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PS5

Kusan: City of Wolves

08. August 2026

Lesezeit: 5 Min.

Kusan: City of Wolves

Ich bin ein großer Fan der Hotline Miami Spiele und erinnere mich gerne daran zurück die Spiele auf der PlayStation Vita gespielt zu haben. Der Mix aus dem schnellen Gameplay und dem treibenden Soundtrack hat mich süchtig gemacht. Leider gab es seitdem kein Spiel was auch nur versucht hat in die Fußstapfen zu treten. Kusan: City of Wolves von CIRCLEfromDOT möchte aber genau das nun ändern. Dementsprechend groß war auch die Vorfreude bei mir. Aber ob das Spiel die Erwartungen erfüllen kann, klären wir in unserem Review.

John Wick meets

Kusan: City of Wolves spielt in einer neon-beleuchteten Großstadt voller Gewalt und Korruption und ihr übernehmt die Rolle von Jin, der in der Unterwelt verweilt und seiner Vergangenheit versucht zu entfliehen. Doch wie der Zufall es so will, wird er hineingezogen in einen alten Konflikt und übernimmt die Schutzpatenschaft über ein Kind mit Psion-Kräften, die in den falschen Händen die ganze Stadt zerstören könnten. Dabei weist die Geschichte ein paar Inspirationen von John Wick auf und weiß insgesamt zu unterhalten. Erzählt wird sie dabei zwischen den einzelnen Leveln in Comic Artigen Standbildern oder in kurzen Gesprächen während des aktiven Gameplays. In ca. 5 Stunden sollte man auch das Ende der Geschichte sehen.

Auto-Aim aus der Hölle

Wie schon in Hotline Miami spielt ihr euren Hauptcharakter aus der Top-Down Perspektive und müsst euch durch kurze Level voller Gegner kämpfen. Zur Verfügung stehen euch dabei ein mechanisch verstärkter Arm, mit dem ihr Gegner KO schlagen könnt, ein Messer zum Werfen und eine Schusswaffe eurer Wahl. Mit diesem Arsenal kämpft ihr euch Raum für Raum vor und müsst die Etage säubern. Aber bereits ein Treffer von Gegner bedeutet das Ende für euch, aber glücklicherweise könnt ihr dann sofort einen neuen Anlauf nehmen. Das passiert auch ziemlich häufig, denn die Level sind schwer und es ist quasi ein Rätsel, in dem man die richtige Reihenfolge des Tötens Schritt für Schritt herausfinden muss. Leider macht einem das Spiel manchmal einen Strich durch die Rechnung. Denn Kusan: City of Wolves verfügt über Auto-Aim, um euch das Zielen zu erleichtern. Leider ist die Erkennung nicht immer ideal und es kommt oft vor, dass das Spiel den falschen Gegner anvisiert. Dann segnet man meistens das Zeitliche, weil der eigentlich vorgesehene Gegner einen erledigt. Dies kommt häufiger vor als einem lieb ist. Zudem werden die Gegner auch zunehmend nerviger und wollen euch nicht nur abknallen, sondern auch verlangsamen, was oftmals das Ende bedeutet.

Haushalten im Inventar

Als Ausgleich bietet Kusan: City of Wolves größere Gameplaytiefe, denn man kann weitere Skills oder Waffen freischalten. Beispielsweise kann man seinen Schlag aufladen und so Gegner durch Türen durch die Räume schleudern, Schüsse parieren oder auch Messer automatisch zurückkehren lassen. Angeordnet werden die Skills und Waffen in einem Resident Evil ähnlichen Inventar bei dem sie verschiedene Formen annehmen und ihr müsst das Puzzle lösen, um möglichst viele Skills mitnehmen zu können. Bosskämpfe gibt es übrigens auch, die etwas länger als notwendig sind und spielerisch leider wenig interessant sind. Meist läuft man vor dem Boss weg und versucht, diesen aus der Entfernung lange genug zu bearbeiten, bis man ihn getötet hat.

Cooler Pixellook

Das Gameplay kommt in einem relativ groben Pixellook daher, der aber trotzdem viele Details bietet und die Umgebungen unterscheiden sich glücklicherweise regelmäßig. Leider sind die Level manchmal so voll das man entweder Gegner übersieht oder an Kanten hängen bleibt, weil ein gewisses Detail wohl doch ein Tisch war und nicht einfach nur ein Sprite am Boden. Bei dem doch recht schnellen Gameplay passiert das häufiger. Zwischen den Leveln präsentiert sich das Spiel dann in einem sehr detaillierten und gezeichneten Comicstil. Erst dann kommen die vielen verschiedenen Charaktere und ihre Designs so richtig zur Geltung. Musikalisch gibt es natürlich einen elektronischen Soundtrack, der aber meist eher vor sich hin dudelt und wenig Ohrwurmpotential hat. Es fehlen dem Spiel ein paar treibende Beats, die so manche Situation noch elektrisierender machen könnten.

FAZIT:

Im Vorfeld hatte ich große Erwartungen an Kusan: City of Wolves, doch leider konnten diese nicht ganz erfüllt werden. In erster Linie stört hier das nervige Auto-Aim und man hat das Gefühl man kämpft eher gegen die Steuerung als gegen die Gegner. Das sorgt für mehr Frustmomente als notwendig. Zudem kommt man selten in so einen Flow, wie in Hotline Miami. Kusan: City of Wolves ist hier schlichtweg etwas technischer und strategischer aufgebaut. Trotzdem macht das Spiel auch vieles richtig und versucht nicht einfach nur ein simpler Hotline Miami Klon zu sein und bietet beispielsweise mehr Tiefe und Möglichkeiten mit den Skills. Die Entwickler versuchen auch mal neue Dinge, wie Bosskämpfe oder interessante, fast schon dynamische Arenen. Für das Erstlingswerk kann sich das Spiel sehen lassen, vor allem beim Preis von 14,99€. Dementsprechend können Hotline Miami Fans dem Spiel eine Chance geben, aber man sollte schon eine gewisse Frustresistenz mitbringen.

[ Review verfasst von crack-king ]

[ Gespielt auf der PlayStation 5 Pro mit 4k TV ]

Pluspunkte:

  • Tolle Charakterdesigns
  • Cooler Pixellook
  • Abwechslungsreiche Skill-Fähigkeiten

Minuspunkte:

  • Auto-Aim stört mehr als das es hilft
  • Manchmal verliert man den Überblick in den Leveln
  • Bosskämpfe sind recht uninspiriert

WERTUNG

Atmosphäre
8.0
Gameplay
7.5
Grafik
7.5
Sound
8.0
Werbung
Kusan: City of Wolves
Screenshots
Kusan: City of Wolves
Kusan: City of Wolves
Kusan: City of Wolves
Kusan: City of Wolves +32
Videos
Release Date Trailer
Highway Fight
Bossfight +4
Name Kusan: City of Wolves
Release 30.07.2026
Plattform PS5
Genre Action
Publisher PQube
Developer CIRCLEfromDOT
Preis 14,99 €
USK ab 16 Jahren
PEGI PEGI 16+
Spieleranzahl 1
Sprache Nicht vorhanden
Texte Deutsch, Englisch
3 GB Cloud-Streaming PS5 & PS Portal (Premium) Vibration Offline spielbar
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