Previews  Reviews     PS4  PlayStation VR  PS3  Vita  PSP  PS2  Hardware  Specials 
Guitar Hero: Greatest Hits
31. März 2010

Nach nunmehr sieben Teilen der Guitar Hero Reihe, wurde es mal Zeit für einen musikalischen Querschnitt. Zumindest dachten sich dies wohl Activision, welche sogleich die Kassen klingeln hörten. Damit die Dollar sprießen, veröffentlichte man die Greatest Hits auch gleich als Vollpreisspiel, anstatt einen DLC in den PSN Store zu stellen. Ob diese Politik gerechtfertigt ist, oder der Schuss nach hinten losgeht, klären wir im Review.

More Than A Feeling

Zwar waren Konami die Vorreiter der Musikspiele, doch den Massenmarkt erreichte erst Harmonix (welche später mit „Rock Band“ den nächsten Schritt machten) mit ihrem „Guitar Hero“, wo man mittels Plastikklampfe diverse Notenfolgen im richtigen Moment anschlagen musste. Simples Spielprinzip, große Wirkung. Das Spiel schlug ein und das Franchise wurde in den vergangenen vier Jahren ordentlich ausgeschlachtet, wobei die Serie im Laufe der Zeit immer wieder im Detail ver(schlimm)bessert und um neue Features erweitert wurde. Um diese neuen Features (wie z.B. die Slidebar an der Gitarre, das Schlagzeug und das Mikrofon) zu nutzen, wurden die alten Songs zum Glück nicht lieblos portiert, sondern angepasst. Herausgekommen sind unter anderem neue Notenfolgen, welche etwas feiner angeordnet und erweitert wurden. Dies sorgt auch dafür, dass die Songs von früher heute etwas schwerer zu spielen sind. Überhaupt wurden die Notenfolgen sehr abwechslungsreich angeordnet und machen schon ab dem mittleren Schwierigkeitsgrad Spaß und im Gegensatz zur World Tour, kann man sogar die Slidebar ordentlich einsetzten. Besonders der Song „Free Bird“ von Lynyrd Skynyrd, wo man die erste Hälfte komplett mit der Slidebar zocken kann sticht positiv hervor. Wie erwähnt findet auch das Schlagzeug (inkl. Double Bass unter dem Schwierigkeitsgrad Profi+) und das Mikrofon Unterstützung.

Leider haben viele Songs das Problem, dass im höchsten Schwierigkeitsgrad wieder Noten gespielt werden müssen, welche es einfach nicht gibt. Es kann nicht sein, dass man auf einer echten Gitarre einen Song relaxed runterzockt, während man auf der Plastiklampfe am besten zehn Finger an einer Hand benötigt. Ebenfalls wieder mit an Bord ist der Musikbaukasten und GHTunes, welcher leider immer noch etwas sperrig zu bedienen ist. Vorbildlich auf der anderen Seite, dass man nun die Originale der Songs zu hören bekommt und von Coversongs verschont bleibt.

Play With Me

Bei den Spielmodi gibt es keine Überraschungen und es wird als das geboten, was man schon bei „Guitar Hero: World Tour“ zur Verfügung hatte. So ist der Karrieremodus (Einzeln oder als Band) noch immer sehr langweilig präsentiert und völlig belanglos. So zockt ihr einen Song nach dem anderen runter. Bei jedem Lied könnt ihr bis zu fünf Sterne absahen, wodurch nach und nach neue Songs freigespielt werden. Beim schnellen Spiel dagegen, könnt ihr alleine oder in der Band eine kleine Setlist von bis zu sechs Songs zusammenstellen und zocken. Vorteil hier, es sind bereits alle Songs freigeschaltet, welche es im Spiel gibt. Natürlich kann man auch Online eine Band gründen, oder mit seiner Band gegen eine andere Band antreten. Ganz großer Wermutstropfen und eine riesige Frechheit ist allerdings, dass ihr in älteren Teilen der Serie gekaufte Songs NICHT bei „Guitar Hero: Greatest Hits“ spielen könnt. Diese Politik von Activision muss und kann man nicht verstehen.

I Love Rock N' Roll

Wie immer, ist die Musikauswahl aber das Wichtigste bei einem Musikspiel und beim Greatest Hits im Namen, kann eigentlich auch nicht viel schief gehen. Klar vermissen einige alteingesessene ein paar Songs, doch im großen und ganzen ist die Tracklist sehr gut und es gibt keinen musikalischen Totalausfall. Die ersten beiden Teile bekommen die meiste Aufmerksamkeit (kein Wunder, da hier noch Harmonix hinter der Serie stand, welche Ahnung von Musik hatten). Auf der anderen Seite, sind Songs von „Legend of Rock“ und „Rock the 80s“ nur spärlich vorhanden. Das „Metallica“ und „World Tour“ komplett außen vor gelassen wurden, ist ebenfalls unschön und unverständlich in Anbetracht dessen, dass es sich hier um eine Best Of handelt. Lange Rede kurzer Sinn … hier die Tracklist:

Guitar Hero:

Blue Öyster Cult - "Godzilla"
Boston - "More Than A Feeling"
Deep Purple - "Smoke On The Water"
Franz Ferdinand - "Take Me Out"
Helmet - "Unsung (Live)"
Incubus - "Stellar"
Joan Jett & The Blackhearts - "I Love Rock N' Roll"
Ozzy Osbourne - "Bark At The Moon"
Pantera - "Cowboys From Hell (Live)"
Queen - "Killer Queen"
Queens Of The Stone Age - "No One Knows"
The Donnas - "Take It Off"
The Exies - "Hey You"
White Zombie - "Thunder Kiss '65"

