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Die rechte und die linke Hand des Teufels

Bud Spencer und Terence Hill sind wohl das erfolgreichste Duo der Filmgeschichte und brachten es auf 17 gemeinsame Filme, welche meistens auch auch über ein relativ hohes Niveau verfügten. Dabei stechen immer wieder besondere Highlights hervor, wie z. B. "Die rechte und die linke Hand des Teufels", welchen wir hier vorstellen.

Originaltitel: Lo chiamavano Trinità
Regie: Enzo Barboni
Darsteller: Terence Hill, Bud Spencer, Riccardo Pizzuti, Dan Sturkie, Farley Granger
Laufzeit: 113
FSK: 16
Ton: dts-HD 2.0 Master Audio (Deutsch, Englisch, Italienisch)
Untertitel: Deutsch, Englisch (nicht ausblendbar), Italienisch (nicht ausblendbar)
Regionalcode: B
Bildformat: 3,35:1 (1080p/24)
Produktion: 1970
Erschienen: 19.09.2013
Vertrieb: 3L
Preis: 12€

Film:
„Der müde Joe“ (Terence Hill) reist als Vagabund und Taugenichts durch das Land, bis er in einem verschlafenen Städtchen plötzlich auf seinen Bruder „der Kleine“ (Bud Spencer) trifft. Dieser hat sich mal eben von einem Sheriff den Stern gekrallt und macht nun einen auf Gesetzeshüter, obwohl er sonst eher als Viehdieb seine Brötchen verdient. Eigentlich wäre es ein beschauliches Plätzchen, wäre da nicht der gerissene Major, welcher sich eine Weide für seine Zuchthengste unter den Nagel reißen will. Diese Weide wird zur Zeit jedoch von Mormonen besiedelt, welche mehr oder weniger freiwillig von „der müde Joe“ und „der Kleine“ beschützt werden. So hat es „der Kleine“ eher auf die Gäule abgesehen, während „der müde Joe“ eher ein Auge auf zwei weibliche Mormonen geworfen hat.

Während die drei ersten Filme des Duos recht brutal und ernst waren, ging man hier einen andern Weg und parodierte das ganze Genre. Das dies so hervorragend funktioniert, ist hauptsächlich auf die Chemie der beiden untereinander zurückführen. Im Gegensatz zu späteren Filmen ist die Mischung aus Ernsthaftigkeit und Klamauk zudem noch sehr ausgeglichen. Dies liegt wohl auch daran, dass ersten die Synchronstimme von Terence Hill noch nicht mit Thomas Danneberg besetzt war und auch, dass Rainer Brandt seine Finger ebenfalls nicht im Spiel hatte.

 

Die Story ist recht gut und besser als in späteren Filmen der beiden Schläger, wo sie dann meist nur noch als Alibi vorhanden ist. Doch bei Spencer/Hill Filmen diente die Story eh nur Mittel zum Zweck, da alles immer auf eine riesige Prügelei hinaus lief. Und auch hier ist diese sehr amüsant in Szene gesetzt und wartet mit einigen coolen Moves auf. Aber auch so einige Running Gags haben es hier schon in den Film geschafft. Da wäre neben dem Chef der Banditen, der von Buddy immer eine gewinkt bekommt, noch ein kleiner Mexikaner, der immer nur besoffen rumtorkelt, zu erwähnen, wie auch „Silberlocke“ Riccardo Pizzuti, welcher in fast allen Spencer/Hill Filme die Hucke voll bekommt. Zu erwähnen sei noch, dass es sich hier um die ungeschnitte deutsche Fassung handelt, welche allerdings gegenüber der italienischen Originalfassung damals dennoch leicht gekürzt wurde. Die fehlenden Szenen sind in der Bonussektion zu sehen.

Bild:
Hier gestaltet sich die Wertung als schwierig. Zuerst einmal ist der komplette Film in HD (nicht so wie bei „Vier Fäuste für ein Halleluja“, wo teils einfach nur SD Material hochskaliert wurde) doch schaut es so aus, als hätte man den Film aus verschiedenen Mastern zusammengestückelt. Betrachtet man das deutsche Quellmaterial, bzw. das, was noch davon übrig war, ist die Schärfe auf einem annehmbaren Niveau. Auch der Kontrast und die Farben gehen meist in Ordnung, wenngleich ab und an ein Grünstich zu erkennen ist. Dann gibt es aber auch wieder Szenen, wo das Bild sehr unscharf daherkommt und vom Kontrast und den Farben her komplett abhaut. Hier schien wohl ein anderes Master als Vorlage gedient zu haben. Von Verunreinigungen bleibt man aber weitestgehend verschont. Alles in allem kann man mit dem Ergebnis aber sehr zufrieden sein und eine bessere Restauration wird es wohl auch in Zukunft nicht geben.

Ton:
Hier hat man sich ebenfalls hörbar Mühe gegeben und bohrte den Monotrack ordentlich auf. So sind die Dialoge klar verständlich und ein Knarzen ist fast nicht mehr hörbar. Auch der Soundtrack klingt sehr frisch, wie auch die Soundeffekte.

Extras:
Hier hat sich 3L bei der Erstauflage wieder richtige Mühe gegeben. So gibt es neben einem Pappschuber (O-Ring) auch noch ein 8-seitiges Booklet. Hier findet man neben Infos zum Film noch ein paar Zitate und die Lyrics des Titelsongs. Auf der Disc findet der Fan dann noch fünf Trailer (dt. DVD Trailer, itl. Originaltrailer, UK Kinotrailer, dt. Erstaufführungstrailer, dt. Wiederaufführungstrailers mit den Synchro von Thomas Danneberg), eine Artworktgalerie, einen Bildvergleich zwischen dem SD und HD Material und einige Szenen aus der Schlussprügelei der englischen und italienischen Fassung. Zum legendären Wiederaufführungstrailers sei noch erwähnt, dass es nie eine komplette Synchro des Filmes mit Thomas Danneberg gegeben hat!

 

FAZIT:
Wie bei anderen sicher auch, haben mich die Spencer/Hill Filme in meiner Jugend nicht nur begleitet, sondern auch geprägt. So sah ich alle Filme nicht nur Dutzende Male, sondern nutze auch heute noch das ein oder andere Zitat. "Die rechte und die linke Hand des Teufels" ist dabei eine der frühesten Western Parodien und auch gleichzeitig mit eine der Besten, da die Mischung aus Klamauk und Hau-drauf Action hier noch perfekt passt und fast keine Langeweile aufkommen lässt. Dazu gesellt sich ein toller Soundtrack und schöne Bilder. Technisch reist die Blu-ray zwar keine Bäume aus, doch besser als die DVD ist die Disc allemal und 3L hat sich sichtlich Mühe gegeben. Zudem ist die Blu-Ray recht günstig zu erstehen und bietet in der Erstauflage ein tolles Booklet und einen Pappschuber.

Bild - 6/10
Ton – 6/10
Extras – 7,5/10
Film – 8,5/10

[Diese Blu-ray wurde uns freundlicherweise von 3L zur Verfügung gestellt] 

[Review verfasst von Shagy]

Diskutiert darüber im Forum.

 

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