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Deadly Skies III
12. November 2004

Im Gegensatz zu Namco`s weltberühmter Ace Combat Serie, verlief der Werdegang von Konami`s Flugsimulationsreihe weniger berauschend. Gestartet wurde die Serie auf der unglücklich gewählten Dreamcast, weder der Kundenstamm, noch SEGA`s Politik förderten den Nischentitel. Als man beschloss, einen zweiten Teil zu programmieren, wählte man wieder keine dominierende Hardware-Plattform und veröffentlichte das Sequel auf der Xbox von Microsoft. Mit dem dritten Anlauf, soll sich nun der Erfolg und Ruhm einstellen, den Konami schon so lange mit diesen Spielen sucht. Ob Deadly Skies III die Erwartungen erfüllen kann, oder es doch nur für eine durchschnittliche Wertung gereicht hat, erfahrt ihr spätestens am Ende dieser Rezension.

Tödlicher Himmel

Da in der heutigen Zeit niemanden mehr schnöde und trockene Flugsimulationen vor dem Ofen hervorlocken, muss man schon etwas mehr Bieten, als schöne Düsenjäger und Kampfflieger. Kein Wunder also, dass Konami für Deadly Skies III eine spektakuläre Hintergrundgeschichte mit vielen Charakteren und Verstrickungen ersonnen hat. Dadurch wird es euch möglich, die Kampagne nicht nur durch die Sichtweise eines Helden(in) zu erleben, sondern durch die Augen von mehreren, ganz unterschiedlichen Piloten. Dank dieses cleveren Schachzuges, offenbart sich dem Spieler eine hohe Wiederspielbarkeit, da jeder Pilot nicht nur auf unterschiedliche Flugzeuge zurückgreifen darf, sondern in einigen Missionen auch andere Rollen im Kampf einnimmt. Theoretisch eine tolle Idee, in der Praxis jedoch nur unzureichend umgesetzt. Zum einen wird dem Spieler keine Zeit gelassen, sich mit einem Charakter wirklich zu identifizieren, die Übersichtlichkeit für das Freischalten von Bonusjets geht flöten und... der mit Abstand größte negative Aspekt: Die Gespräche zwischen den Spielfiguren, sind so was von kindisch, wenn nicht sogar dumm, dass man schon nach zehn Minuten das ununterbrochene Gefasel schnurstracks wegdrückt. Dazu kommt noch die totale miese deutsche Übersetzung, falscher Wortlaut und veränderter Sinn sind die Folge.

GZSZ

Die Hintergrundgeschichte von Deadly Skies III ist in einer fiktiven, futuristischen Welt angesiedelt, in der zwei Übermächte sich gegeneinander bekriegen. Während die dunkle und böse Seite immer mehr Boden gut macht, scheint für die Guten, die "Delta Staffel" der letzte Ausweg zu sein. Die berühmte Pilotentruppe zählt immerhin zu den Besten des Landes. Im Spiel selbst bekommt man davon nur wenig mit, herrscht doch ständig eine Zänkerei (schlimmer als im Kindergarten) zwischen den ohnehin schon unsympathischen, da unrealistischen Figuren. Jeder der "herausragenden" Piloten vertritt nämlich eine ziemlich starre und eigensinnige Haltung, selbst das öffentliche rebellieren gegen Befehle kann man miterleben. Vergleiche mit seichten Seifenopern aus dem deutschen Fernsehen sind da nicht allzu weit hergeholt.

