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Hotline Miami 2: Wrong Number
16. März 2015

„Hotline Miami“ war einer der Indie-Hits schlechthin, was unter anderem dem schnellen Gameplay und tollem Soundtrack zu verdanken ist. Der hohe Gewaltgrad hat natürlich auch für etwas Publicity gesorgt, aber das soll den Eindruck nicht schmälern. Dementsprechend waren die Fans bei der Ankündigung von Teil 2 begeistert und ob der Nachfolger ebenfalls überzeuge kann, klären wir in unserem Review.

Miami, ein gefährliches Pflaster

Die Story von „Hotline Miami“ ist relativ unscheinbar und dreht sich wieder um eine geheime Gruppierung von Psychopathen, die wahllos Punks, die Russenmafia oder anderes „Gesindel“ angreifen und regelrecht abschlachten. Das weckt natürlich das Interesse der Polizei und so erlebt man dieses Mal die Geschichte aus mehreren Blickwinkeln und zum Teil unterschiedlichen Zeitpunkten. Während man zu Beginn kaum etwas versteht, setzt sich das große Puzzle Schritt für Schritt zusammen.

Letztlich ist die Geschichte aber nur nettes Beiwerk und man konzentriert sich auf das Gameplay, was quasi 1:1 aus dem Vorgänger übernommen wurde. Wieder wird man einfach in ein Gebäude geworfen und muss dort Etage für Etage die Gegner erledigen. Dazu stehen einen unterschiedliche Möglichkeiten zur Verfügung. Beispielsweise kann man den Gegner mit der Hand niederschlagen und ihn dann am Boden den Kopf einschlagen oder gleich eine Waffe nehmen, wie beispielsweise einen Baseballschläger. Schusswaffen gibt es auch und die sind am effektivsten, locken aber natürlich andere Gegner durch die Geräusche an. Problematisch ist auch, dass die Gegner die gleichen Möglichkeiten haben, um euch das Leben auszuhauchen und das passiert schneller als einem lieb ist. Ein Treffer und man segnet das zeitliche. Bei Schusswaffen weiß man zum Teil gar nicht, was einen gerade getroffen hat, weil sie auf die Entfernung natürlich gefährlicher sind. Deshalb ist es wichtig sich einen guten Überblick über die Situation zu verschaffen und dann mit einem Plan vorzugehen. Letztlich artet es aber auch in etwas Trial & Error aus, denn nur durch schnelle Kills kann man seine Combo oben halten. Das verleitet dann aber auch zu etwas Leichtsinn. Etwas Abwechslung ins Gameplay bringen die verschiedenen Masken. Denn je nach Maske hat man andere Fähigkeiten. Beispielsweise kann man mit der Gänsemaske sich unter Schüssen ranrollen und die Bärenmaske gibt einem gleich zu Beginn zwei Maschinengewehre. Je nach Spielstil kann sich eine andere Maske natürlich anbieten und diese schaltet man nacheinander frei. Wie man aber sieht, gibt es im Gameplay kaum Neuerungen. Es ist „Hotline Miami“ durch und durch. Dafür ist es aber eine ganze Ecke schwieriger, was vor allem an mehr Gegnern mit Schusswaffen liegt. Leider wird das an sich gute Gameplay von einigen nervigen Bugs manchmal zur Tortur. Nahezu jedes Kapitel hatte mit irgendwelchen Fehlern zu kämpfen. Mal werden entscheidende Items in eine Wand gedroppt, dann verschwinden Gegner außerhalb des Sichtfeldes, dann funktioniert das Fadenkreuz kaum und Abstürze gibt es auch. Auch wenn es sich hier um einen Indie-Titel mit wenig Budget handelt, sind das ein paar Fehler zu viel und die Häufigkeit der Fehler nervt auch. Zwar lassen sich die meisten Fehler mit einem Levelneustart beheben, aber das kann auch nicht die Lösung sei.

Pixelblut

Visuell sollte man hier keine Revolution erwarten, nicht mal eine Evolution. Der Grafikstil ist direkt aus dem Vorgänger übernommen und bietet immer noch zum Teil sehr pixelige Grafiken. Immerhin bieten die Levels nun etwas mehr Abwechslung und sind etwas detaillierter. Auch die eine oder andere neue Animation ist hinzugekommen, aber wirklich Neues gibt es nicht sehr oft zusehen. Überzeugen kann dagegen wieder der Soundtrack, der wieder die Spielsituationen toll unterstreicht und „zum Morden“ einlädt. Er treibt einen an und hat zum Teil auch Ohrwurmcharakter.

FAZIT:

Ohne lange um den heißen Brei herumzureden: „Hotline Miami 2: Wrong Number“ ist mehr „Hotline Miami“. Wirklich Neues gibt es nicht, aber das ist nicht weiter schlimm, weil das Spiel dank des schnellen Gameplays immer mal wieder für eine Runde einlädt. Das ist vor allem auf der Vita sehr praktisch und die Pixelgrafik wirkt darauf auch gleich etwas ansehnlicher. Die ganzen Fehler im Spiel sind aber sowohl in der PS4, als auch in der Vita Version ein echtes Problem und können einem den Spielspaß wirklich verderben. Das Spiel hätte auf jeden Fall noch etwas Beta-Testing gebrauchen können und so bleibt dem Spiel am Ende auch die Bestnote verwehrt.

[ Review verfasst von crack-king ]




Infos zum Spiel
NameHotline Miami 2: Wrong Number
SystemPlayStation Vita
PublisherDevolver Digital
EntwicklerDennaton Games
GenreAction
USKkeine Jugendfreigabe
PEGI18+
Preis14,99 €
Release
 11.03.2015
 10.03.2015
Spielerzahl1
SpracheEnglisch
TexteEnglisch
MehrspielermodusNein
Online spielbarNein
Online FunktionenJa
Speicherbedarf403MB
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