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Statik
8. Mai 2017

llig mitgenommen lässt so langsam die Wirkung einer Droge nach, die Sicht wird klarer und meine Augen wandern durch einen sterilen Raum. Wo bin ich und was mache ich hier? Und warum zum Geier befinden sich meine Hände in einer Box, welche mit allerlei verschiedenen Komponenten ausgestattet ist. An der Wand prangt mit Statik Insitute for Retention zwar der Name einer Institution und mir gegenüber sitzt ein Wissenschaftler, doch diesem kommt nicht in den Sinn mir etwas über meine Situation mitzuteilen. Dabei ist es auch nicht hilfreich, dass sein Gesicht stets verpixelt und verfremdet wird. So bleibt einem nichts weiter übrig als das Rätsel der Box zu lösen und somit vielleicht auch an Antworten zu kommen...

Portal meets Keep Talking and Nobody Explodes

Da sitzt man nun ein wenig ratlos da und tippt ziellos auf dem Controller rum, bis einem auffällt, dass sich kleine Mechanismen in der Box befinden, welche sich durch die Buttons des Controllers aktivieren lassen. Nun gilt es herauszufinden, wie man die elektrischen und mechanischen Einheiten so miteinander kombiniert, dass man das Rätsel löst. Dabei gilt es aber nicht nur starr auf die Box zu schauen und diese immer wieder zu drehen und von nahen zu begutachten. Auch in den Räumen befinden sich bei den folgenden Boxen immer wieder Aufbauten mit denen man interagieren muss oder Hinweise die einem beim Lösen der jeweiligen Box helfen. Dabei wird jede Taste des Controllers genutzt, da die Boxen mit allerhand Schaltern, Rädchen und Amaturen ausgestatten sind. Die Rätsel sind dabei stets anders aufgebaut und es wiederholt sich kein Mechanismus in einer späteren Box erneut. So gilt es Stromkreise zu überbrücken, Farb-/Zahlencodes herauszufinden, Rätsel losgelöst von der Box zu entschlüsseln oder eine Kassette abzuspielen und die Audioaufnahmen richtig zu deuten und noch vieles mehr, welches wir jetzt nicht spoilern wollen. Man wird aber immer wieder aufs Neue überrascht, wie einfallsreich die Entwickler die Boxen gestaltet haben. Um dem ganzen noch einen psychologischen Aspekt zu verleihen, wird man ab und an in einen Raum gesperrt und muss Bilder die an die Wand projiziert werden positiv oder negativ bewerten, während die Hände in einer Art Lügendetektor stecken. Wie schon bei “Keep Talking and Nobody Explodes” gibt es auch hier einen Multiplayer Modus, der drei Rätsel umfasst. Allerdings benötigt man ein Handy oder Tablet, sowie die Playstation App um die Rätsel gemeinsam zu knacken. Jeder hat dabei andere Teile des Puzzles zu lösen. Clever, wenn leider auch mit nur drei Aufgaben nicht sehr umfangreich. Etwas unglücklich ist dabei ebenfalls, dass der Multiplayer nur erscheint, wenn man das Endgerät mit der PS4 verbunden hat.

Man sieht den Wald vor lauter Bäumen nicht

Dies denkt man öfters, wenn man mehrere Minuten völlig ratlos im Stuhl sitzt und nicht weiterweiß. Vor allem, wenn die Hinweise eher subtil im Raum liegen, hat man schon ein wenig zu knabbern. Dies ist den Entwicklern aber hoch anzurechnen und letztendlich sind alle Rätsel logisch und fair aufgebaut ohne zu frusten. Hinzu kommt eine kryptische Geschichte, welche einen dank der zusätzlichen Sequenzen wie dem Lügendetektor und (Traum?) Sequenzen tief in das Spiel hineinziehen. Auch die Monologe des nur englischsprechenden Wissenschaftlers (inklusive nur englischer Untertitel) sorgen für eine tolle Atmosphäre. Hinzu kommt eine zwar sterile, aber passende Grafik samt detaillierter Boxen und ohne große technische Schwächen auf der PS4 Pro daher.

FAZIT:

“Statik” hat mich schon beim Tutorial in seinen Bann gezogen und nicht mehr losgelassen. Die Boxen sind allesamt clever designt und bieten genügend Abwechslung, um nicht zu langweilen. Zwar ist das Vergnügen mit unter vier Stunden recht kurz geraten, doch da es keinerlei Wiederholungen oder öde Aufgaben gibt, sind diese vier Stunden spannend bis zum Schluss. Auch der Multiplayer ist witzig gemacht, doch leider viel zu kurz. Letztendlich hätte mit etwas mehr Umfang “Statik” ein wahrer Klassiker werden können. Sei‘s drum, wer Spaß an solchen Spielen hat, sollte unbedingt zugreifen, zumal auch der virtuelle Effekt hervorragend zur Geltung kommt und nicht aufgesetzt wirkt. Für unschlüssige gibt es im PSN Store auch eine Demo des Spiels.

