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DmC - Devil May Cry
23. Februar 2013

Als Capcom vor ein paar Jahren ein neues Devil May Cry Spiel ankündigte, war die Vorfreude unter den Fans riesig. Doch als sich herausstellte, dass nun Ninja Theory (Heavenly Sword, Enslaved) der Entwickler war und die Serie auch rebootet werden sollte, änderte sich die Stimmungslage immer mehr. Bis zuletzt war die Stimmung fast schon hassvoll und nun da das Spiel endlich draußen ist, wollen wir klären, ob es wirklich so schlecht ist, wie sein Ruf.

Dante, der Nephilim

Wie es nicht anders sein könnte, dreht sich die Geschichte in DmC - Devil May Cry natürlich um Dante. Jedoch um einen deutlich jüngeren und anders aussehenden Dante. Schwarze statt weiße Haare und das er mächtiger ist, als alle Menschen, ist ihm auch noch nicht ganz klar. Doch das alles ändert sich urplötzlich, als die junge Kat an seiner Tür auftaucht. Dämonen wollen Dante töten und so muss er sich mit ihrer Hilfe zur Wehr setzen und lernt nun Schritt für Schritt seine Kräfte zu kontrollieren und zu verbessern. Dabei trifft man recht schnell auf seinen Bruder Vergil, der im Untergrund arbeitet, um den Dämonenkönig Mundus zu besiegen. Dieser ist nämlich für den Tod der Mutter Dantes verantwortlich und auch ihr Vater, Sparda, muss dank Mundus unendliche Qualen erleiden. Also schließt ihr euch ihm kurzerhand an, um Mundus und seinen Handlangern einen Strich durch die Rechnung zu machen, denn wie es der Zufall will, sind Dante und Vergil die einzigen die einen Dämonenkönig töten können. Sie sind nämlich Nephilim, Söhne eines Dämonen und Engels, und damit mächtiger als alle anderen. Die Geschichte hat also durchaus Potential, aber leider wird es absolut nicht genutzt. Die Erzählweise ist mehr als oberflächlich und die „schockierende“ Wendung gegen Ende nichts weiter als der logische Schritt um die Brücke zu den anderen Titeln zu schlagen. Leider versuchen die Entwickler aber an jeder Stelle den Spieler emotional zu packen, was aber in den meisten Fällen daneben geht. Ein Grund dafür sind die Dialoge und der Humor des Spiels, welcher auf dem Level eines pubertierenden 12-Jährigen ist. Hier Sex, dort Sex und dann gibt es auch noch gehaltvolle Gespräche, wie:“Fick dich!“,“Fick dich!“,“Fick dich!“. Der Versuch die Coolness des bekannten Dante hier mit einzubeziehen, ging also leider schief. Zudem ist die Kampagne mit ca. sieben Stunden Spielzeit auch etwas sehr kurz ausgefallen.

Geschicklichkeitsherausforderungen lockern das Spielgeschehen auf

SSS

Das Kampfsystem der Devil May Cry Serie wurde auch überarbeitet und hat einige Änderungen erfahren. Neuerdings hat man nämlich diverse Waffen zur Verfügung, wobei Dantes Schwert Rebellion immer ausgerüstet ist. Dazu gibt es dann je eine Engels- und Dämonenwaffe, die auf L2 bzw. R2 liegen und natürlich die Pistolen, welche alle durch andere ausgetauscht werden können, sobald man mehr freigeschaltet hat. Das passiert On-the-Fly im Spielverlauf durch einen Klick auf den Steuerungstasten und so lassen sich mit diesen vier Waffen einige interessante Kombos entfachen. Denn das ganze Kampfsystem dreht sich um den Stylemeter, der mit beeindruckenden Kombos gefüllt werden möchte. Davon hängen die Missionsbewertung und auch die Items ab, die man für das Besiegen der Gegner bekommt. Wer also mehrere Waffen kombiniert und sich dabei nicht Treffen lässt, kann bis zum SSS-Rang aufsteigen, was viel mehr Punkte bringt. Leider haben die einzelnen Waffen nur eine sehr begrenzte Anzahl an Moves und die Tatsache, dass man eine Kombo zum Ausweichen nicht abbrechen kann, sorgt manchmal für etwas Frust. Glücklicherweise sind die vielen verschiedenen Gegnertypen alle meist alles andere als schwierig und erst die Menge an Gegnern sorgt für eine Herausforderung. Das liegt in erster Linie daran, dass sich deren Angriffe lange vorher ankündigen und man daher meist mehr als genug Zeit zum Ausweichen hat. Verglichen mit den alten Teilen ist das leider ein klarer Rückschritt, aber kein Beinbruch, da so die Einstiegshürde gesenkt wird. Eine echte Herausforderung erhält man dadurch aber erst auf den höheren Schwierigkeitsgraden, die man erst freispielen muss. Diese machen die Bosskämpfe jedoch auch nicht besser, welche leider absolut langweilig und einfallslos ausfallen. Im Grunde hat jeder Endgegner nur zwei Angriffe und die einzige Herausforderung besteht darin die Konzentration hochzuhalten, da die Kämpfe viel zu lange dauern, was der vielen Lebenspunkte der Gegner geschuldet ist. So bleibt einem nichts anders übrig, als gute 10 Minuten auf einen Gegner einzuschlagen ohne das er einen oft trifft und zu hoffen, dass der Graus bald ein Ende hat.

