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Lethal Skies II
30. April 2004

Willkommen Piloten, willkommen im Team SideWinder.

Und genau bei dieser Mannschaft heuert ihr im Spiel an, dem legendären Team SideWinder. Denn es gibt nicht nur einen Vorgänger von Lethal Skies auf der PlayStation 2, nein, auch auf der PSOne trieb diese Flugstaffel schon ihr Unwesen. Also schon eine Serie, die bis in die Anfänge des 32-Bit Zeitalters zurück reicht. Und nun, fast ein Jahr nachdem die US-Version erschienen ist, fliegt Team SideWinder auch auf der europäischen PlayStation 2.

Die Vorgeschichte ist schnell erzählt. Wie so oft bekämpfen sich die verschiedenen politischen Parteien auf der Erde. Und als die eine gerade am gewinnen ist, erscheint ein neuer, scheinbar unbezwingbarer Feind. Die Geschichte entwickelt sich in den Mission-Briefings weiter, allerdings auf sehr, sehr trockene Weise - durch Text und einen Sprecher. Ab und an (eigentlich nur 3 Mal) gibt es auch eine Rendersequenz zu sehen, die aber wenig mit der eigentlichen Geschichte zu tun hat. Ihr seht also, die Story spielt in dem Spiel nicht die größte Rolle.

Bevor man sich allerdings in das Cockpit setzt, sollte man vorher das Training absolvieren. Und das nicht nur auf dem leichtesten Schwierigkeitsgrad, sondern auch auf dem schwersten. Denn nur dort lernt man mit dem Harrier Jet umzugehen und das ist später noch sehr wichtig. Hat man das Training hinter sich, geht’s los mit der Kampange. Die Missionen sind recht vielfältig im Vergleich zu Ace Combat 4 und auch actiongeladener. Mal muss man feindliche Bomber abfangen, eine schwer bewachte Brücke zerstören, eine Stadt beschützen, einen Agenten aus einer feindlichen Basis retten und noch vieles mehr. Zwar dauern die Einsätze nie sonderlich lange, aber hier wird auch mehr Wert auf die Schnelligkeit und Präzision gelegt. Versteht mich nicht falsch, das Spiel läuft nicht auf Zeit, aber die Bewertung am Ende der Mission ist für den Rang sehr wichtig. Denn nur wenn man einen S-Rang erreicht, schaltet man alles frei. Unter anderem handelt es sich dabei um neue Flugzeuge, komplette Schlachtfelder, neue Piloten, Lackierungen und noch andere Sachen. Neue Team Kameraden sind zum Beispiel wichtig, da sie Aufgaben übernehmen können, so dass man das Missionsziel schneller erreicht. Auch erhöht sich ihre Erfahrung mit den Missionen/Abschüssen. Der Spieler wechselt dagegen Flugzeuge, wie andere Menschen ihre Kleidung. Fast nach jeder Mission gibt es einen von insgesamt 19 Kampfjets.

Alarm, feindliche Flugzeuge gesichtet!

Wie oben schon erwähnt, sind die Missionen sehr abwechslungsreich. Neben variierenden Zielen spielen Wetterbedingungen und Tageszeiten eine wichtige Rolle. Diese Effekte sind den Programmierern sehr gut gelungen und gerade die transparenten Wolken erschweren dem Piloten oftmals die Sicht. Besonders hervorheben möchte ich jedoch die Spezialmissionen. Sie lockern das Spiel ungemein auf und bringen zusätzliche Abwechslung mit sich. Zum Beispiel gibt es einen Einsatz, in dem man eine riesige Ölplattform auf hoher See nicht nur verteidigen muss, nein, sondern gleichzeitig sollte man auch noch die vielen Brandherde mit Spezialraketen löschen. In einer anderen Mission muss man durch einen Fjord fliegen und in einer schwer bewachten Basis landen, um einen Agenten zu retten. Einzig einen Rettungseinsatz empfand ich als ziemlich schwer. Mit einem Harrier Jet fliegt man auf eine feindliche Festung zu, schaltet die Verteidigungstürme aus und muss senkrecht in einem Innenhof landen, um dort Geiseln zu retten. Hierbei streikt die Steuerung, denn es ist ziemlich viel Feingefühl erforderlich, um den Senkrechtstarter auch senkrecht landen zu lassen. Eine Umschaltung vom Flugmodus in den Start/Lande Modus gibt es nicht. Der Spieler muss das Flugzeug zum stehen bringen, damit die Umschaltung automatisch vorgenommen wird. Das hätte man definitiv besser machen können. Immerhin gibt es wie oben schon erwähnt ein Tutorial, wo man in Ruhe üben kann. Die normale Steuerung der Jets ist dagegen sehr arcadelastig gehalten. Was natürlich nichts schlechtes ist. Die Flugzeuge lassen sich sehr gut beherrschen und die grundsätzliche Bedienung gleicht der Ace Combat Reihe von Namco. Einziger Unterschied, Lethal Skies II nutzt die analoge Abfrage des Joypads, somit lassen sich Schübe und Bremsmanöver besser dosieren.

Ziel anvisieren, Feuer!