Guitar Hero 2:
Alice In Chains - "Them Bones"
Avenged Sevenfold - "Beast And The Harlot"
Danzig - "Mother"
Foo Fighters - "Monkey Wrench"
Iron Maiden - "The Trooper"
Jane's Addiction - "Stop!"
Kansas - "Curry On Wayward Son"
Lamb Of God - "Laid To Rest"
Lynyrd Skynyrd - "Free Bird"
Mötley Crüe- "Shout At The Devil"
Nirvana - "Heart-Shaped Box"
Rage Against The Machine - "Killing In The Name"
Reverend Horton Heat - "Psychobilly Freakout"
Rush - "YYZ"
Stone Temple Pilots - "Trippin' On A Hole In A Paper Heart"
The Police - "Message In A Bottle"
The Sword - "Freya"
Warrant - "Cherry Pie"

Wolfmother - "Woman"

Guitar Hero 3: Legends Of Rock:
AFI - "Miss Murder"
DragonForce - "Through The Fire And Flames"
Heart - "Barracuda"
Kiss - "Rock And Roll All Nite"
Living Colour - "Cult Of Personality"
Pat Benatar - "Hit Me With Your Best Shot"
Priestess - "Lay Down"
Slayer - "Raining Blood"

Guitar Hero: Rock The 80s:

Anthrax - "Caught In A Mosh"
Extreme - "Play With Me"
Judas Priest - "Electric Eye"
Poison - "Nothin' But A Good Time"
Ratt - "Round and Round"
Twisted Sister - "I Wanna Rock"

Guitar Hero: Aerosmith:
Aerosmith - "Back In The Saddle

Präsentation

Technisch hat sich, wie zu erwarten, nicht viel getan und die Greatest Hits Scheibe nutzt die gleiche Engine wie vorherige Teile der Serie. Das heißt, die Arenen sind recht fantasievoll gestaltet, es gibt genügend Pyroeffekte im Takt der Musik und die Lichtshow sowie Animationen stimmen ebenfalls. Wenn mehrere singen, stellen sich auch mehrere hinter den Stimmverstärker und bei einem Soli stehen die Bandmitglieder auch mal Posergerecht Rücken an Rücken auf der Bühne. Auch wurden einige markante Bewegungen großer Stars nachempfunden. Zudem steht auch wirklich eine Frau auf der Bühne, wenn eine weibliche Stimme verlangt wird. Spielt man bei Rock Band 2 eine Setlist, stellen sich ja auch mal Männer hinters Mikro, obwohl eine Frauenstimme aus den Boxen dröhnt. Leider fällt das Publikum wieder ziemlich ab und ist einfach nur hässlich! In Sachen Stimmung hat ebenfalls noch Rock Band 2 die Nase vorn. Zwar singt auch hier das Publikum mit, doch hätte hier mehr drinnen sein müssen. Das gleiche gilt für die Akustik der Songs an sich. Diese wirken ebenfalls etwas kraftlos und teils sogar schlechter als die Coversongs aus vergangenen Titeln.

FAZIT:

Keine 50 Tracks, nicht kompatibel zum DLC vorheriger Guitar Hero Spiele und Vollpreis. Auch das fehlen von Songs aus „Guitar Hero: World Tour“ und „Guitar Hero: Metallica“ stößt etwas auf, den immerhin soll es sich ja hier um eine Greatest Hits handeln. Sonstige Neuerungen bei den Spielmodi gibt es ebenfalls nicht und der Karrieremodus kommt gewohnt langweilig daher. Das riecht gehörig nach Abzocke und daran können auch die Originalaufnahmen, neue Notenfolgen und das Band Feature nicht rütteln! Auf der anderen Seite ist Tracklist wirklich gut, die Notenfolgen sehr abwechslungsreich und die Spielbarkeit hervorragend. Würde Activision das Spiel nicht als Vollpreisspiel auspreisen, wäre auch locker eine 9/10 drinnen gewesen. Wer die Platte für einen Dreißiger findet, kann zugreifen.

[ Review verfasst von Shagy ]

PS: Da uns Activision noch immer kein Schlagzeug liefern konnte, kam bei mir das Rock Band Drumkit zum Einsatz.

Pluspunkte:

  • Keine musikalischen Durchhänger
  • Fordernde Notenfolgen
  • Hervorragende Spielbarkeit

Minuspunkte:

  • Zu wenig Songs zum Vollpreis
  • DLC nicht zum Vorgänger kompatibel
  • Kaum Neuerungen


Infos zum Spiel
NameGuitar Hero: Greatest Hits
SystemPlayStation 3
HerstellerActivision Blizzard
EntwicklerNeversoft
GenreAndere
USKohne Altersbeschränkung
PEGI12+
Preis59,99 €
PlatinumNein
Release
 26.06.2009
 16.06.2009
Spielerzahl4
SpracheEnglisch
TexteDeutsch
Englisch
MehrspielermodusJa
Online spielbarJa
Online FunktionenJa
720pJa
1080pNein
Sixaxis Tilt SupportNein
Mehr...

vergrössern
vergrössern
vergrössern
vergrössern
vergrössern

Screenshot Galerie
Guitar Hero: Greatest Hits
Gameplay
9.5
Atmosphäre
5.0
Grafik
6.5
Sound
8.0
Spielspass
8.5
 

Impressum - Team - Cookie-Policy - Datenschutzerklärung

Alle Produkttitel | Herstellernamen | Warenzeichen | Grafiken und damit verbundene Abbildungen sind Warenzeichen und/oder urheberrechtlich geschütztes Material ihrer jeweiligen Inhaber.
All referenced company names, characters and trademarks are registered trademarks or copyrights of their respective owners.

Copyright © 2011 chrizel
Powered by KooBI 2.2 © 2004
dream4