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Fantastic Four

Die Geschichte die Fantastischen Vier zu verfilmen ist bereits ziemlich lang und hatte mit einigen Schwierigkeiten zu kämpfen. So besitzt Bernd Eichinger schon lange die Lizenz des Comics von Stan Lee, doch er hat es nie schafft das Projekt zu verwirklichen. Damit seine Lizenz aber nicht verfällt, hat er in den Neunzigern einen ziemlich trashigen Film drehen lassen, welcher allerdings in den Archiven – bewusst - verstauben sollte. Da in Sachen Effekten heutzutage mehr zu machen ist, sah Eichinger nun die Chance, den Stoff ansprechend zu verfilmen. Das er jedoch Tim Story mit der Regiearbeit beauftragt hat, ist in meinen Augen ein ziemlich großes Risiko, oder wer von euch konnte dem üblem Machwerk „New York Taxi“ etwas abgewinnen?

Originaltitel: Fantastic Four
Regie: Tim Story
Darsteller: Ioan Gruffudd, Michael Chiklis, Jessica Alba, Chris Evans, Julian McMahon
Laufzeit: 105
FSK: 12
Ton: dts-HD 5.1 (Deutsch, Englisch), DD 2.0 (Audiokommentar)
Untertitel: Deutsch für Hörgeschädigte
Regionalcode: B
Bildformat: 2,35:1 (1080p)
Codec: MPEG-2
Produktion: 2005
Erschienen: 02.08.2007
Vertrieb: Highlight/Constantin Film
Preis: 29€

Story:
Erzählt werden hier die Anfänge der Fantastic Four, wo der geneigte Popcornfan mitbekommt, wie die Protagonisten zu ihren Superkräften kommen und sich damit schließlich auseinandersetzen müssen. Dabei hat man die ganze Geschichte etwas anders erzählt, als im Comic. So wollen fünf, nennen wir sie mal Wissenschaftler, eine kosmische Wolke untersuchen, wobei es hierbei natürlich zu einem tragischen Unfall kommt. So wird die komplette Crew der Wolke ausgesetzt und machen von nun an eine Verwandlung durch. So wird aus Professor Reed Richards (Ioan Gruffudd) Mister Fantasic, welcher sich von nun an wie ein Stück Gummi verformen und dehnen kann. Zum anderen kann sich Jessica Alba alias Sue Strom von nun an Unsichtbares Girl nennen und wie der Name verlauten lässt, sich unsichtbar machen. Komplettiert werden die Vier durch Johnny Storm (Chris Evans), welcher sich in die Brennende Fackel verwanden kann und Ben Grimm (Michael Chiklis), welchen es leider nicht so gut getroffen hat. Er muss von nun an als wandelnder Felsbrocken alias Das Ding umherlaufen. Das Fünfte Crewmitglied übernimmt derweil als Dr. Doom den Part des Bösewichten und wird von Julian McMahon verkörpert.

So richtig begeistert von den nun erhaltenen Kräften ist aber nur Johnny, der aus seinen Kräften eine ordentliche Show abzieht und sich ungeniert der Öffentlichkeit präsentiert. Die anderen, allen voran natürlich Ben, sind jedoch nicht so begeistert und Reed sucht sofort nach einer Art Gegenmittel. Nach einer spektakulären Rettungsaktion auf der Brooklyn Bridge wo alle Vier ihre Kräfte nutzen müssen, werden sie jedoch vom Volk gefeiert und so langsam lernen sie mit ihren Kräften umzugehen. Der einzige der keinen so rechten Nutzen daraus ziehen kann, ist Van Doom. Seine Kräfte brauchen am längsten um sich zu entwickeln, doch als er sich seiner Kräfte bewusst wird, will er sich zurück in den Vordergrund drängen. So rächt er sich nicht nur an seinem Vorstandmitgliedern, die seine Firma kaputtgemacht haben, sondern auch an Reed, der ihm die Frau – in diesem Falle Sue, wegnehmen will.

Klingt alles nach recht viel Story, doch letztendlich bedient sich der Film an den üblichen Klischees und Zutaten für einen Zielgruppenorientierten Mainstreamfilm. Da gibt es die Helden, die eigentlich keine sein wollen, den üblichen Herzschmerz zwischen einem alten Paar und wiedergefundener Liebe und dem Konflikt mit Bens Aussehen. Dazu noch ein knallbuntes Setting, knall-bumm Effekte und Nu Metal Soundtrack. Alles wird dabei flott erzählt, ohne dass das Publikum großartig nachdenken muss. Die Darsteller werden ebenfalls nicht sonderlich gefordert und bedienen weitere Klischees. Die Alba sieht hübsch aus und mehr brauch sie auch nicht, Chris Evans als Johnny Storm reist einen gelungen One-Timer nach dem anderen und Michael Chiklis als Ben Grimm spielt den gebrochenen Mann der seine Frau verliert. Man darf den Film einfach nicht ernstnehmen und wer hier eine ernsthafte Comicverfilmung erwartet, ist hier garantiert falsch. Hier zählt einfach nur Hirn aus und überhaupt nicht über das gesehene Nachdenken. Sollte man dennoch in die Versuchung kommen, erwarten euch dabei einige wirklich üble Logikfehler. Beispiel? In der Brooklyn Bright Szene, wollen die Fantastischen Vier durch eine Polizeisperre und bitten Sue sich unsichtbar zu machen und sich so durchzuschmuggeln. Eigentlich logisch, zumindest bis zur nächsten Szene, wo die anderen schon mit den Klamotten von Sue hinter der Absperrung warten. Ah ja! Leider wird auch Chris Evans in meinen Augen teilweise etwas ausgebremst, da er hätte mehr Witze reisen können. Etwas bessere Dialoge hätten ebenfalls nicht geschadet, denn diese befinden sich auf ziemlich durchschnittlichen Niveau. Während die Effekte auf der DVD noch ziemlich gut aussahen, verhindert die hohe Auflösung der Blu-ray den WOW Effekt leider deutlich. Die CGI Effekte sind ziemlich aufdringlich und sehen teilweise ein wenig billig aus. Schön fand ich allerdings, dass Das Ding in einem Gummikostüm rumläuft und nicht aus Computereffekten besteht. Dies gibt zusätzliche Punkte in Sachen Charme.

