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Die Hüter des Lichts

Im Gegensatz zu Pixar schwankt der Output aus dem Hause Dreamworks leicht und reicht von genial wie "Drachenzähmen leicht gemacht" bis hin zu enttäuschend wie "Madagaskar". Der Trailer zum neusten Werk versprach aber schon mal viel und in den folgenden Zeilen verraten wir euch, wo sich "Die Hüter des Lichts" in der Dreamworks Filmografie einreihen wird.

Originaltitel: Rise of the Guardians
Regie: Peter Ramsey
Laufzeit: 97
FSK: 6
Ton: Dolby True HD 7.1 (Englisch), DD 5.1 (Deutsch, Französisch, Italienisch, Holländisch, Flämisch)
Untertitel: Deutsch, Französisch, Italienisch, Holländisch, Flämisch, Englisch
Regionalcode: B
Bildformat: 1,78.1 (1080p)
Produktion: 2012
Erschienen: 24.04.2013
Vertrieb: Paramount Pictures
Preis: 18€

Film:
Der schwarze Mann Pitch ist auf dem absteigenden Ast und längst bei den Kindern in Vergessenheit geraten. Natürlich ist er mit der Situation unzufrieden und will wieder in den Träumen der Kinder für Angst und Schrecken sorgen. Um sein Ziel zu erreichen, muss er dafür sorgen, dass die Kinder den Glauben an den Weihnachtsmann, den Osterhasen, die Zahnfee und den Sandmann verlieren. Die vier genannten agieren dabei natürlich als Team gegen Pitch und nennen sich "Die Hüter des Lichts". „Marvels`s - The Avengers“ lässt grüßen.

 

Zusätzlich zur Unterstützung wird vom Mann im Mond (sozusagen der Nick Fury der Hüter) noch der für den Winter verantwortliche Jack Frost rekrutiert. Während die anderen vier von den Kindern gesehen werden können, hat Jack mir dem gleichen Schicksal zu kämpfen wie der schwarze Mann, da auch er in Vergessenheit geraten ist und für die Kinder unsichtbar bleibt. Zudem plagen Jack noch Gedanken an seine Vergangenheit, da er keine Ahnung hat wer er vorher war und woher er kommt.

"Die Hüter des Lichts" orientieren sich dabei nicht am klassischen Bild was man vom Weihnachtsmann, Osterhasen und Co. hat. So musste der Coca Cola Weihnachtsmann einem rüpelhaften russischen Väterchen Frost weichen, welcher auf dem linken Arm ein "Naughty" und auf dem rechten Unterarm ein "Nice" Tattoo hat. Zudem schwingt er in den zahlreichen Actionszenen zwei Säbel. Aber auch der australische Osterhase wurde auf mächtig cool getrimmt und hat so einige One Liner auf Lager. Ebenfalls sehr gut wurde der Sandmann umgesetzt, welcher hier stumm ist und stets versucht, mittels Charade seine Meinung kundzutun. Auf normalen Pfaden wandelt dagegen die Zahnfee, welche jedoch von vielen kleinen und süßen Minifeen umgeben ist.

Aber auch abseits der mehr als gelungenen Charakterzeichnungen sprudelt der Film nur so vor witzigen und originellen Ideen. Leider ist aber die eigentliche Story nicht so erfrischend wie die Aufmachung. So kennt man die Geschichte vom Helden der keiner sein will und nur auf der Suche nach sich selbst ist zur genüge, zumal der Film ohne Überraschungen auf das erwartete Ende hinausläuft. Aber auch der schwarze Mann bleibt hinter den Möglichkeiten zurück, zumal erwähnt wird, dass alle vorher als normale Menschen lebten. Warum wurde gerade er zum schwarzen Mann? War die Zahnfee früher Zahnarzt? Dagegen können die zahlreichen Actionszenen wieder punkten, welche nicht nur rasant, sondern auch originell inszeniert wurden.

 

Bild:
Ich glaube heutzutage gibt es keine aktuellen computeranimierte Filme, welche optische Defizite aufweisen. So ist auch das Bild der Blu-ray zu „Die Hüter des Lichts“ fabelhaft geworden. Die Schärfe überzeugt auf ganzer Linie und vor allem die Partikeleffekte des Sandmanns und des schwarzen Manns sind erstaunlich detailliert. Dabei ist auch der Kontrast hervorragend, was für eine schöne Plastizität sorgt.

Ton:
Auch hier überzeugt die Scheibe auf ganzer Linie und bietet in allen Szenen eine schöne Direktionalität. Aber auch der Bass bekommt bei den vielen Actionszenen einiges zu tun. Bei all den Effekten gehen aber nie die Dialoge unter und bleiben stets verständlich. 

Extras:
Auf die jüngeren Zuschauer warten zwei kleine, einfache Minispiele auf der Disc. Zum einen eine Schneeballschlacht mit Jack Frost und zum anderen ein Stein, Papier, Schere Spiel gegen den Sandmann. Für die Erwachsenen dagegen gibt es neben einem Audiokommentar mit Peter Ramsey, Christina Steinberg und Nancy Bernstein (auch mit dt. Untertiteln) noch drei Features, welche Einblicke in die Produktion geben. Im 30-minütigen Making Of erfährt man mehr über das Design der Figuren, der Locations, die Effekte und den klasse Soundtrack. Inhaltlich wird einem dabei jedoch das übliche geboten. Zudem gibt es noch ein Special über den Auto der Geschichte William Joyce (ca. 6min) und ein 10-minütiges Special über die Besetzung der Hüter (z.b. Jude Law als Pitch, Chris Pine als Jack Frost, Alec Baldwin als North, Hugh Jackman als Osterhase und Isla Fischer als Zahnfee). Als letztes findet man noch acht Trailer zur Eigenwerbung auf der Disc. Schön ist auch das mittlerweile obligatorische Wendecover.

 

FAZIT:
"Die Hüter des Lichts" bietet zwar keine überwältigende Geschichte, aber originelle Neuinterpretationen bekannter Helden unserer Kindheit. Außerdem legt der Film ein rasantes Tempo vor und geizt nicht mit toll inszenierten Actionszenen, wobei diese für allzu kleine Filmliebhaber etwas zu düster und schnell sein dürften. Überhaupt ähnelt der Film zeitweise einer Achterbahnfahrt! Letztendlich kommen die Hüter zwar nicht an den tollen "Drachenzähmen leicht gemacht" heran, rangieren aber immerhin als bester Animationsfilm aus dem Jahre 2012 noch vor "Merida - Legende der Highlands".

Bild – 10/10
Ton – 10/10
Bonus - 5,5/10
Film – 8,5/10

[Diese Blu-ray wurde uns freundlicherweise von Paramount Pictures zur Verfügung gestellt]

[Review verfasst von Shagy]

Diskutiert darüber im Forum.

 

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