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Final Fantasy VII Remake
22. April 2020

1997 erschien ein Videospiel, was in vielerlei Hinsicht wegweisend war. Die Rede ist natürlich von „Final Fantasy VII“. Es war das erste Final Fantasy Spiel mit 3D Grafik, es war das erste Final Fantasy Spiel was nicht auf einer Nintendo-Konsole erschien und wahrscheinlich war es der Durchbruch für japanische Rollenspiele im Westen. Dementsprechend ist es für viele Fans der Serie der beste Teil und seit Jahren wünschen sich Fans ein Remake. Spätestens seit man 2005 eine Tech Demo für die PS3 zeigte, kennen die Fans kein Halten mehr und 2020 ist es also nun soweit. Das lang ersehnte Remake von Teil 7 ist und wir klären, ob es dem Original gerecht wird.

Fridays for Future

Die Geschichte von „Final Fantasy VII“ lässt euch in die Rolle von Cloud Strife schlüpfen. Als Söldner schließt ihr euch der Avalanche Gruppierung an, die gegen den allmächtigen Shinra-Konzern agiert. Denn Avalanche vertritt die Meinung, das Shinra mit dem Fördern des Mako aus dem Planeten, dessen Energie verbraucht und der Planet somit untergehen könnte. Um dies zu verhindern, greift Avalanche nicht immer zu friedlichen Mitteln und so beginnt das Spiel auch mit der Sabotage eines Mako-Reaktors. Doch wie so oft, steckt hinter allem noch viel mehr und so entwickelt sich eine Geschichte mit einigen Wendungen, vielen liebenswürdigen Charakteren und erstaunlich logischen Beweggründen. Insgesamt hält sich das Spiel auch fast komplett ans Original, nimmt sich aber auch die Freiheit einige Dinge zu ändern, anzupassen oder auszuschmücken. So erhalten insbesondere einige Nebencharaktere viel mehr Screentime und wachsen dadurch noch mehr ans Herz. Zu erwähnen sei noch, dass dies kein komplettes Remake von „Final Fantasy VII“ ist. Square Enix möchte das Spiel in mehreren Episoden veröffentlichen und dies ist Episode 1, die euch aber trotzdem ca. 35 Stunden für einen Durchgang unterhalten wird.

Rundenbasiertes Action-RPG

Während das Original ein rundenbasiertes Rollenspiel war, geht das Remake eher in Richtung eines Action-RPGs. Man bewegt sich also völlig frei durch die Levels und dass auch während der Kämpfe. Jedoch kann man nicht nach Lust und Laune seine Fähigkeiten einsetzen, wie man es z.B. aus „The Witcher 3“ gewohnt wäre. Zwar kann man normale Angriffe, zum Beispiel mit Clouds Schwert, jederzeit ausführen. Aber der Einsatz von Spezialfähigkeiten, Magie und Items ist nur begrenzt möglich. Denn beim Kampf füllt sich langsam eine ATB Leiste und wenn die gefüllt ist, kann man diese Fähigkeiten einsetzen. Natürlich steuert man immer nur einen Charakter, kann aber zwischen den Mitstreitern hin- und herwechseln. Das ist zu Beginn etwas gewöhnungsbedürftig, weil die Mitstreiter an sich kaum hilfreich sind. Sie führen ihre normalen Angriffe aus oder Blocken mal einen Angriff, aber das war es. Ohne euer zu tun werden sie keine Magie einsetzen. Doch irgendwann versteht man das System dahinter und dann macht es auch Sinn. So zwingt euch das Spiel quasi dazu alle Charaktere zu nutzen und gibt euch auch die volle Kontrolle über die eingesetzten Fähigkeiten. Die Mischung aus rundenbasierten Zügen und Action-RPG funktioniert wirklich erstaunlich gut.

Überall nur Spalte!

