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Pixel Ripped 1989
20. August 2018

Retro ist schon längere Zeit ziemlich angesagt und der Markt wird mit massig Spielen im Pixel Look überschwemmt. Darüber hinaus versucht die virtuelle Realität das nächste große Ding zu werden und will endlich den Durchbruch schaffen. Also warum nicht einfach ebenfalls auf den trendy Retro Zug aufspringen, um ebenfalls etwas vom Kuchen abzubekommen? Das dachten sich wohl die Entwickler von Pixel Ripped 1989 und kombinierten Retro Grafik mit der Immersion eines VR Titels.

Der Blick zurück, um nach vorn zu kommen

Der fiese Cyblin Lord will aus einem Videospiel ausbrechen und versucht die reale Welt zu unterjochen. Dabei dringt er in diverse Spiele ein, was unsere 8-jährige Heldin Nicola mit ihrem tragbaren Gear Kid verhindern muss. Um dies zu schaffen, schlüpft sie in die Rolle von Dot und springt von Spiel zu Spiel. Es handelt sich also um ein Spiel im Spiel mit Augmented Reality Anleihen, welches in der virtuellen Realität gespielt wird. Klar soweit? Kurz erklärt: Man sitzt im ersten Level in der virtuellen Schule im Unterricht, während man heimlich unter dem Tisch seinen 8-Bit Gear Kid auspackt und zockt. Dies bleibt allerdings nicht lange ungesehen und die Lehrerin mahnt euch an, das Teil wegzupacken. Um etwas Zeit zu gewinnen, könnt ihr mittels eines Blasrohres Papierkügelchen auf diverse Objekte verschießen und so die Lehrerin ablenken. So habt ihr zwar auf dem Gear Kid unendlich Leben im Kampf gegen den Cybling Lord, doch erwischt euch die Lehrerin drei Mal, heißt es Game Over für euch. Am Ende des Levels läuft der Gear Kid schließlich Amok und die Grafik bricht aus dem Handheld aus und verwandelt das Klassenzimmer in einen großen Level. Klingt verworren und verrückt? Ist es auch! Später geht es dann noch auf den Schulhof, wo euch neben normaler Jump and Gun Action noch ein simples Augmented Reality Moorhuhn Spiel erwartet, bevor es im dritten Level zurück ins Klassenzimmer geht. Abschließend gibt es nur noch einen abgedrehten Bossfight und Pixel Ripped 1989 ist zu Ende. Überbrückt werden die Levels durch witzige Zwischensequenzen mit allerhand Anspielungen, welche im groben Pixel Look gehalten sind.

Back to the roots

Spielerisch bewegt sich Pixel Ripped 1989 auf einfachen Mega Man Mechanismen (Dot kann ballern, springen, sich aber nicht ducken), welche durch Hommagen an andere Spiele ab und an unterbrochen werden. Besonderen Hass verdient dabei die Jetski Sequenz, welche fast genauso frustrierend daherkommt wie in Battletoads der Turbo Tunnel! Auch trifft man immer mal wieder Charaktere, welche an die Helden der 8-Bit Tage erinnern. Entweder entdeckt man diese wie Pac Man, Link oder Alex Kidd als Easter Egg in den Levels, oder im Falle von Arthur muss man diese sogar retten. Auch die Levels erinnern natürlich an beliebte Spieleserien der damaligen Zeit und sind von Spielen wie Contra, Ghost and Goblins, Tetris und Super Mario inspiriert. Der eigene Charakter ist dabei ebenfalls sehr liebevoll gestaltet und entwickelt sich optisch vom einzelnen Pixel hin zur detaillierten 8Bit Figur. Wird man allerdings getroffen, verliert Dot einzelne Pixel (wie bei Sonic die Ringe) und die Figur entwickelt sich wieder zurück. Verliert ihr dabei den letzten Pixel, segnet ihr das zeitliche und es heißt zurück zu einem der fairen Checkpoints. Und sterben werdet ihr! Oft! Sehr oft, denn nicht nur der Look wurde an die alten Klassiker angepasst.

