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Ghosthunter
22. März 2004

Du magst Spiele wie „Silent Hill” und „Project Zero”, kannst dich aber dennoch schnell mit Waffen aller Art anfreunden und scheust dich auch nicht, diese zu benutzen? Dann ist Ghosthunter von Sony genau das Richtige für dich.

Bei der Untersuchung einer verlassenen Schule, die einst Schauplatz eines Massakers war, stoßen Lazarus Jones und seine Kollegin Anna Steele vom Detroit Police Department auf eine rätselhafte Maschine im Keller des Gebäudes. Einige Momente später befreit der junge Polizist Lazarus aus Versehen alle Geister, die in der Maschine gefangen waren. Einige der Geister schweben noch ein paar Sekunden im Raum umher, bis plötzlich einer mit Lazarus zusammenstößt und sich mit ihm verbindet. Ohnmächtig sackt der Polizist zu Boden. Ab diesem Zeitpunkt verfügt dein Protagonist Lazarus über das „zweite Gesicht“, mit dem er in die Geisterwelt blicken kann. Parallel dazu entführt ein weiterer Geist seine Kollegin und ergreift Besitz von ihrem Körper. Vom sprechenden Hauptcomputer dieser Maschine aufgeweckt, wird Lazarus über das Dilemma aufgeklärt, das er angerichtet hat. So wird man unfreiwillig zum neuen Ghosthunter bestimmt, dessen Aufgabe es ist, alle Geister wieder einzufangen.

Grafik & Sound

Ich bin im wahrsten Sinne des Wortes begeistert. Die sensationelle Grafik setzt neue Maßstäbe für künftige PS2-Spiele. Von den detailreichen Charakteren über die liebevoll gestalteten Levels bis hin zu den sehr gut animierten Geistern stimmt einfach alles. Ladezeiten sucht man nach einmaligem Anwählen des Levels vergebens. Diese Leistung ist angesichts der Größe einiger Welten nicht hoch genug zu bewerten. Trotzdem bleibt Ghosthunter stets flüssig und gut spielbar.

Der Sound ist erstklassig und unterstützt das Spielgeschehen perfekt. Die Hintergrundmusik klingt beispielsweise im zweiten Level einfach fantastisch. Auch die deutsche Synchronisation ist vorbildlich. PAL-Balken sucht man vergebens, und auch mit professionellen deutschen Sprechern wird man für den Kauf belohnt. Die Hauptfigur Lazarus Jones wird sogar vom deutschen Sprecher von Brad Pitt gesprochen. Zusammenfassend sind Grafik und Sound auf höchstem Niveau und werden sowohl Grafik- als auch Soundfetischisten zufriedenstellen.

„Silent Hill meets Action“

Trotz allerhand Geistern und skurrilen Gebilden kommt während des Spiels keine Horrorstimmung auf, wie sie beispielsweise in Silent Hill oder Project Zero zu finden ist. Diese ist allerdings auch nicht beabsichtigt und wird durch die munteren Nebencharaktere sowie das actionlastige Gameplay ohnehin nicht gerade gefördert. Ghosthunter ist dennoch nicht für schwächere Gemüter geeignet. Wenn aus kleinen Geistermädchen plötzlich überdimensionale Killerteddys werden, die auf einen zustürmen, läuft einem schon mal ein Schauer über den Rücken. Leider verhalten sich einige Gegner nicht besonders klug: Sie bleiben aufgrund ihrer Größe an Türrahmen oder sonstigen Gegenständen hängen bzw. finden den Weg über eine Brücke nicht. In solchen Fällen bereiten die Gegner keine Schwierigkeiten mehr und lassen sich aus sicherer Distanz einfangen oder erledigen. Wenn einem jedoch, was häufig vorkommt, Geister dicht auf den Fersen sind, wird man mit der langsamen Steuerung Probleme bekommen. Zwar ist die Tastenbelegung sehr praktisch und das Zusammenspiel zwischen „R1 = Schießen” und „R2 = Einfangen” klappt sehr gut (Ghostbusters lässt grüßen), doch wie erwähnt bremst hier die geringe Sensitivität den Kampffluss. Im zweiten verfügbaren Waffenmodus, bei dem nur die Waffe und nicht der ganze Körper zum Zielen mitbewegt wird, ist leider das Gegenteil der Fall. Wählt man diesen Modus, verlangt das Zielen mit dem nun extrem schnellen Fadenkreuz einiges an Fingerspitzengefühl. Einige Passagen des Spiels darf man sogar als der Geist (Astral) meistern, der es sich in Lazarus' Körper bequem gemacht hat. Mit ihm betätigt man einige ansonsten unerreichbare Schalter, fliegt durch Wände und Decken oder pumpt Wasser aus überfluteten Gebieten, um diese begehbar zu machen.

Neben der Pistole, die von Beginn an mit unbegrenzter Munition zur Verfügung steht, erhält man im Laufe des Spiels weitere Waffen wie das Scharfschützengewehr oder die Schrotflinte. Mit Ausnahme der Pistole werden alle Schießeisen mit Geisterenergie betrieben und nachgeladen. Angeschossene Geister lassen blaue und rote Energiekugeln fallen. Blaue Kugeln erhöhen die Munition, rote Kugeln die Lebensenergie des Protagonisten. Storytechnisch befindet sich das Spiel im Mittelfeld des Genres. Schade, dass Ghosthunter in einigen Passagen des Spiels nichts für die Hintergrundgeschichte tut. Hier wäre eindeutig Besseres machbar gewesen. Trotzdem kommen Atmosphäre und Gruselfeeling aufgrund der tollen Spielwelt und der realistischen Charaktere auf.

FAZIT:

Dank souveräner Technik und stimmungsvollem Gruselsetting ist dieses Spiel allen Fans von Horrorfilmen und Geistergeschichten wärmstens zu empfehlen. Doch auch Einsteiger und weniger schießwütige Spieler sollten zugreifen, vor allem, da das Spiel teilweise schon für knapp 25 Euro zu haben ist. Wer also gute Unterhaltung zu einem fairen Preis möchte und Wert auf ein originelles Setting, eine solide Story und die neueste Grafik legt, ist mit Ghosthunter gut beraten.

[ Review verfasst von Flo ]



Infos zum Spiel
NameGhosthunter
SystemPlayStation 2
PublisherSony
EntwicklerSCEE Studio Cambridge
GenreAction-Adventure
USKab 16 Jahren
Preis59,99 €
PlatinumNein
Release
 03.12.2003
 17.08.2004
 02.09.2004
Spielerzahl1
SpracheDeutsch
Englisch
TexteDeutsch
Englisch
MehrspielermodusNein
Online spielbarNein
Online FunktionenNein
60HzJa
Vollbild 50HzJa
PAL BalkenNein
Speicherbedarf480 KB
Progressive ScanJa
Dolby ProLogic IIJa
EyeToyNein
HeadsetNein
Mehr...

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Screenshot Galerie
Ghosthunter
Gameplay
7.5
Atmosphäre
8.0
Grafik
9.0
Sound
9.0
Singleplayer
8.0
 

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