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Splinter Cell: Pandora Tomorrow (Singleplayer)
25. Juni 2004

Pandora Tomorrow ist der langerwartete Nachfolger zu Sam Fishers erstem Akt (Splinter Cell). Splinter Cell war damals ein Vorzeigespiel für die Xbox und wurde von Microsoft auf eine gewisse Zeit exklusiv für eben diese verpflichtet: Aber nach einer Weile endete der Exklusiv-Vertrag und Ubisoft setzte den ersten Teil für die PlayStation 2 um. Dieser hatte jedoch unter kleineren, vor allem technischen, Mankos zu leiden. Nichts desto trotz war Splinter Cell auch auf der PlayStation 2 ein erfolgreiches Spiel. Bei Pandora Tomorrow scheint sich das fast alles zu wiederholen. Es wurde zuerst auf Xbox released, nun kommt es für die PS2. Aber warum fast? Nun, ich kann es euch sagen, Splinter Cell: Pandora Tomorrow für PS2 ist eine perfekte Umsetzung eines ebenso perfekten Spieles.

„It's a Clancy“

Tom Clancy ist Buchautor, Filmregisseur und nebenbei schreibt er noch Storys zu Spielen. Seine Bücher allesamt Bestseller, seine Filme (etwa „The Sum of all Fears“) Kassenschlager. Seine Spiele? Ja, auch die gehen raus wie warme Semmeln. Rainbow Six war das erste Game, für welches Clancy eine Story verfasste. Andere, ebenfalls von Clancy kommende Spiele sind Rainow Six 3 , Ghost Recon und eben Splinter Cell. Was bei allen seinen Machwerke gleich ist, ist die Story. Nicht das sie immer gleich ist, aber es gibt immer ein gleiches Muster. Ein Terrorist will irgendwas erreichen (sie haben unterschiedliche Ziele), dazu droht er mit Attentaten und Anschlägen. Die USA probieren, das mit einer Special Einheit zu verhindern. Oft kommt es dann noch zu Intrigen in der eigenen Regierung, aber insgesamt sind alle Clancy-Spiele sehr US-patriotisch angehaucht und vom Story-Aufbau gleich. Splinter Cell: Pandora Tomorrow bietet da leider keine Ausnahme, die Story ist wie immer, sie ist halt ein „Clancy“. Vorangetrieben wird diese durch eine Art Nachrichtensendung (wie bereits in Splinter Cell), welche sehr nett gemacht ist und ab und an gibt es auch sehr schön anzusehende Rendersequenzen. Alles in allem tut die flache Story der Atmosphäre des Spieles jedoch keinen Abbruch.

„Watchout ......it´s a .. a .. tree (?) ”

