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Kena: Bridge of Spirits
26. März 2022

Mit Ember Lab will ein neues Entwicklerstudio einen Fuß in die Tür des Videospielbereichs stellen. Bislang kannte man das Studio eigentlich nur als Animationsstudio für Werbe- oder Kurzfilme. Doch mit Kena: Bridge of Spirits will man jetzt den Durchbruch schaffen und hat sich durchaus ein ambitioniertes Projekt vorgenommen. Ob das Spiel am Ende die Erwartungen erfüllt, klären wir in unserem Review.

Die Geisterführerin

Die namensgebende Kena ist im Spiel eine Geisterführerin. Das heißt sie hilft den Seelen verstorbenen ins Jenseits zu gehen, falls diese sich an diese Welt klammern. Dabei ist sie aber eigentlich auf der Reise zum mystischen Bergschrein und kommt auf ihrem Weg durch ein Dorf dessen Geheimnisse sie aufdecken möchte. Zur Hilfe kommen ihr die Rott, kleine putzige Wesen, die euch auf eurer Reise begleiten und immer wieder aushelfen. Erzählt wird die Geschichte meist in kürzeren Zwischensequenzen und in einigen Gesprächen im Spiel selbst. Leider kann die Geschichte aber nicht vollends überzeugen weil die anderen Charaktere der Welt einem nie sonderlich ans Herz wachsen.

Frustration pur

Kena: Bridge of Spirits ist in Sachen Gameplay ein Action Adventure mit ganz leichten RPG Einflüssen und was das Kampfsystem angeht, hat man sich an den beliebten Dark Souls Spielen orientiert. Denn über die Schultertasten führt man leichte und schwere Angriffe aus, wobei im Vergleich zum Vorbild ist das Gameplay hier deutlich schneller. Wichtig ist auch das Kena Blocken und Parieren kann, insbesondere letzteres ist durchaus entscheidend bei den Kämpfen. Leider ist das Kampfsystem etwas hakelig und klobig, die Kamera oftmals eher störend und das Parieren sehr schwer zu timen. All das führt in Zusammenhang mit einer kleinen Lebensleiste zu extrem viel Frust. Zwar sind die normalen Gegner keine größere Herausforderung, aber die Bosse, von denen es einige gibt, dafür umso mehr. Selbst auf dem normalen Schwierigkeitsgrad muss alles passen und anders als in Dark Souls liegt das Ableben nicht immer an einem selbst, sondern eben auch an dem Spiel was zu viel Frust führt. Glücklicherweise kann man auch in der Story den Schwierigkeitsgrad anpassen und herunterstellen. Leider ist dann auf dem niedrigsten Schwierigkeitsgrad jegliche Herausforderung verloren gegangen. Ansonsten darf man die offene Welt recht frei erkunden und das macht in den ersten Stunden auch Spaß. Aber irgendwann wiederholen sich die Spielelemente, wie Puzzle, etwas häufig.

Animationsfilmqualität

Ein Bereich in dem Kena: Bridge of Spirits komplett punkten kann sind Grafik und Musik. Auf der PlayStation 5 bietet man zwei verschiedene Grafikmodi. Im Qualitätsmodus gibt es natives 4k mit 30 Bildern pro Sekunde und einen Performance Modus mit 1440p und 60 Bildern pro Sekunde. Letzterer ist wegen der besseren Spielbarkeit vorzuziehen und das Spiel sieht weiterhin umwerfend aus. Das liegt am tollen Artstyle und man merkt den Entwicklern ihren Hintergrund an. Das Charakter- und Weltdesign ist wirklich gelungen und die Animationen von Kena sehen einfach toll aus. Auch die Rott sind in ihren Details und Bewegungen einfach putzig. Das einzig störende sind die Zwischensequenzen. Diese sind vorgerendert und laufen mit 24 Bildern pro Sekunde, wie ein Film. Aber wenn man gerade mit 60 Bildern pro Sekunde gespielt hat, wirkt es erstmal sehr ungewöhnlich. Dafür kann dann wieder die Musik mit einem wirklich tollen Soundtrack überzeugen. Das Theme hat Ohrwurmqualität und bringt die Stimmung des Spiels perfekt rüber mit dem orchestralen Hintergrund und dem Gesang im Vordergrund. Nur die Sprachausgabe fällt etwas leise und undeutlich aus, bleibt aber im Rahmen.

FAZIT:

Für das erste Spiel des Entwicklerstudios ist Kena: Bridge of Spirits wirklich gut ausgefallen. Insbesondere Grafik und Musik wissen zu überzeugen und auch das Gameplay stimmt im Kern. Aber der hohe Schwierigkeitsgrad, die etwas seichte Geschichte, sich wiederholendes Gameplay und Zwischensequenzen mit 24FPS zeigen auch dass das Spiel noch einiges an Verbesserungspotential hat. Wer aber kein AAA Spiel erwartet, wird trotzdem Spaß haben, auch wenn man lieber direkt auf dem einfachsten Schwierigkeitsgrad startet oder aber man hat Nerven aus Stahl. Trotzdem hoffe ich dass das Entwicklerstudio darauf aufbaut und uns in Zukunft noch mit dem ein oder anderen Spiel überzeugt, das Potential und die Grundlage sind da!

[ Review verfasst von crack-king ]

[ Gespielt auf der PlayStation 5 mit 4k TV ]

Die zweite Meinung:

Der Schwierigkeitsgrad ist nicht ohne – zumindest, wenn man nicht auf leicht spielt. Dann kann man an den Kämpfen auch Spaß haben (ohne sich zu ärgern). Genau das habe ich auch getan! Dann kann man die Rätsel und Geschicklichkeitsaufgaben auch weitaus besser genießen. Dass die Story schwach ist, hat crack-king bereits erwähnt (mit den Zwischensequenzen hatte ich jetzt allerdings nicht solche Probleme wie der Herr Kollege). Mich ärgerte eher die mäßige Qualität der Sprachausgabe. Gerade Kena nuschelte mehr, als dass man sie verstand. Dem entgegen steht der superbe Soundtrack, der wuchtig aus den Boxen erklingt und perfekt das spirituell angehauchte asiatische Ambiente zur Geltung bringt. Im Großen und Ganzen ein gutes Action-Adventure mit ausreichend Potential für einen Nachfolger.

[ Kommentar verfasst von .ram ]

Pluspunkte:

  • Tolles Artdesign
  • Hervorragender Soundtrack
  • Putzige Rott

Minuspunkte:

  • Super frustrierender Schwierigkeitsgrad
  • Zwischensequenzen laufen mit 24FPS
  • Sich wiederholendes Gameplay



Infos zum Spiel
NameKena: Bridge of Spirits
SystemPlayStation 5
PublisherEmber Lab
EntwicklerEmber Lab
GenreAction-Adventure
USKab 12 Jahren
PEGI12+
Preis39,99 €
Release
 21.09.2021
 21.09.2022
 21.09.2022
Spielerzahl1
SpracheEnglisch
TexteDeutsch
Englisch
Speicherbedarf17,87GB
Videos
Thread im Forum
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Screenshot Galerie
Kena: Bridge of Spirits
Gameplay
7.0
Atmosphäre
8.0
Grafik
9.0
Sound
9.5
Spielspass
7.5
 

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