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Vier Brüder

Regisseur John Singleton galt nach Filmen wie „Boyz N the hood“ und "Higher Learning“ als der neue Stern am Himmel des Black Cinema. Leider folgte dann mit Filmen wie „2 Fast 2 Furios“ der künstlerische Abstieg. Schaft er mit seinem Neo-Western „Vier Brüder“ nun wieder den Aufstieg?

Originaltitel: Four Brothers
Regie: John Singleton
Darsteller: Mark Wahlberg, Tyrese Gibson, André Benjamin, Garrett Hedlund
Laufzeit: 109
FSK: 16
Ton: dts-HD Master Audio 5.1 (Englisch), DD 5.1 (Deutsch, Französisch, Italienisch, Spanisch)
Untertitel: Deutsch, Französisch, Italienisch, Spanisch, Englisch
Regionalcode: B
Bildformat: 2,35:1 (1080p)
Produktion: 2005
Erschienen: 28.06.2012
Vertrieb: Paramount Pictures
Preis: 13,99€

Film:
Nach langen Zeit finden sich die vier Brüder Bobby, Angel, Jeremiah und Jack (Mark Wahlberg, Tyrese Gibson, André Benjamin und Garrett Hedlund) wieder in Detroit zusammen, doch der Anlass gibt ihnen wenig Freude zum Wiedersehen. Ihre Ziehmutter wurde nämlich in einem Geschäft scheinbar zufällig brutal über den Haufen geschossen. Da es sich bei den vier Brüdern um Klein- bis Schwerkriminelle handelt, schwören diese nun Rache und finden schnell heraus, dass der Mord kein Zufall war. So sind die Schützen zwar schnell dingfest gemacht, doch die Hintermänner bleiben vorerst im Dunkeln. Nach und nach wird den Brüdern aber schnell das wahre Ausmaß des Ganzen bewusst …

 

Rachedramen und Selbstjustiz sind immer so eine Sache, denn schnell wird die Gewalt vom Mittel zum Zweck. Da einige der Brüder selbst Kriminelle sind/waren, wird hier mit den gleichen Waffen gekämpft und man kommt aufgrund der machtlosen Polizei schnell zum Schluss, dass man das Böse nur mit Bösen in den Griff bekommt. So wird jede Menge Dreck aufgewühlt, um am Ende vor einem riesigen Geflecht aus Korruption, Mafia und Geldgier zu stehen. Dabei versucht der Film erzählerisch und inszenatorisch stehts realistisch zu bleiben, was ihm allerdings nicht immer gelingt. So ist es vor allem der Gangsterboss Victor Sweet (Chiwetel Ejiofor), der eher an einen schwarzen Tony Montana erinnert und etwas zu dick aufträgt. Beeindruckend spielt dagegen Mark Wahlberg, welcher seinem Charakter eine gefährliche und unberechenbare Note gibt, aber auch emotional die ein oder andere Träne mal wegdrückt. Doch auch die anderen Drei geben eine gute Vorstellung ab, wobei man sich von André Benjamin (Frontman der Band Outcast) eine etwas vielschichtigere Leistung gewünscht hätte. Immerhin ist er der einzige der Brüder, der etwas undurchsichtig ist. Leider sind die anderen Darsteller und vor allem auch die Polizei im wahrsten Sinne des Wortes nur Nebendarsteller.

Um den Film etwas mehr Schwung zu verleihen, lockerte man alles immer wieder mit einigen Actionszenen auf. Diese sind kurz, knackig und realistisch gehalten. So beeindruckt eine nächtliche Verfolgungsjagd im Schneegestöber genauso, wie ein Shoot Out mit den Gangstern. Schön dabei ist, dass man auf eine unnötige Gewaltdarstellung verzichtete, aber dem Zuschauer dennoch eine gewisse Härte vermittelt.

 

Bild:
Zwar wird einem kein riesiger „Wow!“ Effekt geboten, doch die Disc macht hier eine sehr gute Figur. Die Schärfe kann sich sehen lassen und offenbart viele Details. Auch im Hintergrund (z.B. das lesen der Nummernschilder). Aber auch die Farben wirken knackiger als noch auf DVD und sorgen für eine schmutzige und dreckige Atmosphäre.

Ton:
Hier werden zumeist nur die Front Speaker angesprochen, wobei es in den Actionszenen aber auch hintenrum ordentlich zur Sache geht. Da es hier eher um ein Drama geht, alles in allem OK.

Extras:
Auf der Blu-ray befinden sich keinerlei Extras (nicht mal die bereits von der DVD bekannten)! Wer will, kann das einfach gestaltete Steelbook (Media Markt exklusiv) als Gimmick sehen.

 

FAZIT:
„Vier Brüder“ ist ein ausgesprochen guter, schmutziger und harter Rachefeldzug mit guten Hauptdarstellern, einem fabelhaft souligen Soundtrack und einem frischen und unerwarteten Ende. Zwar gibt sich der Film realistisch, doch auf moralischer Ebene gibt es wenig Diskussionsstoff. Dazu ist „Vier Brüder“ einfach zu straight. Zum Glück merkt man dem Film jedoch an, dass er vorrangig nur unterhalten will. Und das tut er! Leider war der Aufstieg von Regisseur Singleton nur kurzer Dauer, da sein Folgewerk "Atemlos" einer der schlechtesten Actionfilme ist.

Bild – 8/10
Ton – 7/10
Extras – 0,5/10
Film – 7,5/10  

[Diese Blu-ray wurde uns freundlicherweise von Paramount Pictures zur Verfügung gestellt]

[Review verfasst von Shagy]

 

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