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OlliOlli 2: Welcome To Olliwood
9. März 2015

OlliOlli“ war wohl einer der Überraschungshits des letzten Jahres und hat zahlreiche Fans gewinnen können. Nun folgt mit „OlliOlli 2: Welcome to Olliwood“ bereits der Nachfolger für PS4 und Vita und ob es sich hierbei nur um ein Level-Pack handelt oder einen wirklichen Nachfolger, erfahrt ihr in unserem Review.

Vom Grind zum Manual in den 720 Olli

Im Vorgänger gab es eigentlich nur zwei Arten an Tricks. Die normalen Skateboard-Tricks, wie ein Olli oder der Heelflip und die vielen Grindarten, um geschmeidig über Stangen, Fahrzeuge und Häuserdächer zu rutschen. Ausgeführt werden die Tricks mit dem linken Analogstick, indem man z.B. eine Halbkreis-Bewegung ausführt und ihn dann loslässt. Besonders wichtig hierbei ist das Timing beim Landen bzw. Grinden und diesen Grundsatz führt OlliOlli2 konsequent weiter. Jedoch wurde das Repertoire an Tricks noch ein wenig ausgebaut. So gibt es nun einige schwierigere Tricks, aber auch völlig neue Arten, um die Tricks zu langen Combos zu kombinieren. Die einfachste Möglichkeit ist bei der Landung einen Manual zu landen, welcher die Combokette nicht unterbricht. Hier kann man sogar bei der Landung erst einen Reverse machen, sich also bei der Landung mit dem Bord drehen und dann in einen Manual übergehen. Ähnliches kann man auch beim Grinden ausführen, wo man nun zwischen unterschiedlichen Grinds wechseln kann, wenn der eigentliche Grind perfekt ausgeführt wird. All das sorgt dafür, dass der Combocounter in die Höhe schießt und man ein Level in einer einzigen langen Combo abschließen kann. Anfangs mögen die neuen Möglichkeiten etwas viel auf einmal sein, jedoch gewöhnt man sich schnell an die einzelnen Tricks und dann sind Reverse Manuals, Grinds & Co. kein Problem mehr und hier liegt auch die Stärke von OlliOlli2. Die unzähligen Möglichkeiten an Tricks laden zum Ausprobieren ein und obwohl die Steuerung anfangs wenig intuitiv rüberkommt, entsteht starkes Suchtpotential, weil Stürze nur die eigene Schuld sind. In Sachen Umfang bekommt man es wie im Vorgänger mit fünf Welten und insgesamt 50 Levels und dazugehörigen Spots zu tun, die jeweils fünf Aufgaben für einen bereithalten. Beispielsweise muss man einen Highscore knacken oder aber im Level verteilte Embleme einsammeln. Manche der Aufgaben sind dabei relativ einfach zu lösen und andere wiederum benötigen etwas Training, weil man z.B. bestimmte Tricks in die Combo einbauen muss. Aber letztlich lernt man auch so die einzelnen Spielmechanismen perfekt kennen. Des Weiteren gibt es nun Alltagsaufgaben, in denen ihr euch täglich in einem Level mit der ganzen Welt messen dürft. Hier dürft ihr zuerst einige Runden zum Training drehen und habt dann genau einen Versuch, um euch in die Leaderboards einzutragen. Insgesamt gibt es also genug zu tun in „OlliOlli 2“.

Tony Hawk Pro Skater 2 in 2D

Während es im ersten Teil noch relativ pixelige Retro-Grafik gab, kommt „OlliOlli 2“ gestochen scharf daher und ersetzt seinen Pixellook durch einen schönen und bunten Zeichenstil. Die fünf Welten sind wieder mal thematisch abgegrenzt und haben ihren ganz eigenen Stil. So ist das erste Level eine Anspielung an Hollywood, während man in Welt Drei einen verlassenen Freizeitpark bei Nacht unsicher macht. Etwas schade ist nur, dass sich Boden und Grindspots nicht immer perfekt voneinander unterscheiden lassen und man deswegen ab und an auf die Nase fällt, weil man der Meinung war, man könne noch ein wenig weiter grinden. Musikalisch gibt es wieder den gewohnten Elektro-Soundtrack, der dieses Mal aber etwas seichter ist, trotzdem gut ins Ohr geht und zu keiner Zeit nervt.