Leider hat die deutsche Syncro etwas zu kämpfen und ich finde es irgendwie lächerlich Unsichtbares Girl zu nennen, anstatt Invisible Woman zu sagen. So hätte man die Superhelden ruhig im Original belassen können. Human Torch rockt einfach mehr, als Brennende Fackel und Mister Fantastic hat man ja auch so belassen und zum Glück nicht in Mister Fantastisch umbenannt.

Bild:
Der erste Blick bei einer Blu-ray gilt immer zuerst dem ISO Rauschen, welches hier leider stetig vertreten ist und recht zwischen stark und erträglich schwankt. Zum Glück trifft fast immer letzteres zu! Leider kann die Schärfe auch nicht vollends überzeugen und somit bleiben dem Bild eine hohe Wertung verwehrt. Dafür sind die Farben schön knallig und der Kontrast überzeugt ebenfalls.

Ton:
Der dts Ton ist identisch zum DVD Pendant. Alle Kanäle werden ansprechend angespielt und es kommt ein guter Raumklang zustande. Wer seinen Blu-ray Player über HDMI an seiner Anlange angeschlossen hat, der darf sich zudem über dts-HD freuen.

Bonus:
Bei der Blu-ray verzichtete man auf neue Extras und bediente sich bei der Premium Edition der DVD Veröffentlichung. Leider packte man nicht alle Extras auf die Blu-ray und die vorhandenen sind zudem nur in Standard Auflösung. Im inneren befindet sich sogar das fast gleiche Booklet der DVD Fassung. Nur der Wortlaut der Texte und die Anordnung der Bilder wurden ein wenig abgeändert.

-Zwei Musikvideos
-Making Of „Hereos are born“ (ca. 97 Minuten)
-Das Baxter Gebäude (ca. 10 Minuten)
-Deleted Scenes (ca. 24 Minuten)
-Darstellerinfos
-Trailer zum Film und aus dem Highlight Programm

Die Extras sind etwas durchwachsen, was vor allem an dem üblichen Rühren der Werbetrommel liegt. Dabei waren alle die größten Fans des Comics und haben nie was anderes geliebt ... bis zum nächsten Film. Dennoch erfährt man wenigstens einige sinnvolle Infos. Man hat schon schlimmeres gesehenen, aber auch besseres. Beim Audiokommentar geben sich die Darsteller der Fantastischen Vier und Dr. Doom die Ehre. Alle Extras bieten deutsche Untertitel. Leider verzichtete man bei Highlight auf ein Pop Up Menu, was ziemlich Schade ist. Hoffentlich gibt es bei kommenden Veröffentlichungen hier Nachbesserungen.

FAZIT:
Das was anderen vielleicht nicht gefällt, hat es mir besonders angetan. So nehmen sich die Fantastischen Vier und ganz besonders die Brennende Fackel nicht sonderlich ernst und spielen ihre Rollen recht locker. Alles ist zudem knallbunt und bietet einen gelungenen Look. Dennoch hätte man etwas mehr aus dem Stoff machen können, was vor allem an der nicht sonderlich tollen Regiearbeit liegt. Hätte man anstatt von Regisseur Tim Story jemand anderes verpflichtet und den Weg von Johnny Storm konsequenter durchgezogen, wäre mehr drinnen gewesen. Letztendlich wird man toll unterhalten, auch wenn nach dem Sehen nicht viel im Gedächtnis bleibt. Meiner Meinung nach gelungenes Popcornkino. Leider wurden die von der DVD bekannten Extras nur in SD auf die Blu-ray gepackt, es gibt kein Pop Up Menu und das Bild hat ein paar kleinere Schwächen. Hier sollte Highlight bei seinen kommenden Veröffentlichungen unbedingt nachbessern.

Bild – 7,5/10
Ton - 8/10
Bonus – 5/10
Film – 6/10

[Diese Blu-ray wurde uns freundlicherweise von Highlight/Constantin Film zur Verfügung gestellt]

[Review verfasst von Shagy]

PS: Die Bilder stammen von der DVD Fassung.

 

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