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Rumble Roses
8. Mai 2005

An was denkt ihr eigentlich, wenn ihr das Wort „Wrestling" hört? Also ich denke sofort an mit Amphetamin voll gepumpte halbnackte Muskelberge, die sich gegenseitig die Rübe einschlagen. Das Zweite woran ich mich erinnere, ist wie ich damals auf dem N64 mit eben diesen Kämpfern in den Ring gezogen bin und mich mit meinen Freunden beharkt habe. Wrestling Games gibt es nach wie vor auf dem Konsolenmarkt, doch haben sie sich in all der Zeit nicht großartig verändert. Eines der aktuell wohl erfolgreichsten Wrestling Spiele ist THQ`s „WWE: Smackdown" Serie. Konami Japan dachte sich wohl, sie müssten mal etwas für die „männlichen" Zocker tun und begannen die Entwicklung an „Rumble Roses", welches auf der Smackdown Engine basiert. Was Rumble Roses von anderen Wrestling Spielen unterscheidet: Man spielt ausschließlich mit Frauen, welche nicht sonderlich viel am Leibe tragen und sich in „bizarren" Posen auf der Matte räkeln. Aber ob halbnackte Kämpferinnen alleine ein gutes Spiel ausmachen? - Lest selbst!

„Weniger ist mehr"

Das muss man sich im Konami Studio [Japan] wohl auch gedacht haben. Aber dabei haben sie sich nicht nur an der Kleidung der Ladys ausgelassen, sondern auch einige Spielmodi aus den großen Vorbildern wegelassen. Bei „Rumble Roses" gibt es lediglich 4 verschiedene Spielmodi, welche sich teilweise nur minimal unterscheiden - Modi wie „King of the Ring", "Tag-Team" etc. sucht man nämlich vergebens.

Der Hauptmodus des Spieles ist der Story Modus, in welchem man mit einer Kämpferin sich bis zum Ende durchschlägt, um ihr „persönliches" Ziel zu erreichen. Zwischen den einzelnen Kämpfen wird die jeweilige Story des Charakters in Zwischensequenzen weitererzählt. Leider hat man sich bei den Geschichten nicht sonderlich ins Zeug gelegt und so darf man sich lediglich irgendwelche dämlichen Gespräche anhören. Dabei erfährt man relativ schnell, worin das Ziel der Kämpferinnen denn nun besteht. Die eine ist einer geheimen Verschwörung auf der Spur, die andere will Geld für ihr Waisenhaus gewinnen und die nächste will einfach nur Rache- all das suchen sie natürlich im Ring. Ihr merkt schon wie belanglos die einzelnen Hintergründe wirklich sind.

Insgesamt gibt es 22 Kämpferinnen, von der „Punk-Göre" bis zur „Frau Doktor" ist so ziemlich alles dabei. Aber es stehen nicht alle anfangs zur Auswahl, einen Großteil der Charaktere muss man erstmal frei spielen. Das Design der Frauen ist dabei natürlich äußerst plakativ und wirkt manchmal sogar etwas peinlich. So musste ich über Lehrerin eher lachen, als dass sie mir „Respekt" einflösste und auch die Rockbraut sieht eher nach einer „Deutschland sucht den Superstar" Casting Tussi aus, anstatt wie eine gesetzlose Lederschlampe zu wirken. Das Charakterdesign schwankt ziemlich stark.

An die Zielgruppe angepasst...

...wurde das Gameplay. Steht man seiner Gegnerin im Kampf gegenüber, bemerkt man, das Konami neben „Brust Animationen" auch noch spielerisch ein bisschen was gedrechselt hat. Die Steuerung hat man relativ schnell intus und dadurch kommt schnell Spielspaß auf. Aber das alles geht wieder auf Kosten des Spieles selbst. Denn die Komplexität der Moves wurde, im Vergleich zu anderen Wrestlingames stark reduziert. Aber das ändert nichts daran, dass sich die „Ladys" gut über den Bildschirm scheuchen lassen. Wenn man die Gegnerin einige Male getroffen hat, kann man mit L1 einen Special Move auslösen, welcher sich von Kämpferin zu Kämpferin zwischen „absolut dämlich" bis „ziemlich cool" bewegt. Ein Beispiel für einen der dämlichsten Moves im Spiel wäre wohl der „Ich schrupp dir die Ohren" - Move, bei welchem der Charakter auf der Stelle springt und wild wedelnd auf die Ohren ihrer Gegnerin einschlägt. Und das ist wohlgemerkt ein Special Move. Man hat auch die Möglichkeit aus dem Ring zu klettern und sich beim Publikum eine „Waffe" zu holen. Hat man das getan, darf man die Kontrahentin mit einem Rückenkratzer oder einer Peitsche vermöbeln. Der Multiplayermodus macht dann gleich noch mal ein bisschen mehr Spaß, was aber einfach nur daran liegt, dass man zusammen mit einem Kumpel über die albernden „Moves" lachen kann.

