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PS5

Marvel's Wolverine

27. September 2026

Lesezeit: 5 Min.

Marvel's Wolverine

Insomniac Games war bisher das Vorzeige-Entwicklerstudio unter Sony für die PS5. Immerhin haben sie Spider-Man 2 und Rachet & Clank entwickelt und damit viel Lob bei Fans erhalten. Da andere Studios noch auf sich warten lassen, wartet die Welt auf Insomniacs nächstes Spiel Marvel’s Wolverine. Wir haben es für euch gespielt und verraten euch, ob es wieder ein Top-Titel wird.

Living Weapon

Das Spiel lässt euch direkt in die Action einsteigen und steckt euch in die Haut von Logan, der gerade mit Sabertooth und Mystique auf einer Mission ist, um Nathaniel Essex zu befreien, welcher von Trask entführt wurde. Essex ist dabei eine Art Vaterfigur für Wolverine und der Anführer von Team X (nicht zu verwechseln mit den X-Men!). Das Team versucht Mutanten in der Welt zu finden und zu retten vor Trask und seiner Firma. Dabei hat Logan mit seiner Vergangenheit zu kämpfen. Denn an große Teile der Vergangenheit kann er sich gar nicht mehr erinnern und typisch für Wolverine hat er mit seinen Aggressionen zu kämpfen. Diese internen Konflikte sind tatsächlich ganz gut dargestellt, aber leider braucht die Story recht lange, um in Fahrt zu kommen und selbst für Leute ohne Comic-Vorwissen ist schnell vorhersehbar, wohin die Reise geht. So fehlt es an Spannung und überraschenden Momenten.

Eintönig

Spielerisch präsentiert sich das Spiel als lineares Hack’n Slay. Ihr habt Tasten für den Angriff, das Parieren oder Ausweichen. Zudem könnt ihr quasi von Gegner zu Gegner springen und auf sie eindreschen. Die Grundlage ist da, aber leider entwickelt sich das Spielprinzip quasi nicht weiter. Es gibt nur eine nennenswerte Combo, die man quasi für 10 Stunden konstant einsetzt und nur das Parieren und Ausweichen der Gegner bringt etwas Spannung in die Kämpfe. Es fehlt an Abwechslung auf Dauer und die Spezialfähigkeiten, wie besonders schnelles Heilen oder ein Wirbelwind-Angriff sind nett, können aber nur sporadisch eingesetzt werden. So geht dem Spiel spielerisch schnell die Puste aus, weil es ansonsten bis auf ein wenig Sammelkram kaum etwas zu tun gibt. Besonders enttäuschend waren übrigens die Bosskämpfe. Die Bosse haben viel zu viel Leben und so ist man einfach fünf Minuten damit beschäftigt, auf einen Gegner einzudreschen und diesem hin- und wieder auszuweichen. Besonders schwer sind sie dabei nicht. Halb so lange Bosskämpfe hätten es auch getan. Das einzige was für die Kämpfe spricht, ist der Gewaltgrad. Dieser ist ziemlich hoch, wie er sich für ein Wolverine-Spiel gehört. Auch das Outfit von Wolverine und er selbst werden dabei in Mitleidenschaft gezogen. Es ist dann fast schon komisch wenn sein zuvor noch völlig zerstörtes Outfit plötzlich wieder wie neu aussieht, weil man in eine Zwischensequenz geraten ist. Etwas mehr Beständigkeit hätte hier nicht geschadet. 

Darf es noch ein Grafikmodus sein?

Immerhin grafisch weiß Marvel’s Wolverine zu überzeugen. Das Spiel fokussiert sich natürlich auf die Charakter-Darstellung und vor allem Wolverine weiß mit vielen Details zu überzeugen. Der Rest der Umgebung kann sich auch sehen lassen. Leider scheint Insomniac Games hier nicht die Grenzen des Möglichen zu verschieben. Durch die eher natürlichen Umgebungen kann man nicht mit Raytracing punkten, da es meist kaum wahrnehmbar ist. Nur in Tokyo kommt man ein wenig in den Genuss davon. Dafür bekommt man viele verschiedene Umgebungen durch das lineare Spieldesign zu sehen. Rein technisch gibt es wieder mehrere Grafikmodi. Wer möchte kann das Spiel mit 30 oder 60 Bildern pro Sekunde spielen. Besitzer von 120Hz Fernsehern können zudem noch auf einen 40FPS Modus zurückgreifen und die Bildrate auch vollständig befreien, falls VRR aktiv ist. Alle Modi laufen sauber und flüssig und am besten wählt man den Performance-Modus mit 60 Bildern pro Sekunde aus um die beste Spielbarkeit zu gewährleisten. Insbesondere auf der PS5 Pro gibt es dank PSSR dann immer noch ein knackig scharfes Bild. Was den Sound angeht, gibt es nichts zu meckern. Die Musikuntermalung ist gelungen und alle Synchronsprecher machen einen guten Job, egal ob auf Deutsch oder Englisch.

FAZIT:

Ich würde lügen, wenn ich sage, dass ich keinen Spaß mit Marvel’s Wolverine hatte. Aber eine gewisse Enttäuschung lässt sich nicht verstecken. Denn zu lange Spielsessions konnte ich dank des eintönigen Gameplays nicht ertragen. Für ein Spiel wo so viel Zeit mit Kämpfen verbracht wird, hat Marvel’s Wolverine ein erstaunlich einfaches Kampfsystem. Es erinnert da eher an Lizenz-Spiele der PS2-Era und seitdem hat sich viel getan. Es muss nicht gleich ein Devil May Cry werden, aber dazwischen gibt es noch genug Raum für eine gute Mischung. Die hat Insomniac Games leider nicht hinbekommen. Da gibt es auch wenig im Spiel, was darüber hinwegsehen lässt. Die Geschichte ist in Ordnung und grafisch ist es gut. Immerhin ist das Spiel mit 10 Stunden entsprechend lang und sobald man genug hat, ist es auch vorbei. Jetzt kann man nur darauf hoffen dass Insomniac Games in einem potentiellen Nachfolger aus den Fehlern lernt.

[ Review verfasst von crack-king ]

[ Gespielt auf der PlayStation 5 Pro mit 4K TV ]

Pluspunkte:

  • Gute Abbildung von Logan
  • Angemessene Gewaltdarstellung für Wolverine
  • Technisch solide

Minuspunkte:

  • Das Kampfsystem ist eintönig und es fehlt an Abwechslung
  • Langweilige und viel zu lange Bosskämpfe
  • Vorhersehbare Geschichte

WERTUNG

Atmosphäre
7.5
Gameplay
5.0
Grafik
8.0
Sound
8.5
Werbung
Marvel's Wolverine
Screenshots
Marvel's Wolverine
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Marvel's Wolverine +36
Videos
PlayStation Showcase 2021 Teaser
TGS 2025 Gameplay Trailer
Extended Gameplay Trailer +6
Name Marvel's Wolverine
Release 15.09.2026
Plattform PS5
Genre Action-Adventure
Publisher Sony
Preis 79,99 €
USK keine Jugendfreigabe
PEGI PEGI 18+
Spieleranzahl 1
Sprache Deutsch, Englisch, Französisch
Texte Deutsch, Englisch, Französisch
95 GB PS5 Pro Remote Play Cloud-Streaming PS5 & PS Portal (Premium) Vibration & Trigger-Effekt Spielhilfe Offline spielbar Barrierefreiheit
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