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NBA Street Showdown
28. September 2005

Da war es endlich: Mein aller erstes Spiel für die PSP. Wie schon seit langer Zeit nicht mehr, war ich vor dem Einlegen des Spiels leicht hibbelig und gespannt, was mich in nur wenigen Sekunden erwarten würde. Immerhin handelt es sich bei NBA Street um den PSP Abkömmling der gleichnamigen PS2 Serie, welche laut EA genau den gleichen Spaß bieten soll, wie die Heimkonsolenversion. Ob das nun wirklich der Fall ist, oder ob man doch nur mit einer mageren Umsetzung abgefertigt wird, erfahrt ihr in unserem neusten Test.

It’s Dunk Time

Leider merkt man schon zu Beginn, dass einige Abstriche in Kauf genommen werden müssen. So fehlt beispielsweise ein ordentliches Intro. Nichts desto trotz trumpft das Spiel schon zu Beginn mit einer ordentlichen Atmosphäre auf, wie der fette Soundtrack im Hauptmenü bestens beweist. Im Auswahlmenü angekommen, stehen euch mehrere Spiel- und Einstellungsmöglichkeiten zur Verfügung. Für den typischen Gelegenheitsspieler gibt es natürlich zu allererst den Quick Play Modus, der euch nur wenige Klicks abverlangt, um in das Spiel einzusteigen. Das Hauptaugenmerk liegt aber ganz klar auf dem King of Court Modus, der das Herz des Spiels darstellt. Hier geht es darum, alle Courts des Landes einzunehmen, um schlussendlich der Champion der Streetballer hin zu werden. Bevor es jedoch losgeht, steht EA typisch erst einmal die Charaktergestaltung an der Reihe. Und auch die PSP Version geizt nicht mit unzähligen Einstellungsmöglichkeiten. Dabei reicht die Auswahl von verschiedenen Haartypen bis hin zu schmucken Goldkettchen. Praktisch sind euch keine Grenzen gesetzt und die Vielfalt ist enorm. Doch Obacht: Einige der Features bekommt ihr erst, wenn ihr das nötige Kleingeld erspielt habt. Schönheit hat eben ihren Preis!

Sobald ihr alle Einstellungen erledigt und Attribute verteilt habt, geht es auf den Platz. Es stehen euch insgesamt 11 Courts zu Verfügung, die ihr nach und nach Freispielen könnt. Das ganze Prozedere läuft in etwa so ab: Bevor ihr gegen eine der Streetlegends antreten könnt, müsst ihr diverse Pre-Matches absolvieren, bei denen ihr stets ein anderes Ziel vor Augen habt. Entweder heißt es, ein ganzes Turnier zu gewinnen, oder einfach die meisten Stylepoints zu erspielen. Spieler, die bereits NBA Street V3 auf der PS2 gezockt haben, werden große Ähnlichkeiten feststellen können. Um den Reiz des Gewinnens noch zu erhöhen, habt ihr nach jedem Sieg die Möglichkeit, jeweils einen Gegner in euer Team zu holen. Das gleiche gilt natürlich auch bei einem Sieg gegen die Streetlegends. Damit der Hauptcharakter bei so vielen Pro’s aber nicht auf der Strecke bleibt, benutzt ihr die gewonnen Erfahrungspunkte für das Verbessern eurer Fähigkeiten. Dabei könnt ihr selbst entscheiden, auf welchen Bereich ihr besonderen Wert legen wollt. Während ein guter Dunker zum Beispiel über genügend Kraft verfügen muss, liegt der Schwerpunkt beim Werfer natürlich auf der Genauigkeit und den Würfen. Darüber hinaus solltet ihr stets auf den Körperbau eures Charakters achten, da ein kleiner Knirps nur schwer einen 2 Meter Riesen blocken kann.

Alles in allem sorgt der „King of the courts“ Modus für einige spaßige Stunden. Leider trifft das nicht auf die anderen Modi zu, die bestenfalls nur kurzfristig begeistern können. Zum einen gibt es den Arkade-Shootout Modus, bei dem ihr einfach nur 3 Körbe treffen müsst und zum anderen den Shot Blocker Modus, bei dem es euer Ziel ist, möglichst viele Bälle abzublocken. Umso geschickter ihr euch dabei anstellt, desto höher fällt eure Punktzahl aus. Die hier gewonnenen Prämienpunkte könnt ihr übrigens auch im Menü „My Street“ gegen neue Courts und Spieler eintauschen.

