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Galak-Z: The Dimensional
24. August 2015

Space-Sims sind heutzutage quasi nicht mehr existent und diese Marktlücke will 17-Bit nun mit Galak-Z schließen und hat an dem Spiel seit 2013 entwickelt. Mittlerweile ist es raus und wie das Spiel sich im Test schlägt, klären wir in unserem Review.

Rogue-like Frust

Die Geschichte von Galak-Z ist relativ nebensächlich und schnell erzählt. Ihr schlüpft in die Rolle von A-Tak und seid irgendwo in der Galaxie gestrandet. Also müsst ihr nun insgesamt 25 Missionen bestreiten, um in eure Heimat zurückkehren zu können und dafür diverse Missionen erledigen. Spielerisch stellt sich Galak-Z als eine 2D Space-Sim vor und nimmt den Sim-Aspekt durchaus ernst. Denn wenn ihr euer Schiff in eine Richtung mit eurem Boost schickt, dann bleibt es auch auf diesem Pfad, wie eben im Weltall üblich. Man muss also nicht ständig boosten, sondern nur für Richtungsänderungen. Das klingt zwar sehr simpel, benötigt aber einiges an Gewöhnungszeit. Boosten kann man sowohl vorwärts, als auch rückwärts und nach oben vom Schiff aus gesehen. Diese Fähigkeiten sollte man auch gut beherrschen, denn spätestens im Kampf mit feindlichen Raumschiffen oder Gegnern sind diese überlebenswichtig. Wie man selbst, können die meisten Gegner nämlich Raketen oder Laserwaffen abschießen und dann ist Koordination gefragt. Einerseits muss man den Laserwaffen ausweichen und auch selber dem Gegner Schaden zufügen. Zum Teil kommt es hierbei zu recht unfairen Situationen, wenn mehrere Gegner gleichzeitig gegen einen kämpfen und man lieber schnell das Weite suchen sollte. Das Unfaire wird noch durch den Rogue-Anteil im Spiel verstärkt. Denn die 25 Missionen des Spiels sind in fünf Staffeln mit je fünf Missionen aufgeteilt und sobald man einmal in einer Mission das zeitliche gesegnet hat, muss man die komplette Staffel von vorne beginnen. Und als wäre das schon nicht schlimm genug, nimmt man euch jegliche Schiffsupgrades wieder weg, die ihr seit dem Staffelbeginn eingesammelt hat. Gewöhnt euch also nicht zu lange an eure Superlaser und Geschwindigkeitsupgrades. Ihr dürft also nicht nur von vorne beginnen, sondern steckt wieder in dem jungfräulichen und unterlegenen Schiff, wie vor einer Stunde. Es ist aber nicht mal möglich sich an die Level zu gewöhnen, da die Level und Missionen relativ zufällig gewählt werden. In einem Durchgang könnt ihr dann also relativ problemlos bis Mission 5 einer Staffel kommen, um dann einen schweren Gegner vor euch gesetzt zu bekommen und im zweiten Durchlauf ist direkt in Mission 1 Schluss. Im Kern wird man also an jeder Ecke doppelt und dreifach bestraft.
Wer es in Staffel zwei schafft, erhält dann die Fähigkeit sein Schiff in einen Mech zu verwandeln, was dem Spiel noch etwas mehr Abwechslung gibt. Denn der Mech ist vor allem auf den Nahkampf spezialisiert und gibt euch die Möglichkeit Objekte und Gegner zu greifen und dann als Schutz oder Waffe einzusetzen. 

Die Weiten des Weltalls in 2D

Grafisch orientiert sich Galak-Z an der 16-Bit Zeit und bietet schöne Cel-Shading Grafik, die größtenteils frei von Aliasing und anderen Grafikfehlern ist. Leider ist das Spiel aber nicht frei von Rucklern, die relativ beliebig auftreten, aber dann sehr stark auftreten. Musikalisch gibt es einen elektronischen, aber sehr zurückhaltenden Soundtrack, der eher vor sich hin dudelt. Die Soundeffekte selber können überzeugen und die kurzen Gespräche im Spiel sind immerhin alle vertont.

FAZIT:

Eins kann man sicher sagen: Galak-Z: The Dimensional war kein Ergebnis einer Marktforschungsumfrage. Denn eine anspruchsvolle und nicht ganz eingängige Physik in Kombination mit dem Rogue-like Ansatz werden zu Beginn für sehr viel Frust und nach einigen Durchgängen nur für etwas weniger Frust sorgen. Wahrscheinlich werden die meisten nicht mal Season 2 erreichen, wenn man seine Spielstände nicht umständlich sichert und so das ständige Zurücksetzen quasi umgeht. Das kann aber nicht Sinn der Sache sein und die Entwickler sollten sich ein paar Gedanken übers Balancing machen. Denn während man selbst im Kampf kaum einen Fehler verziehen bekommt, halten Gegner nicht nur viel mehr aus, nein, sie sind offensichtlich viel agiler als man selbst. Wer Galak-Z spielen möchte, muss Nerven aus Stahl haben und wirklich einiges an Eingewöhnungszeit einplanen. Eigentlich hat das Spiel alles, um zumindest ein „Gut“ zu erhalten. Aber die zufällig generierten Dungeons und Gegnerkombinationen sind zum Teil völlig unfair und sorgen am Ende für die Abwertung. 