Masse statt Klasse

Nachdem nun die Hintergrundgeschichte als eher durchwachsen entlarvt wurde, wenden wir uns dem eigentlichen Gameplay zu. Über hundert lizenzierte Flugzeuge haben in Deadly Skies III Platz gefunden. Während die Jets sich allesamt ziemlich simpel und einsteigerfreundlich fliegen lassen, bemerkt man Unterschiede nur an Hand der Geschwindigkeit und des Wendekreises. Dadurch spricht man vornehm Einsteiger an, vergrault die aber im nächsten Moment durch das Missionsdesign. Zwar muss ich gestehen, dass einige Aufträge sehr gut inszeniert sind und das Spiel mehr Abwechslung als beispielsweise Ace Combat 4 und Lethal Skies 2 besitzt, jedoch kommt oftmals schnell Frust auf. Das liegt zum einen an den ungenauen Missionsbeschreibungen / Briefings und zum anderen an der nicht vorhandenen Intelligenz der Mitstreiter. Allein startet man nämlich nur äußerst selten, oft fliegt man mindestens zu viert, da erwartet man schon, dass die Flügelmänner aktiv in das Geschehen Eingreifen. Kommandos und Befehle, wie man sie in Sammy`s Flieger-Action (Lethal Skies 2) geben kann, sucht man hier vergebens. Ein weiterer nerviger Faktor ist, dass man nach dem Scheitern einer Mission, die Möglichkeit hat, sein Flugzeug für hart verdientes Geld wieder zu reparieren. Dazu muss man wieder zig Bildschirme mit Geschwalle überspringen, bevor man erneut in das Cockpit steigen darf. Alternativ steht einem Laden des Spielstandes auch nichts im Wege, spart man doch so wenigstens das kostbare Geld. Hat man die Lust an der Kampange verloren, darf man mit jedem erspielten Flugzeug jede Mission wiederholen, sogar die seltenen Renderfilme kann man so oft bewundern wie man will.

Technik von vorgestern

Oh mein Gott, man könnte meinen, bei Deadly Skies III handelt es sich um ein Spiel der ersten PlayStation 2 Generation. Wenig Details (keine transparenten Wolken, dafür eine neblige Wolkendecke), geringe Fernsicht und sehr wenige Bodendetails. Einzig die Flugzeugmodelle sehen überdurchschnittlich aus und kommen besonders in den rasanten und anschauenswerten Replays zur Geltung. Die werden jedoch, wie die Spielgrafik, von einem leichten Flimmern am Boden geplagt. Jetzt müsste man meinen, dass wenigstens die Framerate felsenfest wäre, doch weit gefehlt. Bei Explosionen in der Nähe von Objekten darf sich der Spieler regelmäßig mit starken Rucklern herumschlagen. Schwach, Konami, wirklich schwach. Untermalt werden die vielen Luftkämpfe von elektronischen Klängen, die zwar nicht sonderlich abwechslungsreich sind, aber recht gut zu den wilden Kämpfen passen. Besonders gut sind die Soundeffekte der Maschinen und Flugzeuge gelungen. Die wirken allesamt authentisch und verschaffen dem Spiel eine gute Akustik.

FAZIT:

Deadly Skies III kann man im Grunde nur beinharten Fans der schnellen Kampfflugzeuge empfehlen und selbst dann rate ich, dieses Spiel nicht zum Vollpreis mitzunehmen. Dank der schlechten technischen Umsetzung, der nervigen Menüführung und den schlecht beschriebenen Missionen, regiert häufig Frust und Enttäuschung. Spart lieber das Geld und wartet auf Ace Combat 5, welches in wenigen Monaten hierzulande erscheint.

Pluspunkte: 

  • Großer Umfang 
  • Hoher Wiederspielwert 
  • Abwechslungsreiche Missionen

Minuspunkte: 

  • Grafik veraltet 
  • Deutsche Übersetzung 
  • Umständliche Menüführung mit viel unsinnigen Smalltalk


Infos zum Spiel
NameDeadly Skies III
SystemPlayStation 2
HerstellerKonami
EntwicklerKonami
GenreSimulation
USKab 12 Jahren
Preis59,99 €
PlatinumNein
Release
 14.05.2004
 03.02.2004
 05.02.2004
Spielerzahl1
SpracheEnglisch
TexteDeutsch
Englisch
MehrspielermodusNein
Online spielbarNein
Online FunktionenNein
60HzJa
Vollbild 50HzNein
PAL BalkenJa
Speicherbedarf74 KB
Progressive ScanNein
Dolby ProLogic IIJa
EyeToyNein
HeadsetNein
Mehr...

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Screenshot Galerie
Deadly Skies III
Gameplay
6.5
Atmosphäre
6.0
Grafik
6.0
Sound
6.0
Singleplayer
6.0
Multiplayer
5.0
 

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