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Marvel: Ultimate Alliance 2
24. Februar 2010

Als kleines Kind waren meine Helden nicht die Pikachus, Son-Gokus und Konsorten dieser Welt, sondern eher Spiderman, Die Fantastischen Vier und der Hulk. Ich hab Comics bereits gelesen, als ich noch gar nicht lesen konnte und habe schon damals davon geträumt, selbst einmal in die Rolle dieser Helden schlüpfen zu können. Und scheinbar hat Activision meine Gebete erhört, denn man brachte „Marvel: Ultimate Alliance“ heraus, in dem man in die Rolle seines Lieblingshelden schlüpfen durfte. Leider war das Spiel nicht gerade gut und die Motivation verflog. Ob der Nachfolger meine Träume erfüllen kann oder wieder nur eine herbe Enttäuschung daherkommt, erfahrt ihr in unserem Review!

Gut oder Böse – Die Entscheidung liegt bei dir!

Ohne großes Intro und Trara wird man in die Rolle von Iron Man, Wolverine, Spiderman und Captain America geworfen, welche mit Nick Fury von der Geheimorganisation SHIELD die Premierministerin von Latveria zur Strecke bringen möchten, da diese scheinbar mit Kriminellen gemeinsame Sache macht. Dies stellt sich auch als wahr heraus, jedoch gibt es einen Haken bei der Sache, der Einsatz wurde nämlich nicht von der Regierung genehmigt. Als sich Latveria dafür rächt und New York angreift, ist die Bevölkerung natürlich außer sich, dass ein geheimer Krieg geführt wird. All die Unruhen führen letztlich dazu, dass sich die Superhelden bei der Regierung registrieren müssten, damit sie ihrem Superheldendasein weiter nachgehen dürften. Dadurch würde aber jeder seine Identität freigeben und nur auf Befehle der Regierung agieren dürfen. Wer sich aber nicht registriert, gilt automatisch als Krimineller und so spaltet sich die Welt der Superhelden in diejenigen, welche sich dem Gesetz unterordnen und die anderen, welche in den Untergrund gehen und von dort aus das Böse bekämpfen.

Die Stärke liegt im Team

Irgendwann werdet ihr also vor die Wahl gestellt für welche Seite ihr euch entscheiden möchtet und dies sorgt dafür, dass ihr nur für einen Teil der Superhelden in die Haut schlüpfen könnt. Insgesamt gibt es nämlich 24 Superhelden und wer sich also beispielsweise für die Regierung entscheidet, wird nicht mit Captain America und Iron Fist kämpfen können. Andersrum sieht es ähnlich aus. Wie schon im Vorgänger bewegt man sich andauernd in einem selbst zusammengestellten Vierer-Team, in dem man zwischen den Charakteren hin und herwechseln kann, durch verschiedenste Einrichtungen und schlägt dabei alles zu Brei, was einem so in den Weg kommt. Von Kisten über Autos bis hin zu den vielen Gegnern bleibt da nichts verschont und versorgt einen mit Heilungsorbs und Erfahrungspunkten. Denn wie in einem Rollenspiel kann man Level aufsteigen, um so neue Fähigkeiten zu erlernen und einfach stärker zu werden. Dabei erhält man bei jedem Levelaufstieg neue Punkte, die in die verschiedenen Spezialangriffe der Kämpfer investiert werden können. Was wäre auch ein Superheld ohne seine besonderen Fähigkeiten? So kann Spiderman Spinnweben schießen, Captain America seinen Schild einsetzen usw. So macht das Niedermetzeln der Gegner gleich viel mehr Spaß und sollten es einmal zu viele werden, kann man die neuen „Fusion-Moves“ nutzen. Bei einem „Fusion-Move“ kombinieren zwei Helden ihre Fähigkeiten, um so noch verheerendere Angriffe auszuführen. Dabei unterscheidet man zwischen Clearing-, Targeted- oder Guided-Angriffe, welche sich ein wenig unterscheiden, aber dem gleichen Ziel dienen: Die Gegner möglichst schnell auszuschalten. Führt man also beispielsweise den Fusion Move von Iron Man und Wolverine aus, so beschießt Iron Man Wolverine mit seinen Lasern und Wolverine lässt diese an seinen Klingen abprallen, sodass in einem großen Radius die Gegner geröstet werden. Drückt man währenddessen auch noch wie wild auf der X-Taste herum, verstärkt sich dieser Angriff. Solche Angriffe sehen schön aus und sind auch eine kreative Idee. Bevor man aber einen ausführen kann, muss zuerst eine Leiste aufgefüllt werden, indem man haufenweise Gegner vermöbelt. Leider gibt es ein Problem bei den Fusion-Moves. Im Grunde genommen, wiederholen sich die verschiedenen Möglichkeiten relativ oft und nur die Protagonisten werden ausgetauscht. Das sorgt dafür, dass man immer und immer wieder das Selbe sieht und die zahlreichen Fusion-Moves auf eine handvoll beschränkt werden können. Und dieses Gefühl zieht sich durch das ganze Spiel. Das ganze ist zwar recht spaßig, jedoch denkt man sich des Öfteren, dass man dies und jenes schon zu oft gesehen hat und wirklich Abwechslung gibt es nicht. Die Gespräche zwischen den Superhelden präsentieren sich ähnlich. Lieblos und ohne Ausdruck und die verschiedenen Antwortmöglichkeiten, die einem zur Verfügung stehen, ändern nicht viel am Spielverlauf. Zudem ist das Spiel viel zu einfach geraten. Selbst auf dem schwierigsten Schwierigkeitsgrad kann man einfach so draufloshauen, ohne mit Konsequenzen zu rechnen. Das wirklich tolle an dem Spiel ist aber, dass man es mit mehreren zusammen an einer Konsole oder übers Internet spielen kann, wodurch der Spielspaß gleich gesteigert wird. Das liegt unter anderem daran, dass man so seine Angriffe viel besser koordinieren kann.

