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96 hours - Taken 2

Im Jahr 2008 stürmte mit "96 hours" ein gnadengnadenloser und harter Action Thriller auf Genre Fans zu. In der Hauptrolle eine kompromisslose Ein Mann Armee, welche von Liam Neeson verkörpert wurde. Dabei pfiff man nicht nur auf politische Korrektheit, sondern auch auf Hollywood typischen Hochglanz Optik und heraus kam ein rauer und kultiger Action Reißer, wie man ihn Jahre nicht mehr sah.

Originaltitel: Taken 2
Regie: Olivier Megaton
Darsteller: Liam Neeson, Maggie Grace, Famke Janssen, Rade Serbedzija
Laufzeit: 98
FSK: 16
Ton: dts-HD 5.1 (Deutsch, Englisch)
Untertitel: Deutsch, Englisch für Hörgeschädigte
Bildformat: 2,35:1 (1080p)
Produktion: 2012
Erschienen: 15.03.2013
Vertrieb: Universum Film
Preis: 15€

Film:
Nachdem Bryan Mills seine Tochter in Paris aus den Fängen von Menschenhändlern befreit hat, versucht die Familie in L.A. wieder ein normales Leben zu führen. Währenddessen braut sich in einem albanischen Dorf neues Unheil zusammen, denn die in Paris getöteten Menschenhändler hatten nämlich auch Familien, welche nun auf Rache aus sind. Als Bryan in Istanbul nach einem Auftrag seine Ex-Frau Lenore und seine Tochter Kim für einen Kurzurlaub empfängt, schlagen die Albaner eiskalt zu. Sie nehmen Bryan und Lenore gefangen, wobei Kim den Schergen gerade noch so entwischen kann. Da die Eltern nun in Gefangenschaft sind, liegt es nun an Kim und dem Waffenkoffer von Daddy für ein Happy End zu sorgen.

 

Eigentlich war „96 hours“ in sich abgeschlossen, doch durch den Kniff, dass die eigentlich gesichtslosen Menschenhändler ebenfalls Familien haben, gibt sich die Story im Nachfolger recht plausibel. Wobei sie letztendlich doch nur Mittel zum Zweck ist. Leider ist der neue Regisseur Oliver Megaton („Transporter 3“, Colombiana)“ bei weitem nicht so Kompromisslos wie sein Vorgänger Pierre Morel („Ghettoganz“, „From Paris with love“) und inszenierte den Film mit angezogener Handbremse. So wütet Liam Nielson bei weitem nicht mehr so gnadenlos und rücksichtslos durch die Gegnerhorden. Auch versuchte man hier ein wenig mit der Moral zu spielen, was aber nicht so ganz passend ist. Vorm allem am Ende verspielt man hier so einiges.

Auch stören hier so einige Logikfehler, damit der Film in keiner Sackgasse endet. So ist es z.B. ziemlich verwunderlich, dass ein Super CIA Agent (der sich mal eben im ersten Film durch endlose Gegner gemetzelt hat) nur mit Kabelbinder „gefesselt“ wird. Auch wenn Tochter Kim plötzlich einen alten Benz perfekt durch die engen Straßen von Istanbul lenkt, obwohl sie daheim durch die Fahrprüfungen rasselte, ist etwas schlecht gelöst. Klar hatte auch der erste Teil einige Löcher, doch fielen diese nicht so sehr auf, da "96 hours" straighter daherkam.

 

Bild:
Das Bild ist cleaner als der Vorgänger, doch zum Glück ist ein wenig Grain übriggeblieben um das Kinofeeling zu verstärken. In hellen Szenen stimmt auch die Schärfe und der Detailgrad ist bei Close Ups, wie Totalen schön hoch so das eine tolle Tiefenwirkung zustande kommt. Leider fällt das Bild in dunklen Szenen etwas ab, da hier einige Details etwas verschluckt werden. Die Farbwiedergabe ist trotz einiger Filter recht natürlich geraten.

Ton:
Hier gibt es eine schöne Direktionalität und man spürt förmlich die umherfliegenden Kugeln. Auch der Bass ist nicht zu verachten, wenngleich es hier etwas wuchtiger hätte sein können. In all der Action gehen die Dialoge übrigens nie unter und sind stets gut verständlich.

Extras:
Fangen wir beim Bild in Bild Feature an, wo parallel zum Film Infos über die Anzahl der Toten, Verletzten und zurückgelegten Kilometer eingeblendet werden. Zudem gibt es noch mehr oder minder informative allgemeine Infos über den Film und das Leben eines Agenten. Außerdem gibt es noch ein reichlich 8 minütiges Promo Making Of, 6 Minuten an gelöschten/erweiterten/alternativen Szenen, ein paar Outtakes (3min) und einen Einblick in den Koffer von Bryan Mills inkl. Erklärungen der einzelnen Komponenten. Abschließend findet man noch zwei Interviews (Liam Neeson 4min, Oliver Megaton 8min), einige Filmposter, den deutschen Trailer, sowie unnütze BD Live Features und etwas Eigenwerbung. Die Veröffentlichung besitzt übrigens auch ein Wendecover.

 

FAZIT:
Wie in der Einleitung bereits erwähnt, überzeugte der Vorgänger vor allem durch seinen rauen Charme. Dieser fehlt leider bei der Fortsetzung, welcher deutlich auf Hochglanz poliert wurde. Überhaupt passte man „Taken 2“ mehr dem Massenmarkt an, was ihn ziemlich austauschbar macht. Dies sorgt auch dafür, dass die müde Story mehr ins Gewicht fällt. Es fehlt letztendlich das Kompromisslose, das Harte und die Wucht gegenüber dem zum Kultfilm avancierten „96 hours“.

Bild – 8,5/10
Ton - 9/10
Bonus - 4/10
Film – 6/10

[Diese Blu-ray wurde uns freundlicherweise von Universum Film zur Verfügung gestellt]

[Review verfasst von Shagy]

 

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