No Sim

Das Spielgeschehen zeigt sich Gott sei dank durchdacht und absolut einsteigerfreundlich. Und obwohl es kein richtiges Tutorial gibt, ist die Steuerung schnell erlernt. Die Spieler werden mit den digitalen Tasten oder dem Analognub über den Platz geschickt, während die Symboltasten für die obligatorischen Aktionen: Springen, Passen, Dunken und Tacklen dienen. Richtig interessant wird es, wenn ihr die verschiedenen Moves in Verbindung mit den Schultertasten benutzt. Insbesondere wenn ihr dazu noch die Quadrattaste aktiviert, denn dann vollführt eure Spielfigur die abgefahrensten Tricks. Je nach Bewegungsrichtung und Schultertaste habt ihr diverse Dribblingmöglichkeiten zur Verfügung. Gleiches gilt auch für das Anwenden der Dunks, die ihr übrigens im Charaktererstellungsmenü zusätzlich erweben könnt, um damit noch beeindruckendere Moves auf dass „Straßenparkett“ zu legen. Die Punkte dienen für den obligatorischen Gamebreaker, den ihr in zwei Variationen zu sehen bekommt. Zwar stellt der Gamebreaker nichts Innovatives mehr da, aber für den einen und anderen staunenden Moment ist er noch gut. Vor allem natürlich, wenn ihr in Begriff seit den Gamebreaker 2 zu benutzen und eure Recken plötzlich, einen auf Harlem Globetrotters machen.

Multiplayer

Wie die meisten anderen PSP Spiele bietet auch NBA Street volle WiFi Unterstützung. Für heiße Multiplayeraction ist also gesorgt. Leider bleibt die Game Sharing Funktion auf der Strecke, weshalb jeder Spieler eine eigene NBA Street UMD braucht. Wünschenswert wäre noch gewesen: Onlineunterstützung für heiße Internetmatches und die Möglichkeit neue Inhalte (Skins, Courts, Klamotten) herunter zuladen. Hoffen wir, dass sich das in Zukunft noch ändern wird, denn ein Nachfolger dürfte schon so gut wie beschlossen sein.

Grafik

Obwohl NBA Street noch zu den Spielen der ersten Generation gehört, erwartet euch eine durchweg solide Grafik. Die Spielermodelle lassen klar erkennen, welche realen Akteure Pate standen und die Schauplätze sehen einfach nur fantastisch aus. Darüber hinaus sind die Animationen PS2 reif und die Special Effects werden für das eine und andere staunende „Ahh“ und „Ohh“ sorgen. Weniger erfreulich sind dagegen die langen Ladezeiten, die angesichts der kurzen Partien ziemlich nerven können.

Sound

Wie schon zu Beginn erwähnt, erwartet euch ein voll gepackter Lizenzsoundtrack, der unter anderem mit solch illustren Künstlern, wie den Beastie Boys und De La Soul aufwarten kann. Darüber hinaus besitzt das Spiel noch eine Art Jukebox durch die ihr den Soundtrack auch separat hören könnt. An sich eine coole Funktion, die aber nicht zu Ende gedacht wurde, denn die Visualisierungen zur Musik sehen nicht nur grottig aus, sondern verschwenden auch wichtige Akku-Energie.

FAZIT:

Wäre NBA Street Showdown etwas umfangreicher gewesen, hätte das Spiel das Zeug dazu besessen, sich in die oberen Wertungsregionen fest zusetzen. So bleiben dem Titel jedoch aufgrund der fehlenden Langzeitmotivation, die Topwertungen verwehrt. Größte Kritikpunkte neben dem Umfang sind die Multiplayeroptionen und die Ladezeiten. Damit ist NBA Street zwar kein Must-Have Titel für die PSP, aber ein Spiel, dass NBA Street Fans immer noch begeistern wird, auch wenn der große PS2 Bruder im direkten vergleich die Nase vorn hat.

[ Review verfasst von Dimi ]

Pluspunkte:

  • Ansehnliche Grafik
  • Umfangreicher Soundtrack
  • Einsteigerfreundliches Gameplay

Minuspunkte:

  • Geringer Umfang
  • Lange Ladezeiten
  • Etwas pixelige Charaktere


Infos zum Spiel
NameNBA Street: Showdown
SystemPlayStation Portable
HerstellerElectronic Arts
GenreSport
Release
 31.08.2005
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Screenshot Galerie
NBA Street Showdown
Gameplay
7.5
Atmosphäre
7.5
Grafik
7.5
Sound
8.5
Singleplayer
7.5
Multiplayer
7.0
 

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