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Rune Factory: Guardians of Azuma
10. Februar 2026

Mit etwas Verzögerung ist nun auch auf der PlayStation 5 der neueste Teil der Rune-Factory-Reihe angekommen. Rune Factory: Guardians of Azuma erschien bereits im vergangenen Sommer für Steam und Nintendo Switch und konnte dort mit zahlreichen positiven Testwertungen überzeugen. Umso erfreulicher ist es, dass nun auch PlayStation-Fans in den Genuss dieses charmanten Mixes aus Rollenspiel und Farmsimulation kommen. Was Guardians of Azuma dabei so besonders macht, erfahrt ihr in den folgenden Zeilen.

Ein Neuanfang im fremden Land

Ganz im Stil vieler klassischer JRPGs schlüpft man in Rune Factory: Guardians of Azuma in die Rolle eines männlichen oder weiblichen Protagonisten, der ohne Erinnerungen in einer fremden Welt erwacht. Schon bald zeigt sich jedoch, dass das eigene Schicksal untrennbar mit dem dieser Welt verbunden ist: Azuma steht kurz vor dem Untergang, und nur das Auffinden der vier Naturgötter, die auf mysteriöse Weise verschwunden sind, kann die drohende Katastrophe abwenden. Natürlich bleibt diese Aufgabe nicht lange verborgen, und so wird der Held oder die Heldin schnell von den Dorfbewohnern zum Auserwählten erklärt. Von nun an gilt es, die verfallenen Dörfer Azumas Schritt für Schritt wieder aufzubauen, neue Freundschaften zu knüpfen und durch das Finden der Naturgötter, die Welt um euch herum, erneut auf den richtigen Pfad zurückzuführen.

Gameplay en Masse

Und nachdem das Ziel einmal festgelegt wurde, geht es für den Spieler auch schon direkt ans Eingemachte. In bester Rune Factory-Manier geschieht das gleich auf zwei Ebenen. Zum einen gilt es, die vier Dörfer von Azuma schrittweise wiederaufzubauen. Das erfolgt durch die Aufwertung der landwirtschaftlichen Strukturen sowie durch den Bau neuer Gebäude und Shops. Gemeinsam sorgen diese Maßnahmen nicht nur dafür, dass die Dörfer an Charme und Lebendigkeit gewinnen, sondern auch, dass ein stetiger Cashflow entsteht. Das verdiente Geld lässt sich wiederum in die Infrastruktur reinvestieren – oder in neue Waffen und Ausrüstungsgegenstände stecken. Besonders interessant ist dabei, dass der Aufbau der Stadt direkten Einfluss auf die eigenen Charakterwerte hat. Jedes zusätzliche Gebäude verbessert sowohl Angriffs- als auch Verteidigungswerte, was vor allem bei der Suche nach den Naturgöttern entscheidend ist. Diese führt den Spieler nämlich durch weitläufige Gebiete, die von Monstern überrannt sind, und durch gewaltige Dungeons, in denen hinter jeder Ecke neue Gefahren lauern. Gleichzeitig dienen diese Expeditionen auch der Ressourcensammlung: Man fällt Bäume, bricht Erze aus dem Gestein oder entdeckt neue Rezepte und nützliche Items in der Umgebung.

Die Mischung machts!

Was das Gameplay betrifft, bleibt das Ganze insgesamt recht zugänglich. Mit den beiden Hauptwaffen prügelt man in klassischer Hack-&-Slash-Manier auf seine Gegner ein, während die heiligen Schätze – göttliche Artefakte, die man im Spielverlauf erhält – mächtige Flächenangriffe ermöglichen. Das Kampfsystem mag zwar nicht allzu komplex ausfallen, erfüllt aber seinen Zweck. Im Zusammenspiel mit der Ressourcenbeschaffung entsteht so ein angenehmer Spielfluss, der langfristig motiviert und immer wieder vor den Bildschirm zieht. Etwas durchwachsen präsentiert sich hingegen das Balancing. Während die Farming-Abschnitte entspannend und zugänglich bleiben, ziehen sich manche Bosskämpfe unnötig in die Länge, wenn man nicht regelmäßig aufrüstet.

Das Ergebnis eurer Reise zeigt sich nicht nur in der fortlaufenden Handlung, sondern ebenso im stetigen Wandel eures Dorfes und den verbesserten Fähigkeiten eures Protagonisten. Allerdings muss ich an dieser Stelle zugeben, dass diese Beschreibung dem tatsächlichen Umfang des Spiels kaum gerecht wird. Je intensiver man sich mit Rune Factory beschäftigt, desto deutlicher wird, wie viel Liebe zum Detail in jede Facette des Spiels eingeflossen ist. Vor allem die Verwaltung der Landwirtschaft entpuppt sich als erfreulich komplex. So spielt etwa die Wahl des richtigen Saatguts eine stets wichtige Rolle, während ihr die Dorfbewohner entsprechend ihrer individuellen Stärken gezielt für bestimmte Aufgaben einsetzen könnt. Das sorgt nicht nur für eine effektiv arbeitende Gemeinschaft, sondern auch dafür, dass sich der wirtschaftliche Aspekt eures Dorfes später fast wie von selbst regelt. Parallel kümmert man sich um die Wünsche der Dorfbewohner, indem man zahlreiche Quests erfüllt, was zusätzliche Tiefe ins Spiel bringt. Mit jeder verbesserten Beziehung schaltet ihr neue Interaktionen, Events und Kampfboni frei, erleichtert den Dorfaufbau und erhaltet wertvolle Belohnungen. Gleichzeitig öffnen sich so auch Wege zu Romanzen und sogar Hochzeiten – ein clever verzahntes Sozialsystem, das spielerische Tiefe und emotionale Bindung miteinander verbindet.

