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Batman: Arkham Knight
18. Juli 2015

Batman dürfte wohl zu den bekanntesten Superhelden des Planeten gehören und so kennen selbst die Jüngsten unter uns den dunklen Ritter aus Comics, Büchern, TV-Serien oder auch Spielfilmen. In jedem Format gab es sowohl gute als auch schlechte Geschichten, doch in Sachen Videospiele konnte Batman nicht wirklich durchstarten. Erst Rocksteady bewies, dass eine Lizenzumsetzung nicht gleich schlecht sein muss und hat mit Arkham Asylum sehr viele Fans gewonnen. Mit Batman: Arkham Knight soll die Trilogie nun ihr Ende finden und ob Rocksteady die Serie mit einem großen Knall enden lassen kann oder nicht, verraten wir in unserem Review.

The Dark Knight Falls

Geschichtlich knüpft Batman: Arkham Knight fast direkt an das Ende von Arkham City an. So hat Batman den Joker endgültig besiegt und eingeäschert. Aber als er wieder in Gotham City ist, muss er feststellen, dass Scarecrow nun zu seinem ultimativen Schlag ausgeholt hat. Denn mit einem neu entwickelten Angstgas macht er aus den Menschen unberechenbare Monster und er droht ganz Gotham City damit zu zerstören. Glücklicherweise kann man die Stadt rechtzeitig evakuieren, doch die Situation ist viel schlimmer und so hat Batman eine Nacht Zeit Scarecrow das Handwerk zu legen. Erschwerend kommt hinzu das Scarecrow nahezu alle Bösewichte, die was auf sich halten, verbündet hat, um Batman das Leben schwer zu machen. Und dann taucht auch der Arkham Knight auf, der Batman zu kennen scheint, aber von dem niemand vorher etwas gehört hat. Doch auch Batman hat einige Verbündete und so beginnt der Kampf um Gotham City. Unterm Strich hat die Geschichte durchaus Potential, aber bis auf ein paar sehr seltene Szenen bleibt kaum etwas davon im Kopf hängen und so ist der Abschluss etwas schwach. 

Achtung, Fingerbrecher

Da in Batman: Arkham Knight das Spielgeschehen in ganz Gotham City stattfindet, reicht es nun nicht mehr sich zu Fuß oder durch die Luft gleitend fortzubewegen, weswegen Rocksteady das Batmobil endlich ins Spielgeschehen integriert hat. Auf Knopfdruck könnt ihr es herbeirufen und so durch die Straßen von Gotham City heizen. Dabei stehen euch zwei Modi zur Verfügung. Einmal ein normaler Fahrmodus, in dem ihr ziemlich schnell unterwegs seid und in Verfolgungsjagden die Gegner entweder von der Straße drängt oder sie mit ein paar gut gezielten Lenkraketen ausschaltet. Manchmal hat man es aber nicht nur mit ein paar gewöhnlichen Straßenganoven zu tun, sondern mit den Schergen von Scarecrow, die gerne auf unterschiedliche Panzer zurückgreifen. Hier könnt ihr in den Kampfmodus schalten, der euch bessere Steuerungsmöglichkeiten auf engem Raum bietet und indem ihr volle Kontrolle über euer Waffenarsenal habt. Auf dem Papier ist das Batmobil also eine willkommene Ergänzung, doch leider gibt es ein paar gravierende Probleme. So ist die Steuerung des Batmobils im normalen Modus unheimlich schwammig und nur mit viel Geduld gewöhnt man sich daran. Die Kampfszenen mit anderen Panzern sind auch nicht sonderlich spannend und laufen immer nach Schema F ab. Leider fand Rocksteady das Batmobil so toll, dass man sich dazu entschied dieses in so vielen Szenen wie nur möglich einzusetzen. Zum Teil auch in wirklich absurden Gameplayabschnitten, wo man ganze Plattformrätsel mit dem Batmobil lösen muss und zufälligerweise hat der Riddler seine Rätsel alle aufs Batmobil ausgelegt. Hier wäre weniger deutlich mehr gewesen, wenn dafür die Qualität angehoben worden wäre. Immerhin gibt es ansonsten das bekannte Gameplay aus den Batman Spielen mit dem ausgefeilten Combosystem. Eine Neuerung in diesem sind Doppelmoves, die ihr ausführen könnt, wenn euch jemand im Kampf zur Seite steht. Sei es Catwoman, Robin oder jemand anderes. Die geben dem Spiel noch mal etwas Abwechslung, aber kommen im Spiel leider viel, viel zu kurz. Des Weiteren gibt es die vielen Gadgets, fast schon zu vielen. Denn vor allem zu Beginn ist man völlig überfordert, weil man die meisten Gadgets aus dem Vorgänger schon besitzt und so wirft das Spiel einen ins kalte Wasser. Kaum etwas wird erklärt und so muss man teilweise erstmal überlegen, welche Taste man drücken soll. Denn die meisten Tasten sind doppelt und dreifach belegt und je nach Gadget auch gerne mal mit völlig anderem Resultat. Ansonsten gibt es für Fans des dunklen Ritters viel zu tun mit zahlreichen, zum Teil durchaus interessanten, Nebenquests und einigen Collectibles und den schier nie enden wollenden Riddler-Aufgaben. 

