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Star Wars: Battlefront II
1. Dezember 2005

"In a galaxy, far, far away..." and now on your PSP. So oder so ähnlich könnte man Star Wars: Battlefront II einleiten... und nachdem der Vorgänger schon auf PS2 eine hervorragende Figur gemacht hat, kann man ja erwarten, dass die Macht auch mit der PSP-Version ist... oder gewinnt hier die dunkle Seite der Macht die Überhand?

Die Story

Ok, viel gibt es dazu nicht zu sagen... zum einen deshalb, weil wohl so ziemlich jeder Spieler zwischen 12 und 99 Jahren StarWars in und auswendig kennt und zum anderen, weil das Spiel selbst an dieser Story auch nicht dreht... sprich, es findet alles im altbekannten Universum statt und es werden auch keine neuen Geschichten in diesem erzählt. Zeitlich wird die gesamte Epoche abgedeckt, sprich von der Zeit der Förderation bis zum späteren Imperium.

Gameplay

Wer den ersten Teil schon mal gespielt hat, weiß was ihn in etwa erwartet. Battlefront II behält die Tugenden des Vorgängers, hie und da ein paar kleine Neuerungen und ein paar mehr Details... et voilá. Zu Beginn könnt ihr ein recht gut gemachtes Tutorial durchlaufen, dass mit der Steuerung und dem Spielprinzip vertraut macht. Wenn ihr das hinter euch habt oder nicht für nötig haltet, erwarten euch neben dem Multiplayer (siehe weiter unten) drei Möglichkeiten: Zum einen die "Herausforderungen", dann die "Galaxis-Eroberung" und noch der "Soforteinsatz". Unter "Herausforderung" bekommt ihr diverse Aufgaben gestellt, die man meist innerhalb eines Zeitlimits meistern muß. Man kann sich hierbei sich als imperialer Soldat, als Rebell oder als Söldner verdingt machen. Allerdings sind einige Missionen schon etwas fragwürdig, wenn man bsp. in einer Mission als imperialer Soldat innerhalb eines bestimmten Zeit alle Gunganer auf einem Planeten auslöschen soll, ist das doch etwas moralisch nicht ganz einwandfreies und hinterläßt einen etwas bitteren Nachgeschmack. Der Punkt "Galaxis-Eroberung" ist als Hauptteil des Spiels anzusehen und auch schon vom ersten Teil gut bekannt. Ziel hierbei ist es, entweder als Imperium oder als Rebellen (oder Förderation) möglichst viele Planeten zu erobern und damit die Macht über das Universum zu gewinnen. Hier hat man sich nun einiges einfallen lassen und die simple "von Planet zu Plant Springerei" des Vorgängers etwas taktisch aufgemöbelt. Ihr startet nun in einem Art rundenbasiertem Strategiemodus, wo ihr eure Planeten und eure Flotten seht. Pro Runde dürft ihr nun neue Flotten bauen, eure Flotte bewegen, neue Soldaten oder Klassen kaufen und eben angreifen. Dazu kommen noch Aktionskarten, die man ebenfalls kaufen kann und die euch dann für die Schlachten gewisse Boni in verschiedenen Bereichen geben. Ganz neu dazugekommen sind nun auch die Raumkämpfe... sprich wenn eine Flotte des Gegner auf eine von euch trifft, wird der Kampf nicht mehr auf dem Boden eines Planeten, sondern mit X-Wing und Tie-Fighter in den Weiten des Alls abgehalten. Diese Kämpfe machen ziemlich viel Spaß, und lockern den Feldzug erheblich auf. Auch ist die Steuerung eures Fluggeräts prima gelungen und läßt packende Gefechte entstehen, wenn man durch Lasersalven hindurch auf den imperialen Sternenzerstörer zufliegt, im Nacken einen Tie-Fighter hängen hat und soeben die Meldung bekommt, dass eure Kommandobrücke unter Feuer steht... Die Regeln bei der Galaxis-Eroberung an sich sind simpel: Wenn eine Flotte verliert, wird sie vernichtet. Rückzug gibt es nicht. Ebenso bei Angriffen auf Planeten: Wenn ihr scheitert, wird eure Angriffsflotte aufgelöst und der Feind kann zum Gegenschlag ausholen... wenn er in der Gegen eine eigene Flotte besitzt. Das würzt das ansonsten rein actionorientierte Spiel sehr schmackhaft mit einem ordnetlichen Klecks Strategie und läßt so auch die grauen Zellen nicht zu kurz kommen. Greift ihr nun einen Planeten an oder werdet angegriffen, so beginnt das Spiel auf bekannte Weise: Jede Partei hat eine bestimmte Anzahl an Kommandoposten und Truppen. An Kommandoposten werden neue Truppen "respawned", also erscheinen dort nach ihrem Ableben wieder, ihr natürlich ebenfalls. Die Partei, die zuerst alle Kommandoposten erobert oder sämtliche Truppen des Gegner aufgerieben hat, gewinnt. Das ganze ist also ebenfalls recht einfach gehalten und sort für keinerlei Verständnisprobleme. So, und nun kommen wir zu dem Punkt, an dem alles wa sich bisher so toll angehört hat, noch scheitern kann... der Steuerung. Battlefront II kann man aus der Ego-Perspektive oder eine Third-Person Ansicht spielen... aber egal wie, die grundsätzliche Steuerungsmechanik eines Ego-Shooters sind vorhanden. Und gerade hier hat ja die PSP (da nur ein Analog-Stick) ihre Schwächen... welche die Entwickler aber mit 4 verschiedenen Steuerungsmöglichkeiten zu entschärfen versuchten. Zum einen gibt es da die "normale" Steuerung, Analog-Stick zum laufen, Buttons zum schauen. Geht, aber nicht optimal. Dann gibt es noch eine andere Option, die sich "Fortgeschrittene" nennt, hier werden die Buttons sehr seltsam belegt und meiner Meinung nach wirklich nur was für Fortgeschrittene... so man sich da überhaupt reinarbeiten will. Dann gibt es noch eine sehr interessante Möglichkeit, die an Metroid Prime für den Gamecuber erinnert: Mit dem Analog-Stick wird gesteuert (vor, zurück, Kurven), drückt man dazu "L" und den Analog-Stick seitwärts, so "straft" man und drückt man "R", so bleibt man stehen und kann mit dem Analog-Stick in alle Richtungen zielen. Da man durch den Quadrat-Button auch noch eine Art Zielerfassung einschalten kann, die den anvisierten Gegner zu einem gewissen Grad verfolgt, geht das schon ziemlich gut von der Hand. Schießen tut man hierbei mit dem X-Button. Als letzte Möglichkeit kann man noch wählen, mit den Buttons sich zu bewegen und mit dem Analog-Stick sich umzuschauen. Anfangs gefiel mir das ganz gut, da man aber von den Konsolen leider genau die umgekehrte Steuerung gewöhnt ist, bin ich dann trotzden nie richtig reingekommen und empfehle als beste Steuerung die Variante 3 á la Metroid Prime. Als letzter Menüpunkt erwartet euch noch der "Soforteinsatz". Wie der Name schon sagt, hier geht es schnell zur Sache. Ihr sucht euch die Planeten aus, auf denen ihr kämpfen wollt, wählt eine Partei und die Regeln und schon geht´s los. Gespeichert wird immer nach dem Ende einer Mission und anzumerken sei noch, dass die Ladezeiten für ein Handheldspiel ziemlich lang sind.

