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Eiyuden Chronicle: Rising
29. Mai 2022

„Eiyuden Chronicle: Hundred Heroes“ ist das neue Projekt der „Suikoden“ Schöpfer Yoshitaka Murayama und Junko Kawano. Wie die einstige Strategie / Rollenspielreihe von Konami soll auch das neue Epos den Fokus auf taktische Gefechte und einer packenden Geschichte mit hunderten Spielfiguren legen. Via Kickstarter konnte das Projekt viel Aufmerksamkeit erzeugen. Aktuell befindet es sich immer noch in Entwicklung und soll 2023 erscheinen. Deshalb gibt es mit „Eiyuden Chronicle: Rising“ in der Zwischenzeit ein Spin-Of, das im gleichen Spieluniversum angesiedelt ist, aber vom Gameplay doch ein wenig anders ausfällt. Wir haben uns durch das Abenteuer gekämpft und verraten euch, ob das Metroidvania-Spiel eine gute Investition ist.

Drei Musketiere für New Nevaeh

Zu Beginn schlüpft man in die Rolle von CJ, einer angehenden Schatzjägerin. Bald wird man aber von Garoo, einem Känguru Schwertkämpfer begleitet und später schließt sich mit Isha auch noch eine Magierin an. Gesteuert wird dabei immer nur eine Figur, die anderen eilen in den actionreichen Kämpfen aber zu Hilfe. Dabei hat man die Wahl aus einem Ein Knopf Kampfsystem, wo die Kombo-Attacken automatisch ausgelöst werden, oder man steuert alle drei Helden selbst, in dem man die jeweilige Taste der Spielfigur im richtigen Moment drückt. Beides funktioniert gleichermaßen gut und auf „Normal“ sollte das Spiel für niemanden ein großes Problem darstellen. Wer es schwieriger mag: Erst nachdem man das Ende gesehen hat, gibt es einen Post-Game Modus, in dem man das Spiel auch „schwer“ umstellen kann. Ansonsten kann man seine drei Helden mit Essen / Wellness verwöhnen (um bessere Werte zu bekommen, oder zeitlich begrenzte Boni), man darf im Dorf die Waffen, Accessoires und Rüstungen aufwerten, bessere Taschen, Tränke und noch vieles mehr erforschen. Auch wichtig: Runen und Linsen. Mit den verschiedenen Runen wie Feuer oder Blitz kann man seine Angriffskraft erhöhen oder aber stärkt die Verteidigung. Die Dungeons sind dabei fast immer auf ein Attribut ausgerichtet. Deshalb sollten findige Spieler keine Probleme mit den richtigen Kombinationen haben. Außerdem braucht man die Runen auch, um versperrte Gänge frei zu räumen.

New Nevaeh – Ein Dorf in Aufschwung

Im Dorf selbst erhält man zahlreiche Nebenaufgaben von den Bewohnern. Manche brauchen bestimmte Hölzer, Steine oder Gewürze, um ihre Geschäfte zu eröffnen bzw. zu erweitern. Anderen Leuten hilft man bei alltäglichen Problemen. Dafür gibt es im Gegenzug Stempel und Erfahrungspunkte bzw. Geld. Letztendlich bringt man dadurch das Dorf so ganz nebenbei auf Vordermann. Dieses minimalistische Managen / Verbessern macht Spaß und liefert auch ordentlich Motivation, um die Dungeons erneut aufzusuchen. Diese sind zwar auch recht abwechslungsreich, aber ein paar mehr, hätten es schon sein können. Oder aber das Spiel wäre – vor allem ab der Hälfe – etwas straffer inszeniert. So aber kann man viel Zeit mit den Aufträgen verplempern, oder man konzentriert sich nur auf die Geschichte. Deren Ende hat man nach gut 10 Stunden gesehen, umso mehr man die Wünsche der Dorfbewohner erfüllt, umso mehr streckt sich die Spielzeit: Ich habe 14 Stunden gebraucht und dabei noch zahlreiche Post Game Aufträge offen.

Apropos Story: Das Spiel bereitet in gewisser Weise den Weg zum eigentlichen Abenteuer in „Eiyuden Chronicle: Hundred Heroes“. Zumindest lässt das die Post Credits-Szene vermuten. Der Rest fällt recht 08/15 aus: Ein böser Zauberer hier, ein Fluch da – nichts Außergewöhnliches, aber ganz ordentlich umgesetzt und mit liebevollen Charakteren versehen. Überhaupt lebt das Spiel von seiner netten Aufmachung.

Ein schönes Plätzchen zum Verweilen

Der Grafikstil besteht in erster Linie aus einer Mischung aus 2D und 3D Elementen – sozusagen 2,5D. Die Hintergründe sind dabei gemalt, werden aber mit vielen Animationen und Effekten aufgepeppt. Die Charaktere und Gegner sieht man dagegen als Sprites. Das Ganze verfügt deshalb über einen charmanten, liebevollen, Look. Wie in Metroidvania-Spielen üblich, sind die einzelnen Bildschirme miteinander verbunden, so dass man quasi ohne Ladezeiten die Welt bereisen kann. Später gibt es zum Glück aber auch noch Wegweiser, an deren Stelle man sich fix teleportieren kann. Im Dorf kann man sich über eine Landkarte ebenfalls schnell bewegen. Sprachausgabe gibt es übrigens keine, dafür aber ordentliche deutsche Untertitel und einen netten Soundtrack.

FAZIT:

„Eiyuden Chronicle: Rising“ ist ein bekömmliches Abenteuer. Man darf nur nichts Außergewöhnliches erwarten. Trotzdem wird man gut unterhalten. Vor allem, wenn man leichte Fantasy-Unterhaltung mag und auf Metroidvania-Spiele steht. Zum Preis von knapp 15€ geht das alles somit vollkommen in Ordnung.

[ Review verfasst von .ram ]

Pluspunkte:

  • Liebevolle Gestaltung
  • Nicht zu schwer, optionale ein Knopf Action
  • Stadt-Erweiterung durch Erfüllen von Aufträgen

Minuspunkte:

  • Kampfsystem könnte komplexer sein
  • Geschichte ist nur okay
  • Gegen Ende wird die Spielzeit etwas zu sehr gestreckt



Infos zum Spiel
NameEiyuden Chronicle: Rising
SystemPlayStation 5
Publisher505 Games
EntwicklerRabbit & Bear Studios
GenreAction-Adventure
USKab 12 Jahren
PEGI12+
Preis14,99 €
Release
 10.05.2022
 10.05.2022
 10.05.2022
Spielerzahl1
SpracheNicht vorhanden
TexteDeutsch
Englisch
MehrspielermodusNein
Online spielbarNein
Online FunktionenNein
HeadsetNein
Videos
Mehr...

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Screenshot Galerie
Eiyuden Chronicle: Rising
Gameplay
7.5
Atmosphäre
7.0
Grafik
8.0
Sound
7.5
Spielspass
7.5
 

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