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Fast Striker
31. Oktober 2018

 

Wer im Jahr 2010 keine 450€ für das Neo Geo Modul und paar Jahre später keine immerhin nun erschwingliche 40€ für die Dreamcast Veröffentlichung für das Shoot‘ em Up (oder kurz einfach nur Shmup) “Fast Striker” berappen wollte, für den gibt es das mittlerweile acht Jahre alte Ballerspiel aus der deutschen Schmiede NG: DEV.Team nun ich auch zum Schnäppchenpreis von 6,99€ im Playstation Network Store für sie Playstion 4 und die Playstation Vita zum Download als Crossbuy (oder als limitierte PS4 Retail Fassung im englischsprachigen Online Handel für knappe 40€). Für darbende Shoot‘ em Up Freunde, die neben dem komplexen und kürzlich veröffentlichten “Ikaruga” etwas seichtes wollen, sind die 6,99€ zwar ein ziemlicher No Brainer, doch leider ist “Last Striker” aufgrund von einigen Problemen für Gelegenheits Shmupper nicht vollends zu empfehlen, welche eher zu “Ghost Blade HD” greifen sollten. Warum klären wir in den folgenden Zeilen.

Schwitzende Hände und Nerven behalten.

Wie im Genre üblich, gibt es keinerlei Hintergrundgeschichte und man wird nach der Wahl von einem der vier Schwierigkeitsgrade sofort ins Geschehen geworfen. Ok, vorher bekommt man noch ein kleines Tutorial vorgesetzt, welches man später natürlich auch überspringen kann. Um euer Schiff heil durch die sechs Level des vertikal scrollenden Bullet Hell Shmups zu manövrieren, bedarf es neben der Nutzung von drei Buttons vor allem einer ruhigen Hand und eines guten Auges. Das besondere an eurem Schiff ist dabei, dass ihr nicht nur nach vorn, sondern auch nach hinten schießen könnt und müsst. Ganz nebenbei steht euch hier keine alles vernichtende Smartbomb in brenzligen Situationen zur Verfügung, sondern nur zwei Schilde, dessen Handlings nicht ganz einfach sind. Zum einen habt ihr eine Energieleiste, welche sich auffüllt und zum anderen ein Schild, welches man manuell aktivieren muss. Kollidiert ihr zum Beispiel mit einem gegnerischen Schiff oder Hindernis, dezimiert sich die Energieleiste und ihr verliert bei null eure Schilde. Gegnerische Projektile sind davon jedoch ausgeschlossen und zerstören euer Schiff sofort. Seit ihr also kurz davor im Kugelhagel unter zu gehen, müsst ihr das Schild manuell betätigen. Das System hebt sich von anderen Genrekollegen ab und kann schon mal ein Leben retten, wenn man nur ein Hindernis touchiert. Im Gegensatz zu herkömmlichen Smartbombs, gibt es nach jedem Ableben zwei neue Schilde für euer Schiff.

Ebenfalls besonders ist das Punktesystem, welches bei den ersten beiden Schwierigkeitsgraden zwar der Norm entspricht, in den zwei schweren Modi jedoch eher an z.B. “Resogun” erinnert. Um hier den Punktezähler ordentlich zu füllen, muss man den sogenannten Chain oben halten. Holt man Feinde vom Himmel füllt sich eine Leiste, die sich jedoch schnell wieder leert, wenn kein Gegner pulverisiert wird. Ist dies geschehen, geht euer Kombozähler zurück auf null. Sprich, ihr solltet immer mal wieder einen Feind bewusst am Leben lassen. Aber auch gefährliche Flugmanöver werden honoriert, da es mehr Punkte gibt, wenn man Gegner aus nächster Nähe eliminiert. Was ebenfalls beachtet werden sollte ist, dass sich die Geschwindigkeit eures Schiffes stark verlangsamt, wenn ihr ballert (hat natürlich Vor- und Nachteile in der Präzision) und die Boni nicht von eurem Schiff angesaugt werden. Stellt ihr dagegen das Feuer ein, fliegen auch die Boni Richtung Schiff, was das Einsammeln natürlich vereinfacht. Mit blindem Geballer ist man hier also fehl am Platz! Vor allem ab Level 3, wenn es dann auch Hindernisse und Labyrinth artige Level Architekturen gibt, ist man auf die Tempowechsel sehr angewiesen, um den gegnerischen Projektilen Herr zu werden. Hier wird euch schon mal mit Laserbarrieren der Weg versperrt, oder Kuben verschließen eine rettende Lücke. Apropos Level. Die sechs Abschnitte sind zwar allesamt recht kurz geraten, doch eben dank der Level Architekturen auch ausreichend Abwechslungsreich.

Oldschool mit 320x240 durchs Weltall.

