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Vane
24. Februar 2019

Selten packen mich Indie-Spiele. An die ganzen 16bit Hommagen bzw. Metroidvania Spiele komme ich zum Beispiel gar nicht ran. Dagegen mag ich Walking Simulatoren oder mystische Spielerfahrungen wie „Journey“ und „Flower“. Zum Entspannen und Eintauchen in fremde Welten eigenen sich solche Titel optimal. Mit „Vane“ ist vor kurzem ein neuer Vertreter dieser Kategorie im PSN-Shop erschienen. Was es mit dem Titel auf sich hat, klärt unser Review.

Start ins Unbekannte

„Vane“ wirft den Spieler regelrecht in eine geheimnisvolle Endwelt, die desolat wirkt und in der man sich sofort einsam und allein fühlt. Warum und wie so manches so ist, wie es im Spiel dargestellt wird, klärt sich am Anfang nicht. Die Entwickler wollen, dass man auf Entdeckertour geht. Doch nach einiger Zeit (und quasi dem ersten großen Rätsel) tut sich eine weitere Ebene auf – statt eines Vogels kann man nun auch ein Kind spielen. Damit ergeben sich natürlich neue Möglichkeiten und fortan nimmt die zweite Form auch gleich die Hälfte der Spielzeit ein. Sterben kann man glücklicherweise nicht. Fällt man als Kind von einer Kante, verwandelt man sich wieder in den Vogel (Raben?). Andersrum muss man jedoch gelbe Flammen suchen, um in die Form des Kindes zu wechseln. Dieses Wechselspiel wird später natürlich bewusst für das Vorankommen genutzt. Persönlich hätte ich einen Ansatz bevorzugt, der sich voll und ganz auf die Fliegerei konzentrieren würde. Dass was man hier zu sehen bekommt, gab es zum Beispiel auch schon in „Oure“. Die Neugier hat mich zwar weiterspielen lassen, aber so richtig gefesselt, wurde ich von dem Ganzen dann auch nicht.

Der vorherbestimmte Weg

Ähnlich wie „Journey“ ist auch „Vane“ eine cineastische Spielerfahrung mit wenigen klassischen Gameplay-Elementen bzw. Herausforderungen. Die Reise soll die Spielerfahrung sein, aber das funktioniert nur, wenn man sich nicht andauern verläuft. Deshalb ist es wichtig, durch Ausleuchtung oder andere visuelle / akustische Hinweise dem Spieler mitzuteilen, wohin er denn als Nächstes muss. Das klappt hier nur selten. Vor allem in den Höhlen wird es dadurch äußerst haarig. Der zweite große Kritikpunkt ist die Steuerung – sowohl in der Luft als auch am Boden. Während das Fliegen / Laufen noch als passabel einzuordnen ist, nervt vor allem das Greifen / Landen – schließlich müsst ihr erst einmal eine winzige Stange mit eurem Vogel treffen. Ebenfalls wird mit dem Klettern in Form des Kindes die Laune des Spielers übermäßig strapaziert. Natürlich werden auch ein paar Rätsel geboten. Diese fallen insgesamt nicht allzu schwer aus, bereichern aber durch die beschriebenen Unzulänglichkeiten auch nicht die Spielerfahrung sonderlich.

Vogelfrei

Visuell wird die post-apokalyptische Welt gut in Szene gesetzt – die Farben passen und die Animationen des Vogels fallen ebenfalls lebensecht aus. Nur aus der Nähe wabbern / ploppen die Polygone auf und der stylische Look büßt einiges an Anmut ein. Dazu kommen noch die zahlreichen Framerate-Probleme, die im Endeffekt für keine flüssige Spielerfahrung sorgen. Das minimalistische Sounddesign fügt sich gut ein, aber wenn der starke Synthwave Soundtrack einsetzt, dann erhöht sich die Atmosphäre ungemein.

FAZIT:

Nun ja - „Vane“ muss man nicht gespielt haben – es fängt sogar beizeiten an zu nerven und das wohlgemerkt bei der recht kurzen Spieldauer von maximal 4 Stunden. Vor allem liegt das an der mäßig funktionierenden Steuerung. In Kombination mit dem grobschlächtigen Leveldesign und fehlenden Hinweisen verliert man schnell die Lust an dieser cineastischen Erfahrung. Dann lieber doch wieder einmal „Journey“ zocken.

[ Review verfasst von .ram ]

[ Gespielt auf der PlayStation 4 mit 1080p TV ]

Pluspunkte:

  • Synthwave Soundtrack
  • Gelungene Ästhetik
  • Wenn mir noch einer einfällt, dann werde ich ihn euch mitteilen

Minuspunkte:

  • Wirkt insgesamt wie ein Prototyp, es fehlt an Feinschliff
  • Nervige Steuerung
  • Mäßige Technik



Infos zum Spiel
NameVane
SystemPlayStation 4
HerstellerFriend and Foe Games
EntwicklerFriend and Foe Games
GenreAdventure
USKab 6 Jahren
PEGI7+
Preis21,99
Release
 15.01.2019
 15.01.2019
Spielerzahl1
SpracheNicht vorhanden
TexteDeutsch
Englisch
Speicherbedarf2.52 GB
720pJa
1080pJa
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Screenshot Galerie
Vane
Gameplay
4.0
Atmosphäre
6.0
Grafik
6.0
Sound
8.0
Spielspass
4.5
 

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