[ Review verfasst von Shagy ]

[ Gespielt auf der PlayStation 4 Pro mit einem 1080p TV ]

Die zweite Meinung:

Dieses Spiel fesselt (nicht nur) buchstäblich. Wenn man ein Faible für Rätselspiele und Escape Room Szenarien hat, wird man sich sehr schwer tun, es beiseite zu legen, bis die Rätsel geknackt sind. Jede Box ist sehr ausgetüftelt und teilweise muss man echt ordentlich um die Ecke denken, um die gerne mal subtilen Hinweise richtig zu deuten. Wie lange man dafür braucht, ist dadurch ziemlich individuell, so hatte ich in weniger als drei Stunden das Ende erreicht, ich weiß aber von anderen, die noch länger als das an einer einzigen Box gesessen haben. Für die meisten ist es aber eher ein kurzes, dafür großartiges Vergnügen.

Wenn man jedoch wirklich alles wissen möchte, was das Spiel zu bieten hat, muss man noch ein wenig umsichtiger sein. Jedes Szenario enthält einen geheimen Hinweis für eine der anderen Boxen. Mit diesem im Hinterkopf muss man dort etwas anders vorgehen, um das große Metarätsel zu lösen, welches die kniffligste Trophäe und ein geheimes Ende frei schaltet. Um dies ohne Hilfe zu lösen, ist man sicher noch eine ganze Weile länger beschäftigt, was dem Spiel angenehme zusätzliche Tiefe verleiht. Den Mehrspielermodus hatte ich jedoch leider noch nicht probieren können, da werde ich sicher demnächst noch meinen Spaß mit haben. Außerdem ist es ein gutes Vorzeigespiel für Gäste, die man ein wenig herausfordern möchte.

Technisch ist das Spiel auch voll auf der Höhe. Die Grafik ist nicht sehr spektakulär, aber sehr sauber und für PSVR-Verhältnisse hochauflösend dargestellt. Da ich jedoch ebenfalls auf der Pro gespielt habe, kann ich nicht sagen, wie es sich auf der normalen PS4 verhält. Berichte aus anderen Foren sprachen jedoch auch dort von einer guten Grafik.

Aber es gibt auch ein paar kleinere Wermutstropfen abseits vom Umfang. Die Box ist in der VR-Welt entgegen der Darstellung der Hände nicht so nah, wie man es vermuten könnte. Statt die Hände am Controller zu umfassen, ist sie eher vor diesem angesiedelt. Vermutlich wurde das zugunsten der Spielbarkeit so gelöst, damit man ohne große Anstrengung alles sehen kann, aber die Immersion ist dadurch etwas gestört. Die Atmosphäre ist zwar klasse, jedoch kann die Story letztendlich das angedeutete Potential nicht vollends entfalten. Mehr mag ich dazu hier nicht sagen, um es nicht zu verderben. Es lohnt sich definitiv, es selbst heraus zu finden - dringende Empfehlung! Dementsprechend würde ich als Spielspaß sogar 9/10 vergeben.

[ Kommentar verfasst von Planet ]

Pluspunkte:

  • toll ausgearbeitete und abwechslungsreiche Puzzle
  • gelungene Atmosphäre
  • witziger Multiplayer

Minuspunkte:

  • mit acht plus drei Boxen recht kurz
  • nur englische Synchronisation und Texte
  • Controller Erkennung selten mal zickig



Infos zum Spiel
NameStatik
SystemPlayStation 4
HerstellerTarsier Studios
EntwicklerTarsier Studios
GenrePuzzle
PEGI12+
Preis19,99 €
Release
 24.04.2017
 24.04.2017
Spielerzahl1
SpracheEnglisch
TexteEnglisch
MehrspielermodusNein
Online spielbarNein
Online FunktionenNein
Speicherbedarf1,2GB
720pJa
1080pJa
Sixaxis Tilt SupportJa
PlayStation VRJa
PlayStation 4 ProJa
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Screenshot Galerie
Statik
Gameplay
10.0
Atmosphäre
8.0
Grafik
7.5
Sound
7.0
Spielspass
8.5
 

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