Wenn man sich aber nicht gerade in Kämpfen wiederfindet, erkundet man die Welt von Midgar. Diese ist recht linear ausgefallen und es ist immer offensichtlich wie es weitergeht. Nur an bestimmten Orten hat das Spiel etwas von einer offenen Welt, in der man ein größeres Areal mit Händlern, Nebenaufgaben usw. vorfindet. Wirklich viele Nebenaufgaben gibt es nicht und nicht alle sind der Rede wert, aber die meisten versuchen den Nebencharakteren mehr Tiefe zu geben und das gelingt gut. Etwas nervig ist, dass die Level einen oft ausbremsen. Gemeint sind damit zum Beispiel Spalte durch die man sich durchzwängen muss. Manche davon sollen sicher Ladezeiten kaschieren, aber insgesamt gibt es davon zu viele. Ansonsten ist das Materia-System wieder mit dabei und es gibt auch das ein oder andere Minispiel während der Geschichte, die für etwas Abwechslung sorgen.

Advent Children, das Spiel

In den 23 Jahren seit dem PS1-Release hat sich in Sachen Grafik einiges getan und die zum Einsatz kommende Unreal Engine 4 lässt auch ihre Muskeln spielen. Insbesondere die Charaktere sehen zum Teil umwerfend aus, alleine das Gesicht von Cloud in Nahaufnahmen muss sich vor dem Advent Children Film nicht verstecken. Auch die Umgebungen haben viele Details und Midgar sah nie schöner aus. Leider hat das Spiel auch so einige Schattenseiten. Da wäre natürlich das sehr schlauchige Leveldesign, aber auch einige weniger verständliche Umstände. Während z.B. die wichtigsten Charaktere umwerfend aussehen, sehen zahlreiche NPCs und Passanten, die man so trifft, recht lieblos aus. Zumindest Charaktere mit denen man öfters interagiert, wie Händler, hätten etwas mehr Liebe gebrauchen können. Zudem sehen einige Texturen einfach nur matschig aus und man fragt sich ob es sich hierbei nicht um einen Bug handelt, weil die matschigen Texturen so unglaublich präsent sind. Fairerweise muss gesagt werden, dass dies nicht sehr stört, da das Motion Blur in der Bewegung die matschigen Texturen gut kaschiert. Aber manchmal gibt es auch in Zwischensequenzen matschige Texturen oder erst sehr spät ladende Texturen. Dafür läuft das Spiel auf der PlayStation 4 Pro mit nahezu bombenfesten 30 Bildern pro Sekunde, selbst in den aufwendigsten Sequenzen. Ein Lob verdienen auch die Übergänge zwischen Gameplay und Zwischensequenz, die völlig nahtlos sind und noch mal beweisen wie gut die Grafik mittlerweile ist.

Musik

Der Soundtrack ist ebenfalls sehr gelungen. Dieser orientiert sich natürlich am Original, beinhaltet aber auch ein paar Neuinterpretationen und Neuzugänge, die allesamt toll klingen. Zudem gibt es erstmals eine deutsche Sprachausgabe, die durchaus gelungen ist. Die Sprecher geben sich Mühe und bringen die Emotionen gut rüber. Mein Favorit war die japanische Sprachausgabe, weil die Betonung am besten zu Mimik und Gestik passt. Weniger gelungen ist die englische Sprachausgabe, weil diese das japanische Original etwas freier übersetzt. Wer zum Beispiel englische Sprachausgabe mit deutschen Untertiteln spielt, könnte im Glauben sein, das dort zwei unterschiedliche Spiele übersetzt wurden. Toll ist auch, das die Sprache im Menü frei eingestellt werden kann, wobei schade ist, das die Untertitel sich immer an der Systemsprache orientieren und nicht auch frei eingestellt werden können.

