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Race Driver: GRID
13. September 2009

Wenn es ein Genre gibt, dass auf der PS3 nicht gerade unterbesetzt ist, dann ist es das Rennspiel-Genre. Dementsprechend ist natürlich auch die Kluft zwischen guten und schlechten Spielen teilweise extrem groß. Aus diesem Grund muss sich jeder neue Konkurrent an Genregrößen wie „Motorstorm“ oder „Gran Turismo“ messen lassen. Codemasters versucht mit seinem neuesten Ableger der Toca Race Driver Serie „Race Driver: GRID“ auf einem guten Platz zu landen. Ob es „Race Driver: GRID“ direkt auf ein Treppchen geschafft hat oder einen Totalschaden erlitten hat, erfahrt ihr in unserem Review.

Team Manager Light

Wie die meisten Rennspiele verlässt sich auch „Race Driver: GRID“ nicht auf eine möglichst spannende Geschichte, sondern bietet den allseits bekannten Rennalltag eines Rennfahrers. Diesen kann man im Herzstück des Spiels, dem Karriere-Modus, erleben. Hier wird dem Spieler die Möglichkeit geboten, seinem Alter Ego einen Namen zu verpassen und von nun an die Karriereleiter hochzuarbeiten. Am Anfang der Karriere muss sich der Spieler noch mit Angeboten andere Teams über Wasser halten. Bald jedoch erhält er die Chance, ein eigenes Team zu gründen. Genau genommen beginnt ab diesem Punkt erst die eigentliche Karriere. Ab hier geht es nicht mehr nur um das „stumpfe“ Fahren von Rennen, sondern auch darum sein eigenes Team zu führen und zu managen. Als Teamleader müssen unter anderem Sponsoringverträge abgeschlossen werden, die Fahrzeuge abgestimmt und mögliche Teampartner eingestellt und betreut werden. Das Ganze ist aber bei weitem immer noch nicht so wichtig für das Spielgeschehen wie man vielleicht annehmen könnte. Besonders die Teampartner erwecken den Eindruck, als seien sich nur noch schnell eingebaut worden, um dem Spieler noch mehr zu tun zu geben. Es macht leider keinerlei Unterschied, für welchen Fahrer man sich als Teamchef entscheidet, zu mehr als einem Platz im hinteren Mittelfeld wird es beim Teampartner so gut wie nie kommen. So bleibt dem geneigten Topfahrer nichts anderes übrig, als die Ärmel hochzukrempeln und selbst für das Fortbestehen des Teams zu sorgen. Um das zu schaffen muss das Team an an verschiedenen Rennevents in den USA, Europa oder Japan teilnimmt. Jeder Bereich unterscheidet sich von den anderen durch unterschiedliche Rennarten. Japan bietet die meisten Driftrennen, wohingegen in den USA die Rennen häufig in Muscle-Cars ausgetragen werden. Auf diese Weise fährt man sich von Saison zu Saison und schaltet neue schwierigere Rennen frei und arbeitet auf das große Finale hin, das 24 Stunden Rennen von Le Mans. Das Spiel stellt den Spieler vor die Wahl, dieses in Echtzeit oder in verkürzter Fassung zu fahren. Das große Manko ist allerdings der mehr als moderate Schwierigkeitsgrad, der sich durch das ganze Spiel zieht. Eine wirkliche Herausforderung entsteht erst durch das unterschiedliche Fahrverhalten der einzelnen Fahrzeuge. Doch dazu später mehr. Spannung entsteht nur in den ersten Sekunden des Rennens, der weitere Rennverlauf ist im Allgemeinen nicht sonderlich spannend. Wer trotzdem so seine Probleme hat, kann vor jedem Rennen die Schwierigkeit verringern und das Rennen so quasi im Blindflug gewinnen. Neben dem Karriere-Modus bietet das Spiel natürlich auch die Möglichkeit benutzerdefinierte Rennen und Online-Partien zu bestreiten. Besonders online bieten Ranglisten-Rennen und private Rennen mit Freunden viel Spaß und die vielen verschiedenen Einstellungsmöglichkeiten erweitern das Onlineangebot von „Race Driver: GRID“ ungemein. Stellt sich natürlich die Frage, wie es mit der Performance im Online-Modus im Bezug auf flüssigen Spielverlauf aussieht. Hier kann glücklicherweise Entwarnung gegeben werden, denn auch mit kleiner Leitung verlaufen die Rennen absolut lagfrei. Bleibt nur die Frage offen, warum sich Codemasters gegen einen Splitscreen-Modus entschieden hat, der besonders bei Rennspielen eigentlich unabdingbar ist.

