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I Am Alive
13. April 2012

Man mag es kaum glauben, aber hinter Ubisofts I Am Alive steckt eine erschreckend lange Vorgeschichte, die bis in das Jahr 2008 hineinreicht. Damals wurde das Spiel im Rahmen der E3 angekündigt. Angeführt von Jade Raymond, die zuvor einen riesigen Erfolg mit der Entwicklung von Assassins Creed (OnPSX Review) verbuchen konnte, sollte die Überlebens-Simulation ein weiterer Hit für den französischen Videospielgiganten werden. Am Ende kam jedoch alles anders: Nachdem die Produktion zwischenzeitlich nach Ubisoft Shanghai verschoben wurde, sollte es weitere zwei Jahre dauern, ehe das Spiel Anfang 2012 endlich als PSN Titel zum Download angeboten wurde.

Survival of the Fittest

I Am Alive spielt in der fiktiven Stadt Haventon. Ein Jahr ist vergangen seitdem eine Anhäufung von verheerenden Naturkatastrophen fast die gesamte Menschheit ausgelöscht hat. Der Spieler schlüpft in die Rolle eines sorgenden Familienvaters, der auf der Suche nach Frau und Kind ist. In der Stadt angekommen, stellt man jedoch schnell fest, dass das Unterfangen alles andere, als einfach ist. Heruntergekommene Wolkenkratzer, zerstörte Brücken und eingestürzte Straßen verkomplizieren die Rückkehr in die eigenen vier Wände. Ähnlich, wie in Assassins Creed hangelt man sich durch tiefe Häuserschluchten, klettert an bröckelnden Fassaden entlang oder springt über weite Schluchten. Da I Am Alive aber einen größeren Wert auf Realismus setzt, gibt es zusätzlich noch eine Ausdauer-Anzeige, die beim kompletten Verbrauch den Tod bedeutet. Um das Leben aber ein wenig einfacher zu gestalten, gibt es noch zusätzliche Items, die nicht nur für die Regeneration eurer Ausdauer zuständig sind, sondern auch noch, wie zum Beispiel die Hängehaken, praktisch anwendbar sind. Und um unnötigen Ausdauerverlust entgegenzutreten, sollte man stets ein genaues Auge auf seine Umgebung werfen, da so manche Wege auch in tödlichen Sackgassen enden können. Außerdem sollte man Gebiete meiden, wo der Staubanteil überdurchschnittlich hoch ist, was ebenfalls zu einem Abfall der Ausdauer führen kann.

Die Klettereinlagen sind dank Zeitdruck mitunter ziemlich fordernd

Spiel mir das Lied vom Tod

Interessant ist aber vor allem der moralische Aspekt des Spiels – Teilt man seine Rationen unter anderem mit den wenigen Überlebenden von Haventon, wird man nicht nur mit einen größeren Highscore belohnt (den man online mit anderen vergleichen kann), sondern auch noch mit einigen Informationsfetzen, die euch ein wenig mehr Aufschluss über die tragische Geschehnisse vermitteln. Etwas tückischer wird es hingegen, wenn man auf die weniger gut gesinnten Einwohner trifft. Ausgestattet mit Macheten und Pistolen geht es hier einzig und allein ums Überleben. Der Trick liegt jedoch in der Anwendung eurer eigenen Pistole. Da Munition aber eher rar gesät ist, ist Täuschung die halbe Miete im Überlebensprozess. So kann eine gezückte Pistole beispielsweise dafür sorgen, dass so mancher Räuber vom anfänglichen Großmaul ganz schnell recht kleinlaut wird. Doch Obacht: Merkt der Gegner erst mal, dass ihr nur blufft, kann dies auch sehr rasch nach hinten gehen. Insbesondere dieser psychologische Effekt sorgt dafür, dass das Spiel euren Puls ein fürs anderer Mal in die Höhe steigen lässt.

Nicht immer ist Angriff die beste Option

Schwarz-Weiß Denken ist wieder In

Aber wie so oft, ist nicht alles Gold was glänzt: So nerven vor allem die wenigen Checkpoints, was oftmals dazu führt, dass man beim Ableben sehr weit zurückgeworfen wird. Und auch grafisch sollte man keine Wunder erwarten. Obwohl die vernebelte Stadt anfangs noch sehr atmosphärisch wirkt, wird das Schwarz-Weiß Bild auf Dauer doch etwas eintönig. Hinzu kommen einige nervige Framerate-Einbrüche und die Tatsache, dass man aufgrund der simplen Optik so manchen Weg erst auf dem zweiten Blick erkennt. Wenig zu beanstanden gibt es hingegen beim Sound, der nicht nur durch solide Synchronstimmen punktet, sondern auch durch eine nervenaufreibende Musikuntermalung, die bei allen gefährlichen Situationen eingespielt wird.

FAZIT:

Rein vom Konzept her ist I Am Alive definitiv eines der interessantesten Spiele im PlayStation Network. Interessant wäre natürlich zu wissen, welche Form das Spiel hätte einnehmen können, wäre es nicht gerade durch die Entwicklungshölle gegangen. Und obwohl der Preis von 14,99€ auf dem ersten Blick etwas zu hoch erscheint, bekommt man mit knapp vier bis fünf Stunden so viel Unterhaltung, wie bei manch anderem Retail-Spiel; auch wenn es hier und da einige Abzüge bei Gameplay und Technik gibt.

[ Review verfasst von Dimi ]


Zum Vergleich: Der originale E3 Trailer von 2008



Infos zum Spiel
NameI am Alive
SystemPlayStation 3
E-Distribution only
HerstellerUbisoft
EntwicklerUbisoft Shanghai
GenreAction-Adventure
USKab 16 Jahren
PEGI18+
Preis14,99 €
PlatinumNein
Release
 04.04.2012
 03.04.2012
Spielerzahl1
SpracheEnglisch
TexteDeutsch
Online spielbarNein
Online FunktionenJa
HeadsetNein
720pJa
1080pNein
Sixaxis Tilt SupportNein
PlayStation MoveNein
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