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Dragon Ball Z: Kakarot
9. Februar 2020

Dragon Ball gehört wohl zu den bekanntesten und beliebtesten Franchises der Welt. Es gibt natürlich die Mangas und Animes, aber auch zahlreiche Action-Figuren, Brettspiele und Videospiele. Letztere wurden bis auf einzelne Highlights, selten den Erwartungen gerecht und sind meistens unter Lizenzschrott einzuordnen. Mit Dragon Ball Z: Kakarot möchten Bandai Namco und CyberConnect 2 (Naruto Ultimate Ninja Storm Serie) wieder ein Highlight liefern und hat sich dafür einiges vorgenommen. Ob das Vorhaben am Ende geglückt ist, klären wir im Review.

Der Saiyajin Kakarot

Statt sich eine eigene Geschichte auszudenken, bedienen sich die Entwickler bei dem Dragon Ball Z Manga/Anime. Deshalb dürft ihr die ganze Geschichte erneut erleben, vom Eintreffen der Saiyajin auf der Erde bis zur Majin Boo Saga. Da die Geschichte zu Genüge bekannt sein dürfte, erspare ich mir weitere Erklärungen. Im Kern geht es um Son Goku und seine Freunde, die immer wieder die Welt vor fiesen Bösewichten beschützen müssen und dabei über sich hinauswachsen.

Open World

Während die meisten Dragon Ball Spiele “simple” Beat'em Ups sind, ist Dragon Ball Z: Kakarot ein Action-RPG mit einer offenen Welt. In dieser Welt könnt ihr euch meistens ziemlich frei umherbewegen, wenn ihr euch nicht gerade im Story-Teil befindet. Denn habt ihr einmal die Geschehnisse der Geschichte in Gang gesetzt, gibt es kein zurück mehr und ihr bewegt euch von Kampf zu Kampf. Während der ca. 25 Stunden langen Geschichte, dürfte das durchaus 80% der Spielzeit ausmachen, was die offene Welt etwas ad absurdum führt. Seid ihr jedoch nicht gerade dabei die Welt zu retten, dürft ihr euch mit einigen Nebenaufgaben die Zeit vertreiben. Leider ist dann nicht wirklich viel zu tun und die Nebenaufgaben sind auch selten spaßig. Bestenfalls bekommt man eine lustige Anlehnung an Filler-Folgen aus dem Anime geboten, meistens darf man aber nur nervige Sammel-Aufgaben oder Kämpfe gegen noch mehr NPCs absolvieren.

 

Tastenkonfusion

In einem Dragon Ball Spiel wird aber natürlich auch gekämpft und Dragon Ball Z: Kakarot bietet ein recht offenes 3D Kampfsystem. Da man sonst schnell die Übersicht verlieren würde, müssen Gegner anvisiert werden. Mit nur einer Taste kann man dann schon Kombos ausführen, aber simpel ist das Kampfsystem nicht. Denn es kommen KI-Blasts, Transformationen, Spezial-Angriffe und Unterstützungs-Angriffe hinzu und die überladen die Steuerung ein wenig, weil die Tasten doppelt und dreifach belegt sind. In hektischen Situationen kann es daher schon mal passieren, dass man den Überblick verliert. Erschwert wird es noch dadurch, dass im Free-Roam Modus in der offenen Welt die Belegung leicht anders. Beispielsweise fliegt man dort mit R1 höher und mit R2 tiefer. Während des Kämpfens muss man die R2-Taste gedrückt halten und kann dann mit dem linken Analogstick die Höhe bestimmen. Intuitiv geht anders. Leider sind die Kämpfe auf Dauer auch recht eintönig, weil man die immer gleichen Kombos ausführt. Man führt ein paar Schläge aus und schickt dann ein Kamehameha oder ähnliches hinterher. Taktieren oder ähnliches ist nicht notwendig und sollte es doch mal brenzlig werden, gibt es auch Items zum Heilen.

Mehr Schein als Sein

Da es sich bei dem Spiel um ein Action-RPG handelt, gibt es natürlich auch RPG Elemente. So gibt es ein Level-System mit Skill-Tree, wo man neue Fähigkeiten freischalten kann. Manche der Fähigkeiten sind jedoch hinter Trainingsübungen blockiert, die nichts weiteres als weitere Kämpfe sind. Außerdem gibt es noch die Möglichkeit zum Kochen, um die Statuswerte zu erhöhen oder auch das sogenannte Community-Board. Hier könnt ihr Tokens ablegen, um bessere Statuswerte im Kampf zu erhalten, günstigere Preise beim Händler oder andere Vorteile zu genießen. Am Anfang des Spiels wird man mit Informationen zu den ganzen Systemen des Spiels überladen, doch irgendwann merkt man dass die meisten Systeme ziemlich irrelevant sind. Bis auf den Skill-Tree wird man nichts davon effektiv für den Erfolg brauchen.