Und auch nach Abschluss der Hauptstory motiviert Guardians of Azuma weiter. Spieler können zusätzliche Dungeons erkunden, seltene Materialien sammeln oder Beziehungen vertiefen, um versteckte Szenen freizuschalten. Besonders die Kombination aus Aufbau, Landwirtschaft und Action sorgt dafür, dass man sich immer wieder dabei ertappt, „nur noch einen weiteren Tag“ spielen zu wollen.

Grafik & Sound

Die Rune Factory-Reihe war nie für imposante Grafikpracht bekannt, und auch Guardians of Azuma führt diesen Trend leider konsequent fort. Optisch präsentiert sich das Spiel zwar keineswegs hässlich, doch der schlichte Anime-Look, der sich in Charakterdesigns und Umgebungen widerspiegelt, reißt heute niemanden mehr wirklich vom Hocker. Die Dörfer im altjapanischen Stil besitzen immerhin einen gewissen Charme, während vor allem die Außenareale und Dungeons recht monoton wirken und selbst im Vergleich zu einigen chinesischen Free-to-Play-Gachas deutlich abfallen. Immerhin überzeugen die technischen Basics: Das Spiel läuft durchgängig mit einer butterweichen Bildrate, die selbst bei schnellen Wechseln zwischen dem Spiel- und dem Baukasten-Modus stabil bleibt und keinerlei Ruckler zeigt. Gerade auf der PlayStation 5 fällt die saubere technische Umsetzung positiv auf. Ladezeiten sind erfreulich kurz, und auch beim Wechsel zwischen verschiedenen Gebieten kommt es kaum zu merkbaren Verzögerungen. Die Steuerung wirkt insgesamt präzise, auch wenn die Kameraführung in engen Dungeons manchmal etwas störrisch reagiert.

Akustisch sticht vor allem die Sprachausgabe hervor. Die japanische Tonspur wirkt zwar authentisch, dennoch bin ich nach einiger Zeit auf die englische Vertonung umgestiegen. Dort neigen einige Sprecher zwar dazu, ihre Rollen etwas zu überzeichnen – insbesondere Charaktere mit ausgeprägten Akzenten –, insgesamt liefern sie aber eine solide und enthusiastische Performance ab. Abgerundet wird der akustische Eindruck durch einen unaufdringlichen, aber stimmigen Soundtrack, der das Geschehen passend untermalt, ohne sich in den Vordergrund zu drängen.

FAZIT:

Ich muss zugeben, dass ich eine gewisse Zeit gebraucht habe, um mit Guardians of Azuma warm zu werden. Die Story und Charaktere gehören sicher nicht zu den originellsten, die Grafik ist kein Highlight und auch das Gameplay – insbesondere beim Dungeon-Crawling – fordert nicht wirklich heraus. Doch gibt man dem Spiel eine faire Chance, entfaltet sich schnell ein angenehmer Flow, der genau jene klassischen Farming- und Grinding-Neuronen anspricht, die Fans der Reihe so gut kennen. Nach und nach steigen die Zahlen eurer Erträge und Erfolge, neu freigeschaltete Fähigkeiten erweitern das Repertoire, und die spielerischen Möglichkeiten wachsen stetig mit. Besonders angenehm ist dabei, dass das Spiel euch zu keiner Zeit vorschreibt, was ihr tun müsst. Diese Freiheit und Flexibilität im Gameplay war es letztlich, was mich immer wieder zu Guardians of Azuma zurückzog – und das Spiel trotz seiner Schwächen zu einem simplen, aber unterhaltsamen Zeitfresser macht

[ Review verfasst von Dimi]

[ Gespielt auf der PS5 mit 4K HDR OLED TV ]

Pluspunkte:

  • Motivierender Gameplay-Flow
  • Zahlreiche Quest und Beziehungen, die es zu meistern gilt
  • Solide Performance….

Minuspunkte:

  • …aber langweilige Art Direction
  • Flache Story und Charaktere
  • Eintöniges Dungeon-Design und repetitive Gegner



Infos zum Spiel
NameRune Factory: Guardians of Azuma
SystemPlayStation 5
PublisherMarvelous
EntwicklerMarvelous
GenreRollenspiel
USKab 12 Jahren
PEGI16+
Preis59,99 €
Release
 13.02.2026
 13.02.2026
Spielerzahl1
SpracheEnglisch
Japanisch
TexteDeutsch
Englisch
Japanisch
MehrspielermodusNein
Online spielbarNein
Online FunktionenNein
HeadsetNein
Videos
Mehr...

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Screenshot Galerie
Rune Factory: Guardians of Azuma
Gameplay
8.0
Atmosphäre
8.0
Grafik
7.0
Sound
7.5
Spielspass
8.0
 

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