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Syphon Filter: The Omega Strain
12. August 2004

Die Syphon Filter Serie war bis jetzt lediglich auf der PlayStation präsent, in drei Spielen kämpfte sich der Protagonist Gabe Logan durch etliche Missionen. Das Spiel war schon damals nicht perfekt, hatte aber aufgrund der kompromisslosen Actioneinlagen viele Fans gewonnen. Nun bricht Syphon Filter auf, die PlayStation 2 zu erobern. Ob es das schafft, werdet ihr in diesem Review erfahren.

In einer Pressemiteilung verspricht Sony: „revolutionären Online-Multiplayer für Taktiker, 17 spannende Missionen, steigernde Spannung durch spontane Missionsziele, über 100 Waffen und technische Geräte". Nun gut, dass hört sich doch alles schon mal ziemlich nett an oder? Ja, das tut es wirklich, aber leider nur in der Theorie. Aber bevor wir die negativen Seiten des Spiels hervorkrempeln, fangen wir erst mal ganz von vorne an.

Zu Begin des Games darf man sich erst mal einen eigenen Charakter zusammenbasteln. Ob Frau oder Mann, Hautfarbe etc. kann man alles selber entscheiden. Dann geht es mit dem Training los, welches euch die Steuerung näher bringt. Anfangs wirkt die Steuerung etwas schwammig und ungenau. Ich will fast meinen, dass sie das auch ist. Aber um euch zu beruhigen, nach mehreren Spielstunden gewöhnt man sich an sie. Hat man das Training abgeschlossen, erwartet euch auch schon der Einsatzleiter. Bevor ihr euch aber in die Schlacht stürzt, könnt ihr euren Charakter noch weiter personalisieren. Mützen, Hosen, Schuhe, eventueller Bartwuchs oder eine Tarnbemalung? Alles kein Problem, hier könnte Syphon Filter so manchem Rollenspiel Konkurrenz machen. Dann darf man sich eine Waffe für den ersten Einsatz aussuchen. Von den unglaublichen 100 Waffen steht euch also genau eine zur Verfügung.So beginnt ihr den Einsatz mit einer einfachen Handfeuerwaffe. Im Singleplayer werden die Missionen von einer Rendersequenz ein- und ausgeleitet. Diese führen die Story immer weiter fort, leider leiden die Sequenzen jedoch unter unmotivierten deutschen Sprechern und sind alles in allem langweilig. Meist sieht man Leute, die sich unterhalten, keine großartigen Kamerafahrten, keine spektakulären Actioneinlagen nichts. Einfach bloß Personen, die sich unterhalten bzw. mit einem selbst (dem Spieler) reden. Oft, sehr oft habe daher ich die Sequenzen wegdrückt. Aber wen man unter Schlafstörungen leidet ist man hier genau richtig. Es macht einfach kein Spaß sich die Sequenzen anzusehen und so stürzt man sich meist ohne weitere Informationen in die Mission.

Story

Wenn man sich dann doch mal dazu durchgerungen hat die Sequenzen anzusehen, ist man zwar etwas klüger was die Story angeht, aber so ganz versteht man immer noch nicht, warum man nun um die halbe Welt turnen muss und Terroristen bekämpft. Wer wirklich alles verstehen will, muss sich durch tonnenweise Textdokumente lesen, welche ähnlich interessant sind wie die Sequenzen. Aber, um die Story mal zu umreißen, eine albekante (aus den alten Syphon Filter-Teilen) Terrororganisation läst es sich nicht nehmen, die Welt erneut mit dem Syphon Filter Virus zu verseuchen. Klar, das es an euch liegt das zu verhindern. Rund um diesen Story-Kern wird halt viel erzählt, man kann sagen, die altbackene „rette die Welt Story“ wird einfach etwas ausgeschmückt.

Multiplayer

Vom Prinzip funktioniert der Multiplayer genau wie der Singleplayer. Man kann seinen angelegten Agenten nehmen und sich in einen Multiplayer-Einsatz stürzen. Mit 3 Kollegen (also insgesamt max. 4 Spielern) gilt es dann die gleichen Missionen zu erledigen wie im Singleplayer. Mit Hilfe der Teamkameraden erreicht man aber neue Abschnitte der Missionen, welche einem im Singleplayer vorenthalten blieben. So werden die Singleplayer-Missionen noch mal etwas aufgepeppt. Aber wer keinen Breitbandadapter besitzt, hat Pech gehabt, den reinen Singleplayer-Spielern bleiben diese Gebiete vorenthalten. Das Spiel hat etwas von einem RPG und zwar eine Art Level Up System. Je länger man spielt (und desto besser man ist), desto mehr Waffen bekommt man. Es gibt etliche Ränge, welche immer mit einer neuen Waffe belohnt werden. Gibt man zum Bsp. etliche Missionen lang nur Kopfschüsse, bekommt man ein Snipergewehr geschenkt. Dieses kann man dann vor kommenden Online- und Offlineschlachten ausrüsten. Aber es dauert schon extreme lange einige Waffen zu bekommen. Aber ich kann mir gut vorstellen, dass diese Lvl Up-System viele Spieler dazu bringt, viel Zeit online zu verbringen, um die beste Waffe für sich selbst zu finden. Alles in allem macht der Multiplayer zwar einen guten Eindruck, aber hätte wirklich noch verbessert werden können. Positiv finde ich jedoch, dass man nicht wieder einen einfachen "alle gegen alle" Modus gewählt hat, sondern das man kooperativ Online zocken darf.