Wie der Anime

Grafisch orientiert sich das Spiel natürlich am Anime und bietet Charaktere im Cel-Shading Stil. Diese sind sehr detailreich und könnten so auch im Anime vorkommen. Der Rest der Welt ist jedoch im normalen 3D Stil gehalten und die Kombi funktioniert eigentlich ganz gut, wenn man nicht gerade zu nah an manche Texturen herangeht. Denn hochaufgelöst sind nur die wenigsten Texturen. Wahrscheinlich gingen die Entwickler davon aus, dass man die meiste Zeit sowieso im Flug verbringt und dann fallen die schwachen Texturen kaum auf. Dafür fallen dann die immer wieder vorhandenen Ruckler auf, die insbesondere dann auftreten, wenn man ein Gebiet gerade betreten hat oder in Kämpfen die Effekte etwas überhand nehmen. Die meiste Zeit erhält man aber eine stabile Bildrate. Viel nerviger sind da schon die vielen Ladezeiten. Denn obwohl das Spiel eine offene Welt bietet, ist die Welt in viele Bereiche aufgeteilt und wechselt man den Bereich muss man mit Ladezeiten leben. Will man z.B. die Dragon Balls sammeln, wechselt man ständig die Bereiche und befindet sich dementsprechend konstant im Ladebildschirm. Glücklicherweise hat ein kürzlicher Patch die Ladezeiten stark reduziert, was das Ganze etwas erträglicher macht. In Sachen Synchro darf man übrigens zwischen japanischer und englischer Sprachausgabe wählen. Die deutsche Synchronisation aus dem Anime hat es leider nicht ins Spiel geschafft. Deutsche Untertitel müssen hier genug sein.

FAZIT:

Seien wir ehrlich, ohne den Dragon Ball Bonus hätte das Spiel kaum eine Daseinsberechtigung. Die offene Welt ist zwar nett, aber nicht wirklich wichtig und größtenteils leer. Die RPG-Elemente sind mehr Schein als Sein und die Kämpfe auf Dauer eintönig. Hier hätte ich mir mehr Drama gewünscht, wie man es aus der Naruto Ultimate Ninja Storm Serie her kennt. Dort werden die Kämpfe hin und wieder unterbrochen, um besonders epische Momente aus dem Anime nachzuerleben. Das fehlt hier quasi komplett. Mit Dragon Ball Bonus macht das Spiel aber trotzdem Spaß. Man durchlebt noch mal die wichtigsten Momente der Z-Saga und trifft sogar einige Charaktere aus dem original Dragon Ball Manga. Somit ist das Spiel wirklich nur was für Fans, alle anderen verpassen hier nichts und werden wohl nicht zu Dragon Ball Fans konvertiert.

[ Review verfasst von crack-king ]

[ Gespielt auf der PlayStation 4 Pro mit 4K TV ]

Pluspunkte:

  • Die komplette Z-Saga in einem Spiel
  • Gutes Design der Charaktere
  • Enthält einige Anspielungen an den Manga und Anime

Minuspunkte:

  • Offene Spielwelt ist ziemlich leer
  • RPG-Elemente sind nutzlos
  • Zu viele Ladezeiten



Infos zum Spiel
NameDragon Ball Z: Kakarot
SystemPlayStation 4
PublisherBandai Namco
EntwicklerCyberConnect2
GenreRollenspiel
USKab 12 Jahren
PEGI12+
Preis69,99 €
Release
 17.01.2020
 17.01.2020
 16.01.2020
Spielerzahl1
SpracheEnglisch
Japanisch
TexteDeutsch
Englisch
MehrspielermodusNein
Speicherbedarf34,31 GB
720pJa
1080pJa
PlayStation 4 ProJa
Videos
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Screenshot Galerie
Dragon Ball Z: Kakarot
Gameplay
7.0
Atmosphäre
9.0
Grafik
7.0
Sound
7.0
Spielspass
7.0
 

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