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After Burner: Black Falcon
29. Mai 2007

„After Burner“ gehört zu den Marken, die bereits auf eine lange Geschichte zurückblicken können. Allerdings auf keine Lückenlose, denn die Serie verschwand kurzzeitig aus dem Rampenlicht und konnte erst kürzlich mit dem pfeilschnellen Arcade Automaten „After Burner: Climax“ wiederbelebt werden. Das PSP exklusive Spiel „Black Falcon“ ist jedoch keine Umsetzung des Arcade Vorbilds, sondern eine eigenständige Neuentwicklung. Wie sich das Spiel bei uns im Test geschlagen hat, erfahrt ihr auf den folgenden Zeilen.

Im Zeichen des schwarzen Falken

Die Hintergrundgeschichte ist schnell erzählt. Ein ehemaliger Flug-Kamerad bricht mit seinen Kumpanen in ein streng geheimes Forschungslabor ein und stielt sieben brandneue High-Tech Jets. Logisch, dass die US Air Force daraufhin dem Treiben Einhalt gebieten muss. Dazu setzt sie allerdings auf den Spieler, der sich zwischen drei verschiedenen Spielfiguren entscheiden muss. Jeder Pilot besitzt eine etwas andere Hintergrundgeschichte, die in selten auftretenden Comiczwischensequenzen weitergesponnen wird. Ansonsten unterscheiden sich die drei Spielfiguren nur noch hinsichtlich der Bonusmissionen, die ja nach Pilot variieren. Alles andere ist überall gleich.

Nachdem man sich ein Flugzeug ausgesucht hat, kann der erste Einsatz beginnen. Die Steuerung ist relativ simpel gehalten, verlangt in gewissen Situationen jedoch etwas Fingerfertigkeit ab. Das liegt an den drei Feuerknöpfen (1x Maschinengewehr, 1x Luft zu Boden Raketen und 1x Luft zu Luft Raketen) und den zusätzlichen Buttons für Boost (relativ sinnfrei) und für eine Rolle (um Raketen abzuschütteln). Nach kurzer Eingewöhnungszeit kommt man damit trotzdem gut zurecht, da man die Tasten für Rolle und Boost eher selten braucht. Ansonsten werden Ziele einfach mit dem Steuerkreuz markiert und dann nur noch die Feuerknöpfe im Akkord gedrückt. Umso mehr Gegner man mit einem Mal erledigt, desto mehr Kombopunkte gibt es. Die sind übrigens auch wichtig, da man für das erfolgreiche Beenden einer Mission nicht nur alle Ziele erreichen muss, sondern auch noch eine Mindestpunktzahl einfahren darf. Ab und an darf man zudem gegen einen der Räuber in seinem High-Tech Jet antreten. Diese Kämpfe unterschieden sich jedoch nur geringfügig non dem restlichen Geballer und sind demnach nicht der Rede wert.

F-14 Trans Am


„Black Falcon“ bietet keinen grafischen Overkill - für ein Arcadespiel also denkbar schlechte Vorraussetzungen. Trotzdem weiß die Optik dank des sehr guten Speedgefühls (nur vereinzelt sind Ruckler zu verzeichnen) und den angenehm kurzen Ladezeiten trotz allem zu gefallen. Lediglich die Umgebungen wirken unspektakulär und geizen mit Details und Effekten. Die Flugzeugmodelle sehen da schon etwas besser aus, was vor allem den coolen Lackierungen und optischen Tuning zu verdanken ist. Die englische Sprachausgabe geht soweit auch in Ordnung und der Post-Rock Soundtrack der amerikanischen Band Trans-Am passt halbwegs zum Geschehen. Bei der Lokalisierung hat Sega allerdings geschlampt, da die deutschen Texte lediglich über die Comicbilder geblendet werden und nicht in den Sprachblasen auftauchen.

Abwechslung pur?


Nein - und damit kommen wir auch zum Grund für die mittelmäßige Bewertung. Dem Spiel fehlt es an jeglichen „Aha2 Effekten. Es gibt weder riesige Bossgegner, noch irgendwelche atemberaubenden Landschaften oder Rand-Objekte. Alle Umgebungen, wie auch Missionen sind absolut austauschbar. Erschwert wird dieser Umstand zusätzlich durch das permanente Deja-Vu Gefühl, dass den Spieler später beschleicht. Levels und Missionen wiederholen sich praktisch am laufenden Band. Das geht sogar soweit, dass man einzigartige Gebäude wie Schlösser ein weiteres Mal zerstören muss. Letztendlich macht sich gepflegte Langeweile breit und die Lust noch ein weiteres Mal in einem High-Tech Jet Platz zu nehmen, tendiert gegen Null.

FAZIT:

Was für eine Enttäuschung! Und das obwohl die ersten Spielminuten so viel versprechend begannen. Doch nach dreißig Minuten war die Luft bereits raus und kalte Ernüchterung machte sich breit. Was haben sich die Entwickler nur dabei gedacht? Ein Arcadespiel muss den Spieler immer wieder von neuem beeindrucken. „Black Falcon“ bietet dagegen wiederholende Levels und Missionsziele, unspektakuläre Grafik und keine richtigen Zwischen- und Endgegner. Wie spannend! Die lose Story und die freischaltbaren Tuning-Optionen können diesen gewaltigen Minuspunkt logischerweise nicht kaschieren und in Folge dessen fängt das Spiel schnell an zu langweilen. Schade, denn mit ein wenig mehr Sorgfalt hätte aus „After Burner: Black Falcon“ durchaus ein richtiger Hit werden können. Insbesondere wenn man bedenkt, dass das mit dem neuem Arcadespiel Sega erst vor kurzem erfolgreich geglückt ist.

[ Review verfasst von .ram ]

Pluspunkte:

  • Arcade Action
  • Viele Flugzeuge
  • Kurze Ladezeiten

Minuspunkte:

  • Wiederholt sich beständig
  • Lahme Zwischen- und Endgegner
  • Mittelmäßige Lokalisierung


Infos zum Spiel
NameAfter Burner: Black Falcon
SystemPlayStation Portable
HerstellerSEGA
EntwicklerPlanet Moon Studios
GenreShooter
USKab 12 Jahren
Preis49,95 €
PlatinumNein
Release
 31.03.2007
 20.03.2007
Spielerzahl4
SpracheEnglisch
TexteDeutsch
MehrspielermodusJa
InfrastructureNein
Ad-hocJa
Game-SharingNein
DownloadcontentNein
Memorystick416 KB
HeadsetNein
Mehr...

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Screenshot Galerie
After Burner: Black Falcon
Gameplay
4.0
Atmosphäre
5.0
Grafik
6.5
Sound
8.0
Singleplayer
5.5
Multiplayer
5.0
 

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