Previews  Reviews     PS4  PlayStation VR  PS3  Vita  PSP  PS2  Hardware  Specials 
Danganronpa V3: Killing Harmony
7. Januar 2018

Der Spielegeschmack in Asien unterscheidet sich in so mancher Hinsicht von dem Geschmack in der restlichen Welt. Manche Spiele schaffen es trotzdem eine kleine Fangemeinde im Westen aufzubauen, obwohl sie definitiv für den asiatischen Markt gedacht war. Solch eine Serie ist sicherlich Danganronpa, die mit Danganronpa V3: Killing Harmony ihren bisherigen Höhepunkt erreichen sol. Doch kann die Visual Novel nach so vielen Spielen und so vielen Stunden noch überraschen?

A new killing game

In Danganronpa V3: Killing Harmony dreht es sich um insgesamt 16 Schüler der Hope Peak`s Academy, die allesamt ein besonderes Talent haben. Einer ist der ultimate Detektiv, ein anderer der ultimative Anführer oder auch die ultimative Cosplayerin. Doch zu ihrer Überraschung erwachen die 16 Schüler eines Tages in einer ihnen fremden Umgebung auf und an ihre Vergangenheit können sie sich kaum erinnern. Das ist aber nur der Beginn des Grauens. Denn der Ort ist eine Schule und wird von Monokuma, einem schwarz-weißen Bären geführt. Zu seiner Unterhaltung müssen die Schüler an einem Killing Game teilnehmen. Man kann dem Ort nämlich nur entfliehen, wenn man einen anderen Schüler tötet und dabei unentdeckt bleibt. Dann darf der Mörder die Schule verlassen und die restlichen Schüler werden getötet. Wird der Mörder jedoch überführt, wird dieser getötet und die restlichen Schüler müssen weiterhin am Spiel teilnehmen.

Frustrierende Minispiele

Spielerisch ist die Visual Novel weiterhin als eine Art Point and Click Adventure aufgebaut in der man vielen, sehr vielen Dialogen zuhören wird. Dabei beginnt jedes Kapitel damit, dass man sich erst mal mit der Schule vertraut macht und einfach Zeit mit den anderen Schülern verbringt. Man lernt sie besser kennen und schreitet so in der Geschichte voran. Irgendwann kommt es zu einem Mord und nun müsst ihr Hinweise sammeln. Denn anschließend gibt es immer eine Gerichtsverhandlung in der ihr mit den vorher gesammelten Hinweisen den Mörder überführen musst. Bis zur Gerichtsverhandlung ist das Spiel sehr vorhersehbar und recht eintönig. Während der Gerichtsverhandlung muss man aber nachdenken und die Hinweise gekonnt zusammensetzen, um den Mörder zu überführen. Leider ist das nicht alles, denn das Spiel versucht euch mit allerlei Minispielen das Leben schwer zu machen, was nur für unnötigen Frust sorgt. Statt sich auf die Lösung des Rätsels zu konzentrieren, kämpft man also mit der Steuerung oder nicht immer offensichtlichen Lösungswegen.

Altbekannte Technik

Grafisch gehörten Danganronpa Spiele noch nie zur grafischen Spitze und das ändert sich mit Danganronpa V3: Killing Harmony ebenfalls nicht. Die Charaktere sind zwar weiterhin mit viel Liebe zum Detail gezeichnet, aber der Rest ist recht trist und einfallslos. Insbesondere die Schule sieht mit ihrer 3D-Grafik recht enttäuschend aus und hat nichts vom Charme der Charaktere abbekommen. In Sachen Sprachausgabe gibt es wenig zu meckern, wobei das Spiel sich definitiv auf Textboxen konzentriert. Es gibt nämlich nur vereinzelt vertonte Stücke und meist sind es eher Reaktionen, wie “Ah”, “Oh” oder dergleichen. Für die Vita-Version gibt es übrigens einen kostenlosen Download (HQ Audio Pack), dass die Qualität des Sounds verbessern soll. Die Texte sind übrigens nur auf englisch verfügbar und zum Teil für Anfänger nicht so gut zu verstehen.

FAZIT:

Obwohl Danganronpa V3: Killing Harmony mit einem interessanten Twist beginnt, verfällt es dann recht schnell in alte Muster und insbesondere wenn man die beiden Vorgänger gespielt hat, wird man hier stellenweise langeweile verspüren, weil der Ablauf in jedem Kapitel gleich ist. Erst gegen Ende nimmt die Geschichte Fahrt auf und es kommt zu einem versöhnlichen Ende der Trilogie. Zudem arten manche Dialoge etwas aus und selbst für Danganronpa-Begriffe sind manche Charaktere eher Nervensägen. Insgesamt fehlen einfach die Überraschungen und die Evolution der Serie. Da helfen die neuen Minispiele während der Gerichtsverhandlungen nicht, da sie oft für nur noch mehr Frust sorgen. Wer also mehr Danganronpa wollte, wird hier bedient. Aber große Neuerungen sollte man sich nicht erhoffen.

[ Review verfasst von crack-king ]

Pluspunkte:

  • Interessanter Plottwist am Anfang
  • Versöhnliches Ende der Trilogie
  • Gelungene Charakterzeichnungen

Minuspunkte:

  • Mittelteil des Spiels langweilt
  • Teils nervige Charaktere
  • Unnötige Minispiele



Infos zum Spiel
NameDanganronpa V3: Killing Hamony
SystemPlayStation Vita
HerstellerNIS America
EntwicklerSpike Chunsoft
GenreAdventure
USKab 16 Jahren
PEGI16+
Preis49,99 €
PlatinumNein
Release
 29.09.2017
 26.09.2017
 12.01.2017
Spielerzahl1
SpracheEnglisch
Japanisch
TexteEnglisch
MehrspielermodusNein
Online spielbarNein
Online FunktionenNein
Speicherbedarf2,99GB
Videos
Mehr...

vergrössern

Screenshot Galerie
Danganronpa V3: Killing Harmony
Gameplay
5.0
Atmosphäre
7.0
Grafik
6.0
Sound
7.0
Spielspass
6.0
 

Impressum - Team - Cookie-Policy - Datenschutzerklärung

Alle Produkttitel | Herstellernamen | Warenzeichen | Grafiken und damit verbundene Abbildungen sind Warenzeichen und/oder urheberrechtlich geschütztes Material ihrer jeweiligen Inhaber.
All referenced company names, characters and trademarks are registered trademarks or copyrights of their respective owners.

Copyright © 2011 chrizel
Powered by KooBI 2.2 © 2004
dream4