Wunderwerk?

Grafisch macht das Spiel einen soliden Eindruck, bringt die PlayStation 3 aber bei weitem nicht an ihre Grenzen. So sind einige Texturen nicht unbedingt scharf ausgefallen und die Animationen vor allem in den Gesprächen sind einfach nur lieblos ausgefallen. Die Superhelden stehen dann nämlich wie versteinert da und bewegen nur etwas ihre Lippen. Immerhin sind die englischen Synchronstimmen nicht nervtötend ausgefallen, auch wenn sie scheinbar nicht gerade viel Spaß bei der Arbeit hatten.

FAZIT:

Trotz kleinerer Schwächen bei Technik und Abwechslung macht das Spiel Spaß, vor allem mit mehreren Spielern. Wer wollte nicht schon immer mal als Superheld die Welt retten und dabei in die Rolle eines Helden schlüpfen zu können. Wer sich für Superhelden interessiert und kurzweiligen Spaß für Zwischendurch sucht, wird hier nicht enttäuscht werden. Vor allem mit Mehreren macht das Spiel unglaublich viel Spaß. Den nächsten Kinoblockbuster sollte man aber nicht erwarten.

[ Review verfasst von crack-king ]

.ram’s Kommentar:

„Marvel: Ultimate Alliance 2“ ist wesentlich (!) besser als der lahme Vorgänger. Man merkt deutlich an allen Ecken und Kanten, dass der Entwicklerwechsel gut getan hat. Das Spiel läuft flüssig, sieht gut aus (stylisch) und bietet eine gelungene Storyline. Leider sollte man dafür des Englischen mächtig sein, denn Activision hat sich eine Lokalisierung komplett gespart. Was eigentlich schade ist, denn der „Civil-War“ aus den Marvel Comics wurde packend umgesetzt und ist viel tiefgreifender, als man eigentlich erwarten könnte. Zudem ist das Spiel immer ein Garant für kooperativen Mehrspielerspaß. Alles in Allem sollten Genre-Fans deshalb zugreifen, viel Auswahl im Genre gibt’s zwar eh nicht mehr, aber das Spiel verdient eine Chance. Mir hat es jedenfalls gefallen.

Pluspunkte:

  • Marvel-Power!
  • Koop-Möglichkeit
  • Fusion-Moves...

Minuspunkte:

  • ...die sich aber wiederholen
  • Technisch durchschnittlich
  • Wenig Abwechslung


Infos zum Spiel
NameMarvel: Ultimate Alliance 2
SystemPlayStation 3
HerstellerActivision
EntwicklerVicarious Visions
GenreAction
USKab 12 Jahren
PEGI16+
Preis69,99 €
PlatinumNein
Release
 25.09.2009
 15.09.2010
Spielerzahl4
SpracheEnglisch
TexteEnglisch
MehrspielermodusJa
Online spielbarJa
Online FunktionenJa
HeadsetJa
720pJa
1080pNein
Sixaxis Tilt SupportNein
Mehr...

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Screenshot Galerie
Marvel: Ultimate Alliance 2
Gameplay
8.0
Atmosphäre
7.5
Grafik
6.5
Sound
7.0
Spielspass
7.0
 

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