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PS5

Hot Wheels Infinite Rush

06. September 2026

Lesezeit: 7 Min.

Hot Wheels Infinite Rush

Nach zwei eher mittelmäßigen Hot-Wheels-Rennspielen geht Milestone mit „Infinite Rush“ einen anderen Weg. Anstelle abgesteckter Strecken wartet nun eine offene Spielwelt auf die Fahrer – genauer gesagt, warten vier offene Spielwelten auf euch. Neben Wheelswood warten nämlich noch drei weitere Inseln darauf, von euch erkundet zu werden. Was sich sonst noch getan hat und weshalb „Infinite Rush“ trotz mancher Schnitzer wesentlich spaßiger ist als die beiden „Unleashed“-Teile, erfahrt ihr in unserem neuesten Review.

Werde zum Hot Wheels Collector

Zu Beginn des Spiels stehen vier Autos in der ersten Spielumgebung namens „Wheelworld“ zur Verfügung. Der Name ist hier Programm, denn diese „Hot-Wheels-Stadt“ schöpft ihre Inspiration aus der realen Welt, genauer gesagt aus Hollywood. Der riesige Spielzeugaffe in der Mitte der Stadt entstammt jedoch eher einem Hollywood-Film. Zwischen den Autos kann man per Tastendruck fliegend wechseln. Das muss man später auch, denn jedes Fahrzeug ist einer Klasse zugeordnet, die sich besonders gut für bestimmte Herausforderungen eignet. Ein Drifter erleichtert Drift-Veranstaltungen, da sich damit bessere Drifts erzielen lassen, die sich zu Kombos verknüpfen lassen. Tempo-Boliden eignen sich besonders gut für Geschwindigkeitsherausforderungen. Die Titan-Klasse walzt alles nieder und Flexi-Fahrzeuge sind eine Art Allrounder. Je nach Klasse ändert sich auch das Nitro-Gebaren, also wie die Lachgaseinspritzung verbraucht wird und wie diese wieder aufgefüllt wird. Grundsätzlich kann man das Spiel aber auch mit einer Fahrzeugklasse spielen und nur bei Bedarf zu den anderen Boliden wechseln. 

Sobald man eine bestimmte Anzahl an Events gewonnen hat, werden bis zu vier Verbesserungsslots freigeschaltet. Dort kann man, sobald man diese Perks freigespielt hat, gezielt einzelne Werte der Fahrzeuge verbessern (Handling, Tempo usw.). Ob das allerdings einen eklatanten Unterschied ausmacht, ist fraglich. Denn die Fahrphysik bleibt dem Spielzeug-Konzept durchaus treu. Der größte Kritikpunkt ist übrigens die Menüführung, die mit einem Day-1-Patch verbessert wurde. Gerade um ein Fahrzeug auf einen der vier Slots zu legen, sind mehrere Klicks erforderlich. Auch das Ändern der Verbesserungen/Lackierungen könnte besser gelöst sein. An den Startpunkten für die Events ist es außerdem nicht möglich, die Klasse zu wechseln. Man muss immer einen Meter neben diese Punkte fahren. Ebenfalls suboptimal ist, dass es keinerlei Hilfe durch das Spiel gibt, wenn in einem Gebiet noch eine oder zwei Münzen fehlen. Positiv ist hingegen, dass sich auf der Karte auch Ziele markieren lassen, was die Orientierung in den Spielwelten erleichtert. Außerdem lassen sich Events auf Knopfdruck wiederholen. Ausgenommen davon sind die Daredevil-Herausforderungen, die müssen dann erst wieder in der Welt auftauchen.

