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Der Herr der Ringe: Taktiken
31. Dezember 2005

Nachdem EA die „Herr der Ringe“ Lizenz ja schon die vergangenen Jahre, als die Filme noch in den Kinos liefen, kräftig ausgeschöpft hatte (zugegeben, mit guten Games), haben sich viele sicher gefragt, was passiert, wenn der Film gelaufen ist und das Herr der Ringe Fieber langsam abklingt... die Lizenz wieder abgeben? Pustekuchen... dafür wäre EA nicht EA! Und so erfreuen sie die Spieler auch heute noch mit Spielen zum HdR-Universum... in diesem Fall mit einem Taktikspiel für die PSP. Taktik und Herr der Ringe... passt das zusammen? Wir werden sehen...

Story

Die Story ist schnell erklärt. Nicht deshalb, weil sie schlecht ist, sondern ganz einfach, weil sie den Handlungsstrang der Filme nicht verläßt. Frodo und die Gefährten des Rings müssen den "einen Ring" zum Schicksalsberg in Mordor schaffen, damit der "eine Ring" vernichtet wird. Denn obwohl dieser Ring sehr viel Macht verleiht, untersteht er doch nur Sauron, dem bösen Herrscher. Die Geschichte nimmt ihren Lauf und spitzt sich im finalen Kampf Gut gegen Böse zu. Ihr spielt also an altbekannten Orten bekannte Szenen nach... was auch gut so ist. Und da man beide Seiten (also Gut und Böse) spielen kann, können so manche Schlachten anderes ausgehen als noch in der original Geschichte...

Gameplay

Das Spiel fängt mit einem kleinen Tutorial an... dem Kampf auf der Wetterspitze. Hier wird euch Schritt für Schritt die Steuerung und das Spielprinzip erklärt. Zugegeben, dass ist nicht wirklich kompliziert. In Der Herr der Ringe: gibt es zwei verschiedene Arten von Runden: Einmal die Bewegungsrunden, hier könnt ihr euren Charakteren zuweisen, wohin sie sich bewegen sollen, mehr nicht. Euer Gegner macht genau das Gleiche. Haben beide ihre Befehle erteilt, beginnt die „Runde“ und beide Parteien bewegen sich dorthin, wo sie hin sollen. Kommt dabei eine Einheit einer gegnerischen zu nahe, bleiben beide stehen. Ist diese Runde vorüber, beginnt die „Kampfphase“. Jetzt können sich eure Einheiten (und die des Gegners natürlich auch) nicht mehr bewegen, sondern nur noch Aktionen ausführen. Je nach Bewaffnung können eure Charaktere sowohl Nah- als auch Fernangriffe durchführen oder wenn sie entsprechende Fähigkeiten besitzen, auch Spezialattacken. Oder aber ihr wollt eure Helden lieber eine Runde sich heilen lassen, dann könnt ihr auch Objekte wie Heilkraut (gibt natürlich noch viel mehr) auswählen und diese benutzen lassen anstelle eines Angriffs. Habt ihr allen Truppen ihre Befehle erteilt, beginnt die Runde. Jetzt werden Schritt für Schritt alle auf dem Schlachtfeld stehenden Charaktere durchlaufen und führen ihre Aktionen aus. Ist das beendet, beginnt wieder eine „Bewegungsrunde“. Hört sich nicht sonderlich kompliziert an und ist es auch nicht. Für jedes Schlachtfeld gibt es bestimmte Gewinnkonditionen, die ihr erfüllen müßt, um die Schlacht zu bestehen. Mal darf ein bestimmter Charakter nicht sterben, mal müßte ihr eine bestimmte Stellung erobern, einen bestimmten Gegner vernichten oder eben alle Gegner besiegen. Vor Beginn einer neuen Schlacht habt ihr zudem die Möglichkeit, eure Charaktere auszurüsten, mit neuen Items (auf die dann die gesamte Truppe zugreifen kann) oder ihr kauft euch neue Fähigkeiten für Spezialangriffe oder Heilzauber etc. Wenn euch in der Schlacht normale Truppen (also niemand der Gefährten oder sonstige besondere Charaktere) zur Seite stehen, besitzen diese meist nur normale Angriffsfähigkeiten und können keine Spezialmanöver ausführen. Nach jeder Schlacht werden eure Helden zudem rollenspielmäßig „aufgelevelt“, was sie stärker und widerstandsfähiger macht. Da eure Gegner aber im gleichen Atemzug auch immer stärker werden, ist das nur bedingt sinnig, zumal ihr auch keinerlei Einflußmöglichkeiten habt, bestimmte Stärken auszubauen. Die Steuerung und Kameraführung sind ansonsten soweit in Ordnung, manchmal etwas haklig, aber man behält immer die Übersicht. Lediglich wenn die Runden dann anlaufen, kann es vorkommen, dass die Kamera hinter einem Baum oder einem Stein Position bezieht und man von der Aktion eigentlich gar nichts mitbekommt. Der Schwierigkeitsgrad ist recht fair, euch stehen zu Beginn auch drei verschiedene zur Auswahl. Lediglich bei der Schlacht gegen den Balrog von Moria habe ich eine ganze Weile gebraucht, diese Schlacht ist recht hart. Ihr seid mit fünf Gefährten auf der Steinbrücke, hinter euch steht der Balrog und vor euch ein Troll sowie wie Orks. Bestimmte Charaktere dürfen dabei auch nicht sterben und der Balrog ist ziemlich stark, hier hat man also ein wenig zu tun. Ansonsten sind die Schlachten aber immer fair und gut zu schaffen. Speichern dürft ihr auch jederzeit, wobei man hier merkt, irgendwie hat EA das Speichern auf PSP nicht so im Griff... auch bei anderen EA-Spielen ist festzustellen, das der Speichervorgang immer sehr träge bzw. ruckelig (das Menü) abläuft, was in anderen Games nicht der Fall ist. Aber natürlich ändert das nichts daran, dass eure Spielstände sicher und stabil auf den Memory Stick geschrieben werden. Was ich auch nicht erwartet hätte, EA hat das typische Herr der Ringe Feeling sehr gut in das Spiel portiert. Obwohl alles rundenbasiert und damit langsam abläuft, kommt doch oftmals ziemliche Spannung und packende Situationen auf (schafft man es, bei der Schlacht um Helms Klamm die Orks davon abzuhalten, ihre Bomben zu plazieren?). Der Atmosphäre sehr entgegen kommen natürlich auch die Ausschnitte aus den Filmen, die man vor jeder Schlacht bewundern darf. Hier hat EA ebenfalls nicht gespart und eine ganze Menge dieser Sequenzen auf die UMD gepackt.