Seifenkistenrennen

Ohne das richtige Fahrverhalten und saubere Steuerung ist auch die schönste Grafik bei einem Rennspiel nichts wert. Gerade hier lässt „Race Driver: GRID“ überraschenderweise extrem viele Federn. Das Spiel sieht sich, wie auch schon vorher „Colin McRae: Dirt“, nicht als echte Simulation, aber wirklich versucht ein echtes Arcade Spiel auf die Beine zu stellen hat man auch nicht. Die Steuerung ist einfach viel zu schwammig ausgefallen. Manche Fahrzeuge steuern sich wie auf Schienen, bei anderen reicht der kleinste Fahrfehler um zum Kreisel zu werden. Dank des Schadensmodells, das einem kaum Fehler verzeiht, passiert es besonders am Anfang des öfteren, dass ein Rennen in der erst besten Wand endet. Wer also nicht ein wenig Geduld und Glück mit sich bringt, wird sich an manchen Fahrzeugen die Zähne ausbeißen und das Spiel schneller wieder in die Ecke werfen als das man „Totalschaden“ sagen kann.

HD Treppchen

Auf den ersten Blick wirkt der technische Bereich von „Race Driver: GRID“ durchaus viel versprechend. Authentische Strecken und originalgetreue Fahrzeuge sprechen für das Spiel. Ein genauer Blick enthüllt aber sofort das mehr als grottige Aliasing. Selbst das Menü bleibt davor nicht verschont und hinterlässt einen recht faden Beigeschmack. Die Grafik wirkt generell etwas überladen. Das rührt vor allem von den vielen Lichteffekten her, dank derer man teilweise Probleme hat, den weiteren Streckenverlauf zu erkennen. Dafür hat man es geschafft auf der anderen Seite geschafft, eine Cockpit-Ansicht einzubauen, die zwar etwas die Übersicht raubt, aber dafür das pure Rennfeeling rüberbringt. Akustisch zeigt sich das Spiel von seiner besseren Seite. Die Motorgeräusche hören sich alle real an und auch die Teamsprecher, die während der Rennen über Funk reinkommen, wirken nicht deplatziert und lassen Rennfeeling aufkommen, auch wenn sich manche Phrasen zu oft wiederholen. Besonderes Lob gebührt dem Techno-Soundtrack der mit seinen treibenden Beats das rasante Spielerlebnis unterstützt.

FAZIT:

Haufenweise Renn- und Fahrzeugklassen, ein ausgeklügelter Karriere-Modus und das 24 Stunden Rennen von Le Mans. Das hört sich für ein Rennspiel schon mal sehr viel versprechend an und eigentlich konnte man nicht mehr viel Falsch machen. Jedoch scheitert „Race Driver: GRID“ an der technischen Umsetzung auf den letzten und wichtigsten Metern. Grafisch wird man nicht gerade verwöhnt und mit dem miesen und schwammigen Fahrverhalten erleidet das Spiel den Totalschaden. Der fehlende Splitscreen-Modus ist da nur ein weiteres Manko unter vielen. Wer also unbedingt ein Rennspiel haben möchte, sollte sich doch lieber bei der Konkurrenz umsehen.

[ Review verfasst von crack-king ]

Evigas Kommentar:

GRID bietet mir genau das was ich suche: Haufenweise schnelle Kisten, schöne Rennstrecken, klare und simple Aufgaben im Karrieremodus, schicke Grafik mit Schadensmodell und kompromisslose Rennaction. Wer nicht erst eine halbe Ewigkeit mit einem Trabant herumfahren will um das Geld für ein schnelleres Auto zu haben, der macht mit GRID alles richtig. Hier fährt man ziemlich schnell in genau den Kisten, von denen man normalerweise nur träumt. Aston Martin, Corvette und wie sie alle heißen sind ziemlich schnell in eurem Besitz. Und das ist durchaus positiv! Der Karrieremodus hat mich lange an den Bildschirm gefesselt. Online ist das Spiel ebenfalls gelungen. Es gibt Ränge zu ergattern und Bestenlisten zu erobern. Für mich eines der besten Rennspiele bisher und ein klarer Pflichtkauf für Fans von arcadelastigen Racern.

Pluspunkte:

  • Verschiedene Fahrzeug- und Rennklassen
  • Guter Online-Modus
  • Authentische Soundkulisse

Minuspunkte:

  • Starkes Aliasing
  • Fehlender Splitscreen-Modus
  • Schwammiges Fahrverhalten


Infos zum Spiel
NameRace Driver: GRID
SystemPlayStation 3
HerstellerCodemasters
EntwicklerCodemasters
GenreRennspiel
USKab 6 Jahren
PEGI12+
Preis59,99 €
PlatinumJa
Release
 30.05.2008
 03.06.2008
 15.01.2009
Spielerzahl12
SpracheDeutsch
TexteDeutsch
MehrspielermodusJa
Online spielbarJa
Online FunktionenJa
HeadsetJa
720pJa
1080pNein
Sixaxis Tilt SupportNein
Mehr...

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Screenshot Galerie
Race Driver: GRID
Gameplay
7.0
Atmosphäre
8.5
Grafik
7.5
Sound
9.0
Spielspass
7.0
 

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