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NASCAR 06: Total Team Control
1. Oktober 2006

Während die deutschen NASCAR Fans in den letzten Dekaden recht stiefmütterlich behandelt wurden, sorgte Electronic Arts in diesem Jahr endlich wieder für neues Futter und veröffentlichte vor wenigen Monaten NASCAR Total Team Control auf dem hiesigen Markt. Ob EA’s aktueller NASCAR Ableger jedoch in allen belangen überzeugen kann, erfahrt ihr in unserem ausführlichen Test.

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Wie schon bei FIFA 06 werdet ihr auch bei NASCAR Total Team Control direkt nach dem Intro ins Spiel hinein katapultiert, wodurch ihr euch einen ersten Einblick vom Gameplay machen könnt. Leider steht ihr vor dem Problem, dass euer Auto nach einem verhängnisvollen Unfall nur noch Schrott ist. Doch wer jetzt resigniert, kennt die neuen Features der „Total Team Control“ Edition noch nicht. Während euch eine Stimme im Hintergrund die ersten Schritte erläutert (zu denen ich später noch komme), aktiviert ihr das so genannte Swapping, was euch im Nu in das Cockpit eines anderen Wagens katapultiert (aber natürlich nur in eins von eurer Mannschaft) Dadurch könnt ihr ein Game Over gerade noch einmal verhindern und weiterhin dafür sorgen, dass ihr den hart umkämpften Sieg erlangt. Das vorhin erwähnte Swapping stellt jedoch nur die Spitze des Eisberges dar, wenn es um die Auslistung der neuen Features geht. Schließlich warten noch diverse weitere Manöver auf euch, welche den harten Rennalltag doch um einiges erleichtern. Das Prozedere läuft dabei immer nach dem gleichen Schema ab: Mit dem rechten Analogstick sucht ihr euch zu Beginn erst einmal ein Auto aus, was euch für die kommenden Minuten zur Seite stehen soll. Habt ihr euch für eins entscheiden, bewegt ihr den Stick einfach in die Richtung der Nummer. Anschließend wechselt das kleine Menü auf der unteren Seite des Bildschirms in die Auswahlansicht, wo ihr euch für eine der vielen Team Manöver entscheiden könnt. So habt ihr beispielsweise die Möglichkeit euren Kameraden dazu aufzufordern, euch entweder mit einem Blockmanöver zu schützen oder sogar mit Hilfe eines leichten Stoßes nach vorne zu schieben. Ihr könnt ihn aber auch dazu bringen, euch so gut, wie möglich zu folgen, oder die Position zu halten. Und sollte es auch mal der Fall sein, dass sich euer Partner vor euch befindet könnt ihr ihn, dank der guten alten Stallorderfunktion „Drop Back“ auffordern euch durchzulassen. Doch Obacht: Ab und zu kommt es auch vor, dass eure Kameraden aufgrund des zu großen Abstands einfach nicht auf euch hören und ihr auf euch alleine gestellt seid. Alles in allem wäre die „Total Team Control“ also eine durchaus gelungene Sache…

…würde sie nicht in einigen Bereichen ziemlich stark kranken. So fängt das große Gejammer beispielsweise schon bei der unverständlich langsamen Fahrart eurer Teamkameraden an. Ergo werdet ihr euch im Laufe des Spiels deutlich weniger auf die Teammanöver konzentrieren, als auf euer eigenes Rennen. Ein weiterer Nervfaktor ist die Tatsache, dass ihr für den Austausch der im Spiel benutzten Manöver, immer wieder ins Menü wechseln müsst, da eure Anzahl auf gerade mal vier Aktionen beschränkt ist. Immerhin sollte man die Entwickler dafür loben, dass sie auf den Einsatz des USB Headsets gesetzt haben und man dadurch sämtliche Befehle via Spracherkennung durchgeben kann. Das sorgt für ungemein viel Rennflair.

Spektakulär?

Wer erinnert sich nicht gerne an die spektakulären NASCAR Szenen aus dem alten Tom Cruise Film „Tage des Donners“? Wer jetzt allerdings ähnliche Szenen auch auf der Heimkonsole erwartet, wird schnell merken, dass dies nicht der Fall ist. Die Spielgeschwindigkeit hält sich stark in Grenzen, wodurch nur selten richtiges „Rennflair“ aufkommt. Immerhin sorgt aber die Gegner KI für einige interessante Rennmanöver, wodurch das Fahren nicht langweilig wird.