Es gibt etwa 150 Fahrzeuge zu erspielen, wobei der Fokus natürlich auf den Eigengewächsen von Hot Wheels liegt. Aber auch einige lizenzierte Renner, darunter sogar diverse Ferraris, sind mit am Start. Bei den Treasure Hunts hätte ich mir allerdings auch ein paar besondere Werte oder ein anderes Gimmick gewünscht. Im echten Leben sind diese seltenen Modelle nicht nur rar, sondern verfügen auch über Gummiräder und spezielle Lackierungen. Wer selbst kreativ werden möchte, kann sich im Lackierungs-Editor austoben und seinen Hot Wheels eine persönliche Note verleihen (und diese natürlich auch mit anderen Spielern teilen). Alternativ kann man sich im Strecken-Editor versuchen. Dieser braucht zwar etwas Eingewöhnungszeit, aber wenn man den Dreh raushat, lassen sich viele abgefahrene Sachen kreieren, inklusive diverser Hindernisse, wie es sie auch in den Spielzeug-Sets gibt.

Burnouts im Sekundentakt

Das oberste Spielziel besteht darin, in allen vier Welten die jeweilige Rush-Crew herauszufordern und zu besiegen. Dazu muss man jedoch zunächst eine bestimmte Anzahl an Events gemeistert haben. Und davon gibt es reichlich. Der Spielumfang ist nicht nur groß, sondern bietet auch viel Abwechslung. Neben normalen Rundenrennen gibt es Zeit-Herausforderungen, Checkpoint-Rennen, Lieferungen und Duelle. Außerdem warten Drift-Einlagen, Eliminator-Events, Zerstörungsorgien, Reifensammeln, Geschwindigkeitszonen, das Entdecken von Aufklebern und Foto-Challenges auf die Spieler. Nebenbei sammelt man durch Rasen, Driften und Springen Punkte, die wiederum in Rush-Münzen umgerechnet werden. Mit diesen kann man beim jeweiligen Hot-Wheels-Händler in neue Autos, Nitro- oder Soundeffekte investieren. Wenn man das Sortiment komplettiert, gibt es noch eine Extra-Belohnung – zum Beispiel für das eigene Profil. Aber auch so gewinnt man genügend neue Autos, beispielsweise durch die Dare Devils, denen man mit der Zeit begegnet. Diese speziellen Fahrer sollte man sofort jagen und herausfordern. Gewinnt man das Rennen, erhält man ihr Auto. Das ist anfangs jedoch gar nicht so leicht, da man die Strecke(n) noch nicht kennt. Aber keine Sorge, sie tauchen relativ rasch wieder auf und mit ein bisschen Glück kann man sie nacheinander auf der gleichen Strecke besiegen. 

Bei der „Treasure Hunt“, also der Schatzjagd, ist mehr Fingerspitzengefühl gefragt: Pro Welt ist ein spezieller Gegner versteckt, der sich nur anhand eines Radarpiepens aufspüren lässt. Insgesamt fällt der Schwierigkeitsgrad moderat aus und lässt sich in den Optionen zusätzlich anpassen. Im späteren Spielverlauf verlangen einzelne Events jedoch etwas mehr vom Spieler. Diese sind an einer lila Farbgebung zu erkennen, optional und bringen viele Rush-Münzen ein. Dank des eingängigen Arcade-Gameplays und der einfach gehaltenen Steuerung sollte weder Groß noch Klein allzu viel Stress mit dem Spiel haben, sondern eher Spaß, denn es macht tatsächlich Gaudi, durch die Welten zu rasen, dies und jenes zu erledigen oder sich einfach wie ein Kind im Spielzeugladen zu freuen.

Heiße Räder sind besser als Streichholzschachteln

Grafisch kann sich „Hot Wheels Infinite Rush” wirklich sehen lassen. Im Performance-Modus auf der PS5 Pro läuft das Spielgeschehen dank PSSR äußerst stabil und mit bis zu 120 fps extrem flüssig. Auf der normalen PS5 werden immerhin 60 fps erreicht. Dabei wird nicht auf Details verzichtet. Die Hot-Wheels-Die-Cast-Fahrzeuge sehen ihren Vorbildern zum Verwechseln ähnlich und glänzen durch diverse Shader-Techniken. Auch beim Videospiel erkennt man hervorragend, welche Teile noch aus Metall und welche bereits aus Plastik sind. Aber auch die verschiedenen Umgebungen bieten viel Abwechslung: von der Stadt über das Ferien-Resort und den Wilden Westen bis nach Asien. Zudem gibt es riesige Figuren aus den passenden Hot-Wheels-Spielsets (Drache, Affe, Skorpion), die in animierter Form über die Zonen wachen. Natürlich darf auch der „Orange Track“ nicht fehlen, also die orangefarbenen Rennbahnen, die sich quer durch die Landschaften ziehen. Insgesamt wurde der Spielzeuglook wunderbar eingefangen – und dass bei wirklich allem! Das Beste an der bunten Raserei ist jedoch, dass man fast alle Sachen umfahren oder wegschieben kann. Man bleibt eigentlich nur an festen Barrikaden bzw. Begrenzungen des Spielfelds hängen. Ansonsten kann man entspannt durch die Landschaften brettern und driften, so viel man will! 