PS4 vs. Vita

Inhaltlich gleichen sich die PlayStation 4 und Vita Versionen von „OlliOlli 2“, wie ein Ei dem anderen. Trotzdem gibt es leichte Unterschiede im Spielgefühl. Durch den größeren Radius der Analogsticks vom Dualshock 4 Controller brauchen Tricks etwas mehr Zeit, wodurch das Gefühl einer trägen Steuerung auftreten kann. Hinzu kommt sicherlich die Latenz der jeweiligen Fernsehdisplays, die beispielsweise auf dem OLED-Display der ersten Vita-Generation quasi vernachlässigbar ist. Alternativ wäre eine angepasste Steuerung auf der PS4 via Steuerkreuz wünschenswert gewesen. Ansonsten erhalten beide Versionen in Zukunft einen Multiplayer-Modus, welcher aber nur auf der PlayStation 4 auch lokal gespielt werden kann.

FAZIT:

Wer mit „OlliOlli“ bereits Spaß hatte, kann auch bei „OlliOlli 2“ bedenkenlos zuschlagen. Das Spiel bietet eine verbesserte Grafik, neue Levels und vor allem neue Tricks, die das Gameplay an gezielten Stellen aufwerten und noch höhere Highscores ermöglichen. Von einem simplen Levelpack kann man also nicht sprechen und PlayStation Plus Nutzer erhalten das Spiel zurzeit sogar kostenlos. Aber Achtung, der Titel macht süchtig und das gleichermaßen auf Vita bzw. der PS4, wobei die Handheld-Version sich besser für zwischendurch eignet und über eine knackigere Steuerung verfügt.

[ Review verfasst von crack-king ]

Kommentar von Shagy:

„OlliOlli“ ist ein wundervolles Videospielkleinod und war lange ein Geheimtipp. Eine fast perfekte Steuerung und Spielbarkeit gepaart mit einer coolen Retrografik und treibenden Elektro-Soundtrack. „OlliOlli“ stand zudem für dieses „nur noch eine Runde“ Gefühl. Ich war also gespannt, wie der Nachfolger aussehen würde und was soll ich sagen, ich bin schon etwas enttäuscht. „OlliOlli“ war leicht zu erlernen, aber schwer zu meistern. Teil 2 ist dagegen schon beizeiten schwer und wird bereits ab dem zweiten Szenario etwas frustig. Im Erstling konnte man noch viele Sprünge und Moves retten, was aufgrund der aktuellen Levels gar nicht mehr möglich ist. Zudem ist die Steuerung mit den zusätzlichen Manuels und Reverts überladen und in der Hektik des Gefechts fällt es öfters schwer, einen Grindspot vom normalen Untergrund zu unterscheiden. Grafisch kommt „OlliOlli 2“ dagegen erwachsener und ziemlich clean daher. Geschmackssache, wie auch der um einiges weichere Soundtrack, welcher bei weitem nicht mehr so treibend ist wie noch im ersten Teil. „OlliOlli 2: Welcome to Olliwood“ ist also beileibe kein schlechtes Spiel, aber für mich kein würdiger Nachfolger zu „OlliOlli“.




Infos zum Spiel
NameOlliOlli 2: Welcome to Olliwood
SystemPlayStation Vita
HerstellerRoll7
EntwicklerRoll7
GenreGeschicklichkeit
PEGI3+
Preis9,99 €
Release
 04.03.2015
 03.03.2015
Spielerzahl4
SpracheEnglisch
TexteDeutsch
MehrspielermodusJa
Online spielbarNein
Online FunktionenJa
Ad-hocNein
Speicherbedarf133 MB
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