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A Plague Tale: Innocence
1. Oktober 2022

A Plague Tale: Innocence ist vielleicht nicht das aktuellste Spiel. Aber da der Nachfolger demnächst erscheint, dachten wir es wäre an der Zeit sich das Spiel mal genauer anzusehen, vor allem da mittlerweile auch eine native PS5-Version erschienen ist. Wie sich das Spiel heutzutage im Test schlägt, klären wir in unserem Review.

Die Plage

Die Geschichte von A Plague Tale: Innocence verschlägt euch in das Jahr 1349 im Süden Frankreichs. Hier übernehmt ihr die Rolle von Amicia de Rune, einer jungen Adligen, die mit ihrer Familie relativ in Frieden lebt. Ihr kleiner Bruder Hugo lebt aber relativ abgeschieden von der Familie, weil er von einer mysteriösen Krankheit geplagt wird. Doch die vermeintliche Idylle wird eines Tages gestört als die Inquisition vor der Haustür auftaucht und nach dem Bruder verlangt. Zu allem Übel tauchen überall Ratten auf, die alles zerfressen, was in ihre Finger kommt. Während das Anwesen der de Runes zerstört wird und alle Bewohner getötet werden, kann Amicia gerade so mit ihrem Bruder fliehen. So beginnt die interessante Geschichte um das Geschwisterpaar, die auf der Flucht so manche Gefahr überstehen müssen und gleichzeitig leidet Hugo zunehmend mehr an der Krankheit und ein Heilmittel ist nicht in Sicht. Und woher kommen all diese Ratten her? Diese Fragen treiben euch durch die Geschichte und sorgen für ein wirklich interessantes Szenario in einem halbwegs realistischen Mittelalter-Setting. Gegen Ende gibt es auch die ein oder andere spannende Wendung die für noch mehr Spannung sorgt.

Stealth-Light

Spielerisch präsentiert sich A Plague Tale: Innocence als eine Art 3rd-Peson Action Adventure mit einem Fokus auf Schleichen. Denn Amicia und ihr Bruder sind natürlich keine Killermaschinen und sollten Konflikten lieber geschickt aus dem Weg gehen oder ihre Fähigkeit einsetzen, um einen Konflikt zu überstehen. Dabei agiert man meist verborgen und versucht, die Gegner hinterrücks zu erledigen. Meist greift man hierbei auf die Schleuder zurück, mit der man Steine schleudern kann, die Gegner bei einem Kopftreffer ins Jenseits schicken. Im Laufe des Spiels lernt ihr aber etwas Alchemie und könnt spezielle Wurfgeschosse herstellen, um z.B. Gegenstände zu entzünden, kleine Explosionen zu erzeugen oder Ratten an bestimmten Orten zu konzentrieren. Dabei ist der Weg durch die Level recht schlauchig und auch die Konflikte erlauben wenig Variationen. Das Spiel gibt einem recht stark vor, was zu tun ist und damit das auch funktioniert, liegen zufälligerweise immer die Items bereit, die man gleich fürs Crafting benötigen wird. So verhindert man zwar Frustration, aber auf Dauer kann es auch etwas langweilig werden, weil man selten wirklich herausgefordert wird. Einzige Ausnahme sind dynamischere Kämpfe, denn hin und wieder rennen die Gegner auf einen zu und dann muss man die Gegner mit der Schleuder in der Bewegung am Kopf treffen. Trotz starkem Auto-Aim ist das leichter gesagt als getan und die Steuerung erweist sich hier als sehr ungenau und bockig. Insbesondere gegen Ende gibt es von diesen Sequenzen ein paar mehr, die dann gerne mal für etwas Frust sorgen.

Das Mittelalter war dreckig

Grafisch merkt man dem Spiel seine PS4-Wurzeln zwar an, aber trotzdem kann die Grafik sich auch heute noch sehen lassen. Das liegt zum einen daran, dass die schlauchigen Levels doch mit viel Liebe zum Detail modelliert wurden und man während der Geschichte auch viele unterschiedliche Gebiete erkunden darf. Insbesondere die Hauptcharaktere sind gelungen und können mit ihren Animationen überzeugen. Auf der PlayStation 5 läuft das Ganze auch in 4k mit 60 Bildern pro Sekunde, was natürlich für ein absolut flüssiges Spielerlebnis sorgt. Ansonsten gibt es noch eine durchaus gelungene deutsche Sprachausgabe, auch wenn ich die englische vorziehen würde. Untermalt wird das Geschehen dann von Klängen mittelalterlicher Instrumente, die für eine wunderbar melancholische Stimmung sorgen.

FAZIT:

Mich hat die Geschichte von A Plague Tale: Innocence vollständig in seinen Bann gezogen und obwohl ich eigentlich kein Fan von Stealth-Spielen bin, hat mich die simple Herangehensweise motiviert weiter zu machen. Auf Dauer wäre aber etwas mehr Variation in den Rätseln und Konflikten wünschenswert gewesen. Denn so macht ein zweiter Durchgang wenig Sinn. Ansonsten gibt es aber wenig zu meckern. Technisch kann sich das Spiel noch heute sehen lassen und wer am Ende ein paar Frustmomente überwindet, wird mit einem wirklich tollen Spielerlebnis belohnt.

[ Review verfasst von crack-king ]

[ Gespielt auf der PlayStation 5 mit 4K TV ]

Pluspunkte:

  • Interessante Geschichte
  • Tolle Repräsentation des Mittelalters
  • Stealth Passagen nicht zu frustrierend

Minuspunkte:

  • Auf Dauer zu wenig Variation im Stealth-Gameplay
  • Steuerung bei hektischen Kämpfen ungenau und frustrierend
  • Benötigte Items sind zufällig immer dort, wo man sie braucht



Infos zum Spiel
NameA Plague Tale: Innocence
SystemPlayStation 5
PublisherFocus Home Entertainment
EntwicklerAbsobo Studio
GenreAdventure
USKab 16 Jahren
PEGI18+
Preis39,99 €
Release
 06.07.2021
 06.07.2022
 06.07.2022
Spielerzahl1
SpracheDeutsch
Englisch
TexteDeutsch
Englisch
MehrspielermodusNein
Online spielbarNein
Online FunktionenNein
Videos
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Screenshot Galerie
A Plague Tale: Innocence
Gameplay
8.0
Atmosphäre
9.0
Grafik
8.0
Sound
8.0
Spielspass
8.0
 

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