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Resident Evil

Anfang bis Mitte der Neunziger gab es mit Videospielumsetzungen von „Double Dragon“, „Super Mario Bros.“ und „Mortal Kombat“ den ersten Boom. Nach einer Flaute folgte unter anderem nach der Jahrtausendwende mit den Machwerken von Uwe Boll ein zweiter Boom, welcher bis heute anhält. Beide Hochzeiten haben dabei eines gemeinsam. Bis auf ein oder zwei Verfilmungen sind alle anderen Machwerke ziemlicher Schund! Zu den eher besseren Werken gehörte zweifelsohne „Mortal Kombat“ von Paul W. S. Anderson, welcher sich im Jahre 2002 an einer Verfilmung von Capcoms Horrorserie „Resident Evil“ versuchte.

Originaltitel: Resident Evil
Regie: Paul W. S. Anderson
Darsteller: Milla Jovovich, Michelle Rodriguez, Eric Mabius, James Purefoy, Martin Crewes
Laufzeit: 100
FSK: 16
Ton: dts-HD (Deutsch, Englisch), DD 2.0 (Audiokommentar)
Untertitel: Deutsch für Hörgeschädigte
Regionalcode: B
Bildformat: 1,85:1 (16:9)
TV-Norm: 1080p
Produktion: 2002
Erschienen: November 2007
Vertrieb: Highlight
Preis: 30€

Film:
Tief unter der Stadt Racoon City befindet sich eine geheime Forschungsstation der Umbrella Corporation, welche an gefährlichen Viren für das Militär arbeitet. Nach einem „Unfall“ werden die Viren allerdings freigesetzt und der Hive (so wird die Forschungsstation genannt) wird vom Hochleistungscomputer Red Queen hermetisch verschlossen und alle Mitarbeiter getötet. Natürlich will Umbrella wissen was genau los ist und schickt einen Stoßtrupp in den Hive. Auf dem Weg dorthin finden sie zwei Mitarbeiter, welche sich allerdings an rein gar nichts erinnern können. Zum einen wäre dies Alice (Milla Jovovich) und zum anderen Spence (James Purefoy). Was der Trupp jedoch nicht weis ist, dass die Mitarbeiter zwar allesamt tot sind, aber als Zombies noch immer ihr Unwesen treiben und nur darauf warten, frisches Menschenfleisch zwischen die Zähne zu bekommen.

Zombiefilme gibt es ja nicht gerade wie Sand am Meer, weshalb man immer ganz froh über einen neuen Film ist. Das die Story dabei nicht sonderlich anspruchsvoll klingt, lässt sich da noch eher verschmerzen. Immerhin gibt man bei Filmen dieses Genre eh das Gehirn am Schalter ab. Nach einem wirklich guten und vielversprechenden Anfang, bekommt der geneigte Zombie- und Actionfan allerdings mehr als nur einmal ein Déjàvu zu sehen. Alles ist irgendwie zusammengeklaut, doch dabei mehr schlecht als recht kopiert. Hat man sich den Film dann bis zum Ende gegeben, fällt zudem noch auf, dass irgendetwas fehlte. Genau! Wo war eigentlich der Splatter die ganze Zeit? Immerhin handelt es sich ja um Resident Evil und nicht ein Silent Hill. Somit sollten auch deftige Splattereinlagen enthalten sein. Doch dank FSK 16 wird steht’s weggeblendet, wenn es ernst wird und bis auf ein paar Genickbrüche ist nicht zu sehen! Das sorgt natürlich auch für Abzüge bei der Atmosphäre, wobei man dieser dann doch noch ein paar positive Sachen anrechnen kann. So wurden viele Kamerawinkel eingesetzt, wie man sie schon aus der Videospielvorlage kennt und hätte das Potential auf ein paar Spannende Elemente gehabt.

Das nächste was wirklich nervt sind die Dialoge, wobei Dialoge schon übertrieben sind. Vielmehr sollte man von Wortfetzen reden. Durch die recht unterirdische deutsche Syncro gibt es recht viele Szenen, welche unfreiwillig komisch geraten sind. Falls es dann doch mal Sätze zu hören gibt, bekommt man allerhand dämliches zu hören. Besonders Frau Rodriguez schießt mehr als einmal den Vogel ab! Neben miesen „Dialogen“ gibt es auch recht unterdurchschnittliche schauspielerische Leistungen zu bestaunen. Milla läuft recht emotionslos durch die Gegend, Michelle Rodriguez gibt den Proleten schlechthin wo jeder männliche Söldner neidisch wäre und die Männer Eric Mabius und James Purefoy stehen meist regungslos irgendwo in der Gegend rum. Sollen doch die Weiber nur machen scheinen sie sagen zu wollen. Wirklich überrascht hat mich hier noch Heike Makatsch, welche mit ihrer Screentime noch am meisten überzeugen konnte. Das einzig wirklich gute ist die Techno/Metal Mucke von Marilyn Manson. Anfangs ist man zwar etwas skeptisch, doch letztendlich passte der Soundtrack recht gut und wertete etliche Szenen gehörig auf.