An sich klingt das alles doch gar nicht so schlecht, also warum die skeptische Einleitung? Ein Bullet Hell Shoot‘ em Up steht und fällt mit den Pattern genannten Schussformationen und der Hit Zone eures Schiffes. Letzteres ist dann das größte Manko, da die Hit Zone einem nicht angezeigt wird. So sind die Schiffe in solchen Shmups zwar ziemlich groß, doch nur ein Bruchteil davon kann auch von gegnerischen Bullets getroffen werden. Normal wird einem diese Hit Zone mittels eines Leuchten angezeigt, was hier jedoch nicht der Fall ist. Dadurch wird einem das Manövrieren durch die Pattern sehr erschwert. Hinzu kommt, dass die Grafik zwar detailliert daherkommt, jedoch auch sehr grobpixelig ist. Ein wenig polierter hätte die Auflösung schon sein können. Die Neo Geo Herkunft lässt sich also nicht verleugnen. Immerhin läuft “Last Striker” mit butterweichen 60 Bildern in der Sekunde und die gegnerischen Schiffe, sowie die Hintergründe der Level verfügen über ganz hübsche Animationen. Wobei in allen Level eine arg düstere Präsentation herrscht und alles recht dunkel daherkommt. Immerhin heben sich dadurch die Bullets sehr gut vom Hintergrund ab. Der Soundtrack besteht aus treibenden Elektrobeats, bleibt jedoch nach dem Spielen nicht weiter in den Ohren hängen. Die farbigen Pattern an sich sind OK, entsprechen jedoch größtenteils dem Genre Durchschnitt und stellen geübten Piloten wohl nur im höchsten Schwierigkeitsgrad vor Probleme. Die Farben der Bullets besitzen dabei natürlich die üblichen Fähigkeiten wie schnell, langsam, zielgerichtet und so weiter. Übrigens lassen sich die Schiffe nicht mittels Power Ups aufleveln und auch nicht einzeln auswählen, da jedes der vier marginal anderen Schiffe an einen Schwierigkeitsgrad gekoppelt ist. Immerhin gibt es zwei Schussmodi, je nachdem ob man den Button gedrückt hält, oder stetig triggert. Auch nicht optimal ist die Steuerung mit dem D-Pad und dem Analogstick, da beides eher schwammig und träge daherkommt. Da spielt sich ein “Ghost Blade HD” und natürlich ein “Ikaruga” weitaus direkter. Positiv dagegen sind die Einstellungsmöglichkeiten des Bildschirms, wo man das Bild beliebig stretchen und vergrößern kann. Selbst die Scanlines kann man beliebig stark einstellen, was man auch tun sollte, da ohne Scanlines das Bild arg breiig daherkommt und somit der Übersicht nicht zuträglich ist. Wer will kann auch die Seitenränder mit Wallpapern “verschönern”.

Die Playstation Vita Fassung unterscheidet sich technisch, sowie spielerisch gesehen nicht von der Playstation 4 Fassung und läuft genauso flüssig über den kleinen Screen. Grafisch ist der kleine Screen natürlich etwas besser für die grobpixelige Grafik geeignet, da diese auf der Vita nicht so aufällt und schärfer daherkommt. Zudem spielt es sich mit dem D-Pads der Vita gefühlt etwas besser, da die Tasten näher beisammen liegen. Wenn viel auf dem Screen los ist, neigt "Fast Striker" aufgrund der größe des Vita Display jedoch zu etwas Unübersichtlichkeit im Bullet Hell Regen. Spielbar bleibt es dennoch.

FAZIT:

“Fast Striker” ist durch und durch Durchschnitt und Shoot‘ em Up Fans können bei dem Preis von 6,99€ bedenkenlos zugreifen und machen damit nichts falsch. Wer nur selten im Genre unterwegs ist, für den ist das ähnlich gelagerte “Ghost Blade HD” dank besserer Grafik und der eingängigen Spielbarkeit aber besser geeignet. Wer es schließlich knackiger und komplexer haben möchte, dem sei mit “Ikaruga” eines der perfekteste vertikale Shoot‘ em Ups aller Zeiten empfohlen, welches seit Juni 2018 für 9,99€ im PSN zu haben ist. Und demnächst kommt mit “Battle Garegga” hoffentlich eine weitere Perle eines Bullet Hell Shmup in den deutschen Store, oder gar "Dangun Feveron" von Cave, welcher im US Store ebenfalls schon erhältlich ist.

[ Review verfasst von Shagy ]

[ Gespielt auf der PlayStation 4 Pro und einem 1080p TV, sowie Playstation Vita ]

Pluspunkte:

  • Oldschool
  • Kostet keine 450€ mehr
  • Crossbuy mit PS4 und PS Vita

Minuspunkte:

  • Oldschool
  • Grafisch sehr grob
  • Keine angezeigte Hitzone



Infos zum Spiel
NameFast Striker
SystemPlayStation 4
HerstellerEastasiasoft
EntwicklerNG:DEV.TEAM
GenreShooter
Preis6,99 €
Release
 17.10.2018
 16.10.2018
 19.10.2018
Spielerzahl1
TexteEnglisch
MehrspielermodusNein
Speicherbedarf220,33 MB
720pJa
1080pJa
Videos
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Screenshot Galerie
Fast Striker
Gameplay
5.0
Atmosphäre
5.0
Grafik
3.0
Sound
5.0
Spielspass
5.0
 

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