FAZIT:

Die Geschichte von „Final Fantasy VII“ ist 2020 relevanter denn je und wirkt insgesamt für Videospiele sehr logisch. Deshalb kann die Geschichte auch Spieler begeistern, die das Original noch nicht gespielt haben und für Kenner gibt es genug Änderungen um ein erneutes Abtauchen in die Welt zu rechtfertigen. Hinzu kommt die tolle technische Umsetzung, die trotz einiger Schwächen, für offene Münder sorgen kann. Auch das Kampfsystem macht nach etwas Eingewöhnungszeit Spaß und ist eigentlich die perfekte Symbiose aus Vergangenheit und Gegenwart. Einzig die Wartezeit auf Teil 2 wird hart, weil man hier nur einen Teil der Geschichte erleben durfte. Trotzdem kann das Spiel jedem empfohlen werden und nach dem Durchspielen werden die meisten verstehen was die Faszination hinter genau diesem Teil der Serie ausmacht.

[ Review verfasst von crack-king ]

[ Gespielt auf der PlayStation 4 Pro mit 4K TV ]

Die zweite Meinung:

Was soll ich sagen? Meine Erinnerungen an das Original sind mittlerweile verschwommen und eher diffus, so dass ich recht unvoreingenommen an das „Remake“ herangegangen bin. Aber letzten Endes hat mich nur eines enttäuscht: Das es sich hierbei nur um Teil 1 handelt und dass dieser irgendwann zu Ende war. Eigentlich kann man das Spiel nur als Prolog bezeichnen, denn das Original öffnet sich erst nach dem Verlassen von Midgar. Somit ist das hier Erlebte recht linear und – geschuldet der Umgebung – optisch auch recht eintönig. Exotische Umgebungen und mehr Fahrt in der Story gab es im Original erst danach. Trotz diesem kleinen Makel ist das Remake sein Geld wert, denn man wird bestens unterhalten. Geniale Grafik (abgesehen von ein / zwei unscharfen Texturen), ein sehr gutes Kampfsystem (das etwas Eingewöhnungszeit verlangt) und eine superbe Eindeutschung, lassen den Spieler regelrecht mit Cloud, Tifa und Barret mitfiebern. Besonderes Lob auch an die sehr gut lesbaren Untertitel, sowie den passenden Soundmix und das Ausschmücken von vielen kleinen Sachen. Was mir nicht ganz so gut gefallen hat, war das Micro-Management im Inventar und das unübersichtliche Leveln der Waffen. Doch auch diese Punkte kann man als Jammern auf hohem Niveau abtun. Das Spiel wird äußerst geschliffen präsentiert, läuft rund, sieht toll aus, tönt super aus den Boxen und unterhält bestens. Ein Highlight für die PS4 sozusagen! Da stellt sich nur noch die Frage: Wann geht es weiter? Denn bis es soweit ist, hat man wohl alles vergessen und dabei weicht das Remake doch an vielen Stellen stark von der Vorlage ab…

[ Kommentar verfasst von .ram ]

Pluspunkte:

  • Gelungenes Kampfsystem
  • Story wurde sinnvoll ausgeschmückt
  • Charaktere sehen umwerfend aus

Minuspunkte:

  • Einige matschige Texturen
  • Kampfsystem braucht etwas bis es Klick macht
  • Leider nur Episode 1, wann der Rest erscheint, ist unklar



Infos zum Spiel
NameFinal Fantasy VII Remake
SystemPlayStation 4
PublisherSquare Enix
EntwicklerSquare Enix
GenreRollenspiel
USKab 16 Jahren
PEGI16+
Preis69,99 €
Release
 10.04.2020
 10.04.2020
 10.04.2020
Spielerzahl1
SpracheDeutsch
Englisch
Japanisch
TexteDeutsch
Englisch
Online FunktionenNein
Speicherbedarf90,62GB
720pJa
1080pJa
PlayStation 4 ProJa
Videos
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Screenshot Galerie
Final Fantasy VII Remake
Gameplay
8.5
Atmosphäre
9.5
Grafik
9.0
Sound
9.0
Spielspass
9.0

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