Was die Physik betrifft – nun, es sind eben Spielzeugautos. Wenn man also irgendwo dagegen donnert, kann es passieren, dass das Auto hunderte Meter weit geschleudert wird. Meistens ist das Rennen dann auch verloren. Aber es wäre auch zu einfach, wenn man immer beim ersten Versuch gewinnen würde. Dass die Fahrzeuge allesamt unterschiedliche Eigenschaften haben, die man durch Mods noch verbessern kann, fällt jedoch kaum ins Gewicht. Bestenfalls unterscheiden sich die Klassen ein wenig voneinander. Hier wird Komplexität vorgegaukelt, wo eigentlich keine ist. Was die Musik betrifft, so orientiert sie sich stark an „Hot Wheels Unleashed 2“ und bietet ebenfalls elektronisch angehauchten, instrumentalen Rock. Das Gesamtkonzept passt gut zum Spiel, aber manche Stücke nerven einfach. Das war bei den „Unleashed“-Spielen auch schon so. Somit ist der Soundtrack kein totaler Ausfall, auf Dauer aber ziemlich anstrengend.

FAZIT:

Die neue Formel mit der offenen Spielwelt, den unterschiedlichen Herausforderungen und dem Freispielen neuer Hot-Wheels-Strecken ist auf jeden Fall spannender umgesetzt als bei den beiden „Unleashed“-Spielen. Es macht einfach Spaß, mit Vollgas durch die Welten zu fahren, Münzen einzusammeln, Events zu absolvieren oder einfach durch Bäume, Sträucher, Zäune und den Gegenverkehr zu pflügen. Dabei hilft es ungemein, dass die Umgebungen perfekt auf das Thema abgestimmt sind und der kunterbunte Stil wie die Faust aufs Auge passt. Da verzeiht man gerne auch mal den einen oder anderen Schnitzer. 

[ Review verfasst von .ram ]

[ Gespielt auf einer PS5 Pro mit 4K HDR TV ]

Pluspunkte:

  • Bunte Spielzeugwelten voller Abwechslung
  • Einfach gehaltenes Aracde-Gameplay
  • Für Groß und Klein gleichermaßen geeignet

Minuspunkte:

  • Die Checkpunkte bei den Daredevil-Herausforderungen sind oft schlecht gesetzt.
  • Streckenhindernisse können später frustrieren
  • Leicht umständliche Menüs, kaum Klassenunterschiede bei den Autos

WERTUNG

Atmosphäre
9.0
Gameplay
8.5
Grafik
9.0
Sound
6.5
Werbung
Hot Wheels Infinite Rush
Screenshots
Hot Wheels Infinite Rush
Hot Wheels Infinite Rush
Hot Wheels Infinite Rush
Hot Wheels Infinite Rush +70
Videos
Announcement Trailer
Beyond the Tracks Episode 1
Beyond the Track Episode 2 +6
Name Hot Wheels Infinite Rush
Release 10.09.2026
Plattform PS5
Genre Rennspiel
Publisher Milestone
Developer Milestone
Preis 49,99 €
USK ab 6 Jahren
PEGI PEGI 3+
Spieleranzahl 1-12
Sprache Nicht vorhanden
Texte Deutsch, Englisch
Multiplayer Online spielbar Online Funktionen PS5 Pro Remote Play Vibration & Trigger-Effekt Online-Spiel optional PS Plus erforderlich In-Game-Käufe optional
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