Bild:
Hier gibt es leider einige Schwächen, mit welchen schon die DVD zu kämpfen hatte. Das Bild rauscht, es hat Blöckchenbildung und wechselnde Schärfe. Diese kann in keiner Szene wirklich überzeugen und hat selbst bei Computergrafiken mit klaren Linien zu kämpfen. Leider nutzte Highlight auch hier den alten MPEG-2 Codec. Der Schwarzwert ist auch nicht der Beste und sorgt letztendlich für ein durchschnittliches Bild. Hier hab ich deutlich mehr erwartet, zumal die Scheibe ja auch ein paar mal verschoben wurde. In Zukunft lieber weniger veröffentlichen, aber dafür der Technik mehr Aufwand schenken zumal Highlight hier direkt an der Quelle (also Constantin) sitzt!

Ton:
Hier schaut es zum Glück besser aus als noch beim Bild. Es kommt eine recht gute Dynamik zustande und der Raumklang kann mit differenzierter Abmischung gut überzeugen. Der Subwoofer bekommst auch einiges zu tun und wird sehr gut angesteuert. Auch der Soundtarck wurde sehr gut abgemischt und wertet viele Szenen auf. Leider ist die deutsche Syncro recht unterirdisch und teilweise unfreiwillig komisch, unterstützt damit aber auch den hohen Trash Grad des Filmes.

Bonus:
Bis auf die beiden Extras „Die Entwicklung von Resident Evil“ und der besondere Filmtipp (Trailer zu „Fantastic Four – Rise of the silver surfer“ und „Resident Evil: Extinction“) kommen alle anderen Special nur in SD Auflösung daher. Während einige Extras auch mit deutscher Sprache unterlegt wurden, kommen andere nur mit deutschen Untertiteln aus. Leider wurden nicht alle Extras der alten DVD Special Edition auf die Blu-ray gepackt, was natürlich ziemlich schade ist (es fehlen immerhin ca. 70 Minuten an Extras). Enthalten sind:

-Kameratest Zombies/Milla Jovovich
-Making Of
-Die Filmmusik
-Vom Game zum Film
-Die Storyboards
-Hinter den Kulissen
- Die Entwicklung von Resident Evil

Wirklich beeindruckend sind die Extras aber nicht. In den 15 Minuten langem Special „Vom Game zum Film“ versucht uns der Regisseur die Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen dem Spiel und dem Film aufzuzeigen. Dies ist ja noch relativ interessant. Das Making Of hat mit den gewohnten Marketinggerede zu kämpfen und die Kameratest sind allesamt ohne Aussage. Der Beitrag zur Filmmusik ist dagegen auch recht nett. Immerhin gibt es auch ein Booklet (das gleiche wie bei der DVD), was ja heutzutage in einer Blu-ray Hülle noch immer Seltenheitswert hat. Schade ist dagegen wieder das Fehlen eines PopUp Menus.

FAZIT:
Paul W. S. Anderson hat mich mit seinem Debut „Event Horizon“ sehr in den Bann gezogen und „Mortal Kombat“ wurde seinem Videospielvorbild ziemlich gerecht. Umso mehr bin ich von „Resident Evil“ enttäuscht. Vor allem nerven mich die Zugeständnisse an die Zielgruppe wie der mangelnde Splattergehalt. Dazu noch dümmliche Dialoge, peinliche Darsteller und zusammengeklaute Ideen. Viel positives kann ich dem Film wirklich nicht abgewinnen. Während der zweite Teil der Serie einfach nur lustig war und Spaß machte, verkommt der Erstling zu einem schlechten C-Movie im Hochglanzformat. Leider hat die Blu-ray auch noch mit technischen Defiziten zu kämpfen, wobei das Bild dennoch besser als auf der DVD ist.

Bild - 6/10
Ton - 8/10
Bonus – 5/10
Film – 5/10

[Diese Blu-ray wurde uns freundlicherweise von Highlight zur Verfügung gestellt]

[Review verfasst von Shagy]

Resident Evil

Resident Evil: Apocalyspe

Resident Evil: Extinction

Resident Evil: Retribution

 

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