Back to the future

Technisch versprüht Pixel Ripped 1989 einen wundervollen Charme und kommt sehr liebevoll und detailliert daher. Zumindest, wenn man seinen Blick nicht vom monochromen Gear Kid hebt. Die Umgebungsgrafik im Klassenzimmer und vor allem auf dem Schulhof ist nämlich leider recht detailarm und grob geraten. Während es im Klassenzimmer noch einiges zu entdecken gibt, was von der einfachen Technik ablenkt, ist der Schulhof schon ziemlich hässlich geworden. Hinzu kommt, dass das Tracking des DualShock 4 (die einzige Eingabemöglichkeit) an sich zwar sehr gut ist und man den Gear Kid, bzw. die Umgebung immer im Blick hat, doch leider sind die Arme der kleinen Nicola sehr oft arg deformiert, was der Immersion etwas schadet. Aufgelockert wird alles dabei von kleinen Einlagen, welche das Flair der 1980er gekonnt einfachen. So gibt es nicht nur real gefilmte Werbespots zu Pixel Ripped 1989, Walkmans, Ghettoblaster und ein nettes Wohnzimmer zu sehen, sondern kann auch dank Special Move kurzzeitig auf einer Arcade-Maschine spielen und sich eine - Achtung - VR Brille aufsetzen. Ach ja, der Soundtrack überzeugt mit gelungenen Chiptune Arrangements und geht gut ins Ohr.

FAZIT:

Die Idee den Look alter Spiele mit neuen Techniken zu kombinieren ist nicht neu und wird in der heutigen Zeit geradezu zelebriert. Spiele wie Deaths Gambit, Fez oder Shovel Knights sind gefragt wie nie, also weshalb nicht auch den Pixel Look in die virtuelle Realität verfrachten? Die Idee von Pixel Ripped 1989 ist wirklich cool und spielerisch funktioniert der Titel auch hervorragend. Die Jump and Gun Action spielt sich flüssig, bietet in den drei Levels genügend Abwechslung und macht viel Spaß. Die Idee auf seine Umwelt zu achten wurde ebenfalls ganz ansprechend gelöst, wenngleich es hier etwas abwechslungsreicher und auch hübscher hätte sein können, da es eigentlich nur zwei Levels gibt. Und letztendlich ist dies auch der Hauptkritikpunkt an Pixel Ripped 1989, denn wie in fast jedem VR Spiel ist auch hier die Spielzeit im Verhältnis zum Preis einfach zu unausgewogen. Um alles zu entdecken und die geheimen Disketten zu finden startet man das Spiel zwar öfters, doch letztendlich beenden geübte 8-Bit Recken das Spiel in reichlich zwei Stunden. Schade auch, dass der Pixel Look in den Zwischensequenzen nicht auch in einem richtigen Level verwurstelt wurde.

[ Review verfasst von Shagy ]

[ Gespielt auf der PlayStation 4 Pro und PSVR ]

Pluspunkte:

  • Die 1980er sind zurück
  • Viel Abwechslung in kurzer Spielzeit
  • Toller Chiptune Soundtrack

Minuspunkte:

  • Zu kurz für den Preis
  • Grobe Umgebungsgrafik
  • Jet Ski Sequenz sorgt für HASS!



Infos zum Spiel
NamePixel Ripped 1989
SystemPlayStation 4
HerstellerARVORE Immersive Experiences
Entwickler Pixel Ripped Inc.
GenreGeschicklichkeit
PEGI12+
Preis24,99 €
Release
 04.10.2018
 31.07.2018
Spielerzahl1
SpracheEnglisch
TexteEnglisch
MehrspielermodusNein
Online spielbarNein
Online FunktionenNein
Speicherbedarf1,76GB
720pJa
PlayStation VRJa
Videos
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Screenshot Galerie
Pixel Ripped 1989
Gameplay
7.0
Atmosphäre
7.5
Grafik
6.0
Sound
8.0
Spielspass
7.0
 

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