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Once Upon A Katamari
3. Januar 2026

Seit 2004 rollt der Prinz seinen Katamari-Ball und behebt die Probleme, die sein Vater, der „König des ganzen Kosmos“, verursacht hat. Das Spielprinzip hat sich über 20 Jahre nicht geändert, sondern wurde nur in vielen Detailbereichen verfeinert. Nach den letzten Remakes und Smartphone-Ablegern erscheint endlich wieder ein vollwertiger Teil der Reihe!

Es war einmal…

Der König des ganzen Kosmos hat es wieder einmal geschafft! Durch seine Unachtsamkeit hat er die komplette Zeitgeschichte der Erde samt Planeten ausgelöscht … kann ja mal passieren. Glücklicherweise weiß sein Sohn, der Prinz, mit solchen Problemen umzugehen. Er macht sich auf den Weg, um die Zeitgeschichte wiederherzustellen. Wie das geht? Nun ja, indem man einen Ball zu einer gewissen Größe rollt und der Vater ihn dann in einen Planeten umwandelt! Zeitreisen sind doch nicht so kompliziert, wie die Wissenschaft es uns weismachen will. Ausgestattet mit seiner Zeitmaschine reist der Prinz nun quer durch die Epochen der Erde, von der Steinzeit bis in die Moderne. Auf seinen Reisen trifft er zahlreiche Cousins sowie die Königin und den König, die Unfug in der Geschichte der Welt treiben. 

Es gehört schon sehr viel Kreativität dazu, die Zerstörung des Kosmos und seine Wiederherstellung zu erklären. Das Rollen eines riesigen Balls ist da wohl der kreativste Ansatz. Von der Handlung ist nicht viel zu erwarten, da es sich um einen riesigen Gag handelt. Hin und wieder gibt es kurze Einspieler, die zeigen, was die Eltern des Prinzen treiben, sowie kurze Zwischensequenzen in den Missionen. Die können recht unterhaltsam werden.

Die hohe Kunst des Rollens!

Das Spielprinzip scheint simpel: Rolle deinen Ball und sammle alle Objekte auf, bis du eine gewisse Größe erreicht hast. Das hört sich überschaubar und leicht an. Doch den Ball das machen zu lassen, ist die große Kunst! Die klassische Steuerung stammt noch aus der Zeit der „Tank“-Steuerung. Um den Ball zu rollen oder bestimmte Manöver (schnelle Wende, Turboschub etc.) durchzuführen, werden beide Analogsticks gebraucht. Wer nicht in Nostalgie schwelgen möchte, kann auf die neue Steuerung umstellen, bei der ein Stick den Ball und einer die Kamera steuert. Hat man sich mit der Steuerung arrangiert, beginnt der wahre Spaß. Für jedes Level gibt es eine Zielvorgabe, beispielsweise hinsichtlich der Größe oder der benötigten Zeit. Eure Aufgabe ist es, den besten Weg zu finden und Objekte möglichst geschickt aufzurollen. Wie weit ihr diese aufrollen könnt, hängt auch von der Größe des Balles ab. Dadurch kann man bei größeren Gegenständen schon mal abprallen und verliert ein paar Objekte. Doch mit der Zeit wird ein Hindernis zum weiteren Teil des Balls. So wechselt ihr innerhalb der Levels in unterschiedliche Areale. Eine kurze Ladepause zum Erstellen der neuen Objekte wird durch einen lustigen Satz des Königs überbrückt. Ist die Zeit abgelaufen oder die Zielgröße erreicht, folgt die Bewertung. Eine D-Bewertung reicht aus, um das Level zu bestehen, aber am Ende möchte man natürlich die beste Bewertung, ein S, erreichen. Egal, wie das Ergebnis ausfällt, es wird zu einem neuen Stern im Kosmos oder zu Sternenstaub.

Diese Formel bleibt über das gesamte Spiel hinweg gleich, wird aber hin und wieder in einigen Elementen abgeändert. Oft muss man bestimmte Gegenstände sammeln oder meiden. Manchmal muss auch der Ball zu einem bestimmten Ziel gebracht werden. Es wird nur dann knifflig, wenn ihr eine Zielgröße abschätzen müsst. Dank der fairen Bewertung werdet ihr nur selten scheitern. Nach dem zweiten Durchlauf hat man die beste Route oft schon verinnerlicht. Danach könnt ihr euch auf die Suche nach den zahlreichen Cousins machen. Diese dienen nicht nur als weitere Spielfigur, sondern sind auch die Grundlage für weitere Anpassungen im Charaktereditor. Außerdem gibt es versteckte Geschenke für das Aussehen, Emotes und anderen Sammelkram, die ihr finden und erspielen könnt. Diese kleinen Aufgaben können die Spielzeit etwas strecken. Vieles davon ist seit dem ersten Spiel bekannt. Wirklich neu sind die nun sammelbaren Power-Ups! Sie ermöglichen eine kurze schnelle Fortbewegung (Rakete), lassen Objekte automatisch anziehen (Magnet) oder dienen als Radar zum Orten von Level-Zielen und Cousins. Diese Power-Ups werden sparsam eingesetzt und revolutionieren das bekannte Prinzip nicht. Sie helfen jedoch, gewisse Situationen leichter zu meistern und den Highscore weiter zu steigern. Sie bleiben jedoch hinter der großen Revolution zurück, die man nach all den Jahren erwartet hat. Erfrischender ist der neue Multiplayer-Modus, in dem ihr nicht nur gegen andere Mitspieler um die Wette rollt, sondern sie auch aufrollen könnt. Aber auch hier hat die Reihe schon lange mit unterschiedlichen Spielmodi experimentiert, sodass auch das nichts komplett Neues ist.

