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Iron Man
18. Mai 2008

Passend zum aktuellen Kinofilm „Iron Man“ beliefert Sega die Spielergemeinde mit einer unvermeidbare Videospielumsetzung. Das so ein Projekt nicht unbedingt zu den Hype-Titeln zählen würde, war jedoch schon von vorne herein klar. Aber das zum Schluss ein derart abartiges Videospiel auf Blu-ray gebannt wurde, ist schlichtweg schockierend - selbst für einen Veteranen wie mich.

Ohne Sinn und Verstand

Der Film mag schon keine komplexe Handlung haben, aber im Spiel hat man selbst auf die kleinsten Storyaspekte verzichtet und schmeißt den Spieler geradewegs ins kalte Wasser. Wieso Tony Stark beispielsweise am Anfang in irgendeinem Wüstenkaff mit einer Metallrüstung herumrennt und alles plättet, kann man nur erahnen. Wer nicht im Kino war, kann sich lediglich darüber wundern. Vielleicht hätten ein paar echte HD-Filmszenen eine bessere Brücke zur Vorlage geschlagen, aber auf diese wurde zu Gunsten von Ingame Sequenzen verzichtet. Klar, das diese weder Charme noch Finesse besitzen. Aber eigentlich ist das Ganze Drumherum sowieso egal, denn im Mittelpunkt steht ja bekanntlich das Gameplay. Und auf diesen Gebiet kann „Iron Man“ nur strahlen…

…„Strahlen“ wie eine Atombombe, die jegliches Leben im Umkreis von 5000 Kilometern zerstört hat. Denn positive Eindrücke hinterlässt das Spiel auch hier nicht. Drücke und Halte L2, betätige L1, tippe R1 an und aktiviere die Dreiecks Taste. Ihr seht schon, umständlicher geht’s nimmer und da hat Mr. Stark schon einen ultrafortschrittlichen Kampfanzug, aber für eine Zielhilfe hat es dennoch nicht gereicht! Um das alles noch unbequemer zu machen, reagiert die Steuerung auch noch ultra-sensibel auf die Eingaben des Spielers - Unübersichtlichkeit und Orientierungslosigkeit sind die Folge. Dass die Aufträge auch noch meistens nur auf das Eine hinauslaufen, nämlich alle Gegner in einem Gebiet zu plätten, sorgt auch nicht gerade für Freudensprünge. Spätestens nach einer handvoll Missionen überkommt den Spieler eine Langeweile, die man selbst mit den Ausrüstungsupgrades und neuen – frei schaltbaren – Anzügen nicht mehr bekämpfen kann. Sollte man dennoch die Ausdauer besitzen und weiterspielen, dann beißt man spätestens ab der Hälfte des Spieles (insgesamt gibt es 26 Levels) ins Joypad, denn der Schwierigkeitsgrad steigt ab da unproportional an. Zusätzlich zum Story-Modus bietet „Iron Man“ auch noch den „Ein Mann Armee“ Modus, bei dem man in den bereits absolvierten Levels noch einmal gegen diverse Gegner antreten kann, um diese auf Zeit zu besiegen. Schafft man das, winken weitere Rüstungen. Hurra – das nenne ich Innovation!

Rostanfällig

Lizenzspiele sind nur selten optische Meisterwerke und „Iron Man“ wird daran auch nichts ändern. Aus der Entfernung betrachtet (so zirka 20 Meter), sieht das Ganze ja noch halbwegs manierlich aus, aber aus der Nähe (zirka 10 Meter) wird man bereits den Verdacht nicht los, das man gerade ein PS2 Spiel eingelegt hat, das lediglich von der PS3 hochskaliert wird, aber ganz dicht am Fernseher ist das ganze Ausmaß des Grauens erst richtig sichtbar: Niedrig aufgelöste Texturen, Zwei-Phasen Animationen und karge Umgebungen lassen selbst das Groß der PS2 Spiele als übermächtige Grafikknaller erscheinen. Nicht einmal wirklich flüssig läuft das Spiel, denn sobald ein paar Feinde auf dem Schirm herumwuseln, gibt’s Ruckler und leichtes Tearing. So etwas ist absolut nicht mehr zeitgemäß und eine Schande für die aktuelle Konsolengeneration! Der Sound ist übrigens auch nicht besser: Die Musik (Gibt’s davon überhaupt etwas zu hören?) plätschert leise im Hintergrund aus den Boxen und die stümperhafte deutsche Synchronisation animiert geradewegs dazu, die Akustik komplett abzustellen. Früher hatten Lizenzspiele wenigstens noch ein paar Sprecher aus den Kinofilmen vorzuweisen, aber selbst daran hat Sega gespart…

FAZIT:

Meine Fresse! Die Umsetzung zu „Der goldene Kompass“ war ja schon schlimm genug, aber das Lizenzspiel zu „Iron Man“ schlägt dem Fass den Boden aus! So etwas Schlechtes habe ich schon seit sehr, sehr langer Zeit nicht mehr gespielt! Wenn man sich nicht schon bei der über-komplexen Steuerung die Finger bricht, dann schaltet man mit Sicherheit wegen des monotonen Spielablaufs und der üblen Präsentation ab. Deswegen kann mein Rat nur wie folgt lauten: Hände weg von dieser Gurke!

[ Review verfasst von .ram ]

Pluspunkte:

  • Es gibt in der PS3 Fassung eine exklusive Bonusrüstung
  • Habe ich schon erwähnt, dass die PS3 Version über eine exklusive Bonusrüstung verfügt?
  • Ach ja, das PS3 Spiel hat eine exklusive Bonusrüstung!

Minuspunkte:

  • Schlechte Steuerung, Monotones Gameplay, Räudige Präsentation
  • Schlechte Steuerung, Monotones Gameplay, Räudige Präsentation
  • Schlechte Steuerung, Monotones Gameplay, Räudige Präsentation


Infos zum Spiel
NameIron Man
SystemPlayStation 3
HerstellerSEGA
EntwicklerSecret Level
GenreAction
USKab 16 Jahren
Preis61,99 €
PlatinumNein
Release
 02.05.2008
 02.05.2008
Spielerzahl1
SpracheDeutsch
TexteDeutsch
MehrspielermodusNein
Online spielbarNein
Online FunktionenNein
HeadsetNein
720pJa
1080pNein
Sixaxis Tilt SupportNein
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Screenshot Galerie
Iron Man
Gameplay
1.5
Atmosphäre
1.0
Grafik
3.5
Sound
1.0
Spielspass
1.5
 

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