[ Review verfasst von crack-king ]

Kommentar von AngelvsMadman:

Gleich mal vorweg, ich hab beim Kauf noch etwas anderes erwartet, trotz Überfliegen einiger Reviews. Es war mal die Rede von "AN ADVANCED, OPEN-WORLDSPACE SHOOTER" und das ist GALAK-Z definitiv nicht. Ich habe auch erst am Releasetag vom Rouge-like Element gelesen (also Sterben ist gleich wirklich von Vorne anfangen) und das hat mich dann tatsächlich kurz abgeschreckt. Wir haben 2015 und solche "rouge-like" Elemente wurden 1995 nur noch verwendet weil es techn. Limitationen gab. Ich kenne kaum einen Spieler der heutzutage noch froh darüber ist, wenn es in einem Spiel keine Checkpoints gibt. Das erhöht nur künstlich den Schwierigkeitsgrad und damit die Spielzeit. Dazu kommt noch dass GALAK-Z selbst ohne dieses Element kein einfaches Spiel ist, oft genug bringt man sich selbst außerhalb des Missionsziels in Schwierigkeiten weil ein Upgrade in der Nähe einer starken Gegnergruppe ist, oder stirbt sogar noch am Ende weil es immer eine feindl. Patrouille am Sprungpunkt gibt. Diese beiden Elemente führen zu mehr Frust als notwendig und in einer offenen Welt wie anfangs erwähnt könnte man damit leben, nur bietet GALAK-Z auch "nur" abgesteckte Gebiete mit Missionszielen die zu 99% in einem holen Asteroiden oder einer feindlichen Basis sind was die Aktionsmöglichkeiten zusätzlich einschränkt.

Aber genug gelästert, trotz allem Ärger, allem in den Controller beißen vor Wut und verzweiflen, ich liebe dieses Spiel. Denn wenn es mal flutscht dann ist es wie ein WingCommander in 2D. Raketen & Laserduelle, flüssiger Wechsel vom Fighter zum Mech, wahnsinnige Bossfights und am Ende das grinsen im eigenen Gesicht wenn man eine Mission nicht nur erledigt hat, sondern auch 1-2 dicke Upgrades mitnehmen konnte. Auch lässt sich das rouge-like Elemente mit einem netten Trick umgehen: einfach Save nach einer erfolgreichen Mission in die Cloud und bei Bedarf damit den lokalen Speicherstand überschreiben (geht auch mit USB für alle "nicht-Plus-User"). Ich schäme mich auch nicht dass ich das seit "Season 2" (das Spiel ist in Abschnitten mit 4 Seasons aufgeteilt) exzessiv dieses Feature nutze. rouge-like ist mir bei diesem Spiel einfache eine Spur zu viel Strafe und selbst beim WingCommander oder Elite aus den Jahren 90 bzw. 84 gabs mehr Optionen als "fange eine Season nochmal OHNE Upgrades und OHNE Kohle aus der letzten Season an". Hier gerät man zu leicht in eine Abwärtsspirale aus der man dank den zufallsgenerierten Level nicht mehr so schnell wieder raus kommt. Das Spiel versprüht darüber hinaus auch noch sehr viel Atmosphäre als wäre man sich eine Captain Future VHS ansehen, sogar mit Tonproblemen im "Abspann".

Ich würde gerne JEDEM dieses Spiel bedenkenlos empfehlen der auf den ganzen 90er Sci-Fi Shit steht, nur leider kann ich es aufgrund des Schwierigkeitsgrades und des rouge-like Elementes nur bedingt. Wer nichts dagegen hat quasi ein Dark Souls-Equivalent eines 2D Space-Shooters aus den 90ern zu zocken, kann bedenkenlos zugreifen. Wer was Leichtes für Zwischendurch will: das ist definitiv nicht dein Spiel. 


 



Infos zum Spiel
NameGalak-Z: The Dimensional
SystemPlayStation 4
HerstellerSony
Entwickler17-Bit
GenreShooter
Preis19,99 €
Release
 04.08.2015
 04.08.2015
Spielerzahl1
SpracheEnglisch
TexteDeutsch
MehrspielermodusNein
Online spielbarNein
Online FunktionenNein
720pJa
1080pJa
Mehr...

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