Rocketbirds: Hardboiled Chicken
Hardboilded Chicken ist zurück und gefährlicher als je zuvor. Das Spiel konnte bereits auf der PS3 überzeugen und sicherte sich unsere Auszeichnung „Top Titel“ (siehe OnPSX Review). Dank der PlayStation Vita kann man nun mit den knallharten Hahn immer und überall in den Krieg ziehen. Ob das Spiel auch auf der Vita unsere Top Wertung verdient, erfahrt ihr in den nächsten Absätzen!
Die Pinguine sind zurück
Putzki und seine wahnsinnige Pinguin Arme planen nichts Gutes. Keiner kann es mit dieser Armee aufnehmen, oder etwa doch? Für diese Fälle gibt es Hardboiled Chicken, knallhart und zu allem bereit. Er wird ausgesandt dem Bösen treiben von Putzki ein Ende zu setzen und sein Terror-Regime zu stürzen. Moment…hatten wir das nicht bereits? Ja, denn das Spiel wurde 1:1 von der PS3 portiert. Bis auf kleinere Änderungen bei den Hintergründen und einige Textzeilen, gibt es keine nennenswerten Unterschiede. Sehr schade, denn so vergibt man die Gelegenheit den Helden wie auch den Schurken mehr Leben zu verleihen. Aber auch das Gameplay wurde 1:1 von der PS3 Version übernommen und so ziehtman mit einer Pistole, Uzis und einem Maschinengewehr bewaffnet in den Krieg. Bei den Gegnern blieb man ebenfalls der PS3 Variante treu und man findet wieder eine Mischung aus normalen Soldaten und Kommando Pinguinen. Hier und da trifft man dann auf Pinguine mit Riot-Schilden, welche nur von hinten attackiert werden können. Ansonsten greift man auf die bewehrte Taktik, rollen und draufhalten, zurück. Ziel dabei ist es den Gegner möglichst lang in der Luft zu halten, um ihn bewegungsunfähig zu machen. Dabei sollte man immer auf seinen Rücken achten, denn die Pinguine attackieren auch gerne mal von hinten. Um etwas Abwechslung in das Gameplay zu bringen, kommen wieder die Jetpacks zum Einsatz. Denn bevor man die fliegenden Lufschifffestungen der Pinguine einnehmen kann, muss zuerst der Luftraum davor geklärt werden. Abgesehen von den luftigen Einlagen gibt es auch noch kleinere Rätsel, welche aber keine große geistige Herausforderung darstellen. Man besinnt sich also lieber auf die Stärken des Spieles, die Schusseinlagen. Dank der knackigen Steuerung machen diese auch sehr viel Spaß, zumindest was das Schießen und Rollen betrifft. Sprünge sind immer noch zu ungenau und man hat das Gefühl das Hardboiled 200kg wiegt. Um alle Funktionen der PSVita auszunutzen, haben die Entwickler das Zielen mit den Granaten auf das hintere Touchpad gelegt. Dies funktioniert leider mehr als ungenau und ein gezielter Wurf mit einer Granate ist nahezu unmöglich.
HD für die Hosentasche
Die gut modellierten Hintergründe waren auf der PS3 schon beeindruckend und dank dem OLED-Bildschirm der Vita hinterlässt der Hahn auch hier einen einwandfreien Eindruck. Als neues Feature der PlayStation Vita Version wurde ein neuer 3D Effekt hinzugefügt. Der Gyrosensor erfasst links und rechts Bewegungen, wodurch man einen Blick hinter Objekte und Hintergründe erhaschen kann. Leider stört dieser Effekt mehr, als das er hilft und zudem lässt er sich auch nicht deaktivieren. Aber auch beim Soundtrack verlässt man sich wieder auf die Band „New World Revolution. Unterm Strich bleibt also nahezu alles gleich in Sachen Präsentation.
Was gibt es sonst noch?
Neben dem Einzelspieler gilt es noch einige Trophäen zu erspielen und alle versteckten Schilder zu finden. Diese roten Signale sind in den Levels gut versteckt und müssen erst aktiviert werden, was leichter klingt als es letztlich ist. Zusätzlich bietet das Spiel auch einen zweiten Schwierigkeitsgrad, in dem man mit weniger Munition und Energie auskommen muss. Glücklicherweise ist man mit einem zusätzlichen Messer bewaffnet. Dadurch kann die Spielzeit auf 5-6 Stunden gestreckt werden. Neben der Einzelspieler Kampagne gibt es noch den Mehrspieler Modus mit den Wellensittichen des „Dreckigen, halben Dutzend“. Zu zweit macht man sich hier auf die Suche nach der Tochter des Generals und kämpft sich durch dieselben Areale wie in der Einzelspieler Kampagne. Bevor man den Mehrspielermodus überhaupt starten kann, muss man sich mit einem Freund über Ad-Hoc oder Wifi verabreden. Eine Spielersuche für eine schnelle online Runde gibt es nicht.
FAZIT:
Rocketbirds: Hardboiled Chicken konnte auf der PS3 überzeugen. Angefangen von Präsentation bis hin zum Gameplay war alles am richtigen Platz, doch gab noch genügend Punkte für Verbesserungen. Die Vita Version hätte diese Chance nutzen können, doch die Entwickler gingen auf Nummer sicher und lieferten eine gute 1:1 Kopie des Originals ab. Hier und da findet man einige Verbesserungen und auch der Online Multiplayer Modus zeigt, dass das Team Fortschritte macht, aber zu einer Top Wertung reicht es einfach nicht aus. Wer das Spiel noch nicht kennt, sollte aber trotzdem lieber zur Vita Version greifen. Besitzer der PS3-Version bekommen das Spiel übrigens zu einem günstigeren Preis und zwei zusätzliche Wellensittiche für den Multiplayer.
[ Review verfasst von Andy ]
Spielinfos