Pandora Tomorrow spielt sich wie eh und je. Am kompletten Vorgehen hat sich wenig geändert. Immer noch nutzt man die Dunkelheit und schleicht sich vorsichtig an die Gegner heran, um diese dann möglichst lautlos zu eliminieren. Die Steuerung hat sich im Vergleich zum Vorgänger nicht verändert, dass brauchte sie auch nicht, den sie war schon damals mehr als gelungen. Ein neues Feature was der gute Sam jetzt auf dem Kasten hat ist das Pfeifen. Sprich, man kann ihn nun auf Knopfdruck pfeifen lassen. Dieses „Feature“ ist wohl am besten mit Solid Snakes „Klopfen“ zu vergleichen. Zumindest zeigen die Gegner eine ähnlich Resonanz. Sie werden (insofern sie das Geräusch gehört haben) sofort in eure Richtung aufbrechen, um nachzusehen wer oder was dieses Geräusch verursacht hat. Wenn ihr klug seid, greift ihr euch den Gegner nun von hinten und schlagt ihn KO. Auch hat Sam wieder allerhand Gadgets dabei, welche in mancher brenzliger Situation eine große Hilfe sein können. Etwa, wenn man entdeckt wurde und 2 Wachen auf einen zugelaufen kommen. In dieser Situation bietet sich doch nicht besser an als die Elektro-Schock-Munition in sein Gewehr zu laden und die Gegner mit wenigen Schüssen außer Gefecht zu setzen. Dennoch sind die Waffen (Handfeuerwaffe und Gewehr) eh mehr Lichtschalter als Mordinstrument. Immer wieder gibt es Lichtquellen, welche beseitigt werden wollen, angefangen bei der kleinen Tischlampe bis hin zum großem Flutlicht. Eine gut platzierte Kugel und schon hat man ein Problem weniger. Größere Räume, welche mit vielen Lichtquellen beleuchtet werden (etwa mehrere Deckenlampen) haben zudem meist noch einen Lichtschalter direkt an der Tür. Sollte man diesen betätigen, werden patroullierenden Wachen stets bemüht sein, ihn wieder einzuschalten. Dabei bietet sich oft auch eine gute Gelegenheit mal wieder eine Geisel zu nehmen. Damit man selbst nicht im Dunklen steht, hat Sam sein Nachtsichtgerät immer dabei, auf Knopfdruck klappt er es runter und die komplette Umgebung erscheint in hellem Grau. Während die Gegner im Dunklen tappen, sieht man selbst alles glasklar. Bei einem Großteil der Missionen ist das Töten jedoch untersagt. Sollte man dagegen verstoßen wird die Mission unverzüglich beendet. Sehr gelungen finde ich die immer unterschiedlichen Missionsziele, diese sorgen für viel Abwechslung und das Spiel wird nie langweilig. Auch akrobatische Einlagen gehören zu Sam wie die sprichwörtliche „Faust aufs Auge“. Neben den aus dem ersten Teil bekannten Moves beherrscht er jetzt auch einige neue. Etwa den halben Spagatsprung: sollten 2 Mauern sehr dicht aneinander stehen, kann man mit einem beherztem Sprung sich in eine höhere Position bringen. Ebenfalls ein sehr wirkungsvoller neuer Move ist der S.W.A.T -Turn, mit diesem kommt Sam blitzschnell an geöffneten Türen vorbei ohne bemerkt zu werden. Der S.W.A.T- Turn hat seinen Namen von der weltbekannten Sondereinheit der amerikanischen Polizei und wird dort auch so angewendet.

[Kleine Anmerkung am Rande: S.W.A.T bedeutet Special Weapons and Tactic-Forces]

Bei seinen Missionen verschlägt es Sam diesmal auch in den Dschungel. Hier geht es etwas anders zu als in großen Gebäude-Komplexen. Natürlich ist auch hier die Dunkelheit Sam´s größter Verbündeter im Dschungel, jedoch gibt es hier selten „zerstörbare“ Lichtquellen. Das meiste Licht spendet oft der Mond und so muss man besonders vorsichtig sein . Aber die (reichlich vorhandene) Vegetation des Dschungels bietet hier den Ausgleich. Aufgrund seines grünem Tarnanzuges kann man sich schon mal hinter oder in einem Farnbusch verstecken. Auch das hohe Gras bietet optimalen Schutz vor den Gegnern. Die KI der Gegner ist wiedermal gut gelungen, schöpfen sie Verdacht werden sie sich aufteilen und nach einem suchen. Haben sie Sam dann gefunden, schlagen sie sofort Alarm und greifen an. Insgesamt darf der Alarmstatus während eines Einsatzes nicht mehr als 3 Mal ausgelöst werden. Beim ersten mal legen sie eine kugelsicher Weste an und werden wachsamer, beim zweiten Alarm bestücken sie sich zusätzlich noch mit einem Helm.