Detailverliebtheit

Nach dem ich euch einen Einblick in den „Total Team Control“ Modus bieten konnte, komme ich nun zu den anderen Modi des Spiels. Das Herz des Ganzen stellt natürlich der so genannte „Fight to the Top“ Modus dar, der euch nicht nur in die Rolle eines normalen Rennfahrers versetzt, sondern auch in die eines Managers. Zu Beginn besteht eure Aufgabe erstmal darin, ein virtuelles Ebenbild zu schaffen, mit dem ihr die Leiter des Erfolges empor klettern wollt. Im klar gegliederten Menü erwarten euch dann allerhand Unterpunkte. Mit der Option „Select Event“ könnt ihr beispielsweise einzelne Rennveranstaltungen direkt anwählen. Doch bevor es losgeht, solltet ihr euch noch einen geeigneten Rennstall kaufen. Erst dann dürft ihr an den Wettbewerben teilnehmen. Aber wundert euch nicht, denn anstatt sofort in der obersten Liga zu starten, beginnt eure Karriere ganz unten und ihr müsst euch stetig nach oben kämpfen. Umso mehr Siege ihr schließlich erfahrt, desto schneller steigt ihr auch auf.

Image ist alles!

Je nach Fahrweise entwickelt ihr euch dann im Laufe der Zeit zu einer bestimmten Art von Fahrer. Gehört ihr beispielsweise zu denen, die gerne mal mit der Brechstange durchwollen, habt ihr schon bald den Ruf des Bösewichts an euch kleben. Macht ihr jedoch alles richtig, jubeln euch die Leute zu und ernennen euch zum Helden der Nation. Darüber hinaus könnt ihr euch sogar auf dem Rennfeld Rivalen schaffen, wodurch das Renngeschehen abermals an Spannung gewinnt.

Keep it rollin’

Alles in allem sorgt der „Fight To The Top“ Modus für einige spaßige und unterhaltsame Stunden. Einzig die englische Menüführung erschwert das Zurechtkommen, da es im späteren Spielverlauf beim Management doch etwas komplexer wird. Ansonsten habt ihr unter dem Punkt „Race“ noch die Möglichkeit, eine normale Saison zu spielen und diverse Szenarios zu gewinnen. Zu guter letzt gibt es auch noch den „Chase for the Cup“ Modus, wo ihr euch in einem Rennen über 300 Runden an die Spitze setzen müsst. Schade ist jedoch, dass EA wieder einmal beim Onlinemodus die Schere angesetzt hat und euch deswegen nur Splitscreen Rennen zur Verfügung stehen.

Grafik & Sound

Während der tolle Soundtrack und die einwandfreie englische Sprachausgabe auf der ganzen Linie überzeugen können, bleibt die grafische Qualität des Spiels weit hinter den Möglichkeiten zurück. So tragen nervige Slowdowns, lästiges Kantenflimmern und träge Menüs nicht gerade zur Steigerung des Spielspaßes bei. Auch in Sachen Schadensmodel hätte ich mir etwas mehr Detailverliebtheit gewünscht. Apropo Details: Einige Texturen haben praktisch PSone Niveau. Von einem Spiel, welches im Jahr 2006 erscheint, erwarte ich da wirklich etwas mehr.

FAZIT:

NASCAR: Total Team Control ist für Fans des amerikanischen Sports eigentlich ein absolutes Muss. Allen voran natürlich wegen des gelungenen „Total Team Control“ Features. Allerdings drücken die miese Technik und der fehlende Onlinemodus auf die Wertung. Zudem sollten sich Neueinsteiger im Klaren sein, dass man ausschließlich auf ovalen Kursen fährt und das mitunter nicht jedermanns Sache ist. Deshalb empfehle ich jedem, der kein beinharter NASCAR Fan ist, ein ausführliches Probespiel. Fans der Serie dürfen dagegen, wie schon gesagt, bedenkenlos zugreifen.

[ Review verfasst von Dimi ]

Pluspunkte:

  • Original Lizenz
  • Netter Sound
  • Gelungenes „Total Team Control" Feature...

Minuspunkte:

  • …mit einigen Macken
  • Ovale Strecken
  • Miserable Grafik


Infos zum Spiel
NameNASCAR 06: Total Team Control
SystemPlayStation 2
HerstellerElectronic Arts
EntwicklerElectronic Arts
GenreRennspiel
USKohne Altersbeschränkung
Preis59,99 €
Release
 19.10.2005
 30.08.2005
Spielerzahl2
SpracheEnglisch
TexteEnglisch
MehrspielermodusJa
Online spielbarNein
Online FunktionenNein
60HzNein
Vollbild 50HzJa
PAL BalkenNein
Speicherbedarf313 KB
Progressive ScanNein
Dolby ProLogic IIJa
EyeToyNein
HeadsetJa
Mehr...

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Screenshot Galerie
NASCAR 06: Total Team Control
Gameplay
8.0
Atmosphäre
8.0
Grafik
6.0
Sound
7.5
Singleplayer
8.0
Multiplayer
7.0
 

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