Diese Manöver kommen insbesondere in den toll geschnittenen Replays zur Geltung, die man nach einem Einsatz bewundern und auch abspeichern darf. Die Framerate ist dabei, bis auf sehr seltene Slowdowns, äußerst stabil. Aber das ist auch kein Wunder, wirkt die Grafik von Lethal Skies II doch relativ grob und die Bodentexturen sind bei naher Betrachtung recht schwammig und verwaschen. Da man aber sowieso die meiste Zeit mehrere hundert Meter über dem Erdboden fliegt, fällt das wenig ins Gewicht. Die Flugzeuge und auch Explosionen sind detailreich und nett anzusehen, die Wettereffekte und Tageszeiten erhöhen die Atmosphäre und die zuschaltbaren Effekte sorgen für mehr Realismus. Neben dem High-G Effekt, der das Bild bei Loopings und starken Wendungen schwärzen lässt, gibt es auch noch einen Blurr Effekt, den man in mehreren Stufen zuschalten kann. Dadurch wirkt das Spiel schneller, aber auch die Zielerfassung wird schwieriger. Untermalt wird das Geschehen von einem typisch japanischen Arcade Soundtrack. Der schwankt zwischen rockigen Stücken und eher poppigen Melodien. Zugegeben, er pusht das Adrenalin in den Einsätzen, kann aber auf Dauer auch nervig werden. Die Soundeffekte und die Sprachausgabe gehen in Ordnung, genug Funkverkehr gibt es in den Einsätzen auch zu verzeichnen.

Mein Kampfjet, dein Kampfjet

Zwar bietet Lethal Skies II keine Onlineanbindung, aber es ist eines der wenigen Spiele, die auch die iLink Funktion der PlayStation 2 unterstützen. Dazu braucht ihr natürlich jeweils 2x Fernseher, 2x PlayStation 2, 2x Lethal Skies II und ein iLink-Kabel. Dafür darf dann auch jeder auf einem eigenen Bildschirm spielen und man muss sich nicht mit Splitscreen zufrieden geben. Neben dem obligatorischen Dog Fight, indem man den feindlichen Captain (Spieler) niederschießen muss, gibt es noch Gun Run und Schlangenrennen. Bei ersterem muss man 16 Gegner so schnell wie möglich (hintereinander) vom Himmel holen, bei letzterem ist das Ziel eine Landung in einer Basis, nachdem man durch einen Canyon geflogen ist.

PAL – Leiden

Traurig, aber wahr. Wieder einmal wurde bei der PAL Anpassung gespart. Denn eine Anpassung fand in dem Sinne nicht statt. Das Spiel hat fette PAL-Balken und die Render Videos ruckeln. Einen 60Hz Modus gibt es auch nicht. Zwar hat man bei Sammy noch einen Filter eingefügt, der das Bild auf normales Vollbild „streckt“. Ein vollwertiger Ersatz für eine PAL-Anpassung ist das jedoch nicht. Denn durch diesen Filter wirkt das Spiel nicht nur farbärmer, sondern auch wie „interlaced“.

Interlace

Interlace, auch Zeilensprungverfahren genannt, ist eine Darstellungsmethode für Fernsehgeräte und Computerbildschirme. Dabei wird das Bild in 2 Halbbilder zerlegt, die nacheinander dargestellt werden. Beim Bildaufbau wird jeweils eine Zeile übersprungen, daher der Name. (Net Lexikon www.net-lexikon.de)

Deswegen bekommt das Spiel auch einen kräftigen Abzug in der PAL-Version. Das die Sprachausgabe und die Bildschirmtexte dann auch noch in Englisch sind, kann man verschmerzen, darf man doch beim Handbuch schon die deutsche Übersetzung „genießen“.

FAZIT:

Lethal Skies II ist eine nette Flugsimulation mit gewichtigem Arcade Einschlag. Leider merkt man dem Spiel sein Alter an, kommt es doch fast mit einjähriger Verspätung zu uns. Dabei schmerzt natürlich die fehlende PAL-Anpassung umso mehr. Wer sich trotzdem durchringt, das Spiel zu kaufen, bekommt dafür ordentliche Unterhaltung abseits von Namco`s Ace Combat Reihe.

[ review verfasst von .ram ]

Pluspunkte:

- gute, einfache Steuerung
- abwechslungsreiche Missionen
- schöne Effekte

Minuspunkte:

- PAL Anpassung
- relativ leicht und kurz
- 08/15 Story mit magerer Präsentation

PS: Beachtet auch unsere beiden Screenshots, die jeweils die PAL Bildschirmausgabe zeigen.



Infos zum Spiel
NameLethal Skies 2
SystemPlayStation 2
HerstellerBigBen Interactive
EntwicklerSammy Europe
GenreSimulation
USKab 12 Jahren
Preis59,99 €
PlatinumNein
Release
 25.04.2004
 09.09.2003
Spielerzahl2
SpracheEnglisch
TexteDeutsch
Englisch
MehrspielermodusJa
Online spielbarNein
Online FunktionenNein
60HzNein
Vollbild 50HzNein
PAL BalkenJa
Speicherbedarf640 KB
Progressive ScanNein
Dolby ProLogic IINein
EyeToyNein
HeadsetNein
Mehr...

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Screenshot Galerie
Lethal Skies II
Gameplay
6.5
Atmosphäre
6.5
Grafik
6.0
Sound
6.0
Singleplayer
6.5
Multiplayer
5.5
 

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