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Die fantastische Welt von Oz

 

Der 1939 von MGM verfilmte Kinderbuchklassiker ist einer der berühmtesten Farbfilm Musicals und zudem einer der bekanntesten Kinderfilme. Doch wie kam eigentlich der Zauberer an die Macht? Diese Vorgeschichte will uns nun Sam Raimi in "Die fantastische Welt von Oz" erzählen. Ob das Prequel, welches auf keinem Buch von Lyman Frank Baums basiert, ein eben solcher Klassiker geworden ist, klären wir im Review zur Blu-ray.

Originaltitel: Oz the Great and Powerful
Regie: Sam Raimi 
Darsteller: James Franco, Michelle Williams, Rachel Weizs, Mila Kunis, Zach Braff
Laufzeit: 130
FSK: 6
Ton: dts-HD 7.1 (Englisch), dts-HD 5.1 (Deutsch), DD 5.1 (Türkisch)
Bildformat: 2,40:1 (1080p)
Produktion: 2013
Erschienen: 11.07.2013
Vertrieb: Buena Vista Entertainment
Preis:18€

Film:
Oscar Diggs, auch Oz genannt, (James Franco) ist ein Houdini zweiter Klasse und hält sich in einem Wanderzirkus mit Taschenspielertricks über Wasser. Zudem geht er mit der Frauenwelt nicht gerade zimperlich um und es dauert so nicht mehr lange, bis Oscar vor einigen Problemen steht. Es bleibt ihm letztendlich nichts anderes übrig, als sich mit einem Heißluftballon zu verdrücken, wobei es für ihn noch schlimmer wird. Er gerät nämlich in einen Wirbelsturm, welcher ihn in das Zauberreich Oz bringt. Hier angekommen wird er von den Bewohnern als großer Magier empfangen, welcher das Land von bösen Mächten befreien soll. Da ihm nach Beendigung des Auftrags eine große Menge an Gold versprochen wird, spielt er seine neue Rolle erst mal brav weiter und gerät natürlich in neue Schwierigkeiten und böse Intrigen.

 

Wie das Sequel aus den 1930er Jahren, startet auch die Vorgeschichte in s/w und im 4:3 Format. Sobald Oz aber mit seinem Heißluftballon den Sturm hinter sich gelassen hat, öffnet sich das Bild ins Breitbild und füllt sich langsam mit Farbe. Dabei schwenkt die Kamera vom Gesicht rüber zur fantastischen Märchenwelt, was sehr beeindruckend ausschaut und auch in der 2D Fassung des Filmes wirkt. Hier zeigt Regisseur Sam Raimi gleich zu Anfang, wo der audiovisuelle Hammer hängt! In Oz angekommen überflutet einen der Film mit seinen Reizen und es kommt am laufenden Band zu optischen Leckerbissen. Dabei erinnert der Stil ein wenig an Tim Burtons „Alice im Wunderland“, wenngleich der Look hier um einiges perfekter und dank einiger echter Studiobauten nicht so künstlich daherkommt. Aber auch die Kostüme wissen auf ganze Linie zu überzeugen und unterstreichen die einzelnen Charaktere.

 

Die eigentliche Geschichte ist dann aber nicht mehr so wundervoll und mitreisend wie die Optik. Oscar ist anfangs eher ein egoistischer und selbstverliebter Genosse, doch im weiteren verlauf wird er immer mehr moralisch geläutert, bis er am Ende wirklich der gefeierte Held wird. Dies ist nicht gerade neu, aber erfüllt seinen Zweck, wenngleich sich im Mittelteil der Film aufgrund der etwas müden Geschichte zieht. Auf bekannte Charaktere aus den Büchern oder der ersten Verfilmung wie den Zinnmann, den Löwen oder die Vogelscheuche muss hier übrigens verzichtet werden. Auch die Geschichte gab es so in den Büchern nicht und man hatte nie erfahren, woher der Zauberer kam. Dies wird nun geändert. Da es keine bekannten Gesichter in den Film schafften, mussten natürlich neue her und der fliegende Affe und das Porzellanmädchen sind ein hervorragender Ersatz. Vor allem dem Porzellanmädchen gehört eine der emotionalsten Szenen im Film. Wie bei Sam Raimi typisch, kommt auch seine fiese Ader wieder zum Vorschein und es schleichen sich auch ein paar gruselige Elemente ein. James Franco trägt den Blockbuster ganz gut und gibt keinen Anlass zur Kritik. Die drei Hexen Mädels Michelle Williams (Glinda), Rachel Weizs (Evanora) und Mila Kunis (Theodora) stehlen Franco aber locker die Show.

 

Bild:
Die anfangs graue Maus entwickelt sich schnell zu einem kunterbunten Effektfeuerwerk, welches Referenzniveau hat. Die Farben leuchten, sind in allen Facetten vorhanden und besitzen einen fabelhaften Kontrast. Zudem kann auch die Schärfe auf ganzer Linie überzeugen und offenbart dem Zuschauer jede Menge Details. Das einzige Problem, welches das Bild hat, ist, dass es teilweise etwas künstlich ausschaut und bei den ein oder anderen Effektshot weicher daherkommt.

Ton:
Die Abmischung kommt sehr dynamisch daher und bietet viel fürs Ohr. Von überall her kann man feine Details wahrnehmen, wobei der Ton aber auch schon mal aggressiv daherkommen kann. Dazu gibt es einen tollen Score von Danny Elfman und alle Dialoge sind stets gut zu verstehen.

Extras:
Bei der 1 Disc Fassung sind die Extras recht spartanisch. Bei „Walt Disney und der Weg nach Oz“ (10min) geht es um die Odyssee von Disney, welcher zu Lebzeiten nie die Gelegenheit bekam seinen Traum einer Oz Verfilmung zu verwirklichen. Mehr Hintergrundinfos über den Film erfährt man bei „Meine Reise durch Oz“ (22min), während es bei „Mr. Elfmans musikalische Erfindungen“ (7min) um den Soundtrack geht. Weitere Infos über die Produktion gibt es schließlich noch bei „Das Prozellanmädchen“ (5min), „Vor deinen Augen: Von Kansas nach Oz“ (11min) und „Milas Metamorphose“ (8min). Abgerundet wird alles mit ein paar Pannen vom dreh und Trailern zur Eigenwerbung. Leider wurde auf einen informativen Audiokommentar und ein Wendecover verzichtet.

 

FAZIT:
"Die fantastische Welt von Oz" fängt fantastisch an, ist ein audiovisuelles Brett und hätte in den ersten Szenen das Zeug zum Klassiker gehabt. Leider schleichen sich in den Mittelteil einige Längen ein, was zusammen mit der nicht wirklich innovativen Geschichte dem Film etwas schadet. Eine Straffung hätte hier sicher Wunder gewirkt. Zum Glück zieht Oz aber zum Ende hin noch mal ordentlich an und so macht der Film dennoch Spaß und wird vor allem die Kleineren begeistern.

Bild – 10/10
Ton – 10/10
Extras – 4/10
Film – 7/10

[Diese Blu-ray wurde uns freundlicherweise von Buena Vista Home Entertainment zur Verfügung gestellt]

[Review verfasst von Shagy]

 

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