Grafik

Die Grafik ist für heutige PS2-Zeiten einfach schlecht (bei Release der PS2 wäre sie wohl besser platziert gewesen). Die Charaktere an sich sehen gar nicht mal so schlimm aus, aber wehe sie bewegen sich. Sie „lehnen“ sich dann beim laufen immer nach vorne über, ungefähr so, dass man meinen könnte, ihre Waffe wiegt 3,5 Tonnen. Das sieht ziemlich albern aus und ich frage mich ernsthaft, was sich die Entwickler dabei gedacht haben. Aber ich denke so was kommt dabei heraus, wenn man selbst am Motion Capturing spart und für selbiges Leute mit Rückenproblemen engagiert. Aber auch die Seitwärts-Bewegungen (strafen) sehen nicht wirklich hübsch aus.

Das Level-Design ist abwechslungsreich gestaltet. Von einer Bergmine bis zu einem Hochhaus in Tokyo ist wirklich alles geboten, aber leider hapert es auch hier an der Grafik. Die Außenumgebungen sehen zum Grossteil noch recht gut aus, aber bei den Innenräumen wurde mit Dekor gespart, hässliche Texturen schmücken die Wände und auch sonst ist innen alles relativ steril gehalten. Hier hätte man durchaus mehr machen können.

Sound Check

Musikmäßig wird im Spiel nicht viel geboten, zwar gibt es einige klassische Lieder, die während den Missionen im Hintergrund laufen, aber diese wiederholen sich leider ziemlich oft. Die Waffengeräusche sind eigentlich ganz gut gelungen, sie klingen nicht zu blechern und nicht unrealistisch. Im Gegensatz dazu stehen die (oben bereits erwähnten) Cut Scenes, welche mit einer mittelmäßigen deutschen Synchro daher kommen. Da hilft es auch nicht viel mehr, dass man für die einzelnen Dialekte, jeweils auch die passende Sprachausgabe bereit hat. So hört man Russen russisch reden, Franzosen franzöisch und nur die Hauptsprache wird auh in Deutsch wiedergegeben. Die sonstigen Sonndefekte wirken nicht besonders hochkarätig, Explosionen etwa hören sich recht billig an.

FAZIT: 

Was Sony uns hier (für 60 Euro) bietet ist eine Frechheit. Mit 1-2 Jahren mehr Entwicklungszeit hätte aus Syphon Filter 4 ein würdiger Abschluss der Serie werden können. Ich kann jedem nur empfehlen, sein Geld zu sparen (oder warten bis das Game billig bei ebay weggeht). Lediglich Fans der Serie, die sich an albackener Grafik nicht stören, sollten mal einen Blick riskieren. Denn immerhin macht der Multiplayermodus doch einen gewissen Spaß.

[ Review verfasst von Flek ]

Pluspunkte:

  • 4 Spieler Coop Online Modus
  • Viele freischaltbare Extras
  • Selbsterstellbarer Chrackter

Minuspunkte:

  • Gewöhnungsbedürftige Steuerung
  • Grafik veraltet
  • Wirre Minssionsziele


Infos zum Spiel
NameSyphon Filter: The Omega Strain
SystemPlayStation 2
HerstellerSony
EntwicklerSCEA Bend
GenreAction-Adventure
USKab 16 Jahren
Preis59,99 €
PlatinumNein
Release
 09.07.2004
 04.05.2004
Spielerzahl4
SpracheDeutsch
Englisch
TexteDeutsch
Englisch
MehrspielermodusJa
Online spielbarJa
Online FunktionenNein
60HzNein
Vollbild 50HzJa
PAL BalkenNein
Speicherbedarf95 KB
Progressive ScanNein
Dolby ProLogic IIJa
EyeToyNein
HeadsetJa
Mehr...

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Screenshot Galerie
Syphon Filter: The Omega Strain
Gameplay
7.0
Atmosphäre
3.0
Grafik
5.0
Sound
6.0
Singleplayer
6.0
Multiplayer
7.0
 

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