120 - 60 - 90

Grafisch macht das Spiel auf den ersten Blick einen guten Eindruck. Die Charaktermodelle der „Kämpferinnen" sind gut ausgearbeitet und überzeugen das Auge mit netten Details. Insbesondere auf die „realistischen" Brustanimationen wurde Wert gelegt und dank der zahlreichen leckeren Kameraeinstellungen darf man die Fighterinnen aus allen erdenklichen Blickwinkeln beobachten. Aber da das Hauptaugenmerk auch auf den Frauen liegt, wäre alles andere sowieso peinlich gewesen. Sachen wie alternative Outfits gibt es im Großen und Ganzen leider keine. Kommt es einmal zu einem Schlammkampf, so werden die normalen Ring Outfits durch knappe Bikinis ersetzt, das war es dann auch schon. Wo wir schon bei Schlamm sind, dieser glänzt erstaunlich krass und so sehen die Kämpferinnen nach einem Schlammkampf auch eher danach aus, als ob sie sich in einem großen Becken braunen Massageöles gewälzt hätten. Minuspunkte gibt es für das „eckige" Publikum und die immer gleichen Arenen. Die Schauplätze an sich sehen zwar nicht schlecht aus, bis auf die penetrante Konami Spielewerbung, bieten jedoch im Endeffekt immer nur die gleichen Umgebungen. Ausgefallene oder hübsche Arenen sucht man vergeblich. Auch „Arenen Extras" wie etwa einen Käfig findet man bei Rumble Roses nicht. Lediglich die „Schlamm Arena" hebt sich von den anderen Schauplätzen in Sachen Gestaltung etwas ab. Hervorzuheben ist lediglich, das Konami eine gelungene PAL-Anpassung abgeliefert hat, denn vor dem Spielstart kann man sich zwischen einem 50 und 60 Herz Modus entscheiden. Letzterer bietet nicht nur ein balkenfreies Bild, sondern auch Originalgeschwindigkeit.

Japano Pop

Nun ja, hier gibt es leider nicht sonderlich viel Positives zu berichten. Die Musik, welche beim Einlauf der Charaktere in die Arenen gespielt wird, ist eigentlich nichts besonderes, einige Stücke hören sich zwar ganz nett an, aber wirklich aus den Socken hauen tut einen hier nichts. Wenigstens gibt es eine handvoll Vocalsongs, die sich aus dem Instrumentalbrei etwas bemerkbar machen. Im Spiel selbst hört man neben den üblichen "Rumgestöhne" und „Klatsch Päng" Geräuschen nichts weiter, begleitende Musik oder eine Art Kommentator gibt es nämlich nicht. Die Sequenzen im Story Modus werden übrigens in englischer Sprache mit deutschen untertiteln präsentiert. Die Sprecher wirken jedoch nicht sonderlich motiviert, so das man beim Zuhören schon mal zum wegnicken neigt- gähhhn.

FAZIT:

Rumble Roses zielt mit seiner exzessiven Betonung der weiblichen „Formen" direkt auf die männlichen Käuferschichten ab. Nun könnte man meinen, dafür hat man das eigentliche Gameplay vernachlässig, aber das stimmt nicht. Trotz allem ist Rumble Roses immer noch ein gutes Spiel, dass zwar einige Schwächen, wie die wenigen Spielmodi und die etwas zusammengestauchte „Smackdown" Engine aufweist, aber immer noch Spaß macht. Wer also Lust auf ein intuitives Gerangel mit halbnackten Damen hat, kann zugreifen, alle anderen spielen lieber weiterhin die richtigen Wrestling Spiele wie WWE Smackdown oder die japanischen „Fire Pro" Spiele.

[ Review verfasst von Flek ]

Pluspunkte:

  • Viele Kämpferinnen
  • 60 Hertz Modus
  • Gute Grafik der Charaktere

Minuspunkte:

  • Langweiliger Story Modus
  • Teilweise dämliche Moves
  • Geringer Umfang


Infos zum Spiel
NameRumble Roses
SystemPlayStation 2
HerstellerKonami
EntwicklerKonami
GenreWrestling
USKab 12 Jahren
Preis49,99 €
PlatinumNein
Release
 18.02.2005
 09.11.2004
 17.02.2005
Spielerzahl2
SpracheEnglisch
TexteDeutsch
MehrspielermodusJa
Online spielbarNein
Online FunktionenNein
60HzJa
Vollbild 50HzNein
PAL BalkenJa
Speicherbedarf90 KB
Progressive ScanNein
Dolby ProLogic IINein
EyeToyNein
HeadsetNein
Mehr...

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Screenshot Galerie
Rumble Roses
Gameplay
7.0
Atmosphäre
5.0
Grafik
7.5
Sound
5.0
Singleplayer
7.0
Multiplayer
7.5
 

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