen gespielt haben.

[ Kommentar verfasst von .ram ]

Pluspunkte:

  • Der Artstyle ist fantastisch
  • Tolle Mischung aus Timing-/Schalter- und Kombinationsrätseln
  • Stimmungsvoller Soundtrack

Minuspunkte:

  • Trial and Error Prinzip…
  • … dennoch zu leicht
  • Keine wirkliche Story vorhanden



Infos zum Spiel
NameInside
SystemPlayStation 4
HerstellerPlaydead
EntwicklerPlaydead
GenreJump'n Run
Preis19,99 €
PlatinumNein
Release
 23.08.2016
 23.08.2016
Spielerzahl1
SpracheNicht vorhanden
TexteDeutsch
Englisch
MehrspielermodusNein
Online spielbarNein
Online FunktionenNein
Speicherbedarf1,9GB
HeadsetNein
720pJa
1080pJa
Videos
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Screenshot Galerie
Inside
Gameplay
8.0
Atmosphäre
8.0
Grafik
8.0
Sound
9.0
Spielspass
8.0
 

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