Multiplayer

Leider konnte ich den Multiplayer nicht testen, er erlaubt über WLAN mit 2-4 Spielern Schlachten auszuführen, wobei hier auch Gut und Böse zusammen kämpfen können. Daher entfällt hier eine Wertung.

Grafik

Die Grafik von Der Herr der Ringe: Taktiken ist zweckmäßig... nicht mehr und nicht weniger. Großartige Grafikfeuerwerke bei Spezialangriffen á la Final Fantasy sucht ihr vergebens und auch die Umgebung sowie die Charaktere sind nicht übermäßig detailliert gestaltet. Immerhin, man erkennt sofort, wo man ist und mit wem man spielt, mehr aber auch nicht. Bei größeren Schlachtfeldern kommt das Game zudem manchmal leicht ins ruckeln, was zwar das Gameplay nicht stört, aber auch nicht nötig wäre.

Sound

Hier kann man EA nichts vorwerfen... zwar gibt es keine Sprachausgabe, aber die Musik und Soundeffekte kommen schön und atmosphärisch rüber sowie die deutschen Texte sind rechtschreibefehlerfrei (leider ja nicht unbedingt Normalität) und grammatikalisch korrekt dargestellt. Einzig in den Sequenzen erlebt man auch Sprache, was aber in soweit klar ist, da hier ja nur Ausschnitte aus den Filmen wiedergegeben werden.

FAZIT:

Mit Der Herr der Ringe: Taktiken liefert EA ein interessantes Game für die PSP, welche Fans des Genres und der Thematik mal anspielen sollten. Zwar ist es alles in allem sehr simpel gestaltet, aber die Schlachten machen dennoch Spaß. Wer dagegen bisher nichts mit Taktikspielen am Hut hatte, wird durch dieses Game auch nicht seine Meinung ändern. Alles in allem wird einem also hier solide, saubere, aber in keinem Fall überragende Kost geboten.

[ Review verfasst von Pry ]

Pluspunkte:

  • Tolle Videosequenzen
  • Prima Atmosphäre
  • Man kann immer speichern

Minuspunkte:

  • Manchmal rucklig
  • Zu simples Spielprinzip
  • Steuerung haklig


Infos zum Spiel
NameDer Herr der Ringe: Taktiken
SystemPlayStation Portable
HerstellerElectronic Arts
EntwicklerAmaze Entertainment
GenreStrategie
USKab 12 Jahren
Preis49,99 €
PlatinumNein
Release
 30.11.2005
 08.11.2005
Spielerzahl4
SpracheDeutsch
TexteDeutsch
MehrspielermodusJa
InfrastructureNein
Ad-hocJa
Game-SharingNein
DownloadcontentNein
Memorystick128 KB
Mehr...

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Screenshot Galerie
Der Herr der Ringe: Taktiken
Gameplay
7.0
Atmosphäre
8.0
Grafik
6.5
Sound
7.5
Singleplayer
7.0
 

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