Zumindest die begehbare Spielwelt ist neu. Je nach Epoche sieht diese etwas anders aus, ihr Zweck bleibt jedoch gleich: Sie dient als visueller Level-Hub. Puristen können die Levels weiterhin aus dem Menü auswählen, doch dieser Hub hat seinen eigenen Charme und unterstreicht den quirligen Charakter des Spiels. Der Prinz und alle gefundenen Cousins tummeln sich hier herum und verfügen über eigene Animationen. Noch knuffiger wird es, wenn man das Spiel hier beendet und jeder von ihnen zum Abschied winkt!

Eigenwilliger Grafikstil

Grafisch sind diese Spiele schon immer ihren eigenen Weg gegangen. Einerseits muss sichergestellt werden, dass eine Vielzahl von Objekten dargestellt werden kann. Andererseits muss es noch abstrakt genug sein, damit das Konzept funktioniert. In diesem Ableger rückt man noch weiter ins Abstrakte, wenn man sich die Figuren ansieht. Sie werden noch blockiger dargestellt und erinnern schon an Minecraft-Figuren. Generell wirkt der gewählte Grafikstil sehr retro und amateurhaft. Dies ist jedoch eine bewusste Entscheidung, um Objekte schnell lesen zu können und eine flüssige Darstellung in 4K mit 60 FPS zu garantieren. Einzig der Arealwechsel in der Welt trübt das Vergnügen. Man könnte meinen, dass die Rechenleistung der PS5 dies problemlos im Hintergrund bewältigen kann. Trotzdem ist es technisch beeindruckend, wenn man sich als 5 cm großer Prinz bis ans Ende kämpft und dabei ganze Inseln aufrollt. Für die Gestaltung der Levels wurden neun unterschiedliche Epochen gewählt. Sie alle haben ihren eigenen Charme, haben jedoch unterschiedlich viel Beachtung von den Entwicklern bekommen. Die Edo-Periode war der Liebling der Entwickler und bietet die meisten Levels.

Der quirligste OST 2025

Die Katamari-Spiele haben Kultstatus, doch dieser stammt weder vom Spielprinzip noch von der Grafik. Es ist die Musik, die diesen Spielen ihre Einzigartigkeit verleiht. Treibende Beats, etwas J-Pop und eine gute Prise Weltmusik sind das Geheimnis. Auch dieser Soundtrack kann mit guten Stücken überzeugen, wenn man diese Art von Musik mag. Nur leider kommen sie nicht an die großen Hits des PS2-Ablegers heran. Glücklicherweise schafft Bandai Namco hier Abhilfe: Die Musik ist für 30 Euro im PSN Store erhältlich. Schlaue Spieler nutzen Spotify, wo der gesamte OST bereits abrufbar ist. Ich würde empfehlen, einmal reinzuhören, um den Charme dieses OSTs zu verstehen, denn er lässt sich kaum beschreiben. Ansonsten bleiben die Effekte der Vorlage treu. Verschiedene Objekte und Cousins lösen andere Jingles aus und das „Kreischen“ der aufgerollten Leute wird nie langweilig. Wurde das Level gemeistert, gibt es auch die freie Liederauswahl.



FAZIT:

„Once Upon A Katamari” ist mittlerweile der 21. Ableger der Serie, aber seit Langem der erste Titel, der mit eigenen Ideen aufwarten kann! Zwar sind viele Level-Konzepte aus den Vorgängern bekannt, doch hier sind es komplett neue Levels. Man rollt somit nicht zum x-ten Mal durch die Levels von Teil 1, was es zu einem der besten Spiele der Reihe macht! Auch die Evolution der Steuerung war angebracht. So quirlig sie auch war, so unpassend ist sie für das Jahr 2025. Die Power-Ups sind erfrischend, stellen aber keine grundlegende Erneuerung dar. Bei der Levelauswahl hätte man etwas mehr Kreativität zeigen können. Die unzähligen Edo-Levels sind etwas ermüdend. Die unterschiedlichen Epochen hätten ein oder zwei weitere Levels vertragen können. Der Soundtrack ist, wie es sich für diese Reihe gehört, hervorragend, sofern man sich auf diese Musikerfahrung einlassen will. Dasselbe gilt auch für die Grafik, die ebenfalls gut zu diesem Spiel passt. Insgesamt eine gelungene Fortsetzung der Serie, mit der auch Serienschöpfer Keita Takahashi zufrieden sein kann.

[ Review verfasst von Andy ]

[ Gespielt auf einer PlayStation 5 mit 4K TV ]

Pluspunkte:

  • Unvergleichlicher Katamari Charme
  • Firsche Level
  • Neue Steuerung!!!

Minuspunkte:

  • Zu viele Edo Levels
  • Soundtrack kommt nicht ans Original ran
  • Die Gameplay Revolution bleibt aus



Infos zum Spiel
NameOnce Upon A Katamari
SystemPlayStation 5
PublisherBandai Namco
EntwicklerRengame
GenreAdventure
USKohne Altersbeschränkung
PEGI3+
Preis39,99 €
Release
 24.10.2025
 24.10.2025
 24.10.2025
Spielerzahl1-4
SpracheEnglisch
Japanisch
TexteDeutsch
Englisch
Japanisch
MehrspielermodusJa
Online spielbarJa
Online FunktionenJa
Speicherbedarf5GB
HeadsetJa
Videos
Mehr...

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Screenshot Galerie
Once Upon A Katamari
Gameplay
8.0
Atmosphäre
8.0
Grafik
8.0
Sound
8.5
Spielspass
8.0
 

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