Grafik

Pandora Tomorrow wurde gegenüber dem Vorgänger nur unwesentlich im Erscheinungsbild verändert. Im direkten Vergleich fällt jedoch sofort auf, dass das Kantenflimmern des Vorgängers glücklicherweise fehlt. Allein das ist schon ein großer Pluspunkt. Ansonsten gibt es jedoch wenig Verbesserungen, ab und zu sind einige ziemlich hübsche Effekte da, die einen ernsthaft zum Staunen bringen. So etwa wen im tiefsten Dschungel das Licht durch die Baumkronen bricht. Ein Manko des Vorgängers wurde leider nicht behoben, so leidet auch Pandora Tomorrow stellenweise unter argen Framenrate Einbrüchen, welche zu kleineren Rucklern führen. Aber glücklicherweise trübt das den Spielablauf nur wenig. Die Animationen von Sam wurden auch nochmals überarbeitet und wirken jetzt im großen und ganzen weicher. Etwa das Ablegen eines getöteten Gegners sieht jetzt um einiges besser aus als im Vorgänger. Das liegt vor allem an neu hinzugefügten Animationsphasen. Pandora Tomorrow holt noch mal so einiges aus der PlayStation 2 raus. Das Leveldesign ist ebenfalls sehr gut und abwechslungsreich. Der Vollständigkeit halber sollte ich erwähnen, dass es einige Male vorgekommen ist, dass die Texturen „schwimmen“, sprich sich komisch bewegt haben. Das passierte während meiner kompletten Testzeit jedoch nur zwei Mal und war auch nicht wirklich schlimm. Im Gegenzug ist das Spiel praktisch Clipping-Fehler frei, mir ist zu keiner Zeit ein „In der Wand verschwindender Sam“ untergekommen, auch andere solche groben Fehler gab es nicht.

Sound

Auch in diesem Bereich ist alles glatt gelaufen, kein Rauschen, keine unschönen Soundfehler, wirklich nichts trübt die perfekte Atmosphäre von Pandora Tomorrow. Die Waffengeräusche sind realistisch und hören sich nicht künstlich an. Jede schnelle Bewegung von Sam verursacht selbstverständlich auch Geräusche, diese sind vom Untergrund (auf welchem man läuft) abhängig. Schnelles Rennen auf Metallplatten verursacht selbstverständlich lautere Geräusche als das Rennen auf weichem Dschungelboden. Die Stimme von Sam Fisher wird (wie auch schon im Vorgänger) wieder von der deutschen Synchronstimme von Nicolas Cage gesprochen, das erhöht die Atmosphäre des Spieles enorm. Aber auch die anderen Sprecher leisten sehr gute Arbeit. Alles in allem kann man die Synchronisation mehr als gelungen bezeichnen. Auch die musikalische Untermalung passt sich immer der Situation an, schleicht man gerade ruhig durch die Gegend ist die Musik auch eher sanft, wird man jedoch entdeckt wechselt auch die Musik und wird hektischer. Durch diese individuelle Untermalung der Situationen nimmt auch die Atmosphäre weiter zu. Für Leute mit Surround Anlagen bietet Pandora Tomorrow natürlich auch die passende Unterstützung. Denn dank Dolby Surround Prologic II komt der Sound noch besser und klarer rüber als er es sowieso schon tut.

Multiplayer

Aufgrund des gigantischen Multiplayermodus findet ihr hierzu ein extra Review.

FAZIT:

Splinter Cell: Pandora Tomorrow ist ein mehr als würdiger Nachfolger zum ersten Teil, welcher vor allem durch Detail-Verbesserungen und einen genialen Multiplayer aufwartet. Mann kann wirklich sagen, dass es sich hierbei wieder um einen Hit handelt. Splinter Cell: Pandora Tomorrow konnte den Erwartungen, welche man ihm im Voraus entgegen brachte, mehr als gerecht werden. Für den Nachfolger wünsche ich mir lediglich eine etwas ausgeprägtere Story.

[ Review verfasst von Flek ]



Infos zum Spiel
NameSplinter Cell: Pandora Tomorrow
SystemPlayStation 2
HerstellerUbisoft
EntwicklerUbisoft
GenreTaktik-Shooter
USKab 16 Jahren
Preis59,99 €
PlatinumJa
Release
 11.06.2004
 16.06.2004
 07.04.2005
Spielerzahl4
SpracheDeutsch
TexteDeutsch
MehrspielermodusJa
Online spielbarJa
Online FunktionenNein
60HzNein
Vollbild 50HzJa
PAL BalkenNein
Speicherbedarf97 KB
Progressive ScanNein
Dolby ProLogic IIJa
EyeToyNein
HeadsetJa
Mehr...

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Screenshot Galerie
Splinter Cell: Pandora Tomorrow (Singleplayer)
Gameplay
8.5
Atmosphäre
9.0
Grafik
9.0
Sound
8.5
Singleplayer
9.0

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