Multiplayer

Jaa... das wäre doch was gewesen... online mit 16 (oder mehr) Spielern, wie auf der PS2... aber pustekuchen. Stattdessen dürft ihr maximal zu viert (!) die Karten unsicher machen... sehr mau und gerade bei einem auf große Schlachten ausgelegten Game wie Battlefront II viel zu dürftig. Sehr lange wird sich mit dem Multiplayer also wohl niemand aufhalten und sich lieber den Solo-Missionen zuwenden.

Grafik

Auch hier... man sieht doch deutlich, dass das Spiel nur ein teils simpler Port ist. Warum? Weil die Grafik keine Chancen hat gegenüber anderen aktuellen Titeln wie bsp. GTA. Sehr matschige Texturen, teils geringe Weitsicht, dazu noch eine niedrige Framerate und teils fast schon lächerliche Effekte (Schüsse beim X-Wing z.B.) und haklige Animationen hinterlassen einen nicht sonderlich berschauschenden Eindruck. Ist man von der großen Konsole eigentlich tolle Grafik gewöhnt, reibt man sich echt die Augen, was davon auf der PSP noch übriggeblieben ist.

Sound

Auch hier... wo bleibt das großartige StarWars Feeling? Zwar sind die bekannten Melodien durchaus vorhanden, werden aber nur so dezent eingesetzt, dass man sich manchmal wirklich fragt, warum? Die Effekte im Spiel selbst gehen in Ordnung, Sprachausgabe gibt es nicht und die Übersetzung ist immerhin sauber.

FAZIT:

Es hätte so schön sein können... endlich ein Ego-Shooter, der sich der Steuerungsproblematik auf sinnvolle Art und Weise annimmt und wirklich gute Möglichkeiten anbietet. Man hat aber im grafischen und audiovisuellen Bereich leider ziemlich geschlampt, wo die Atmosphäre teils deutlich drunter leiden muß. Auch der Multiplayer ist mehr dunkle Seite der Macht als große Freiheit. Auf der Haben-Seite steht der sehr gut gelungen Galaxis-Eroberungs-Modus und ein fesselndes Spielprinzip. Wer also auf Star Wars für unterwegs nicht verzichten will, kann gestrost zugreifen, allen anderen lege ich die Version für die PS2 eher ans Herz.

[ Review verfasst von Pry ]

Pluspunkte:

  • Sehr gute Steuerungsmöglichkeiten
  • Klasse Galaxis-Eroberung
  • Fesselndes Spielprinzip

Minuspunkte:

  • Sehr lange Ladezeiten
  • Maue Grafik
  • Witzloser Multiplayermodus


Infos zum Spiel
NameStar Wars: Battlefront II
SystemPlayStation Portable
HerstellerActivision
EntwicklerSavage Entertainment
GenreAction
USKab 16 Jahren
Preis59,95 €
PlatinumJa
Release
 01.11.2005
 31.10.2005
 06.04.2006
Spielerzahl4
SpracheDeutsch
TexteDeutsch
MehrspielermodusJa
InfrastructureNein
Ad-hocJa
Game-SharingNein
DownloadcontentNein
Memorystick128 KB
HeadsetNein
Mehr...

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Screenshot Galerie
Star Wars: Battlefront II
Gameplay
7.5
Atmosphäre
7.0
Grafik
6.5
Sound
7.5
Singleplayer
7.5
Multiplayer
6.5
 

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