Kein poliertes Spielerlebnis, viele Gegner sind einfallslos

Unreal May Cry

Da Ninja Theory scheinbar die alte Devil May Cry 4 Engine nicht nutzen durfte/wollte, hat man sich für die Unreal Engine 3 entschieden, was auf der PS3 einen klaren Nachteil hat. Das Spiel läuft nämlich nur mit 30 Bildern pro Sekunde und sorgt somit für ein trägeres Gameplay, was bei einem Hack`n Slay eigentlich ein Todesurteil ist. Vielleicht sind deshalb aber auch die Gegner mit Absicht so langsam. Außerdem sorgt die alte Engine leider dafür, dass das Spiel nicht wirklich besser aussieht als sein Vorgänger. Immerhin läuft es ziemlich sauber und einzig die Körperschatten sind etwas sehr eckig, aber ansonsten erhält man ein sehr rundes Bild. Überhaupt ist das Design der Welten wirklich überragend. Alles wirkt lebendig, Straßen beben, Wände pulsieren und zudem gibt es sehr coole Einblendungen direkt in der Spielwelt, die wie eine Werbeaufschrift an Wänden und Böden platziert werden und z.B. verraten, dass man gefangen ist. Diese liebe zum Detail konnte man aber leider nicht auf die Charaktere übertragen, da bis auf Dante alle ziemlich blass und lieblos wirken. Das größte technische Manko sind jedoch die Ladezeiten vor einer Mission. Mit ca. einer halben Minute sind diese nämlich deutlich zu lang.

Immerhin - DmC bringt einen eigenen grafischen Stil mit

Metal oder Elektro?

Der Soundtrack des Spiels hebt sich positiv gegenüber dem Rest hervor und besticht durch eine coole Mischung aus gitarrenlastigen Metall-Riffs und einigen Elektro-Stücken, die immer passend zur aktuellen Lage eingesetzt werden. Das krasse Gegenteil davon sind wiederum die Stimmen bzw. Synchronsprecher, die wohl nicht unbedingt viel Spaß an ihrer Arbeit hatten. Zudem gibt es hin und wieder Soundaussetzer und Lippensynchronität war den Entwicklern wohl auch ein Fremdwort. Wer also kann, sollte definitiv zur englischen Sprachausgabe greifen.

FAZIT:

DmC - Devil May Cry hat ein Kampfsystem mit einem leichten Einsteig, einem tollen Design der Level, sowie schöner Musik, aber das war es auch fast schon. Die Story ist nicht der Rede wert, dank der Engine läuft das Spiel nur mit 30FPS und so einige Dialoge sorgen beim Spieler für Fremdschämen. Unterm Strich bleibt also kein schlechtes Spiel, aber definitiv ein schlechtes Devil May Cry. Fans der Serie sollten sich einen Kauf also lieber zweimal überlegen.

[ Review verfasst von crack-king ]

Pluspunkte:

  • Tolles Leveldesign
  • Gute Sounduntermalung
  • Leichter Einstieg

Minuspunkte:

  • Viel zu kurz
  • Miese Story und Dialoge
  • Nur 30FPS



Infos zum Spiel
NameDmC - Devil May Cry
SystemPlayStation 3
HerstellerCapcom
EntwicklerNinja Theory
GenreAction
USKab 16 Jahren
PEGI16+
Preis59,95 €
PlatinumNein
Release
 15.01.2013
 15.01.2013
 17.01.2013
Spielerzahl1
SpracheDeutsch
Englisch
TexteDeutsch
Englisch
MehrspielermodusNein
Online spielbarNein
Online FunktionenJa
HeadsetNein
720pJa
1080pNein
Sixaxis Tilt SupportNein
PlayStation MoveNein
Mehr...

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Screenshot Galerie
DmC - Devil May Cry
Gameplay
8.0
Atmosphäre
7.0
Grafik
7.5
Sound
8.5
Spielspass
7.5
 

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