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Source Code

In seinem Debüt „Moon“ lieferte David Bowie Sohn Duncan Jones ein mehr als überzeugendes und erwachsenes Science Fiction Kino ab und bringt nun mit dem „Source Code“ den lang erwarteten Nachschlag. Dieser spielt zwar in einem anderen Setting, hat jedoch ein ähnliches Grundthema. So werden auch hier die Ideale des Hauptprotagonisten in Frage gestellt ...

Originaltitel: Source Code
Regie: Duncan Jones
Darsteller: Jake Gyllenhaal, Michelle Monaghan, Vera Farmiga, Jeffrey Wright
Laufzeit: 93
FSK: 12
Ton: dts-HD Master 5.1 (Deutsch, Englisch)
Untertitel: Deutsch
Regionalcode: B
Bildformat: 1,85:1
TV-Norm: 1080p
Produktion: 2010
Erschienen: 03.11.2011
Vertrieb: Studio Canal
Preis: 19€

Film:
Völlig verdutzt wacht Hubschrauberpilot Colter Stevens (Jake Gyllenhaal) in einem Zug nach Chicago auf. Ihm gegenüber die hübsche Christina (Michelle Monaghan), welche ihn gleich in einen Smalltalk verwickelt. Noch bevor er jedoch irgend etwas brauchbares in Erfahrung bringen kann, kommt es zum Unglück. Der Zug explodiert. Als nächsten schreckt Stevens auf, als hätte er gerade einen Alptraum gehabt. Dabei fängt dieser gerade erst an. Stevens kommt in einer hermetisch abgeschotteten Kapsel zu sich und weiß wieder nicht, was Sache ist. Klärung erfolgt dann schließlich durch den befehlshabenden Offizier Goodwin (Vera Farmiga) und den Wissenschaftler Dr. Rutledge (Jeffrey Wright). Stevens ist Teil eines neuen Anti-Terror-Programms, genannt „Source Code“, welches einen die letzten acht Minuten eines Verstorbenen erneut erleben lässt. Immer und immer wieder. Ziel dabei ist es, die Bombe und den Attentäter ausfindig zu machen. Stevens wird nämlich immer wieder unter die Nase gehalten, dass das Attentat auf den Zug nur der Anfang war.


Somit hätten wir gleich zwei verschiedene Geschichten, welche der Zuschauer zu entschlüsseln hat. Dabei wird aber schnell klar, dass die Story rund um den Zug und den Attentäter von der eigentlichen Prämisse ablenken soll. Im Prinzip erleidet die Figur des Stevens ein ähnliches Schicksal wie Sam Bell aus „Moon“. Beide sind auf sich allein gestellt und müssen die Hintergründe, welche sie in diese Situation gebracht haben, in Erfahrung bringen. Während bei „Moon“ dies relativ schnell durch den Regisseur erfolgt, muss man hier bis zum toll inszenierten Finale warten. Wie der Hauptprotagonist bekommt auch der Zuschauer immer nur kleine Häppchen, welche zwischen den einzelnen Trips gekonnt serviert werden. Dies sorgt beim „Zurück in die Vergangenheit“-“Und täglich grüßt das Murmeltier““-“12 Monkeys“ Mix für Spannung.

 


Bild:
Schon in der Anfangsszene, wenn die Kamera abwechselnd über Chicago und die Zugstrecke kreist, fällt einem die sehr gute Schärfe sofort positiv auf. Nur in einigen wenigen Szenen, wenn es der Regisseur etwas mit der Unschärfe übertreibt, wirken die Bilder ein wenig zu weich. Ansonsten bleibt noch zu sagen, dass das Filmkorn zwar sichtbar, aber auch nicht stören und sehr homogen daherkommt. Auch die Plastizität, der satte Schwarzwert und der Kontrast wissen zu überzeugen. Die Farben wirken sehr realistisch und somit nicht übersättigt. Einzig, was man der Scheibe ankreiden könnte, ist der leichte qualitative Abfall (vor allem Banding) in den Szenen, wo Gyllenhaal in der Kapsel sitzt.

Ton:
Der Soundmix kommt recht intelligent daher und spielt viel mit der Direktionalität der Umgebungsgeräusche. Diese wurden akustisch deutlich hervorgehoben. So auch in der Kapsel, wo die Dialoge ebenfalls sehr direktional abgemischt wurden. Ordentlich Druck gibt es dann schließlich immer am Ende der acht Minuten, wenn der Zug in Rauch aufgeht. Leider gibt es auch hier Schatten, denn der übrige Ton kommt eher frontlastig daher.

Bonus:
Neben dem obligatorischen und informativen Audiokommentar (mit Duncan Jones, Jake Gyllenhaal und Drehbuchautor Ben Ripley) , verfügt die Disc noch über ein Bild in Bild Feature. Hier gibt es ebenfalls viel interessantes rund um den Film, wenngleich die Pausen zwischen den einzelnen Infos teils recht groß sind. Ebenfalls während des Filmes, lassen sich zwei textbasierte Trivia Tracks zuschalten. Hier gibt es unter anderem Beispiele für andere Filme mit dem Thema Zeitreisen.

Zudem gibt es noch elf kurze Features, welche sich ebenfalls mit der Produktion beschäftigen, doch teilweise schon im Bild in Bild Feature Verwendung fanden. Wer mehr über die Funktionsweise der Quanten Physik wissen will, kann sich fünf simple animierte Clips ansehen. Abgerundet wird alles durch drei kurze Dokus, welche eher wie Trailer daherkommen, zwei Promomässige Interviews mit Jake Gyllenhaal und Duncan Jones, sowie neben der Eigenwerbung noch zwei Trailer zu „Source Code“.


FAZIT:
„Source Code“ ist ein intelligenter Science Fiction Thriller, der es immer wieder schafft, dass sich die wiederholenden acht Minuten nicht abnutzen. Dies liegt vor allem am zweiten Storystrang, was aber auch dazu führt, dass die 90 Minuten ein wenig zu vollgepackt daherkommen. Wem „Moon“ jedoch zu ruhig und spartanisch daherkam, aber das Sujet zusagte, wird mit „Source Code“ mehr als zufrieden sein!

Bild – 8,5/10
Ton – 8,5/10
Bonus - 5/10
Film – 8/10

[Diese Blu-ray wurde uns freundlicherweise von Studio Canal zur Verfügung gestellt]

[Review verfasst von Shagy]

Diskutiert im Forum darüber.

 

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