Rocksteady Framerate

Interessanterweise läuft Batman: Arkham Knight auf einer stark angepassten Unreal Engine 3 und das merkt man dem Spiel kaum an. Denn trotz der großen, offenen Welt sieht das Spiel wirklich toll aus und kommt ohne große technische Makel aus. Das Bild ist scharf, die Weitsicht groß, Tearing gibt es nicht und bis auf sehr, sehr wenige Szenen ist die Bildrate absolut stabil. In Sachen Technik gibt es also absolut gar nichts zu meckern und wer Batman und seinen dunklen Stil mag, wird mit dem Artstyle des Spiels absolut zufrieden sein. Gotham City sieht zum Teil richtig modern aus und in anderen Stadtteilen wieder etwas verwahrlost und alles ist top in Szene gesetzt. Auch in Sachen Sound gibt man sich keine große Blöße und kann sogar einige aus den Christopher Nolan Filmen bekannte Synchronsprecher aufweisen. Beispielsweise wird Batman von der selben Person gesprochen. Leider gibt es keine Möglichkeit aus dem Spiel heraus auf die englischen Stimmen zu wechseln, dafür muss man gleich die komplette Konsole auf Englisch stellen. Ansonsten sei noch der Soundmix hervorzuheben, der sehr ausgeglichen ausfällt, was heutzutage viel zu selten der Fall ist. Meist sind Stimmen nämlich viel zu leise bzw. Actionszenen wieder zu laut, was bei Batman: Arkham Knight aber alles in einem angenehmen Verhältnis aufgenommen wurde. 

FAZIT:

Für den Abschluss der Trilogie hat sich Rocksteady ziemlich viel vorgenommen, vielleicht etwas zu viel. Vor allem das Batmobil wird inflationär und in teils völlig unsinnigen Szenen einem auf die Nase gedrückt, sodass der Spielspaß gerne mal verschwindet. In gewissen Abschnitten war man sogar mehr mit dem Batmobil als mit Batman selbst unterwegs und der einzige Bosskampf des Spiels ist nicht nur total langweilig, sondern spielt sich auch im Batmobil ab. Aber auch sonst kann das Spiel keine wirklichen Akzente mehr setzen und interessante neue Möglichkeiten mit den Doppelmoves und mehr Einsatzzeiten von Batmans Verbündeten bleiben weitestgehend ungenutzt oder verstecken sich hinter belanglosen Vorbesteller-DLCs. Batman: Arkham Knight ist zwar keinesfalls ein schlechtes Spiel, aber unterm Strich gibt es zu viele Dinge, die den Spielspaß sogar ausbremsen. Nur über eines kann man nicht meckern und das ist die Technik des Spiels, die absolut einwandfrei ist und von der sich einige Entwickler eine Scheibe abschneiden könnten. Ansonsten können Fans der Trilogie durchaus zuschlagen, aber ganz an die Qualität der Vorgänger kommt man nicht mehr.

[ Review verfasst von crack-king ]

Pluspunkte:

  • Ganz Gotham City befahrbar
  • Neue Doppelmoves
  • Einwandfreie technische Umsetzung

Minuspunkte:

  • Schwammige Batmobil Steuerung
  • Batmobil wirkt zu oft aufgezwungen
  • Überladene Steuerung



Infos zum Spiel
NameBatman: Arkham Knight
SystemPlayStation 4
HerstellerWarner Bros. Interactive
EntwicklerRocksteady
GenreAction
USKab 16 Jahren
PEGI18+
Preis59,95 €
Release
 23.06.2015
 23.06.2015
Spielerzahl1
SpracheDeutsch
Englisch
TexteDeutsch
Englisch
MehrspielermodusNein
Online spielbarNein
Online FunktionenJa
720pJa
1080pJa
Mehr...


Screenshot Galerie
Batman: Arkham Knight
Gameplay
7.0
Atmosphäre
8.0
Grafik
9.0
Sound
8.5
Spielspass
8.0
 

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